Anabel Schunke / 22.04.2020 / 06:15 / Foto: Achgut.com / 93 / Seite ausdrucken

Chronik einer angekündigten Ausweisung

Im Fall der Gruppenvergewaltigung von Mülheim ist das Urteil gefallen. Es fiel, wie zu erwarten, aufgrund des Alters der Angeklagten, mild aus. Zwei Jahre und sechs Monate für Georgi S., 18 Monate Bewährung für zwei weitere Täter, die vorher noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind. Gar keine Verurteilung für zwei andere Täter, die unter 14 Jahre alt und deshalb noch nicht strafmündig sind.

Der Unmut über zu lasche Urteile wächst in Zeiten der unkontrollierten Zuwanderung. Wie mit diesen verrohten Jugendlichen umgehen? Wie mit ihren Familien? Mülheim offenbart, dass großen Worten nur selten Taten seitens der Politik folgen. Faulheit und vielmehr medialer und politischer Unwille bilden die Grundlage dafür, dass sich nichts ändert. Alles läuft weiter wie bisher. Mit fatalen Folgen für die allgemeine Sicherheit. 

So soll der erst 15-jährige Georgi S. zuvor schon Frauen sexuell belästigt haben. Er nahm deshalb an einem Programm für jugendliche Intensivtäter teil. Gebracht hat das nichts. Im Netz taucht nach der Gruppenvergewaltigung an einer 18-jährigen, geistig beeinträchtigten Frau ein Video auf, das Georgi S. dabei zeigt, wie er mehr schlecht als recht versucht, einen frauenfeindlichen Text zu rappen. Er wirkt unsicher, folgt den Anweisungen des „Kameramanns“. Wenn man den jungen Mann so sieht, erhärtet sich der Verdacht, dass er geistig überhaupt nicht in der Lage ist, ein Bewusstsein für seine Taten zu entwickeln. Zwei Jahre und sechs Monate. Nach guter Führung vermutlich deutlich weniger. Dann macht Georgi S. wieder die Straßen von Mülheim unsicher. 

Was soll aus solchen Tätern werden? Besteht überhaupt die Möglichkeit, dass sie zu vernünftigen Mitgliedern dieser Gesellschaft werden? Zu geläuterten Steuerzahlern und nicht zu Dauerkriminellen, die ihr Leben lang von staatlichen Leistungen abhängig sind? Was für eine Erziehung und Sozialisation muss man hinter sich haben, um bereits in diesem Alter Frauen sexuell zu belästigen und sogar einen perfiden Plan für eine Gruppenvergewaltigung zu schmieden? Warum kümmern uns die Täter als Gesellschaft augenscheinlich mehr als die tatsächlichen und potenziellen Opfer?

Anders als beim deutschen Straftäter gibt es die Möglichkeit, die Täter auszuweisen. Dass dies nicht geschieht, ist wieder einmal einer Lobby zu verdanken, die genau an diesen Fällen kräftig verdient. Dazu kommt eine politische Kaste, die aus Angst vor der Diffamierung als Nazi aufgegeben hat, dieser Lobby etwas entgegenzusetzen. Was nach jeder dieser Taten bleibt, ist nichts weiter als ein paar Tage öffentlicher Empörung und daraus resultierende Beruhigungspillen der Politik für die Bürger, die jedoch nie umgesetzt werden. 

Ein Minijob tut es auch 

Forderte CDU-Innenpolitiker Armin Schuster noch kurz nach der Tat, dass, wenn sich die Eltern so verhalten würden, „dass sie Taten ihrer Kinder begünstigen“, die gesamte Familie zur Ausreise gezwungen werden könne, wenn sie eine schwere Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen“, will man heute nichts mehr davon wissen. 

Bereits kurz nach der Tat hatten die Eltern aller Täter Arbeitsverträge vorgelegt und stoppten so das gestartete Verfahren zu ihrer Ausweisung. Dabei muss das Einkommen nicht einmal ausreichen, um den Lebensunterhalt zu decken. Ein Minijob tut es auch. Derlei Arbeitsverträge sind schnell besorgt. In Ländern wie Bulgarien verdient eine ganze Branche daran. Das Problem ist bei den Behörden genauso bekannt wie der massenhafte Betrug um deutsche Kindergeldzahlungen. Ein politischer Wille, diesen Betrug effektiv zu bekämpfen, scheint jedoch nicht vorhanden zu sein. 

Lediglich bei einem der Verträge wurde kurze Zeit später festgestellt, dass der vermeintliche Arbeitgeber den Mann überhaupt nicht kannte beziehungsweise der seine Arbeitsstelle nie antrat. Es handelt sich um den Vater des heute 15-jährigen Hauptverdächtigen Georgi S. 

Der WDR berichtete am 23.09.2019 und verwies auf die Stadt Mülheim, die damals von einer Anhörungsfrist bis Ende der Woche gesprochen hatte, in der der Familienvater sich zu dem Sachverhalt äußern könne. „Gibt es keine positive Rückmeldung, werden wir ein Verfahren zur Einschränkung der Freizügigkeit einleiten", wird der Stadtsprecher zitiert. Der Mann und seine Familie würden dann aufgefordert, freiwillig auszureisen, ansonsten drohe die Abschiebung.

Am 02.10.2019 schrieb der SPIEGEL, dass die Familie die Anhörungsfrist hat verstreichen lassen und nun ein Verfahren zur Ausweisung eingeleitet worden sei. Gegen diese Entscheidung hätte die Familie wiederum vier Wochen Zeit zu klagen. 

Am 4. November informiert die Süddeutsche Zeitung schließlich, dass die Familie die Ausweisung abgewendet hätte. Kurz vor Ablauf der entsprechenden Frist habe die Mutter einen Arbeitsvertrag vorgelegt, durch den das Verfahren nun gestoppt werde, verkündete der Sprecher der Stadt Mülheim, Volker Wiebels erneut. "Wenn sich bestätigt, dass ein Einkommen vorhanden ist, wenn auch nur geringfügig, gibt es keinen Grund, die Familie auszuweisen“, hieß es weiter.

Das Thema ist vom Tisch

Ob jemand bei der Stadt Mühlheim den zweiten urplötzlich aus dem Hut gezauberten Arbeitsvertrag einer genauen Untersuchung unterzogen hat, ist nicht bekannt. Die gesellschaftliche Empörung ist in der Zwischenzeit abgeflaut. Kein Grund mehr, medialen Druck auf die Politik auszuüben. Seither hat man nichts mehr zu einer möglichen Ausweisung der Täterfamilien gelesen. Das Thema ist vom Tisch. Alle bleiben hier. Auch die durch die Politik angekündigte Überprüfung anderer Maßnahmen, wie die Möglichkeit, die Jungen aus den Familien zu nehmen, scheint seitdem auf Eis zu liegen.

Von RTL-Reporter Uli Klose, der sich damals in der Stadt umgehört hatte, hieß es hierzu: "In Mülheim ist in den vergangenen 40 Jahren nicht ein einziger nach diesem Modell ausgewiesen worden. Man hat eher das Gefühl, dass diese Aktion die aufgeheizten Stammtischdiskussionen der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung beruhigen soll.“

Und so lässt sich nur ein Fazit nach dem jetzigen Urteil ziehen und zwar, dass sich nichts geändert hat. Für die Täter und ihre Familien läuft das Leben weiter wie bisher. Aus Worten der Politik werden wie üblich keine Taten, weil der öffentliche Druck fehlt, und in den Redaktionen dieses Landes möchte man diesen Druck anscheinend durch journalistische Sorgfalt und Hartnäckigkeit auch nicht erzeugen. Nachhaken und Dranbleiben ist für viele in dieser Branche zu einem Fremdwort verkommen, wenn es sich um unbequeme, zumeist die hiesige Zuwanderung betreffende Themen handelt. Mit dem Urteil wird der Bürger final abgespeist. Recht wurde gesprochen. Gerechtigkeit hingegen gibt es schon lange nicht mehr. Dafür genug Sozialarbeiter und Therapeuten für die armen Jungs. 

Foto: Achgut.com

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E. Grüning / 22.04.2020

Kein Einzelfall, eine kleine Episode im Rechtsstaat, und nicht erst seit 2015. Für die Opfer und deren Familie eine Katastrophe, für zukünftige Opfer ein Grund, die Tat nicht zur Anzeige zu bringen! Werte und Moral nur noch eine Camouflage! Wir leben in einer abgestumpften Gesellschaft mit verweichlichten, feige zurückweichenden Verantwortlichen, die es zur Meisterschaft im Vertuschen und Beschönigen gebracht haben! Der angewärmte, gut bezahlte Sessel ist halt bequemer als sich mit Täterschutzvereinen, einer willfährigen Presse und der vorgegebenen Parteilinie anzulegen. Wenn das Hemd gut passt, wen kümmert noch die Hose. Und der Wähler vergisst die Opfer sehr schnell für die schönen, wirklich wichtigen Bilder. Die Berater von Frau Merkel haben das schon richtig eingeschätzt.

Carsten Bertram / 22.04.2020

Aber es staut sich was auf. Jedes mal mehr. Und irgendwann bricht es hervor. Das wollen sie alle nicht sehen.

Robert Jankowski / 22.04.2020

Ganz ehrlich: hat Irgendjemand wirklich erwartet, dass da eine Ausweisung satttfindet? Anwälte, Sozialarbeiter usw. werden sicherlich über Armenrecht auch durch den Staat bezahlt. Das Urteil war vorhersehbar und die Außenwirkung ist eine Katastrofe für junge Frauen, die Opfer einer solchen Straftat werden. Welche Frau wird sich nach erfolgter Vergewaltigung denn noch bei der Polizei melden und Anzeige erstatten, wenn ihren Peinigern sowieso keine ernsthafte Strafe droht? Hier wird Frauenrecht, zum wiederholten Mal, mit Füßen getreten. Wenn Migranten derartige Taten vollziehen oder familiär begünstigen, gehören sie ausgeweisen. Fertig! Aber anscheined ist Frauenrecht kein Menschenrecht mehr. Schöne Grüße an eine immer weiter islamisierte Gesellschaft!

Barbara U. Bäcker / 22.04.2020

Wenn doch nur die Opfer genauso viel Fürsorge erfahren würden. Täterschutz vor Opferschutz. Ein Jammer.

Frank Dom / 22.04.2020

De facto leistet die Justiz und die Verantwortlichen damit Beihilfe zu weiteren, anstehenden, Straftaten. Es gilt die Herrschaft des Unrechts.

Bernhard Freiling / 22.04.2020

Es erscheint mir schon erstaunlich, wie Zahlen, ganz nach Gusto interpretiert, und wie wir mit ihnen planmäßig hinter die Fichte geführt werden. ++ Am 23.3. gab es in Deutschland rd. 22.000 Corona-Infizierte und 86 Todesopfer. Das war ausreichend eine für das gesamte Land tödliche Bedrohung auszurufen und mehr als 80 Millionen Bürger in Quarantäne zu stecken. Kann man auf Wikipedia nachschauen. Sämtliche “Kapazitäten”, “Experten” und die “Regierung” sowieso, erklären uns, Jeder könnte das nächste Opfer sein. ++Es gibt da eine interessante Statistik des Bundeskriminalamtes auf bka.de. Die bezieht sich zwar auf den Zeitraum von 01 - 09/2019, weist eine Anzahl von rd. 1,6 Millionen Infizierten (Zuwanderern) und eine Anzahl Opfer (gegen das Leben und die sexuelle Selbstbestimmung) von rd. 4.000 aus. Herunter gebrochen auf einen 3-Monatszeitraum wären das rd. 1000 Opfer und damit ungefähr 25 Mal soviel wie es nach 3 Monaten an Corona-Opfern gab. Hier erzählen uns sämtliche “Kapazitäten”, “Experten” und “die Regierung” sowieso, die Gefahr einem “Infizierten” zum Opfer zu fallen, entspräche der Chance/dem Risiko einen 6er im Lotto zu erzielen. Alles kein Grund zur Panik und eine Armlänge Abstand würde das Risiko noch erheblich verringern. ++ Über die Zulässigkeit dieses Vergleichs mag man diskutieren oder ihn auch von vornherein ablehnen. Beides ist m.E. akzeptabel. Was aber bleibt ist die Feststellung, daß Zahlen je nach Gemütslage “vorsortiert und verkauft” werden. Einerseits führt “die Seuche” zu rigorosen Eindämmungsmaßnahmen, andererseits zum permanenten Import weiterer “Infizierter”, was das Risiko für Leib und Leben der Bewohner dieses Landes nicht verringern wird. ++ Was mich in meiner Meinung ein weiteres Mal bestätigt: (Nicht nur) Deutschland wird von ausgemachten Idioten regiert.

Markus Kranz / 22.04.2020

Das Problem ist doch gar nicht der IS oder die Berufskriminellen, sondern die Linken. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass Parteien, die DDR, Mauer und NVA zugejubelt haben, ein ehrliches Problem mit Grenzen oder harten Strafen haben? Diese Leute hätten in der DDR niemals die Staatsbürgerschaft an IS Leute oder Kriminelle vergeben - das tun sie nur deshalb, weil sie die BRD ablehnen und darauf hoffen, dass sie irgendwann zusammenbricht.

Ebs Werner / 22.04.2020

Nun mal ehrlich, haben Sie von diesen Politikern etwas anderes erwartet? Solange die Wahlergebnisse für eine wie auch immer geartete Regierung dieser “Eliten” reicht wird sich nichts ändern.

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