Thilo Schneider / 15.12.2019 / 11:00 / Foto: Kritzolina / 19 / Seite ausdrucken

Claas, ich und das Kriegsspiel

Ich habe es gleich zum Schatz gesagt, dass das keine gute Idee ist, wenn Dörte ihren Sohn bei uns parkt. Erstens kann ich Dörte nicht leiden, zweitens kann ich Kinder nicht leiden und drittens kann ich Dörtes Sohn Claas-Klaus nicht leiden, weil er einen bescheuerten Namen hat und viertens kann ich Dörtes Erziehungsstil des, wie sie sagt, „wertschätzenden Respekts“, nicht ab und fünftes ist mir mein Samstag heilig und sechstens überhaupt! Aber der Schatz meinte, dass das doch nur für zwei Stunden wäre, bis Dörte ihre Verabredung hinter sich gebracht habe, und da würde Claas-Klaus nur stören und sie hätte am Samstag niemanden, und wenn das einmal im Jahr wäre, dann solle ich mich gefälligst nicht wie ein alter Idiot anstellen und dass es mich nicht umbrächte, mal zwei Stunden mit einem Siebenjährigen zu spielen.

„Mich bringt es nicht um, aber vielleicht bringe ich das Blag um“, habe ich gesagt, aber es hat nichts genutzt. Wenn sich der Schatz etwas in den Dickkopf gesetzt hat, dann hilft alles nichts. Es ging auch gut los, Dörte kam eine halbe Stunde früher als ausgemacht und die Damen quakten über dies und das, während Claas-Klaus zuerst nasebohrend dabei stand und sich dann mit immer leuchtender werdenden Augen mein Set von Küchenmessern betrachtete. In dunkler Vorahnung fragte ich Claas-Klaus, ob er vielleicht Lust hätte, Play-Station zu spielen, aber bevor mir der Zwerg eine Antwort geben konnte, fuhr Dörte dazwischen: „Claas-Klaus spielt so etwas nicht. Wir halten nichts von elektronischen Spielsachen. Die verblöden die Kinder nur. Also bitte nicht!“ Ich wollte schon fragen, ob es bei Dörte zu Hause jede Menge elektronischer Spielsachen gegeben hätte, aber der Schatz funkelte mich schweigend an, weil sie mich kennt, und da habe ich geschwiegen. Ich war sehr tapfer. Und nahm mir insgeheim vor, Claas-Klaus doch an die Playstation zu lassen – einfach, um Dörte eins auszuwischen. „Wir achten darauf, Dörte“, fuhr mir der Schatz in meinen schönen Plan hinein, während ich mit einem Küchentuch Claas-Klaus hinterher lief, der seinen Popel an den Kühlschrank geschmiert hatte. „Wie sieht es mit Fernsehen aus?“, wollte ich von Dörte wissen und sie ließ mich wissen, dass Claas-Klaus, dieses bemitleidenswerte Kind mit einem Technik-Umfeld der 70er Jahre, nur sonntags eine Stunde fernsehen dürfte. Aber irgendein Naturfilm wäre okay. Damit schieden die Avengers und Herr der Ringe aus, auch, wenn da manchmal Natur drin vorkommt.

Schließlich machte sich Dörte auf den Weg, und wir waren mit Claus-Klaas alleine. „Magst Du was spielen? „Mensch ärgere Dich nicht“ kennst Du bestimmt. Wollen wir das spielen?“, schlug der Schatz dem Kind vor. „Mhmm“, brummte Claas-Klaus, und meine Erklärung, dass ich sehr dringend noch leider einen extrem wichtigen Artikel schreiben müsste und nicht mitmachen könnte, hat der Schatz mit einer sehr energischen Nennung meines Vornamens zunichte gemacht.

Klassiker für Doofe

Und so sitzen wir nun zu dritt vor einem Mensch-ärgere-dich-nicht-Brett, und der Schatz packt die Spielfiguren aus, was Claas-Klaus mit einem „die sind ja aus Plastik“ sachlich richtig kommentiert. Ich hasse Mensch-ärgere-dich-nicht. Ich finde, es ist das langweiligste Spiel der Welt und erinnert mich an endlose verregnete Nachmittage, an denen ich diesen Klassiker für Doofe mit meinen Großeltern und meiner kleineren Schwester spielen musste, weil das ihrem Intelligenzquotienten angemessen war. Würfeln kriegt sogar ein Einbeiniger hin und man muss auch nur bis Sechs zählen können. Das kann jeder, der sich die Schuhe mit Klettverschluss zumacht.

„Du kennst die Spielregeln?“, fragt der Schatz den Claas-Klaus vorsichtshalber ab, und der Claas-Klaus nickt, stellt seine Figürchen auf („Ich will Rot. Ich nehme immer Rot“, hat er verkündet und mir die Figuren weggenommen, obwohl ich seit meiner Geburt Rot nehme, aber er ist ja der Gast und ich nehme eben Blau) und würfelt. Einen Einser. Er setzt eine Figur auf das erste Feld. „Das geht nicht“, erhebe ich Einspruch, „nur mit einem Sechser geht es ´raus!“ Claas-Klaus schaut mich an, als wäre ich ein fliegendes Schwein. „Wir spielen das so, dass die Kinder immer ´raus können, nur die Erwachsenen müssen eine Sechs würfeln“, erklärt er die kindgerechte Regel. Und ich bin derart verblüfft, dass ich gar nicht auf die Idee komme, nachzufragen, wer „die“ sind, die so eine bescheuerte Regel einführen. Aber gut. Er ist der Gast und zieht munter los. Der Schatz hat gleich eine Sechs und zieht ebenfalls nach draußen. Bei mir dauert es drei langweilige Runden, bis der Sechser fällt und ich ziehe ebenfalls eine Figur aufs Feld. Prima: Eine Vier trennt mich von Claas-Klaus Spielfigur, die just vier Felder vor mir sitzt. Ich schüttle den Würfel in der hohlen rechten Hand und hoffentlich... Da! Die Vier. Ich ziehe zu Claas-Klaus Figürchen und will sie zurück in sein Häuschen stellen, als Claas-Klaus mich fragt, was ich da mache.

„Ich habe Dich vom Feld geschlagen“, erkläre ich ihm regelkonform und Claas-Klaus sagt: „Nein. Wenn Du auf ein Feld kommst, auf dem ein Kind sitzt, musst Du erst eine Sechs würfeln, bevor Du die Figur wegnehmen kannst.“ „Das habe ich ja noch nie gehört“, protestiere ich, „und ich spiele dieses Spiel, seit Willy Brandt Kanzler war.“ „Mama und ich spielen das immer so“, gibt der Classenklaus zurück, und ich sehe vor meinem geistigen Auge Dörte mit meinen Händen um ihren dünnen Hals. „Das sind die Kinderregeln“ führt der Classenklaus weiter aus, „weil es sonst unfair ist!“ „So, isses das?“, knurre ich den Zwerg an, „und warum ist es unfair?“ „Weil sich Kinder schneller als Erwachsene ärgern“, erklärt Claas-Klaus die seltsame Logik seiner Mutter, „und so ist es fairer und wertschätzender“. „Fairer und wertschätzender“, echoe ich, während der Schatz ein Lachen unterdrückt. Sie kennt mich. Spielen ist Krieg. Da gibt es keine fairen und wertschätzenden Regeln. Keine Gefangenen. Es geht ums Gewinnen und Verlieren. Es geht um Ruhm und Ehre und alles. „Wie oft darf ich würfeln?“, frage ich den Spielemeister. „Ein Mal“, gibt er zurück. „Ein Mal? Das ist nichts!“, beschwere ich mich. „Ein Mal“, bekräftigt der Zwerg, und ich würfle eine Sechs und stelle mit zufriedenem Gesichtsausdruck seine Figur zurück ins rote Häuschen. Claas-Klaus schluckt hörbar, kommt aber sowieso gleich wieder raus. Er muss ja keine Sechs würfeln.

„Damit es fairer ist.“

Der Schatz zieht mit seiner grünen Spielfigur an ihm vorbei, er würfelt eine Drei und schlägt sie vom Feld. „Ja!“, ruft er und ballt die Faust, dann lacht er, als hätte er soeben den Weltuntergang ausgelöst. Ich ziehe ebenfalls an ihm vorbei und stehe nun kurz vor den Zielfeldern, während der Schatz sich bemüht, eine Sechs zu würfeln. Claas-Klaus kommt bis auf ein Feld an mich heran. „Du weißt schon, dass Du genau vier Punkte brauchst, weil Du die Zielfelder von oben nach unten füllen musst?“, erklärt er mir die 2019er Regeln. „Jetzt weiß ich es ja“, grummele ich zurück und siehe da, meine Vier fällt und ich ziehe ins erste Zielfeld von oben. Claas-Klaus würfelt eine Fünf, zieht in mein Zielfeld, schlägt meine Figur und setzt sie zurück in mein Starthäuschen. „Was war jetzt das?“, will ich verblüfft wissen. „So spielen wir das. Kinder dürfen bei passender Zahl auch in die Häuschen der Erwachsenen. Sonst ist es unfair“, doziert das Kind des Grauens. Der Schatz lacht laut schallend. Ich lehne mich zurück und verschränke die Arme vor der Brust: „Sag mir, oh Meister der kindgerechten Spielregeln: Hast Du jemals – jemals – ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel verloren?“ „Ein Mal“, antwortet der Klauklaus, „aber da habe ich mich so geärgert, dass Dörte die neuen Kinderregeln eingeführt hat, damit es fairer ist.“

„Okay, hör mir zu: Du kannst Deine Mutter gerne beim Vornamen nennen, aber, oh Gastkind einer alleinerziehenden Hobbypädagogin und Spieleverhunzerin, in diesem Haushalt spielen wir Mensch-ärgere-dich-wie-Sau und hier gelten die Originalregeln! Wenn Du nicht verlieren kannst, dann spiele meinetwegen Klavier, aber keine Familienspiele und keine Brettspiele. Den Rest Deines nachhaltig mit Biogemüse gefüllten Lebens wirst Du nämlich nicht nur mit Siegen, sondern mit jeder Menge Niederlagen leben lernen müssen. Und dieses dämliche Spiel mit den umweltfeindlichen Plastikfiguren bereitet Dich unter anderem exakt darauf vor: mit Niederlagen umzugehen. Wenn Deine Lieblingsmannschaft verliert, wenn Du das Darlehen nicht kriegst, wenn der Gebrauchtwagen ein Unfallwagen ist, Du auf dem Schulhof beim Drei gegen Einen eine auf die Zwölf kriegst oder Dir Fernsehgebühren oder Steuererhöhungen ins Haus flattern: Immer dann wirst Du eine Niederlage erleben. Weder fair noch wertschätzend. Weil das verdammte Leben da draußen weder fair noch wertschätzend ist...“

„Hör auf, Du machst ihm Angst“, unterbricht der Schatz meinen wilden Ritt, während mich das ClausKlaas mit großen Augen anschaut. „Ja, weil das Leben beängstigend ist“, fauche ich sie an, „und wenn er später mal mit dem Gesicht nach unten in einer Pfütze liegt, dann wird es keine Dörte geben, die ihm das Patschhändchen hält. Und jetzt machen wir das wie Männer aus, Klaus...“, sage ich, räume das Spielbrett ab und greife nach dem „Risiko“-Spiel. „Jetzt gibt es Krieg. Schluss mit der Kinderkacke!“, verkünde ich und Claas-Klaus Augen leuchten, als er die kleinen Soldatenspielfiguren sieht. „Ich werde Dich nicht vernichten“, erkläre ich dem Zwerg, „aber es wird sehr fair sein und Du wirst Spaß dabei haben...“

Als Dörte nach guten zwei Stunden das wertgeschätzte Früchtchen ihrer Lenden abholt, findet sie einen aufgeregten Jungen mit roten Wangen, der ihr erklärt, dass er „Krieg gespielt und gewonnen hat“ und das „total geil war!“ Und dass er auch ein Risiko-Spiel haben will. Ich habe es ihm nicht leicht gemacht, und ein paarmal war er zornig. Und ich hab ihn gewinnen lassen. Um Dörte zu ärgern. Und um aus dem armen Kerl wenigstens ansatzweise einen Mann zu machen. Auch wenn es mich eigentlich nichts angeht. Trotzdem: Die wahren Siege finden im Kopf – und nicht auf dem Spielbrett – statt.

(Mehr Spielereien des Autors unter www.politticker.de )

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Heidi Hronek / 15.12.2019

Danke Hr.Schneider für den köstlichen Artikel.  Das erklärt vielleicht, warum der Klausi im ZDF immer so weinerlich ist, wenn er nicht bekommt, was ihm versprochen wurde. Vielleicht könnten Sie auch mit manchen Kollegen mal ein Spiel für Erwachsene spielen.

Bernhard Krug-Fischer / 15.12.2019

Lieber Herr Schneider, eine köstliche Geschichte. Ihre „Kindererziehungsmethoden“ mögen für das zukünftige Leben für Claas-Klaus sehr nützlich sein, aber Ihnen ist schon klar, dass Sie Claas-Klaus traumatisiert haben, zumal bei der Einstellung der Mutter. Möchte nicht wissen, was sich der kleine Junge zu Hause anhören muss. Aber ein Ziel haben Sie bestimmt erreicht: Dörte wird nie mehr C.-K. bei Ihnen abladen.  Somit ist eigentlich Ihr Plan aufgegangen. Hierzu kann man nur gratulieren.

Gabriele H. Schulze / 15.12.2019

Dörte! Verdorrt, Dörrobst…gemeine Namenswahl, Herr Schneider. Es sei übrigens Loriot zitiert, aus dem Sketch “Skat”: “Wenn man nicht ernst spielt, macht es keinen Spaß”.

Dr. Klaus Rocholl / 15.12.2019

ZU “Dööööaate” fällt mir nur die alte Chauvi-Weisheit ein: Alle Menschen sind intelligent - bis auf die Ausnahmen… die bekommen die Regel !

Sabine Heinrich / 15.12.2019

Dörtes Kinder durften sich schon vor 35 Jahren in dieser Jahreszeit die Milchzähnchen an brettharten, geschmacklosen Dinkelkeksen ausbeißen, weil anderes Gebäck ja so unendlich schädlich ist. Die Dörtes im Schulbetrieb werden immer mehr, so mein Eindruck. Kein Wunder allerdings, da Lehrer immer mit einem Bein im Gefängnis stehen - dessen Tore sich für sie sicher eher nach innen öffenen als für einen mehrfach vorbestraften Intensivtäter mit 3 Staatsangehörigkeiten. Aber nun schweife ich ab…

Sabine Heinrich / 15.12.2019

Lieber Herr Schneider, vielen Dank für Ihren die Lachmuskeln reizenden Text! Die “Dörtes” kenne ich seit etwa 1980 - als überbehütende, den Kindern jede minimale Enttäuschung und jede “Anstrengung” in Form von “Zur-Schule- GEHEN”,  “Ranzen-selbst-tragen” ersparende Mamis. Da bekommt bei der Einschulung des 6jährigen auch das jüngere Geschwisterkind eine Schultüte, damit es nicht traurig ist (Wobei ich bezweifle, dass es das wäre). Kind entscheidet im Supermarkt (es ist natürlich völlig überfordert), ob “wir” diesen, jenen oder den anderen Käse kaufen sollen. Kind maßregelt Erwachsene, die aus Versehen “Negerkuss” sagen, das Spiel “Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann” vorschlagen und Eskimos “Eskimos” nennen, wo doch schon jeder der Sprache nicht Mächtige weiß, dass sie als “Inuit” zu bezeichnen sind. Dörtes Leibesfrüchte werden beim geringsten Gegenwind, der ihnen aber frühestens während des Studiums entgegenblasen wird - umknicken wie ausgedö(r)rte Grashalme. Denn sie haben ja nicht einmal gelernt, wie man sich woanders benimmt, Fehlverhalten wird mit mildem Lächeln oder Ignorieren belohnt. Vielleicht hören die “Dörtes” später einmal den vereinzelten Vorwurf:  “Warum hast du mich nie selbständig werden und mich erfahren lassen, wie es im Leben wirklich zugeht?” - Politiker nehme ich da mal aus… Schlimm fand/finde ich die “Dörtes” im Schulbetrieb! Sie frönten dem Zeitgeist, schafften alles ab, was der Kinderseele angeblich schaden würde - nämlich auch einmal verlieren zu können oder schlechte Zensuren zu ertragen. Leistung war plötzlich nicht wichtig; im Sport gab es bei Wettkämpfen Urkunden für alle, Die Dörtes im Schulbetrieb machen ein großes Drama daraus, wenn sich ein Kind nur minimal, wirklich minimal verletzt, diskutieren bei Konferenzen eine Viertelstunde darüber, ob eine bestimmte Formulierung im Zeugnistext dem Kind nicht wehtun würde - obwohl weder Kind, noch Eltern die gedrechselten Sätze nur ansatzweise verstehen.  

Markus Kranz / 15.12.2019

Und wieder wurde ein Menschenleben durch Risiko gerettet.

Otto Nagel / 15.12.2019

Wenn Herr Schneider jetzt noch einen Absatz mit “Single Malt” und “Habana” einfügen würde, wäre er ein ausgezeichneter Ersatz für das “Antidepressivum” . Sowas von Archi fehlt mir nämlich !  Nur das mit dem AfD-Bashing , das disqualifiziert den Herrn.

Ilona Grimm / 15.12.2019

Danke, ich habe mich köstlich amüsiert. // Meine eigene Verachtung für „Mensch-ärgere-dich-nicht“ hörte auf, nachdem mein 2½-jähriger Neffe nach einem Blick auf die soeben gefallene Fünf auf meinem Würfel und meine Figuren auf dem Brett gesagt hatte: „Du kannst mich auch schonen.“ -//- Wenn das echte Crybaby, das bei Ihnen geparkt wurde, auch nur eine ungefähre Ähnlichkeit mit Ihrem Claas-Dingsbums hat, dann sehe ich seine Zukunft deutlich vor mir: wertschätzende Sonderregeln inklusive Panikattacken bei Verweigerung bis ans Lebensende. Wie furchtbar. Aber haben Sie es mit der Namensgebung nicht ein klein wenig übertrieben, werter Herr Schneider? Die kaufe ich Ihnen nicht ab. Obwohl ich damals bei der Nummer mit der grünen Versicherung durchaus ins Grübeln gekommen bin…

Wolfgang Kaufmann / 15.12.2019

Jede Ähnlichkeit mit dem wirklichen Leben verbietet sich. Da hat eine Partei nur 30% weibliche Mitglieder und bekommt doch ein Tandem vor die Nase, deren weiblicher Teil mehr als die doppelte Aufstiegs-Chance hat im Vergleich zum männlichen Parteisoldat. – Oder ein Arbeitsplatz, wo Frauen die einfachen Arbeiten tun, gerne halbtags, dazu Mütterzeit, Home Office, permanente Familienanbindung per Skype und WhatsApp sowie Freistellung von lästigen Meetings und Überstunden; bloß damit dann bei der Beförderung eben doch wieder die Quote erfüllt wird. Ich bin das Weibchen, du musst mich liebhaben. – Soll sich doch dieses unsensible Arbeitstier namens Mann die Finger wund malochen; Gleichstellung ist erst, wenn die Damen das Sagen haben. Darauf ein dreifach schwallendes MeToo.

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