Ich verstehe wirklich nicht, warum sich manche Leute so furchbar darüber aufregen, dass Claudia Roth Staatsministerin für Kultur und Medien im Kabinett von Olaf Scholz werden soll. Es wäre das Grand Finale einer einzigartigen Karriere, die als Managerin der Rockband „Ton, Steine, Scherben" begann und als Beweis dafür dienen kann, dass es nicht auf Ausbildung, Begabung, Fleiß, Intelligenz und Wissen ankommt, sondern nur auf Ausdauer bei der Umsetzung des Peter-Prinzips (In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen) in die gelebte Wirklichkeit. Claudia Roth hat es geschafft, sie ist ganz oben angekommen.
Wir nehmen dies zum Anlaß, auf einige Höhepunkte im Leben der angehenden Staatsministerin zu erinnern.
Da ist ihr legendärer Besuch in Teheran zur Auffrischung der deutsch-iranischen Freundschaft, wobei sie viel Sensibilität für die Sitten ihrer Gastgeber bewies. Hier.
Da ist ihr leidenschaftliches Plädoyer für ein buntes, vielfältiges Deutschland, denn: Die Vielfalt ist das, was uns stark macht, was uns reich macht. Hier.
Da ist ihr Interesse an fremden Kulturen, die persönlich kennenzulernen ihr so wichtig ist, dass sie jede Strapaze auf sich nimmt. Hier.
Da ist ihre Empathie für Menschen in Not, über deren Schicksal sie mit Gerd Müller, dem Bundesentwicklungsminister, in einer "Meistersinger"-Pause plaudert. Auch das geht in Bayreuth. Hier.
Da ist ihr Einsatz für die Idee eines gemeinsamen, freien Binnenmarktes und offener Grenzen, wobei sie schon mal die Contenance verliert und sich verstolpert. Hier.
Wir freuen uns schon auf die vielen Projekte, die Claudia Roth anstoßen wird. Als Staatsministerin für Kultur und Medien verfügt sie über mehr als 2 Milliarden Euro. Davon kann man jede Menge Buntstifte kaufen und verschenken.
P.S. Und so kam es, wie es kommen musste. Der Kulturbetrieb sieht schon Manna vom Himmel regnen und streckt der Staatsministerin das schöne Händchen entgegen. Vorneweg Igor Levit, begabter Pianist und begnadeter Opportunist, der die Partitur des Anschleimens auswendig gelernt hat. Ende März ernannte er "Claudia" zu einem "wahren Menschen". Sie leidet mit jeder und jedem. Und sie übersetzt das in ihr Handeln. Sie ist ein Mensch, wie wir im Jiddischen sagen. Ein wahrer Mensch.
Vor zwei Tagen verlor er wieder die Contenance und legte bei Instagram nach: Dass Du, liebste Claudia Roth, unsere neue Kulturstaatsministerin wirst, erfüllt mich mit großem Glück. In diesen Tagen, die so dunkel und teils hoffnungslos erscheinen, war und ist Deine Nomninierung eine unglaublich beglückende Nachricht. Du bist ein wahrer Mensch, eine engste Verbündete von Kunst und Künstler*innen. Und warum? Weil Du Kunst und Menschen liebst. Weil Du für Menschen, Kunst und Kultur brennst. Und für sie da bist. Immer. Du bist ein Geschenk und ich bin froh und glücklich, dass Du diese so wichtige Rolle in dieser Zeit übernimmst.
Das flutscht ja wie ein Stück Kernseife unter der Dusche. Zu dem Post stellte er ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie er Claudia Roth froh und glücklich macht. Sie können es sich hier ansehen, erste Reihe, zweites von links. Das "Geschenk" sitzt links und der Beschenkte rechts.
Beitragsbild: Harald Bischoff CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Es geht nicht um die Aufgabe. Es geht um das Abgreifen von Staatsknete. Und ein reger Kulturaustausch mit den Fidschies steht bevor.
Claudia Roth ist der lebende Beweis dafür, dass es auch der Letzte in diesem Deutschland zu was bringen kann – und die Fähigen entweder nicht mehr gewollt oder vorhanden sind.
Ihr größter Auftritt war im Bundestag, als sie als Bundestagsvizepräsident die Beschlussfähigkeit des Parlamentes feststellen sollte. Es hätten 355 Menschen sein müsse. Zählen war angesagt. Aber Frau Roth war dazu nicht in der Lage und hat beschlossen, das 68 Personen 355 Personen sind….Das ist die Mathematik der grünen Vernichter.
Da war mal was mit Doppelzentner und kognitver Unterbelichtung. Wie ging das noch? Wohlan…
Legendär auch ihr Marsch mit anderen prominenten Grünen durchs Brandenburger Tor während der Verhandlungen zur Wiedervereinigung mit dem Banner „ Nie wieder Deutschland“.
Neben den Buntstiften gibt es auch bunte Radiergummi. Ich freue mich auf Claudia Roth und die kommende, vielfältige Kultur unter ihrer Verwaltung.
Nun hat das kreischende Dickschiff endlich seinen Zielhafen erreicht: sie wird zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands erklärt. Oder habe ich jetzt was falsch verstanden? Wie dem auch sei, ich freue mich jetzt schon darauf, wenn sie, eingehüllt in eine Viertelmeile (nautisch) bunten Tuches uns Kultur beibringen wird. Wenn wir schon untergehen, dann wenigstens wie Claudia über alle Toppen geflaggt.