
@ Carsten Neumann “...lässt therapeutische Maßnahmen dringend erforderlich ...auf Erziehung des Täters ausgerichtet. ” - lieber Herr Neumann, ob man in diesem Alter überhaupt noch jemanden (Um-) Erziehen kann, wird von Dr. med. Christian Peter Dogs (ZDF- Sendung “Peter Hahne” vom 18.09.2017) bestritten, Zitat: ” ...und da gibt es eben das gefährliche Phänomen, was so keiner sehen will eigentlich, was wir als Hirnforscher natürlich sehen, dass die Persönlichkeit eines Menschen ist spätestens bis zum zwanzigsten, eigentlich bis zum zwölften Lebensjahr ausdifferenziert, das heißt Charakter, Temparament, Persönlichkeit ist durch und auch kaum noch zu verändern. Das heißt, die jungen Menschen die rüberkommen, da kommt ein irres Gewaltpotential rüber und die sind mit völlig anderen Wertvorstellungen da und das ist eine Zeitbombe, die wir in uns haben, weil die gar nicht mehr unsere Werte verstehen können, wir können sie ihnen aber auch garnicht mehr beibringen.” Und wenn man sich die (oft mehrfach aufällig gewordenen) Täterbiographien ansieht, hat er nicht unrecht. Die Erfolge der therapeutischen Maßnahmen sind seit Jahren meistens bescheiden, obwohl sehr teuer. Bei bereits abgeschlossenen Sozialisierung hilft meiner Meinung nur noch Abschreckung oder wir machen es, wie die Amerikaner - Umerziehungscamps, vorher Reset, das Brechen der Persönlichkeit.
@Wolfgang Theer: Da mag ich Ihnen gar nicht widersprechen. Das Eine schließt ja das Andere nicht aus. Sie kennen diesen alten “Merksatz” der Wirtschaft? “Clevere Chefs stellen Mitarbeiter ein, die in ihrem Fachgebiet cleverer sind als sie selbst. Dumme Chefs stellen Mitarbeiter ein, die noch dümmer sind als sie selbst.” Wer ist in einer Demokratie der Chef?
Als Jurist kann ich nicht die Auffassung von Frau Schunke teilen, die Strafen seien zu mild. 2 1/2 Jahre ist keine milde Strafe für eine Vergewaltigung, zumal der Täter erst 15 ist. Die Strafmündigkeit beginnt in Deutschland erst bei 14 Jahren, so dass jüngere Täter nicht verurteilt werden können. Die Autorin meint, auf dem Video, das der Täter aufnahm, wirke er nicht so, als wenn er das Unrecht der Tat erfasst hätte. Dies lässt therapeutische Maßnahmen dringend erforderlich erscheinen, denn der Täter wird irgendwann wieder entlassen. Dies ist sinnvoller als eine längere Strafe. Das Jugendrecht ist in erster Linie auf Erziehung des Täters ausgerichtet. Wir haben in Deutschland keine Sippenhaftung (mehr). Man kann nicht die ganze Familie mit Ausweisung bestrafen.
Der 19 Jährige Sohn einer Nachbarin wurde auf dem Nachhauseweg niedergestochen. Aus einer Gruppe heraus. Erst wurde behauptet er hätte angegriffen, dann hat einer eingeräumt, dass der Täter sein Messer ausprobieren wollte. Zum Glück war der 16 jährige Bruder mit ihm unterwegs, der verhindern konnte, dass er auf der Straße verblutet. Interesse an den Traumata der Söhne scheint nicht vorhanden. Kein Psychologe von staatlicher Seite wurde an ihre Seite gestellt, der Weiße Ring hat abgewunken und erklärt, dass täglich Schlimmeres passieren würde. Beide trauen sich nur bedingt auf die Straße. Der 19jährige verläßt nur mit Begleitung das Haus. Noch immer, denn es ist ein Jahr her. Über Täter und deren Jugendstrafen möchte ich jetzt nichts schreiben.
“Wie mit diesen Jungendlichen ... umgehen?” ist schon die falsche Frage: Gar nicht umgehen, sondern abschieben und Leistungen einstellen. Die Abschiebung ist aber ein politisches und rechtliches Fake. Es gibt sie in der Sache praktisch nicht. Sie ist (inzwischen) so ausgestaltet, dass sie nur als ein Unterfall der Unmöglichkeit im Gesetz steht - aber das ist gut getarnt. Der Bürger ist der Adressat der Täuschung. Ihm wird von Politikern und angeschlossenen Medien (oder ist es umgekehrt?) ein Instrument vorgestellt, dass gar keinen Nutzen hat. Der Staat in seiner derzeitigen Verfassung ist (hier) nicht handlungsfähig und soll es auch nicht sein. Während also die Politik und auch die Justiz nicht liefern, sollen die Bürger trotzdem für dieses Nichts hohe Steuern zahlen. Nur Belgier sind noch schlechter dran. Die Finanzverwaltung funktioniert übrigens prächtig. Sie glauben gar nicht, wie viel Eifer Beamte und Richter hier entwickeln. Sogar Strafverfahren werden durchgeführt. Hört man. Aber das funktioniert nur, weil die Leute Einkommen und Vermögen haben. Wer arbeitet und spart ist der Dumme und wird ausgebeutet. Und das beste ist: Die Leute, die so ein System entwickelt und sich darin eingerichtet haben, meinen, dass es (gerade deshalb) funktioniert. Naja, solange sich zu viele Bürger den Regeln der anderen beugen und keinen organisierten Widerstand leisten, nur Zuschauer im eigen Haus bleiben (wollen), wird das so weitergehen.
Sehr geehrte Frau Schunke, das was Sie (be-)schreiben ist leider die Realität in Merkel- Deutschland. Ich ärgere mich maßlos darüber, dass es seit den Ereignissen des Jahres 2015 keine relevanten Initiativen von bekannten deutschen Persönlichkeiten gegeben hat, um unser Einwanderungs- und Asylrecht einmal von Grund auf zu reformieren. Die Regierung um Herrn Seehofer hat daran offensichtlich keinerlei Interesse. Die aktuelle Gesetzgebung ist viel zu kompliziert und dadurch praktisch nicht umsetzbar. Selbst das was möglich wäre, wie zB abgelehnte Asylbewerber abzuschieben, wird nur äußerst zögerlich umgesetzt. Solange dies so bleibt haben NGOs, Rechtsanwälte und andere interessierte Gruppen leichtes Spiel und gehen dabei über (vor allem deutsche) Leichen, das ist widerlich und darf so nicht bleiben! Unsere Toleranz, Hilfsbereitschaft und Weltoffenheit wird von vielen der in unser Land “geflohenen” Goldstücke als Schwäche angesehen und deren Verhalten ist entsprechend. Es ist zum Schreien, zum aus der Haut fahren, es macht mich furchtbar wütend und lässt mich ohnmächtig zurück! Ich hoffe inständig, dass alle politisch Verantwortlichen der letzten Jahre persönlich zur Rechenschaft gezogen werden!
@Wolfgang Nirada: Sie bringen es auf den Punkt !!! Ähnliche und schlimmere Vorfälle, auch Morde, führen auch in anderen Städten nicht zur Abwahl der Grenzöffner, Verharmloser und Einzelfall-Agitatoren. Die Deutschen können stolz auf ihre Wahlen sein ... und auf ihre Wir-Schaffen-DaslerInnen ...
A. Heinz: selbst dann ändert sich nichts (siehe die arme, gerade mal 19-jährige Maria L. aus Freiburg).
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.