Achgut-Autor Thomas Maul veröffentlicht ein Buch zur Aufarbeitung der Corona-Verbrechen mit dem Titel „Was man wann wissen konnte". Antwort: Man konnte alles von Anfang an wissen. Eine Leseprobe.
Auf Achgut.com durfte man Kritik an den Corona-Maßnahmen auch üben, wenn man kein Experte war. So entstand eine Vielzahl von Texten, die beweisen, dass Mut zur Nutzung des eigenen Verstands immer eine gute Sache ist. Zu ihnen gehören auch die Achgut-Beiträge von Thomas Maul, von denen viele demnächst*, zusammen mit wenigen neugeschrieben Texten, in Buchform erscheinen. Es handelt sich dabei um eine Auswahl, die didaktischen und dokumentarischen Wert hat. Sie zeigt in kompakter Gesamtschau, „was man wann wissen konnte“, um damit „Hinweise zur Aufarbeitung der Corona-Verbrechen“ zu geben. Im Folgenden ein Auszug aus dem Vorwort (die Zwischenüberschriften sind im Original nicht enthalten):
Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Die Frage, was man wann wissen konnte, lässt sich spielend leicht beantworten: alles – und zwar von Anfang an. Dazu musste man kein Experte sein. Dieses Buch und sein Autor – ein Laie auf allen „wissenschaftlichen“ Fachgebieten – treten den Beweis an.
Die Frage, was man wann wissen konnte, wird im Zuge einer gesellschaftlichen, psychologisch-psychoanalytischen und juristischen Aufarbeitung, die in den letzten Monaten zaghaft begonnen hat, zu den Relevantesten gehören. Denn schon jetzt werden von den Verantwortlichen vereinzelte „Fehler“ und „Irrtümer“ eingestanden, jedoch stets mit der Einschränkung versehen, dass man es seinerzeit nicht besser habe wissen können, und von einem Achselzucken begleitet, als handele es sich um Kavaliersdelikte und nicht etwa Verbrechen, wenn zu Unrecht intensiv und dauerhaft Grundrechte verletzt werden.
Und sollte die Aufarbeitung auch nicht weit genug gehen oder gar wieder versanden, noch bevor sie richtig Fahrt aufnimmt, bleibt durch Klärung der Frage, was man wann wissen konnte, wenigstens für die Nachwelt festzuhalten, wie der größte Angriff auf Freiheitsrechte seit 1945 im Deutschland der Jahre 2020 ff. abgelaufen ist.
Dabei geht es gerade nicht um nachträgliche Rechthaberei, auch wenn es immer wieder den Anschein haben wird, als ob die Kritiker der Corona-Maßnahmen es im Nachhinein besser gewusst hätten als ihre Befürworter.
Selbstabkapselung im Panikrausch
Der Befund ist viel bitterer: Nichts, keine besondere Qualität, zeichnete die frühen Gegner der Maßnahmen aus – außer derjenigen, schlicht zur Kenntnis genommen zu haben, was – so offen, wie es nur ging – von Beginn an auf der Hand lag. Nicht das Wissen dieser Minderheit also ist das Erklärungsbedürftige, sondern vielmehr wäre zu ergründen, warum die übergroße Mehrheit der Menschen – und zwar weltweit – das Offensichtliche nicht zu sehen vermochte.
Und die Antwort lautet schlicht: weil sie es nicht sehen wollten, weil sie stattdessen die Krise, die Katastrophe, den Ausnahmezustand, das Opferbringen wollten, weil sie sich aus schierer Angst-Lust künstlich dümmer gemacht haben, als sie es eigentlich sind.
Jeder Denkende hat es erlebt: Das sich selbst hysterisierende, neurotisierende und hypnotisierende Bewusstsein der Mitmacher dichtete sich gegen jeden Einspruch der Realität, der machbaren Erfahrung, und jedes Argument der Entwarnung erfolgreich ab, war ganz und gar unansprechbar.
In dem Moment, da diese Selbstabkapselung im Panikrausch, durch welchen individuellen Umstand auch immer vermittelt, nachließ oder an sich selbst müde wurde, brauchten die betreffenden Einzelnen auch keine Argumente mehr, weil ihnen das Selbstevidente nun ebenfalls in aller Klarheit als solches erschien.
(Aus Selbstschutzgründen behaupten sie dann gerne, dass ihr persönlicher Erweckungsmoment nach 3, 6, 10 oder 20 Monaten im Pandemiemodus auch für alle anderen erst der frühestmögliche Zeitpunkt des „Durchblicks“ gewesen sein könne, weshalb sie die Kritiker der ersten Stunde nach wie vor als unheimlich, ja irgendwie obskur beäugen…)
Drei von Anfang an zu wissende Sachverhalte
Auch wenn es die moralische (bis juristische) Schuld der verantwortlichen Politiker, die Schuld der diese einflussreich beratenden Experten und hofberichterstattenden Einpeitscher-Medien nicht schmälert, so gehört zur massenpsychologischen und gesellschaftstheoretischen Einordnung des Ganzen doch auch, dass große Teile der Bevölkerung nicht geschickt manipuliert oder betrogen wurden, sondern die Lüge wollten und sich als Volksgemeinschaft der Hypochonder enthusiastisch in allerlei Ausdrucksformen am allgemeinen Unrecht beteiligten.
Von Anfang an alles Nötige gewusst haben zu können, meint, dass zumindest drei wesentliche Sachverhalte sich bereits spätestens Ende März 2020 in wünschenswerter Klarheit geradezu aufdrängten:
1. Das vorgeblich neue Corona-Virus würde – wie die bis dahin bekannten Corona-Viren auch – lediglich den üblichen Bestandteil des Erreger-Mixes einer saisonalen Grippe bilden.
2. Die dagegen gerichteten Notstandsmaßnahmen sind nicht nötig, nicht erforderlich, nicht zielführend und richten folglich mehr Schaden als Nutzen an. Sie sind monströs unverhältnismäßig; als verfassungswidriger Angriff auf Grund- und Freiheitsrechte ein (Staats-)Verbrechen.
3. Politiker, Medien, „Experten“ und große Teile der Bevölkerung haben recht unvermittelt beschlossen, eine „Jahrhundert-Pandemie“ ohne Sinn und Verstand genießen zu wollen.
[…]
„Selbst wenn Corona die Pest gewesen wäre, …“
Neben dieser notwendigen immanenten Kritik am Pandemie-Narrativ (eure Daten zeigen selbst, dass nichts Gefährliches umgeht, eure Daten zeigen selbst, dass die Maßnahmen samt „Impfung“ nichts bringen und stattdessen schaden etc.) haben meine Achgut-Artikel immer wieder versucht, mit einem trotzigen „Selbst-Wenn“ an Grundsätzliches zu erinnern, also die Balance zur transzendenten Kritik zu halten und beispielsweise bei allem Sich-einlassen auf die Voraussetzungen des Gegners nicht aus dem Auge zu verlieren, dass diese per se falsch waren und sind.
Schließlich widerspricht es der Verfasstheit und Verfassung einer bürgerlichen Gesellschaft, geht in der Sache nicht auf und zeugt von Hybris, meint man: der Einzelne habe in seinem Alltagsverhalten den Patientenzustrom auf Intensivstationen zu regulieren, bzw. habe zu verantworten, dass sein Handeln im Supermarkt nicht eine Kettenreaktion in Gang setze, an deren Ende jemand im Krankenhaus stirbt.
Dieses neurotische Denken, anerzogen in drei Jahren Pandemie, müsste wieder verlernt werden. Selbst wenn Corona die Pest gewesen wäre, selbst wenn die Maßnahmen wirksam gewesen wären: Wollen wir wirklich so leben? Solange diese Frage gesellschaftlich nicht mit einem kategorischen NEIN beantwortet wird, droht die Wiederholung von Unfreiheit im Namen des Lebensschutzes.
Thomas Maul, Was man wann wissen konnte. Hinweise zur Aufarbeitung der Corona-Verbrechen, Norderstedt 2023.
*Bei Thalia.de ist das Buch inzwischen bestellbar, ebenso bei Buchkomplizen.de.

Ich erinnere mich, wie es losging, als die ersten freiwillig Maske trugen. Dann kam der Zwang und ein Schal reichte, weil es keine Masken im Handel gab. So ein Schwachfug. Dann hat meine Firma Baumwollmasken spendiert. Für jeden Mitarbeiter zwei; das war genau abgezählt. Dann kam irgendwann die FFP2-Maskenpflicht. Die Spirale wurde immer höher gedreht. Wir erlebten weitere Spiralen, z. B. was die Definition von Herdenimmunität angeht. Erst hätten 66 % mit Immunität (natürliche Immunität durch Infektion) ausgereicht und später war mit 80 % Geimpften nicht zufrieden und wollte eine Impfpflicht einführen. Oder was das „Ende der Pandemie“ anging. Erst hieß es, wenn die Risikogruppen geimpft seine, enden alle Maßnahme. Später dann, wenn jeder sein Impfangebot gehabt hätte. Und am Ende wollte man die Impfpflicht.
Die waren echt nicht ganz dicht. Meine liebste Kollegin fand die Maßnahmen nie unrichtig, sie ist auch dreimal gespritzt, aber selbst sie wird jetzt langsam kritisch und hat davon gehört, dass viele negative Dinge über den „Impfstoff“ schon sehr früh bekannt waren. Das finde ich schon mal positiv.
Negativ finde ich, wenn immer noch Leute mit diesen blöden Masken rumrennen. Ich habe heute eine Aldi-Mitarbeiterin mit Maske gesehen. Diese Menschen sind zu bedauern; sie sind Propagandaopfer. Als die Maskenpflicht in Supermärkten vor einem Jahr aufgehoben wurde, blieben viele Masken auf. Ich erinnere mich an den Tag genau: Ich war der einer von zwei Kunden ohne Maske.
Ich und andere sind nur ganz knapp an einer allgemeinen Impfpflicht vorbei geschrammt, und das nicht etwa weil Politiker zu der Einsicht kamen, dass sie sich in die persönlichen medizinischen Angelegenheiten von erwachsenen Bürgern nicht und niemals reinzuhängen haben, sondern weil die meisten dem politischen Gegner eine reinwürgen wollten. Diese grauenhafte Corona Zeit hat eine Menge Menschen zutiefst traumatisiert. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass man jetzt so tut als wäre nie etwas gewesen. Diese absolute Form der Verdrängung wird sich in den nächsten Jahren noch ganz bitter rächen.
Herr Maul trifft den wunden Punkt. Man hätte es wissen können, ja wissen müssen. Es gab genug Leute, die schon früh auf logische Fehler und bekannte Fakten hinwiesen, vor Panik warnten. Ich war einer davon, wenngleich ich kein Experte bin. Aber es brauchte nie Expertenwissen, denn es genügte ein weniges logisches Denkvermögen und gesunder Menschenverstand. Die Maßnahmen widersprachen ja dem gesagten. Erst heißt es, die Kinder seien nicht gefährdet, aber dennoch schloss man die Schulen. Auf die Idee, dass junge Lehrer (<50) zum Frontalunterricht gezwungen werden könnten, kam niemand. An Lösungen, dass jemand auf eigenem Risiko unterrichtet, kam niemand, dabei bürdet man Lehrern an Brennpunktschulen seit jeher hohe Risiken auf. Und da geht es nicht nur um Husten und Schnupfen, sondern um ein Messer im Rücken, wenn da wieder einer mit ‚ner kurzen Lunte austickt.
Guter Artikel! Es ist absolut nicht von der Hand zu weisen, dass im Grunde alle Fakten bekannt waren (Übertragungswege, Letalitätsrate, wahrscheinlich vorhandene Kreuzimmunität in großen Teilen der Bevölkerung). Mitte/ Ende Januar als die ersten Fälle in Deutschland registriert wurden und im weiteren Verlauf des Februars war die Panikmaschinerie noch nicht am laufen. Von Seiten der Politik schien auch keine Eile für Maßnahmen geboten gewesen zu sein, es wurde eher noch auf Beruhigung gesetzt. Und allein daran kann man sehen, dass es nicht notwendig war, überhaupt etwas gegen Sars-CoV2 zu unternehmen. Warum Anfang März die Lage so eskalieren konnte -und das quasi zeitgleich in nahezu allen westlichen Demokratien- ist die große Frage. Entweder war es alles ein groß angelegter Test oder die Stunde der zahlreich real existierenden Opportunisten hatte geschlagen. Politiker, die sich als besonnene, gutherzige Retter aufführen konnten, Ärzte und Virologen -generell „Wissenschaftler“-, die sich als Experten gebärden durften und an vorderster Front ihre Wegbereiter: Die Mainstream-Medien für die Ereignisse, egal wie unwichtig oder wichtig sie sein mögen stets ein gefundenes Fressen sind. Diese Medien hätten nämlich die Macht und insbesondere der ÖRR auch den Auftrag gehabt, die Bevölkerung zu informieren. Stattdessen zeigten sie Bergamo, New York und inszenierten sich als alleinige seriöse Informationsquelle „in der bevor stehenden schwierigen Zeit“. Hätten die Ihren (gesetzlichen) Auftrag erfüllt, hätte diese „Pandemie“ nicht stattgefunden. Aber vermutlich haben die auch einfach nur einen Auftrag erfüllt.
Nachtrag: Obwohl ich wirklich abgehärtet bin (2 Jahre Hochsicherheitsknast und Forensik mit echten Mördern im Zimmer), haben die Mainstream-Medien bei mir anfangs wirklich Erfolg gehabt mit ihren Bildern von Särgen und Intensiv-Patienten. Lesezeichen von John´s Hopkins und anderen Verbrechern zierten meinen Monitor. Bis dann endlich Prof. Wodarg, Bhakdi und Dr. Köhnlein (bei RT deutsch) einem die Augen öffneten. RT wurde dann leider gesperrt. Dort habe ich soviele Infos über den größten Betrug an der Menschheit erhalten, dass meine anfängliche Angst einem Brechreiz und Hass weichen konnte…
Es sollte bei alldem nicht unterschätzt werden, wie viele Menschen letztlich nur aufgrund des öffentlichen Druckes und der Angst, nicht vor Corona sondern vor gesellschaftlicher Ausgrenzung und der persönlichen wirtschaftlichen Vernichtung, der Spritze zugestimmt haben. Im Nachhinein mag dies alles zu oberflächlich gewesen sein, aber wer eine Familie zu ernähren, Raten oder Hypotheken zu bedienen hatte, sein Studium weiter fortführen wollte, dem blieb vielfach nichts weiter übrig, als sich impfen zu lassen oder seinen Beruf und/oder seine Ausbildung an den Nagel zu hängen und seine wirtschaftliche Existenz zu riskieren. Irgendwie erinnert vieles an den Automatismus von 1933 ff. -Traurig aber wahr, die wenigsten taugen zum Helden und die öffentlich rechtlichen Fakten Verbieger taten ein übriges, jede kritische Stimme Auszugrenzen und zum Schweigen zu Bringen. Ähnliches erleben wir bei der bedingungslosen Unterstützung der korrupten ukrainischen Führung. Und der einseitigen Gehirnwäsche rund ums Klima. Dummheit oder Lust am Untergang? Oder beides?
Wissen ist das Ergebnis einer persönlichen Entscheidung, etwas für sich als Wissen zu akzeptieren. Insofern können alle Menschen immer alles wissen – und zwar zu jeder Zeit – wenn sie entsprechende Entscheidungen für sich treffen. Das gilt nicht nur für Corona, sondern auch für andere gesellschaftliche Fragen. ----- Die Grundlage für eine Wissensentscheidung ist aber für die meisten Menschen nicht rationale Überlegung, sondern Gefühl. Die Menschen entscheiden sich, das für Wissen zu halten, was ihnen ein gutes Gefühl gibt – zum Beispiel weil es ihnen Gemeinschaftsgefühl vermittelt, indem sie das selbe wissen wie andere Menschen, oder weil das Wissen ein Weltbild stützt, das sie als angenehm empfinden. ----- Insofern stellt der Text hier eine Frage, die für die meisten Menschen irrelevant ist: Was konnte man rational wann wissen? Die meisten Menschen sind nicht rational, und insofern ist diese Frage für sie ohne Bedeutung. Relevant ist für diese Menschen stattdessen die Frage: Welches Wissen erzeugte zu welchem Zeitpunkt die besten Gefühle? ----- Insofern beschreibt der Text eigentlich nur eine Binse, nämlich: für die meisten Menschen ist nicht Rationalität, sondern Emotionalität die dominante Eigenschaft, die darüber entscheidet, was sie als Wissen für sich auswählen und akzeptieren.