Als es in Deutschland noch so richtig fies kalt war, brach Claudia Roth zu einer zweiwöchigen Reise in wärmere Gefilde auf, die als Fact-finding-mission deklariert wurde. Als ob ausgerechnet Claudia Roth sich noch eine Meinung über den Klimawandel bilden müsste, reiste sie mit einer Delegation, die aus ihr und zwei gleichgesinnten MdBs bestand, über Bangladesch und Australien auf jene berühmten Inseln im Südpazifik, die seit Jahrzehnten ebenso wie die ARD und das ZDF gegen ihren Untergang ankämpfen. Und zurück, wieder über Australien, nach Berlin, wo inzwischen die ersten Krokusse durch die Wiese vor dem Reichstag brachen.
Zuletzt hat Claas Relotius aus der Inselwelt östlich von Australien berichtet, allerdings war er nicht direkt vor Ort, sondern hatte sich in einem feinen Hotel in Los Angeles einquartiert.
Ganz anders dagegen Claudia Roth, die mit Claas Relotius nur die Initialen gemein hat. Sie flog tatsächlich 41.000 Kilometer, was einer Erdumrundung gleichkommt, "um das Klima zu retten", wie man später in der BILD lesen konnte, die als einzige überregionale Zeitung die Fährte aufnahm. Derweil Frau Roth sich von den Strapazen der Reise soweit erholt hatte, dass sie ihr Reiseprotokoll schreiben und online stellen konnte. Nur vier Wochen nach ihrer Rückkehr aus der Südsee und fester denn je davon überzeugt, dass es "unsere Aufgabe sein muss, die betroffenen Staaten darin zu unterstützen, effektive und würdevolle Lösungen vor Ort zu entwickeln", es sei "eine Frage historischer Klimagerechtigkeit, dass wir in den Industriestaaten nicht weiter den Kopf in den Sand stecken, sondern Verantwortung übernehmen". – Jeder weiß, dass Reisen bildet. Trotzdem ist es erstaunlich, welche Einsichten ein kurzer Inselaufenthalt befördern kann, wenn es nicht gerade die Halligen im Wattenmeer vor Schleswig-Holstein sind.
Und jetzt kommt die Pointe. Nach Claudia Roth meldete sich Patrick Gensing zu Wort, der als „Faktenfinder" für die ARD tätig ist, und behauptete, an dem Verdacht, Frau Roth habe ihre Reise "verschweigen" wollen, sei nichts dran, absolut gar nichts. Die „angeblich verschwiegene" Reise der Bundestagsvizepräsidentin sei doch auf der Seite der Pressestelle des Bundestages angezeigt worden. Über den Sinn und Zweck der Reise, über die Kosten, für die der Steuerzahler aufkommt, verlor der große Faktenfinder (oder Erfinder) kein Wort.
Dafür beschloss er seine Klarstellung mit dem Zitat eines namenlosen Roth-Sprechers, es gehöre zur Aufgabe einer Vizepräsidentin des Bundestags dazu, "gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fraktionen den Bundestag nach außen zu vertreten, diplomatische Beziehungen auszubauen, sich vor Ort über die politischen Herausforderungen unserer Zeit auszutauschen..., in diesem Falle auch im direkten Gespräch mit den Betroffenen von klimabedingter Migration und Flucht".
Also überall, wo das Klima zuschlägt, vor allem aber auf den Fidschi-Inseln, auf Nauru und Kiribati.

Eine schöne Urlaubsreise auf unsere Kosten! Eine Freundin von mir organisiert derartige Reisen nach China, um "diplomatische Beziehungen auszubauen, sich vor Ort über die politischen Herausforderungen unserer Zeit auszutauschen..." für lokale und Landespolitiker (NRW) und Wirtschaftsfunktionäre. Deshalb weiß ich genau, dass das touristische Programm dabei niemals zu kurz kommt.
Bisher hatte ich Frau Roth als «Türkei-Spezialistin» wahrgenommen. Nun diese neue «Verantwortung» Indien: Gewaltig was sich diese MdB alles auf die Schultern laden. Respekt!
Wir sollten Frau Roth dankbar sein. Frau Roth stellt sich persönlich einer möglichen Migration in den Weg. Niemand der klar bei Verstand ist wird freiwillig in ein Land migrieren, dass solche Personen in der Politik duldet.
Danke für diesen Artikel.
Ach , Herr Broder,warum müssen Sie mir das antun? Es ist besser, wenn man nicht an diese Bundestags-Vicepräsident*Inn erinnert wird! Grausig, und wenn man bedenkt, daß diese Dame zum Führen einer Waffe berechtigt ist, es schüttelt den Hund samt Hütte. Diese Obergrüne Schwurbelbeauftragte , ohne Ausbildung und Abschluß eines vernüftigen Studiums , geschweige denn mit geringsten Berufs-erfahrungen reist auf Steuerzahlers Geld um die Welt. Und wen hat sie sich als Begleitung ausgesucht? Ebensolche "Wissenschaftler" , die außer Geschwafel von sinnentleerten Hochschulthesen, die jeglichen Bezug zur Realität schon längst verloren haben, nichts aber auch gar nichts in ihrem Leben zu Stande gebracht haben, wovon andere leben könnten oder einen sonstigen konkreten Nutzen haben könnten. Da ist nix dabei , was man essen , könnte, aber auch nix womit man sich zudecken könnte und direkt anfassen kann man da auch ganz und gar nix. Also - wieso muß ich solche Leute alimentieren und warum dürfen die bestimmen, wohin der Dampfer fahren soll? Warum werden solche Leute überhaupt gewählt ? Weil sie eine Partei auf einen sicheren Listenplatz gesetzt hat ? Und warum tut man dies? Weil es eben Seilschaften gibt, die viel gefährlicher sind , alles der Otto-Normalankreuzer sich das denken kann !
Hat diese "Klimarettungsreise" mit geflogenen 123000 km (3MdBs) tatsächlich der Steuerzahler gezahlt? Schämen sich diese "Klimaretter" überhaupt nicht? War da nicht auch diese grüne Katha Sowieso aus Bayern, die auch so viel mit dem Flieger rumgedüst ist? Alles für die Umwelt!
Das Ganze war wohl eher eine Mission Impossible. Beim Intellekt und Bildungsniveau von Frau Roth war doch von Anfang an klar, dass es sich um (maximal) eine Lustreise handeln kann.