Mit einer kompletten (Dunkel-) Flautenwoche kommt die 19. Analysewoche des Jahres 2026 daher. Kaum Windstrom, bis zum Freitag auch wenig PV-Strom. Dann wird an der Bedarfslinie gekratzt. Am Samstag und Sonntag wird sie sogar rein regenerativ überschritten. Ein Grund: Der Strombedarf ist am Wochenende geringer als an Werktagen. Folge der Stromübererzeugung: Insgesamt 11 Stunden fällt der Strompreis auf 0€/MWh, teilweise sogar knapp in den negativen Bereich.
Fast die ganze Woche wird Strom über die Mittagsspitze ins Ausland verkauft und zum Abend hin wieder zurückgekauft. Das sind dank der Preisdifferenzen immer gute Geschäfte.
Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der 19. Analysewoche 2026 gibt Agora Energiewende. Agora Energiewende erstellt auch Prognosen, wie die Stromerzeugung aussehen würde, wenn die Erneuerbaren einen bestimmten Ausbaugrad erreicht hätten. Wir nehmen den Ausbaugrad 86 Prozent und müssen feststellen, dass der weitere Ausbau der Erneuerbaren aller Analysetage und damit oft zu negativen Preisen führen wird. Wenn diese Stromübererzeugung dann noch von der Technik „gebändigt“ werden kann und ein Blackout vermieden wird, ist bereits viel gewonnen. Die Residuallast steigt in der Spitze auf über 82 GWh in einer von 24 Stunden. Trotz - oder gerade wegen - des massiven Ausbaus der Erneuerbaren. Beispiel 4.5.2026 zum Abend aktuell und mit Ausbau 86 Prozent. Bei wenig Windkraft nutzen auch viele zugebaute Windkraftwerke wenig. Viel Solarkraft führt hingegen bei viel PV-Anlagen-Zubau zu starker Stromübererzeugung mit Preisverfall. Deutschland muss den Strom unbedingt loswerden!
Beachten Sie bitte die aktuellen KFZ-Zulassungszahlen April 2026 nach den Tagesanalysen, welche von Peter Hager zusammengestellt wurden.
Was ist Kraftwerks-Leistung? Was ist Energie?
Gigawatt (GW) ist eine Einheit für Leistung, also für die maximale Fähigkeit eines Kraftwerks, Strom zu erzeugen. Gigawattstunden (GWh, TWh) sind eine Einheit für Energie, also für die tatsächlich produzierte Strommenge über eine bestimmte Zeit. Die Beziehung ist einfach: Energie = Leistung × Zeit. Ein Kraftwerk mit 1 GW Leistung erzeugt bei Volllast theoretisch maximal: 1 GW × 8.760 h = 8,76 TWh pro Jahr. Wie viel elektrische Energie tatsächlich entsteht, bestimmt beim Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk im weitesten Sinn der Mensch über die Brennstoffzufuhr und Zufuhrdauer. Die Energie für eine Stunde wird üblicher- und für den Normalbetrachter irreführenderweise mit GW bezeichnet. Die manchmal verwendete Schreibweise „GWh pro Stunde“ ist nur eine umständliche Form von GW – mathematisch kürzt sich die Stunde („h“ und „pro Stunde“) weg.
Sonderfall Wind- und Solarkraft
Bei Wind- und Solarkraft bestimmt nicht der Betreiber, sondern das Wetter die Strom-Produktion. Eine 5-MW-Windkraftanlage könnte theoretisch 43,8 GWh/Jahr erzeugen, liefert an Land aber realistisch in Deutschland nur etwa 20 Prozent davon (auf See 40 bis 50 Prozent), also rund 8,8 GWh/Jahr – im Mittel 1 MW-Dauerenergie. Bei Solarpaneelen mit ebenfalls 5 MW installierter Leistung halbieren sich die Werte nochmals wegen verschiedener Kapazitätsfaktoren: Nacht, Winter, flacher Sonnenstand, Bewölkung und Temperaturverluste.
Tageswerte
Jeder Tag beginnt mit dem Überblick, den Agora-Energiewende zur Verfügung stellt. Die smard.de-Charts und -Tabellen ermöglichen vielfältige Analysen. Erkunden Sie das Potenzial.
Flautentag 1 Wenig Windstrom, viel PV-Strom. Beginn der Flautenwoche. Die Strompreise.
Flautentag 2. Die Strompreise.
Flautentag 3. Die Strompreise.
Flautentag 4. Die Strompreise.
Flautentag 5. Die Strompreise.
Trotz Windflaute übersteigen die Erneuerbaren den Bedarf. Die Strompreise.
PV-Strom sehr stark. Zum Abend nimmt die Windstromerzeugung zu. Die Strompreise.

PKW-Neuzulassungen April 2026: Über ein Viertel sind reine E-Autos (BEV
Zusammengestellt von Peter Hager
Laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) wurden 249.163 PKW im April 2026 neu zugelassen. Das entspricht einem Mini-Wachstum von 2,7 % zum Vorjahresmonat. Im Vergleich zum März 2026 mit 294.161 Neuzulassungen bedeutet es ein Minus von 15,3 %.
Hohe Subventionen der Bundesregierung für Kauf oder Leasing (u.a. für Firmenfahrzeuge bzw. Dienstwagen) sowie hohe Rabatte und attraktive Leasingkonditionen der Hersteller (u.a. bedingt durch die EU-Vorgaben bei den Flottengrenzwerten) zeigen bei den Neuzulassungen von reinen E-Autos (BEV) Wirkung. Verstärkt wird dies zudem durch die deutlich gestiegenen Kraftstoffpreise in den letzten Monaten.
Antriebsarten
Benzin: 53.420 (- 20,0 % ggü. 04/2025 / Zulassungsanteil: 21,4 %)
Diesel: 32.437 (- 13,8 % ggü. 04/2025 / Zulassungsanteil: 13,0 %)
Hybrid (ohne Plug-in): 70.207 (+ 4,2 % ggü. 04/2025 / Zulassungsanteil: 28,2 % / mit Benzinmotor: 56.268 /mit Dieselmotor: 13.440)
Plug-in-Hybrid: 27.546 (+ 13,3 % ggü. 04/2025 / Zulassungsanteil: 11,1 % / mit Benzinmotor: 25.827 /mit Dieselmotor: 1.717)
Elektro (BEV): 64.350 (+ 41,3 % ggü. 04/2025 / Zulassungsanteil: 25,8 %)
Die beliebtesten zehn E-Modelle in 04/2026
VW ID 3 (Kompaktklasse): 3.518
Skoda Elroq (SUV): 3.341
Skoda Enyaq (SUV): 2.790
VW ID 7 (Obere Mittelklasse): 2.541
BMW X1 (SUV): 2.421
Mercedes CLA-Klasse (Mittelklasse): 2.385
VW ID 4/5 (SUV): 2.064
Tesla Model Y (SUV): 1.968
Hyundai Inster (Kleinwagen): 1.520
Audi A6 (Obere Mittelklasse): 1.510
Folgende Modelle erreichten mehr als 1.000 Neuzulassungen:
Audi Q6 (SUV), Audi Q4 (SUV)
BMW X3 (Geländewagen)
Mercedes GLB (SUV)
Mini (Kleinwagen)
Seat Born (Kompaktklasse), Seat Tavascan (SUV)
Tesla Model 3 (Mittelklasse)
VW ID.BUZZ (Utilities)
Kabeldiebstahl bei öffentlichen Ladesäulen geht weiter
Laut BDEW liegt die Belegung der öffentlichen Ladesäulen im Durchschnitt bei niedrigen 12 % (Stand April 2026). Das bestärkt die Vermutung, dass die meisten Besitzer eines E-Autos eine eigene Lademöglichkeit zu Haus oder in der Firma haben. Da macht der zunehmende Kabeldiebstahl an öffentlichen Schnell-Ladestationen die Investition in Ladesäulen noch unwirtschaftlicher. So wurden im April in Düsseldorf 32 Schnell-Ladekabel gestohlen. Die Stadtwerke Düsseldorf beziffern den gesamtem Schaden auf etwa 200.000 Euro (u.a. Reparatur mit speziell ummantelten Kabeln). Zudem fallen die Ladesäulen längere Zeit wegen der Reparatur und der anschließend erforderlichen Abnahme einschließlich Eichung aus.

Die bisherigen Artikel der Kolumne „Woher kommt der Strom?“ seit Beginn des Jahres 2019 mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.
Ab Ausgabe 1/2026 bilden die öffentlichen Analyseseiten smard.de, Agora Energiewende und Energy-Charts die Datengrundlage dieser Kolumne.
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„Atomenergie – jetzt aber richtig – Wie die ‚dümmste Energiepolitik der Welt‘ abgewendet werden kann“ von Klaus-Dieter Humpich und Manfred Haferburg, Achgut Edition 2024, hier bestellbar.


Sehr gute optische Aufbereitung der gesammelten Daten duch Herrn Hager.
Sollte man Ökofaschisten und korrupten Wind- und PV-Subventionsspezis unter die Nase halten.
Das wird zwar bei den Realitätsverweigerern und Abzockern keine Einsicht bewirken, aber sie sollten wissen, wir lassen uns nicht für blöd verkaufen, und merken uns die Schädlinge.
Apropos Schaden:Letzte Woche wurden in einer grossen PV-Anlage in Schwaben Kupferleitungen entwendet, ist aber für die Versorgung nicht relevant, da der produzierte Strom mittags überschüsssig ist, und ans Ausland verschenkt , oder sogar Minusgeschäft abgerechnet wird.
In den Ndr Nachrichten wurde diese Woche gejubelt, dass D seit langem wieder mehr Strom exportiert als importiert hat. Leider wurde „vergessen“ die jeweiligen Preise zu nennen. So schaffen wir sicher die Klimaziele.