Felicia Langer wurde kürzlich das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen und würdevoll überreicht. Frau Langer ist seit Jahren berüchtigt für ihre anti-israelischen Texte, sie hat auch den iranischen Präsidenten Ahmadinejad für seinen Hass auf Israel und den Westen gelobt. Langers Wort von der Antisemitismuskeule, welches sie für ihre Kritiker benutzt, ist beachtlich und kaschiert ihren eigenen Antizionismus, der von jedem Antisemitismus gereinigt werden möchte. Wer wie Langer das Rückkehrrecht von palästinensischen Flüchtlingen nach Israel befürwortet, der will den jüdischen Staat Israel bewusst zerstören. Das ist antisemitisch.
Am 13. Juli 2005 hielt Langer im Tübinger Schlatterhaus einen Vortrag über den Nahen Osten, wo sie u.a. jüdische Siedler als „faschistische Extremisten“ bezeichnete und infam suggerierte, die „Mauer“ zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten würde ein „Ghetto“ herstellen – dabei spielte sie mit dem Vergleich zu Nazi-Deutschland. Nach der Definition der EUMC ist ein Vergleich Israels mit den Nazis antisemitisch. Frau Langer symbolisiert nachdrücklich die politische Kultur des neuen Antisemitismus. http://www.ini.inisrael.de/?p=6
In der Wissenschaft wird seit einiger Zeit der neue Antisemitismus zumeist als Antizionismus und Israelfeindschaft analysiert. Schon 1974 gab es in USA eine Studie über den „New Anti-Semitism“, die sowohl christlichen, linken, rechtsextremen, als auch arabischen/islamischen Antisemitismus untersuchte. Seit den Massenmorden im World Trade Center am 11. September 2001 sowie der zweiten Intifada, welche im Herbst 2000 begonnen hatte, ist der neue Antisemitismus eine der größten Gefahren für den Weltfrieden, Israel und die Juden. Das Atomprogramm des Iran, kombiniert mit den wiederholten Vernichtungsdrohungen gegen den jüdischen Staat, namentlich von Ahmadinejad, ist dafür bezeichnend. Frau Langer jedoch unterstützt den Antisemitismus von Ahmadinejad und seiner Rede vor der UN in Genf im April 2009, als er sagte, Israel sei ein rassistischer Staat und einen jüdischen Staat könne es gar nicht geben, Israel habe das Gedenken an den Holocaust nur benutzt, um selbst Verbrechen an den Palästinensern zu verüben.
Was würde beispielsweise passieren, wenn Wigbert Grabert vom Tübinger OB Boris Palmer für ein Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen würde? Grabert ist der Sohn von Herbert Grabert, einem Nazi und Holocaustleugner, bis zu seinem Tod eine der führenden Figuren im bundesdeutschen Neonazismus. Grabert junior, der bis heute in Tübingen sein Unwesen treibt (Grabert Verlag), publizierte u.a. im Umfeld der Antizionistischen Aktion, einer rechtsextremen Gruppe in den 1980er/90er Jahren, die ein ähnliches Programm hatte wie Felicia Langer und ihre Freunde heute. Israel sei böse und schuld an allen Konflikten im Nahen Osten, die Palästinenser Opfer des westlichen Imperialismus, Zionismus sei ein Verbrechen.
Würde Palmer einen Rechtsextremen wie Grabert ehren? Es wäre nur logisch, denn auch für Grabert ist Israel ein Übel und ein jüdischer Staat unerträglich. Boris Palmer jedoch steht in einer Kontinuität eines grünen Antisemitismus seit Anbeginn der grünen Partei im Jahr 1979. Damals waren ehemalige Nazi-Sympathisanten, SA-Leute oder Ex-NSDAPler wie Baldur Springmann sowie Werner Vogel oder auch führende Personen der rechtsextremen Neuen Rechten wie Henning Eichberg aktiv am Aufbau der grünen Partei beteiligt. Später kritzelten grüne Politiker bei einem Besuch in Israel in ein Gästebuch „Nie wieder Faschismus!“, der langjährige Bundestagsabgeordnete aus Berlin, Hans-Christian Ströbele, hat die irakischen Luftangriffe 1991 auf Israel als logische Folge der Politik Israel gerechtfertigt und die Angst der Juden vor einem weiteren Genozid schulterzuckend zur Kenntnis genommen.
Wer Tübingen kennt, wie der Verfasser als ehemaliger Student in den Jahren 1991 bis 1996, weiß, wie tief verankert die anti-israelische Kultur ist. Wer die Boykottaufrufe gegen Israel von Tübinger Gruppen wie dem AK Palästina kennt, wer die Politik des Friedensplenums, der evangelischen Kirche oder anderer sog. antirassistischer Politgruppen kennt, weiß dass ein Boris Palmer Ausdruck einer politischen Kultur des grün-alternativen Wohlfühlens ist, welches das Gutmenschentum stärkt, Solartechnik auf dem Dach hat, den Müll sogar sonntags trennt, welches immer und überall für den Frieden ist, nachdem 1945 der von Deutschen begonnene Krieg verloren ging. Nur der Krieg des politischen Islam gegen den Westen, Amerika, Israel und die Juden, dieser Krieg wird klammheimlich unterstützt, wenn Felicia Langer für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen wird, nicht obwohl, sondern weil sie gegen Israel Propaganda macht seit vielen Jahren. Das Schicksal der Palästinenser im Gazastreifen unter der Regierung und Tyrannei der islamofaschistischen Hamas ist ihr völlig egal.
Die beste Entlastung für die deutschen Verbrechen ist noch immer und zunehmend die, Juden den Antisemitismus - wie heißt es heute so schön: Israelkritik - artikulieren zu lassen. Für diese Drecksarbeit werden „kritische“ Juden und Jüdinnen gebraucht und geehrt.
Das ist noch nicht alles. Boris Palmer hat Henryk M. Broder e-mails geschrieben, welche auf dem Internetportal achgut publiziert wurden. Dabei rechtfertigt Palmer seine Entscheidung, Langer vorgeschlagen zu haben und wirft Broder eine Vorstufe zu totalitären Denkmustern vor. Palmer imaginiert sich und alle Friedensfreunde als Opfer eines bösen Juden wie Broder. Langer ist eine gute Jüdin, da sie ja gegen Israel ist. Boris Palmer jedoch hat das Sich-zum-Opfer-Stilisieren von seinem Vater, dem Pomologen und Populisten Helmut Palmer, gelernt, in einem Interview der beiden Palmers gesteht Boris, „der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“. Palmer sen. hatte sich vor Jahren einmal, als er eine kurze Gefängnisstrafe absitzen musste, mit Häftlingskleidung gezeigt, Judenstern inklusive. Der arme Helmut Palmer imaginierte sich zum Juden in der Bundesrepublik, dazu passt auch, dass er Polizisten gelegentlich mit „Heil Hitler“ begrüßte, um sich wiederum zum Opfer des Rechtsstaates BRD zu imaginieren.
http://wirtemberg.de/palmer-helmut-2.htm
Boris Palmer ist Ausdruck der neu-deutschen Unbefangenheit und Unverschämtheit, Antisemitismus mit gutem Gewissen zu formulieren. Wenn ein Nazi gegen Israel hetzt ist das pfui-bäbä (schwäbisch für pfui Teufel). Wenn ein Islamist oder eine antisemitische Jüdin gegen Israel hetzt, ist das prima. Es ist kein Zufall, dass Palmer sowohl von der Baden-Württembergischen Landesregierung Oettinger als auch dem Bundespräsidenten Unterstützung bekommen hat. Deutschland braucht eine Entlastung und Entschuldung für seine Verbrechen. Besser als mit der Ehrung einer Jüdin, die gegen Israel hetzt, geht das nicht.