Fünf namhafte Professoren haben Ende April einen Fragenkatalog an alle Fraktionen des Deutschen Bundestages geschickt. „Wir kommen zu der Einschätzung, dass die Reaktionen der Regierung auf die Covid-19-Pandemie angesichts der davon ausgehenden Bedrohungen nicht verhältnismäßig sind“, hieß es darin. Sie erwarteten, von den gewählten Mandatsträgern die Antworten zum Ausnahmezustand zu bekommen, die die Regierenden bis dahin schuldig geblieben waren. Ihre öffentliche Anfrage stand unter dem Motto „Die Schäden einer Therapie dürfen nicht größer sein als die Schäden der Krankheit“.
Die fünf Fragesteller sind zum Teil inzwischen recht bekannt geworden: Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, der medizinische Mikrobiologie an der Universität Mainz lehrt, der Toxikologe und Immunologe Prof. Dr. Stefan Hockertz, Prof. Dr. Stefan Homburg (Volkswirtschaftslehre) von der Universität Hannover, Prof. Dr. Werner Müller (Betriebswirtschaftslehre) von der Hochschule Mainz und der Psychologe Prof. Dr. Dr. Harald Walach von der Universität Witten-Herdecke.
Den Wortlaut der Anfrage publizierte Achgut.com seinerzeit hier.
Eine Reihe von Bundestagsabgeordneten brachte die Fragen dann als kleine parlamentarische Anfrage ein, da die Fragen dann von der Bundesregierung beantwortet werden müssen. Diese Antwort liegt inzwischen vor. Achgut.com dokumentiert hier auch, wie die Fragesteller die Beantwortung seitens der Bundesregierung werten: Prof. Dr. Werner Müller, Koordinator der Gruppe, kommentiert die Antwort wie folgt:
Antwort auf kleine Anfrage – Bundesregierung räumt Schnellschuss bei Lockdown ein
Am 28.04.20 hat eine Gruppe von fünf Professoren verschiedener Fachrichtungen die Fraktionen des Deutschen Bundestages angeschrieben und sie darum gebeten, vier Fragen an die Bundesregierung als Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu richten, damit sie darauf antworten muss. Anfragen von Bürgern bleiben stets unbeantwortet. 46 Abgeordnete sind der Bitte gefolgt, und die Anfrage wurde am 11.05. als Bundestagsdrucksache 19/19081 veröffentlicht. Inzwischen liegt auch die Antwort der Regierung vor, die als Bundestagsdrucksache 19/19428 vom 04.06.20 veröffentlicht wurde. Der Inhalt hat die fünf Professoren enttäuscht. Die Regierung hat sich bemüht, mit einer ausreichenden Anzahl von Worten möglichst nichts auszusagen. Trotzdem erkennen sie interessante Neuigkeiten.
Auf die erste Frage „Welche konkreten Szenarien lagen am 13.03.20 vor, und aus welchen Grund hat sich die Regierung für Kontaktbeschränkungen und gegen die Herstellung der Herdenimmunität entschieden?“ wurde geantwortet, dass es nur die täglichen Situationsberichte des Robert-Koch-Instituts gab, die im Internet veröffentlicht sind. Damit bestätigt sie die Aussage von Stephan Kohn aus dem Innenministerium (siehe hier), dass es keine professionelle Entscheidungsvorbereitung gab. Ohne Folgenabschätzungen für verschiedene Handlungsalternativen in mehreren Szenarien war der Lockdown also nach dieser Antwort ein panischer Schnellschuss!
Auf die dritte Frage, „Mit welchen Gründen rechtfertigt die Regierung die hohen wirtschaftlichen Schäden und die zusätzlichen Sterbefälle, die aus ihren Maßnahmen resultieren, vor allem unter Berücksichtigung der geringen geretteten Lebenszeit.“ kam die kurze Antwort: „Der Bundesregierung liegen keine Informationen zu einer geringen geretteten Lebenszeit in Bezug auf die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vor …“ Das sollten sie aber! Die Regierung räumt also ein, dass sie keine Ahnung hat!
Bei einer Konkurrenz verschiedener Grundrechte verlangt das Bundesverfassungsgericht, dass das geschützte Grundrecht das beeinträchtigte wesentlich überwiegt, dass die Beschränkung ein geeignetes Mittel ist und dass die Beschränkungen nicht übermäßig belastend sind. Ein größerer Nutzen kann einen größeren Schaden rechtfertigen. Die erste Bedingung wird von niemandem bestritten. Bei der zweiten Bedingung sieht die Regierung im Lockdown den Grund für den insgesamt glimpflichen Verlauf der Pandemie in Deutschland, sie kann aber nicht erklären, warum schärfere Maßnahmen in Spanien, Italien und Frankreich zu einem ungünstigeren Verlauf geführt haben, wo es nach der Regierungslogik doch eigentlich andersherum sein müsste. Im Mittelalter wurden gegen Epidemien Gottesdienste abgehalten, und sie wurden auch für den Grund gehalten, warum die Krankheiten am Ende überstanden wurden. Die fünf Professoren glauben eher an die Wirkung von Antikörpern, die sich nach einer überstandenen Infektion bilden, sie können aber nicht widerlegen, dass Kontaktbeschränkungen und Gebete auch eine Wirkung haben.
Entscheidend ist aber die dritte Bedingung. Für sie wäre aber eine professionelle Entscheidungsvorbereitung mit einer Folgenabschätzung jeweils mit und ohne die geplanten Maßnahmen unverzichtbar gewesen. Die hat es nach der Antwort auf die Frage 1 nicht gegeben. Dafür hätte nicht nur der wirtschaftliche Schaden vor dem Lockdown beziffert werden müssen, man hätte auch eine Berechnung der zu rettenden Lebenszeit als Ausdruck für den Nutzen der Maßnahmen vornehmen müssen. Die Aussage von Boris Palmer, man rette Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären, beschreibt diesen Konflikt zutreffend. Ein enormer Schaden könnte nur mit einem gigantischen Nutzen gerechtfertigt werden. Wenn die Regierung – wie sie in der Antwort auf die kleine Anfrage eingeräumt hat – hierzu keine Informationen hatte, hätte sie die grundrechtsbeschränkenden Maßnahmen nicht beschließen dürfen. Der Lockdown war also verfassungswidrig!
gez. Prof. Dr. Werner Müller als Koordinator der Gruppe der fünf Lockdown-kritischen Professoren
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Beitragsbild: EPP Flickr CC BY 2.0 via Wikimedia Commons

Tief verstört musste ich gestern in der Reaktion meines Sohnes in unserer Diskussion über Hrn. Stadlers Gastbeitrag "Corona-Aufarbeitung: Warum alle falsch lagen" feststellen, dass ihm - er ist Akademiker! - die Feststellung der Beweggründe und möglicher Verantwortung - verzeihen Sie das Wort: - scheißegal ist. Er ist 30. Er verdient - hoffentlich noch lange - gut. Es ist hoffnungslos.
Am Samstag, dem 6. Juni, drängte sich auf dem Alexanderplatz, Berlin, eine riesige Menschenmasse. Die Bilder der Medien zeigen, dass die "Versuchspersonen" auf dem Gelände sich überhaupt nicht an die Abstandsregel und überwiegend nicht an die Maskenpflicht hielten, sondern es fand eine Orgie der Verletzung der Schutzmaßnahmen statt. Heute ist Samstag, der 13. Juni. Eine Woche, 7 Tage später. Viel Zeit für das Virus zum Ausbrüten. Und? Zeigen sich Folgen dieses Massenverstoßes gegen den Lockdown? Füllen sich bereits die Intensivstationen der Berliner Krankenhäuser? Was sagen die Computermodelle dazu voraus? Unter einem Massentest versteht man für gewöhnlich ja eine Art von Rasterfahndung, also eine Reihenuntersuchung. Hier fand ein Massentest der anderen Art statt. Zehntausende Menschen ließen es darauf ankommen und die Herrschaft konnte sie nicht stoppen, weil es mit dem "falschen" Argument geschah! Sie reißen mit diesem Selbsttest den Herrschenden selbst die Maske der Infamie vom Gesicht! Wo sind die Coronatoten vom Alex vom 6. Juli? Kommen die erst in der nächsten Woche? "I can't breathe", das waren die letzten Worte von George Floyd. "I kriege keine Luft!" ist eine persönliche Erfahrung beim Tragen der Maske. Mit George Floyds Todesvideo wurde sie aber eine öffentliche Aussage und dann eine Allegorie. Ein Hebel gegen die Willkür der unfähigen herrschenden Politik-Darsteller: Eure selbstherrliche Verantwortungs-Simulation erstickt unsere Freiheit! Es haben sich Dutzende von hochkarätigen Wissenschaftlern verheizen lassen, indem sie der wahnsinnigen Unfähigkeit der Herrschenden in Vernunft widersprachen. Zwecklose Opfer. Das Volk aber hat seine eigenen Wege, sich zu befreien. Berlin, 6. Juli 2020: "Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt"!
Seit 2010 (Eurorettung "alternativlos") führen die verschiedenen Regierungen unter der kommunistisch sozialisierten Hauptperson im Kanzleramt von Krise zu Krise (Griechenlandrettung, Energiewende, Migration, Mobilität, Covid-19) vor, dass sie im Wesentlichen aus einem einzigen, mit ideologischen Scheuklappen und einem riesigen Brett vor dem Kopf versehenen Deppenhaufen bestehen (personelle Beispiele zu nennen erübrigt sich wohl hier auf achgut), der mangels fachlicher und politischer Kompetenz jedes Problem wahlweise mit Hilfe ör Propaganda vernebelt oder mit frisch gedruckten Abermilliarden zuschüttet, an denen unsere Kinder und Enkelkinder eines nicht mehr allzu fernen Tages ersticken werden - und der deutsche Michel wählte in der weit überwiegenden Mehrheit trotzdem immer wieder so, dass diese Gurkentruppe weitermachen konnte. Und es sieht nicht so aus, als würde sich das in absehbarer Zukunft zum Besseren wenden.
Gott sei dank gibt es noch Wissenschaftler mit Rückgrat, die entgegen dem Mainstream wissenschaftlich fundierte Meinungen nachdrücklich äußern. Das ist um so bewundernswerter, als dass in der heutigen Zeit niemand mehr sicher sein kann, dass die öffentliche Äußerung einer vom Mainstream abweichenden Meinung mit einschneidenden Konsequenzen quittiert wird. - Und danke an die Redaktion für die Veröffentlichung.
Bei diesem Blog ist Rationalität zu schätzen. In der Aussenwelt herrscht Wirrwarr und Sentimentalität als (un-) Gesteuerte Hysterie. Durch ein Infektionsschutzgesetz ist ein Ermächtigungsgesetz wieder in Kraft als ob Menschen aus der Vergangenheit gar nichts gelernt haben. Politiker finden Schlupflöcher um Macht zu ergreifen - die sind sehr erfinderisch. Die Krankenkassen sind nicht mehr Zeitgemäß - Versicherungsprinzip existiert nicht. Wenn GKV Krankenhauser auf Erlass der Regierung Beitragszahlergelder überweisen um Patienten NICHT zu behandeln. - und wenn Jens Spahn Beitragsgelder zu Massentests widmet und GKV Mitglieder diese Kosten für Nichtversicherte und PKV bezahlen - obwohl >50% der PKV Mitglieder Beamten sind - ist das Alles "zweckfremd" Die Kliniken haben mit €50.000 je Intensivbett reichlich kassiert aber durch Ausschliessung der Patienten werden in Defiziten landen und dann werden die GKV Mitglieder noch höhere Beiträge und Behandlungskatalogeinschrankungen erleben. Diese Art politischer Führung ins Abseits bricht die Grundsteine des Wohlfahrtsstaats auseinander. Die Fusionierung von Krankenkassen und Krankenhauser wird Folge, weil soviel Geld fur NICHTBEHANDLUNGEN schon geflossen ist - Wartelisten werden jetzt steigen müssen um die Defizite der GKV zu lindern. Man hat 2020 eine Umwälzung erlebt. Die bisherige Gesellschaft ist jetzt gescheitert endgültig
Sie hatten doch absolut keine Zeit entsprechende "Kosten Nutzen Rechnungen" anzustellen, denn sie haben tief und fest im Jänner, aber auch noch im Februar geschlafen, geschlampt und das in ganz Europa! Die Bilder und Berichte aus China haben sie nicht gekratzt! Dass dort riesige Regionen abgesperrt wurden, Krankenhäuser in nullkommanichts aus dem Boden gestampft wurden, interessierte doch keinen! China ist soooo weit weg, und was die "Unterentwickelten" dort machen - pah! Darum gab es keine Einreisebschränkungen, keine Quarantäne für die massenhaft Einreisenden aus China! Und dann? Dann war die Krankheit plötzlich da! Bumm! Und selbst da glaubte noch keiner daran, dass sich das Virus hier in ähnlicher Weis ausbreiten wird! Sie wachten auf! Panik stieg so richtig hoch! Tun, machen, schnell - aber WAS? Kurz in A - er machte! Der Grazer Virologe Prof. Sprenger meinte - der Peak der Infektionen ist bereits (Mitte März) überschritten, völliger Shutdown über kurze Zeit ja, über 3 Monate unnotwendig! Er konnte den Herrn BK nicht überzeugen - und ging! Jetzt wird "Rettungsgeld " im Gieskannenprinzip - wohin auch immer - verteilt! Lockerung der ineffizienten Maskenpflicht und ganz schnell, vor den Urlaubsmonaten die meisten Grenzen öffnen, geht doch, aber im Sinne des rollenden Rubels! Professionelles Agieren zum Wohle der Bevölkerung? Nein ganz sicher so nicht! Und das Beste zuletzt: Gesundheitsapp verpflichtend und Pflichtimpfungen mit einem völlig neuartigen, so gut wie unerprobten Impfstoff! Gentechnik in der Nahrung lehnen die meisten ab, aber beim Impfen werden wir wohl auch unsere Zellen gentechnisch manipulieren lassen müssen! Wie sich das dann a la long auswirkt? Auf die nächsten Generationen? (Achselzucken) So stellt sich die hohe Politik in Gemeinsamkeit mit einigen "Wohltätern" das wohl vor!
Und anstatt jetzt konsequenterweise und kurzerhand zu sagen: „Ja, wir haben uns in den Auswirkungen des Virus geirrt und wir haben streckenweise falsch agiert. Wir beenden jetzt alle öffentlichen Beschränkungen (soweit mir bekannt ist, mit sofortiger Wirkung(, um noch jemand anderen zu zitieren))“, eiert man weiter rum, vertröstet, lockert, eiert weiter, schwadroniert von einer zweiten oder dritten Wellen, eiert weiter.... Hoffen die Herrschaften damit ihr Gesicht wahren zu können? Politik zu machen, bedeutet auch Verantwortung zu übernehmen und nicht „Dinge vom Ende her zu denken (alternativlos..)“