Cora Stephan / 20.01.2022 / 12:00 / Foto: NHCC/unbekannt / 15 / Seite ausdrucken

Cora Stephan: Die Stimme der Provinz: Frauen, unsere besten Feinde

Frauen sind die besseren Menschen?

Wir Weiber in der Provinz lachen, wenn wir sowas hören, wir kennen uns und einander viel zu gut. Wir sind herrschsüchtig und ungeduldig und nehmen keine Gefangenen, wenn man uns in die Quere kommt. Im Notfall sind da immer noch unserer Kerle, die kennen erst recht nix.

Das beantwortet eigentlich schon die Frage, was hier in einer Situation geschehen wäre, die vergleichbar ist mit der Kölner Silvesternacht oder jüngst mit den Geschehnissen in Mailand, als junge Frauen von Männern mit Hintergrund belästigt wurden – was in manchen Fällen ein ausgesprochen verharmlosender Ausdruck ist. Auch wenn wir so gut wie nie mit dem Nudelholz hinter der Haustür stehen: Den Kerlen mit welchem Hintergrund auch immer hätten wir was aufs Auge gegeben. Aber hallo!

Das unterscheidet die Weiber von Grün- oder Weinsberg von unseren woken Feministinnen, die sich zu sexueller Belästigung nur äußern, wenn sie von (mehr oder weniger) alten weißen Männern ausgeht. Ausgerechnet Frauen, die sonst darauf bestehen, dass Frauen als Opfer immer recht haben, wiegelten nach Köln sogleich ab (und sagen zu Mailand gar nichts) – allein die Erwähnung der Herkunft der jungen Männer sei Rassismus – und verwiesen auf den allgemeinen Sexismus in unserer Gesellschaft. Sowas sticht ja immer! Außerdem sei das beim Münchner Oktoberfest doch auch nicht viel anders – gemeint war mit diesem Hinweis, dass auch der biodeutsche Mann zu kollektiv begangenen sexuellen Straftaten neige. Selbst FDP-Mann Rainer Brüderles angeblich skandalöse Bemerkung zur Oberweite einer Journalistin wurde angeführt, um zu beweisen, dass das alles same procedure as everywhere sei: Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.

Hilfe vom genderfluiden Metropolenmann?

Dass Feministinnen die besten Freundinnen der Frauen seien, kann uns Provinzweibern echt niemand erzählen. Mitleid ist bei ihnen selektiv. Ihr Aufschrei „me too“ gilt nur, wenn es ein (möglichst noch prominenter) weißer Mann ist, den man als Frauenschänder entlarven kann. In solchen Fällen darf nicht auch nur der kleinste Zweifel an der Aussage der betroffenen Frauen geduldet werden. Wenn es aber um Migranten geht – auch verallgemeinernd „Flüchtlinge“ genannt – gilt das Wort der Opfer nichts, im Gegenteil: Gern wird den Belästigten auch noch Fremdenfeindlichkeit unterstellt.

Viele Feministinnen scheinen sich nicht daran zu stören, dass bei Männern aus einem patriarchalisch und islamisch geprägten Kulturkreis Frauen wenig bis gar nichts gelten. Ein Angriff auf sie ist nicht der Rede wert. Die Botschaft ist eine andere: Belästigung deutscher „Schlampen“ ist ein Angriff auf die Ehre der Männer, die sie nicht verteidigen können.

Vielleicht sollten die von der Frauenbewegung überwiegend gut erzogenen deutschen Männer darüber nachdenken: nicht nur die Frauen wurden in dieser Silvesternacht angegriffen. Auch die Männer und das Selbstbild, das man ihnen seit Jahren nahelegt. Sie sind mit einem archaischen Männlichkeitsideal konfrontiert, dem Mann metrosexuell nichts entgegenzusetzen hat.

Nicht nur diskrimierend, sondern ebenso dumm

Unbeschäftigte junge Männer in Konkurrenz um knappe Güter wie Frauen und Arbeitsplätze sind kein angenehmes Szenario. Es dürfte nicht lange dauern, bis die feministisch gut erzogenen Männer hierzulande in der Minderheit sind.

Ist das jetzt rassistisch? Nö. Hier in der Provinz macht man keinen Unterschied, uns ist es völlig egal, wer genau es ist, der sich danebenbenimmt. Hauptsache, der macht das nicht mehr lange. Und vor allem nicht noch mal. Dafür, wie schon gesagt, sorgen auch die Männer – genau, diese bekanntermaßen dummstarken Dorftölpel, die so gar nichts vom genderfluiden Metropolenmann haben. Gottlob, kann ich da nur sagen. Kein allzu fluider Kerl hätte sich in Köln damals den erregten Jungmännerhorden entgegenstellen können, ohne selbst zum Opfer zu werden.

Viele Feministinnen mögen nur Frauen, die so ticken wie sie selbst. Die unbedingt in die Aufsichtsräte der Nation einziehen wollen, weiße Männer für toxisch halten und Hausfrauen und Mütter reaktionär finden.

Das, mit Verlaub, finden wir hier in der Provinz nicht nur diskrimierend, sondern ebenso dumm wie wirklichkeitsfern.

Und das ist auch gut so.

 

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Leserpost

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B.Kröger / 20.01.2022

Liebe Frau Stephan, die One World Ideologie wurde nicht von Feministinnen aufgestellt.  Die Feministinnen, die den Mund nicht aufmachen, wenn Frauen vergewaltigt und brutal umgebracht werden, sind nach wie vor eine kleine, laute, aber ängstliche Randgruppe. Das wissen nicht nur die Frauen auf dem Land. Unser Problem besteht darin, dass viele Frauen genau das wählen, was man ihnen sagt. Selberdenken ist bei vielen Frauen, nach wie vor nicht angesagt. Sie hören auf das, was ihnen erzählt wird. Brave Mädchen eben. Viele deutschen Männer sind nach den Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts demoralisiert und es fehlt der Nachwuchs. Im Grunde soll nicht nur unsere Kultur zerstört werden,  alle Kulturen sollen im Namen von “Multikulti” vernichtet werden. Es scheint um den “neuen Menschen” zu gehen, als Konstrukt einer Gruppe Größenwahnsinniger.

Peter Volgnandt / 20.01.2022

Liebe Frau Stephan, Sie haben recht, auf dem Land ist vieles besser, aber wie in einigen Beiträgen bemerkt auch nicht alles. Die Mitgliederzahl in den Vereinen schwindet, vor allem junge Leute meiden Vereine wie Gesangsvereine, die Kleintierzüchter usw. Viele Jugendliche vereinsamen. Unsere Feuerwehr hat zum Glück kein Nachwuchsproblem. Ein anderer Punkt ist, dass speziell den Jungs jegliche gesunde Aggresivität ausgetrieben wird. Mein Gott, was hab ich mich als Kind mit andern Jungs geprügelt, das gibt es heute nicht mehr, und wenn, dann in einer Form, die bei uns verpönt war. Jetzt geht es alle auf einen, und wenn er dann am Boden liegt, dann noch Tritte auf den Kopft. Es tut mir leid, aber an der Verweichlichung unserer Jungs sind die Helikoptermamas schuld.

Christian Feider / 20.01.2022

Hallo Frau Stephan möchte ja nicht bezweifeln,das in der hinteren hessischen Provinz im Ernstfall die Dorfjugend so etwas noch regelt für die empörten jungen einheimischen Damen,aber aufs Grosse gesehen,haben 20 Jahre “gegen Rechts” und “buntes Deutschland” Werbung schon erheblich an der früher soliden Wehrhaftigkeit genagt. Selbst auf dem Dorf wird eher gezögert als dem übergriffigen Ahmed eine geledert,denn der politisch korrekte Polizehauptmeister gewichtet die Geschichte im Eigenschutz IMMER zu Gunsten des Neubürgers…sonst gibts böse Presse,das will er auf Teufel komm raus vermeiden. Aber an Ihrer Charakterisierung unserer holden ländlichen Weiblichkeit,hier zb in Baden, stimmt alles :)

Ludwig Luhmann / 20.01.2022

Eine feine Waffe: “Islam is right about women!”

Cyril Sneer / 20.01.2022

Amazon liefert auch wie bestellt. Das tangiert meine männliche Ehre doch nicht. Es gibt nur wenige Dinge auf der Welt, die so witzig sind wie eine vergewaltigte Woke-Feministin, die sich politsch korrekte Täter ausdenkt.

Martin Schmitt / 20.01.2022

@Claudius Pappe: GENAUSO IST ES, leider - besser hätte man es nicht schreiben können.

Wilhelm Lohmar / 20.01.2022

Ich werde den Gedanken nicht los, daß Sexismus und Rassismus doch im Grunde eigentlich nur anthropologische Konstanten sein könnten, und wenn man die mit erzieherischen Maßnahmen oder gar mit Verordnungen und Gesetzen bekämpfen will bis zur Eliminierung, dann ist das nur noch lächerlich.

Reinhard Max / 20.01.2022

Also ich bin am Dorf aufgewachsen und lebe auch dort seit über 40 Jahren. Das die Jungs und jungen Männer am Dorf, zwischen 15 - 30 noch in der Lage wären oder es gar versuchen würden, die jungen Frauen des Dorfs zu schützen, möchte ich bezweifeln. Auch sind die jungen dunkelhäutigen Männer bereits in den Dörfern angekommen und es gibt genügend Dorfschönheiten die Ihnen erliegen. Der Reiz des unbekannten usw. Der sexuell aktive Part, liegt schon lange nicht mehr beim jungen guterzogenen Mann. Dazu kommt das viele jüngere Männer oft nicht mehr in Vereinen integriert sind, sie sind allein. Die Migranten, sind meist in der Gruppe, was will da ein einzelner deutscher Mann noch bewegen ? Und eine Dorfrau ? Wenn Sie schlau ist, geht sie ihnen aus dem Weg, so etwas wie mit einem Nudelholz auf eine Männergruppe loszugehen, die in Kriegsgebieten und sozialen Armenhäusern groß geworden sind, halte ich für Dumm, und nur als Bestätigung das westlichen Frauen jeglicher Instinkt für Gefahr abhanden gekommen ist. Ein kluger deutscher Mann würde so eine Frau nicht verteidigen, sie ist schließlich nicht unverschuldet in Not, warum soll er führ ihre Dummheit den Kopf hinhalten ? Da gibt es genug Beispiele, das es für den deutschen Mann, tödlich endet. Machen Sie die Augen auf, der Feminismus mit all seinen Schrecken ist auch längst am Land angekommen.

Andreas Müller / 20.01.2022

Apropos Hausfrau : Meine Oma hatte immer Zeit. Während Opa arbeitete, kochte sie mittags für den Rest der Familie. Wenn ich von der Schule nach Hause kam, hatte sie mich schon erwartet. Ich setzte mich auf einen Schemel in ihrer Küche und erzählte ihr, was ich erlebt hatte.  Auf einem kleinen Teller servierte sie mir eine Vorspeise dessen, was es zum Mittagessen gab. Oma kochte mit einfachen Mitteln wunderbare Speisen. Sie bescherte mir durch ihre menschliche Wärme und ihre liebevolle Zuwendung die schönsten Erlebnisse meiner Kindheit. Wenn ich eines Tages sterben werde, bin ich mir sicher, daß Oma zu denen gehört, die mich auf der anderen Seite im Empfang nehmen. Für Oma war es nie bedeutsam, ob sie fortschrittlich ist oder nicht, welches Rollenbild sie hat oder welcher Zeitgeist gerade herrscht. Sie war in der Begegnung einfach authentisch und sie erschuf damit einen außergewöhnlichen Raum, in dem ich bis heute zu Hause bin.

Mathias Rudek / 20.01.2022

Ich könnte jede Zeile von ihnen fett unterstreichen, lieber Frau Stephan. Das sind die Fakten und die sind unwidersprochen.

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