
Mir graust es vor dem Tag des “Sesam Öffne Dich”, vulgo “Lockdaun isch over”. Dann kommen all die Dödels aus den umliegenden Sardinenbüchsen wieder zu uns auf den Acker. Mit Mopeck und Kahbrio, Sack und Pack und grosser Fresse. Wir Landjunker geniessen die Abwesenheit der Plebs durchaus. Lange war es nicht so still unter dem Firmament wie in den vergangenen Monaten. Stille wohin das Auge hört. Lockdown könnte also….wenn´s nach uns ginge…
Ich suche einen Erstwohnsitz auf dem Land.
Kleiner Tipp an die Zweitwohnenden: Bleibt im Krisenfall zuhause, verstärkt die Haustüren, sichert die Fenster und wartet darauf, dass nach zehn Tagen “Spitzenglättung” wie versprochen Angelas Hilfskonvoi vor dem Haus steht. Wenn das so gut organisiert ist wie jetzt die Impfgeschichte, dann seid ihr da auf der sicheren Seite. Großes Ehrenwort.
Liebe Frau Stephan, den Vorderlader werden Sie jetzt nicht mehr los. Humor als Markenzeichen kann nicht schaden; es hätte schlimmer kommen können. Ich sag nur Schalke — 05.
CV hat genug von uns, der R-Wert liegt seit über einer Woche unter 1 und bildet das Geschehen vor fünf bis zehn Tagen ab, die Impfung der sehr alten und kranken Senioren dürfte demnächst abgeschlossen sein, es gibt keinen Grund, wenn alles so weiter geht, ab Mitte Februar nicht auf Normalität zu schalten. Dann werden die Landratten, zumindest ihre Gastronomen, die Stadtratten wieder brauchen, das ist sicher. Ein gravierenderes Problem ist die Übernahme von Physikern. Ich lasse mir nicht als Medizinerin von einer Physikerin namens Priesemann erklären, wie Krankheit und Gesundheit geht. Zu Gesundheit gehört ein Sozialleben und eine dadurch geförderte gute Immunität, die eine Perspektive und Optimismus braucht. Diese Frau ist ein Problem, wir Land- und Stadtkinder einigen uns schon irgendwie, und der ZW-Besitzer braucht MeckPom im Winter nicht wirklich. Ab März, wenn die wilden Schwäne über den Bodden fliegen, sieht das anders aus. Ansonsten empfehle ich den Erwerb einer Ferienwohnung zwischen Danzig und Litauen. Verkauft einfach. Zwischen Danzig und Memel, heute Klaipeda, ist es wilder und viel, viel schöner, nettere Leute. Schwäne, Birken, Haff und Nehrung, wunderbar, Heimat des Trakehners und der verstorbenen Gräfin Döhnhoff, “Ritt durch Masuren”.
Nun die, va von BioLimo saufenden BestGrünmenschen, verachtete “Landbevölkerung” hat ja schon diverse Male Plünderungen ua. überstanden, und die Devise “Der Krieg ernährt den Krieg. Geht der Bauer drauf, ei, so bekommt der Kaiser mehr Soldaten!” hat man nicht vergessen, und ist wohl gut gewappnet. Mit Front- und Vorderlader. Massel tov.
@Detlef Fiedler. Ihr idealisiertes Bild wie Wild heutzutage in Deutschland lebt, sagt viel über Sie aus. Schwarzwild, Rehwild, Damwild das “in Herden” lebt? Ist mir gänzlich neu. Passionierte und anständige Jäger können über soviel Nichtwissen nur den Kopf schütteln.
Urlaub in MV? Mich als Schxx.-Berliner beschimpfen lassen, der ich nicht bin, oder Schxx-Touri? Nö, Denunziantenland ist abgebrannt! Ich habe gelernt, aus meiner Mietwohnung in einer märkischen Kleinstadt eine gemütliche Hobbithöhle zu machen. Wald, Wasser, Wiese haben wir in Fahrrad- oder kurzem Autoabstand vor der Tür. Wenn es wieder möglich wird, Dänemark oder Polen, wobei ich auf der Durchreise den Meckpommern, Holsteinern, Schleswigern gepflegt mit dem gestreckten Mittelfinger zuwinken kann.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.