Matthias Heitmann, Gastautor / 15.03.2020 / 06:11 / 42 / Seite ausdrucken

Corona: Ein nachdenkliches Gespräch zum Sonntag

Der Druck, das öffentliche Leben zwecks Bekämpfung der Corona-Pandemie immer weiter einzuschränken, steigt. „Social distancing“ ist das Thema der Stunde. Kanzlerin Angela Merkel sagt, wir sollten das soziale Leben herunterfahren, soweit es geht. Aber eigentlich brauchen wir gerade das Gegenteil, nämlich eine Gesellschaft, die näher zusammenrückt. Bei aller gebotener Vorsicht und Verantwortung ist es wichtig, nicht nur kühlen Kopf zu bewahren, sondern auch kritisch zu bleiben. Paniken und Epidemien sind Blütezeiten für autoritäre Ideen und Politiker, denen die Gesellschaft zu frei und zu bunt ist und die das Coronavirus nutzen wollen, um endlich mal aufzuräumen. Daher ist Skepsis auch weiterhin geboten. Wir sollten Globalisierung endlich ernstnehmen und sie nicht nur für Waren oder Geldströme wünschen, sondern auch in unserem Denken etablieren. Wir brauchen weder Mundschutz noch schlechte Witze über die Ängste der Menschen, wir brauchen Empathie und eine Kultur des Zusammenhalts und des sich-Helfens. Daher mein Slogan: Hände schütteln nein – Hände reichen ja! 

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A. Ostrovsky / 15.03.2020

Sehr interessant, dass die Militärweltspiele 2019 genau an dem selben Tag begannen, wo auch die Übung Event201 war, am 18.10.2019 und dass die abschlussveranstaltung der Militärweltspiele am 29.10.2019 war. Das ist ja zufällig etwa 14 Tage bevor nach neuesten Behauptungen einer englischsprachigen südchinesischen Zeitung der erste Koronafall in Wuhan auftrat. Sicher sind das Fakenews. Google: johns hopkins center health security “Weltwirtschaftsforum”.  Google: Militärweltspiele 2019 Nur weil in China gleichzeitig ein Sack Reis umfällt, wo auch andernorts die Übungen beginnen, muss das nichts miteinander zu tun haben. Das Kollektiv Correctiv wird sicher noch herausfinden,  dass das nicht stimmt.

Karla Kuhn / 15.03.2020

Das klingt ja noch schlimmer als das Wort zum Sonntag !! Sind Sie ein “Merkelabkömmling ?? Die schwurbelt auch oft so einen Mist rum. WO bleibt eigentlich der BP, hat es dem die Sprache verschlagen, er spricht ja sonst auch immer so nette Worte !  ” Bei aller gebotener Vorsicht und Verantwortung ist es wichtig, nicht nur kühlen Kopf zu bewahren,... “Meine Güte,Sagen Sie mal einem Angehörigen von einem gerade verstorbenen Patienten wegen Corona, der soll einen"kühlen” Kopf bewahren.  “... nämlich eine Gesellschaft, die näher zusammenrückt.”  DANKE aber ich habe absolut KEIN Bedürfnis   mit irgendeiner fremden Person näher “zusammenzurücken.” Die sollen mir vom Halse bleiben !  Meine Güte, zu was viele Journos alles fähig sind ! Nicht zu fassen und dafür bekomme die auch noch Geld ??  JA, die NACHTEILE der Globalisierung ERNST nehmen und sich teilweise von ihr verabschieden wäre der erste Schritt wieder zu einer selbstständigen Wirtschaftsleistung, die NICHT abhängig ist von den Launen oder Erpressungen einiger   ausländischer Geschäftspartner, sondern die das Land z. B.  mit dringend benötigten Medikamenten versorgen kann in einer KRISE !!

sybille eden / 15.03.2020

“...  denen die freie Gesellschaft zu bunt und zu frei ist.” Das ist mir zu unklar, wen meinen sie denn damit ? Ist das ein Artikel gegen die AfD ? - Warum drücken sie sich nicht klarer aus ?

Sabine Schönfelder / 15.03.2020

Liebe Uta @ Buhr, Sie sollten mit Verlaub, nicht das Corona-Virus mit der Pest vergleichen. Erstens, trifft es nicht zu (oder sehen Sie ein Land wo täglich Massen von Toten aus den Häusern getragen werden?) und zweitens sollten Sie noch ein bißchen Raum nach „oben“ lassen, wenn wirklich ein schlimmes Virus wütet. LG

Friedrich Richter / 15.03.2020

Klingt nett, tut niemandem weh, verpflichtet zu nichts - ein Artikel, auf den wir gut und gerne verzichten können.

Peer Munk / 15.03.2020

Nun ist aber ausgerechnet Merkel diejenige, die vor Maßnahmen zurückschreckt. Dabei ist sie doch sonst nicht zimperlich, wenn es darum geht, sich über den Rechtsstaat hinwegzusetzen. Das passt also nicht zusammen.

Ulrich Gartner / 15.03.2020

Diejenigen, die die “bunte” Gesellschaft beschreien und herbeigeführt haben, sind die größten Feinde einer freien Gesellschaft.

Heinz Gerhard Schäfer / 15.03.2020

Stephan@ Grandke: In Italien werden die Toten nicht nur gezählt, sondern auch vorher getestet. In Deutschland unterbleibt der Test aus Kostengründen. (Deshalb die geringe Todeszahl. In ein paar Wochen wird dann in Deutschland der Song “Atemlos durch die Nacht” eine ganz neue Bedeutung erlangen. Erst dann werden wir geistig zusammenrücken, indem wir körperlich auseinanderrücken! Indien hat zum Wochenende ein Ausfuhrverbot für Medikamente erlassen (Kortison & Antibiotika), was dann bei uns zu tieferem Nachdenken über die Vorteile der Globalisierung führen wird!

Uta Buhr / 15.03.2020

Für mich ist dieses menschelnde Gefasel des Herrn Heitmann das Unwort zum Sonntag, randvoll mit Binsen und massenhaften Überflüssigkeiten wie irgendwie, manchmal, ein bisschen und dergleichen mehr. Grauenhaft. Da lese ich doch lieber den wieder einmal sehr launigen Beitrag von Dirk Maxeiner. So etwas versüßt mir den Sonntag und lenkt auf amüsant-ironiche Weise vom Thema Nummer eins ab. Nebenbei - die gegenwärtige Hysterie ist nur mit galligem Humor und Sarkasmus zu ertragen. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Corona ist eine gefährliche Krankheit, die jeden von uns treffen kann - sozusagen die Pest des 21. Jahrhunderts. Doch das Schüren von Ängsten und ständiges, zum Teil unverständliches Gewäsch von höchster Stelle sind alles andere als hilfreich. Hier ist mutiges Handeln angesagt sowie die sofortige Schließung von Grenzen. Sonst gar nichts Punkt.

Wolfgang Kaufmann / 15.03.2020

Das „freundliche Gesicht“ ist keine Lösung, sondern die Mutter aller Probleme. Es geht nicht ohne unschöne Bilder von verwaisten Ferienfliegern, leeren Bars und geschlossenen Swimmingpools. Selbst die angekündigte Völkerbegegnung am Evros wurde abgesagt.

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