Claudio Casula / 31.10.2021 / 06:25 / Foto: Stefan Klinkigt / 116 / Seite ausdrucken

Chronik des Irrsinns – der Oktober

Der zehnte Monat des Jahres 2021 geht zu Ende, also das zehnte Zwölftel eines Irrsinns. Die mit dem Klammerbeutel Gepuderten erhöhen die Schlagzahl, der Chronist kommt kaum hinterher. Lesen Sie, staunen Sie!

In Hanau offeriert ein Parkhaus jetzt mit Regenbogenfarben gekennzeichnete „Vielfalt-Parkplätze“, ausgangsnah und kameraüberwacht. Dort sollen Frauen, Homosexuelle, Transpersonen und Migranten parken dürfen, Gruppen mit einem „besonderen Schutzbedürfnis“. Doch was, wenn Migranten mit „südländischem Erscheinungsbild“ hier demnächst neben einem Schwulenpärchen parken? Die Bilder könnten geeignet sein, unsere Vielfaltspinsel nachhaltig zu verstören.

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Im Mai 1992 schrieb Harry Rowohlt in den FAZ-Fragebogen: „Ich mag Beethoven. Wer es als schwerhöriger Neger in Wien zu etwas gebracht hat, kann nicht ganz schlecht sein.“

Nun wendet sich der Schlagersänger Roberto Blanco („Ein bisschen Spaß muss sein“) mit einem öffentlichen Videoclip an den Wiener Bürgermeister und fordert die Freigabe der sterblichen Überreste des Komponisten. Für Leute mit einer gewissen Agenda gibt es nämlich Anhaltspunkte, dass der gebürtige Bonner afrikanische Wurzeln (!) gehabt haben könnte. „Die Form des sogenannten Mulattenschädels im Beethovengrab weist stark auf eine afrikanische Abstammung hin“, sagt etwa der Historiker und Genealoge Dr. Ralf G. Jahn, auch Roberto Blanco und Moderatorin Milka Loff-Fernandes hoffen auf einen schwarzen Beethoven als Identifikationsfigur. Schädelvermessungen, ich weiß nicht… Was, wenn Roberto Blanco nordeuropäische Vorfahren gehabt hat? Auch sein Nachname deutet ja auf eine gewisse Herkunft hin...

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Beim Einstein-Marathon in Ulm werden geimpfte und genesene Läufer mit einem roten Armband gekennzeichnet, ungeimpfte mit einem gelben. Ähem.

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Wau! Wer in Neuenrade (NRW) seinen Vierbeiner zur Hundesteuer anmeldet, kann im Anmeldeportal bei der Geschlechtsangabe nicht nur zwischen „weiblich“ und „männlich“ auswählen – sondern sich auch für „divers“ oder „keine Angabe“ entscheiden. Aber woher sollen Herrchen und Frauchen denn wissen, ob sich z.B. ein vermeintlicher Rüde auch als Rüde fühlt?

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Wer denkt sich so etwas wie Gendern im Anmeldeformular für Hundesteuer eigentlich aus? Ein übereifriger Vertreter der Wokeness? Ein zynischer Gegner derselben? Ein Witzbold, der Chronisten wie mir eine Skurrilität mehr zuschanzt? Ich werd’ noch rammdösig hier…

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In der Rheindorfer „Clan-Villa“ werden zwei Mitglieder des Al-Zein-Clans festgenommen. Der Vorwurf: Geldwäsche und bandenmäßiger Betrug. Gegen die Zahlung einer Kaution von 30.000 Euro wird der Haftbefehl gegen einen der beiden Männer wieder aufgehoben. Offenbar sind die finanziellen Reserven der arabischen Großfamilie, die nach wie vor in dem offiziell längst beschlagnahmten Protzbau haust, noch nicht erschöpft, obwohl das Jobcenter seit August keine Sozialleistungen mehr zahlt. Die für den Clan mit dem vielfältigen Vorstrafenregister (Drogenhandel, schwere Gewalt- und Körperverletzungsdelikte, gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, Geldwäsche, Schutzgelderpressung, Raub- und Ladendiebstahl, Sozialleistungsmissbrauch, illegaler Waffenbesitz, Tötungsdelikte) ohnehin nur ein zusätzliches Taschengeld waren.

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Die EU hat gelbe Mehlwürmer als erste Insektenart offiziell zum Verzehr freigegeben. Die possierlichen Tierchen gelten als besonders nachhaltige Proteinquelle. Schade, dass Rüdiger Nehberg das nicht mehr erleben durfte. Aber: Danke, Brüssel!

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In Berlin wird aufgrund einer Anpassung der RKI-Richtlinien der Musterhygieneplan für die Schulen leicht abgeändert. Ab jetzt darf nicht mehr zwölf Minuten pro Unterrichtsstunde gesungen werden, sondern nur noch zehn. So besiegen wir das Virus!

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„Nur wer Klima kann, kann auch Gerechtigkeit“, sagt Ricarda Lang, soeben für die Grünen in den Bundestag eingezogen und dort einen hoffentlich stabilen Sitz einnehmend. Was sie wohl damit meint, „Klima können“? Falls Sie eine Ahnung haben, schreiben Sie es gern in die Kommentare.

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Oha, oha… Bringen Sie mal die Kinder raus, bitte.

So. Aus Vulgarien, nee: aus Afghanistan meldet sich der 2017 aus der Bundesrepublik abgeschobene Rockerbandenchef Sanger Ahmadi und droht damit, deutsche Polizisten zu töten bzw. töten zu lassen (er hat noch Freunde hier, Landsleute von ihm). In einer Videobotschaft von 2:20 Min. tituliert er die deutschen Beamten als „Hurensöhne“ (4x), „Sohn von Huren“ (1x), „Bastarden“ (8x), „Fotzen“ (2x), „Nuttenkinder“ (6x) sowie je 1x als „Nuttensöhne“, „Schwanzlutscher“ und „Hurenkinder“ (find’ ich als Lektor lustig).

Brisant ist, dass seinerzeit die Grünen-Politikerin und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth mit einem Appell an den damaligen Innenminister Thomas de Maizière die Abschiebung von Ahmadi und anderen Afghanen verhindern wollte – wegen unserer „humanitären Schutzverantwortung“. Jeder hat eben die Schützlinge, die er verdient.

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Karl Lauterbach spekuliert bei Twitter über Corona-Langzeitfolgen: „Niemand weiss zB, ob Covid Genesene später ein erhöhtes Demenzrisiko haben, den Verdacht gibt es. Späte Impfnebenwirkungen gibt es aber nicht.“ Das weiß der Gesundheitsexperte jetzt schon, Donnerwetter. Mich dünkt gleichwohl, der Tweet könnte schlecht altern. Den leg’ ich mir mal auf Wiedervorlage…

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Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärt die von Bayerns Staatsregierung im März 2020 verhängte Ausgangssperre für rechtswidrig. WELT: „Die Richter bescheinigen Söders Regierung ein fragwürdiges Menschenbild.“ Wie Juristen es eben umschreiben, wenn ein Egomane im Cäsarenwahn seine eigenen Bürger als potenzielle Virenschleudern sieht und sie einsperrt, isoliert und abkassiert.

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Die Bundesregierung holt nächtens acht deutsche Frauen samt 23 Kindern aus Syrien zurück, die sich in der Vergangenheit dem Islamischen Staat angeschlossen haben sollen (ja, auch Frauen können Terroristinnen werden, The Mamas and the Hamas, sozusagen). Einige der Damen werden gleich festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Heiko Maas hat es für die Kinder getan, er möchte ihnen „ein Leben in Sicherheit und einem guten Umfeld ermöglichen“. Mal sehen, wie sicher unser aller Leben ist, wenn die mal groß werden, schließlich haben sie bei ihren IS-Müttern allesamt eine streng islamische Erziehung genossen.

Dazu passt eine Meldung vom selben Tag: In NRW stürmen im Morgengrauen mehr als 1.400 Polizisten (Staatsschutz, Steuerfahndung, Spezialeinsatzkommandos und Hundertschaften) 81 Objekte, ein großer Schlag gegen ein Terror-Netzwerk. Von den Verdächtigen sind 44 Syrer, zehn „Deutsche“, fünf Jordanier und fünf Libanesen – insgesamt acht Nationalitäten. Nach BILD-Informationen kamen viele der Verdächtigen (genau!) 2015 als Flüchtlinge hierher.

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Corona mit der Grippe vergleichen – das machen doch nur Schwurbler und Covidioten?! Und Dr. Wieler vom RKI nun auch. Es gebe da „viele Gemeinsamkeiten“. Sagt er aber nicht, um zu verharmlosen, sondern um Alarm zu machen. Wenn nämlich beides gleichzeitig auftritt, dann, ja, dann wird’s aber eng in den Krankenhäusern!

Bei Twitter findet es Karl-Lauterbach plausibel, dass die Impfquote in Deutschland doch schon 80 Prozent betragen soll. Allein: „Trotzdem reicht das noch nicht für einen Freedom Day.“ Der würde das Ende seiner medialen Dauerpräsenz bedeuten. Undenkbar.

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Nochmal Lauterbach, diesmal bei Maischberger: „Ich muss Jahrzehnte rauchen, um Lungenkrebs zu bekommen, ich muss eine Nacht im Club sein, um in drei Wochen an Covid zu sterben.“ Yo. Im Club der Hundertjährigen.

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Die polit-mediale Treibjagd war erfolgreich: Armin Laschet kündigt etwas umständlich seinen Rückzug an. Und irgendwo in München knallen die Korken.

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Viva Colonistan! Die Kölner können demnächst den lieblichen Gesang des Muezzins genießen, mit dem die Gläubigen zum Freitagsgebet gerufen werden. Zwischen 12.00 und 15.00 Uhr, für maximal fünf Minuten aber nur, so viel Lärmschutz muss sein. Möglich macht es ein „Modellprojekt“. Oberbürgermeisterin Henriette „eine Armlänge Abstand“ Reker freut sich: „Wenn wir in unserer Stadt neben dem Kirchengeläut auch den Ruf des Muezzins hören, zeigt das, dass in Köln Vielfalt geschätzt und gelebt wird.“ Und irgendwann gibt’s dann neben der Haftstrafe auch die Steinigung. Gelebte Vielfalt!

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Timon Dzienus und Sarah-Lee Heinrich sind die neuen Vorsitzenden der Grünen Jugend. Wie sich herausstellt, hat Sarah-Lee bei Twitter schon ziemlich krudes Zeug geschrieben, teils obszön, teils beleidigend, homophob und rassistisch – für empfindsame Achgut-Leser nicht zitierbar. Auch Tötungsphantasien sind dabei und 9/11 als „Inside-Job“. 2019 sprach sie öffentlich von einer „eklig weißen Mehrheitsgesellschaft“. Zum Glück ist Sarah-Lee farbig, sonst wär’ aber was los!

Für Timon ist FDP-Chef Christian Lindner eine „gelbe Null“, „einfach widerlich“ und „sexistisch, peinlich und unerträglich“, außerdem ein „rechter Kotzbrocken“. Heißa, das wird ein Spaß mit der „Ampel“!

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Sabine Walper, neue Direktorin des Deutschen Jugendinstituts, spricht sich für ein Kinderwahlrecht von Geburt an aus.

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Prof. Jörg Meuthen gibt auf, er will nicht mehr als Vorsitzender der AfD kandidieren. Jetzt wird die „Partei am extremen rechten Rand“ noch rechter. Das galt aber auch schon für Prof. Lucke und Dr. Frauke Petry, wie seinerzeit zu lesen war. 

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Neues vom Pannen-Flughafen BER: Der Hauptstadt-Airport ist völlig überlastet, lange Warteschlangen vor den a) zu wenigen und b) teilweise nicht besetzten Check-in-Schaltern strapazieren die Nerven der Reisenden. Die Lufthansa empfiehlt, mindestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

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Und wieder ein Islamismus-Eklat beim Staatsfunk: Feza-Yasmin Ayhan ist als Comedy-Autorin für die Sitcom „Barrys Barbershop“ engagiert worden. Sie postete schon mal eine antisemitische Karikatur, rechtfertigte Gewalt gegen Israel und wünschte sich ein Ende des jüdischen Staates herbei, trat auch bei einschlägigen Hass-Demos auf. Gegen Juden hat sie aber nichts, wie sie sagt. ZDF und Produktionsfirma reagieren lau, verurteilen aber natürlich „entschieden jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus“.

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Benzinpreis, Stromrechnungen, Heizkosten steigen rasant an. Im „Tagesthemen“-Kommentar jubiliert ein Detlef Flintz: „Er ist da, der Preisschock. Gut so!“ Was man eben so sagt, wenn man über ein fünfstelliges Monatseinkommen verfügt. Dazu passt, dass bei „Hart aber fair“ (Thema: Inflation und Energiepreise) die ebenfalls bestens versorgte SPD-Politikerin Katarina Barley einem Beschwerdeführer aus dem Volk empfiehlt, einfach weniger zu verbrauchen: „Die Kilowattstunde, die ich nicht verbrauche, ist am billigsten.“ Man könne sich ja u.a. neue Fenster einbauen lassen, um den eigenen Energiebedarf zu senken. Genau! Da geht noch mehr: Zu hohe Steuern? Einfach auf 450-€-Job umsteigen! Gefährliche Jungmänner-Gruppen im öffentlichen Raum? Einfach zu Hause bleiben! Lebensmittel zu teuer? Fasten! Muezzingejaule am Freitag? Ohropax anschaffen! Das ist praktische Lebenshilfe. Wie gut, dass wir die Sozialdemokraten haben…

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„Rechts“ geblinkt, scharf links abgebogen: Im Wahlkampf erwog Franziska Giffey noch ein Bündnis mit Grünen und FDP (oder tat zumindest so), jetzt aber soll doch die für ihren Dilettantismus weit über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannte rot-grün-rote Regierung weitergeführt werden. Pech für Leute, die der sympathischen Plagiatorin Glauben geschenkt haben.

Und auch in Schwerin nimmt die SPD Koalitionsgespräche auf, Manuela Schwesig strebt ein rot-rotes Bündnis an. Das muss dieser Rechtsruck sein, von dem man immer hört…

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RKI-Chef Lothar Wieler räumt ein, dass exakte Angaben zur aktuellen Corona-Impfquote in Deutschland bis heute nicht möglich sind: „Wir können die tatsächliche Impfquote nur schätzen.“ Ja, Sie lachen bitter auf. Andererseits: Wann hätte unser Lieblingstierarzt je mit harten Zahlen gearbeitet in den letzten anderthalb Jahren?

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In der „heute-show“ begrüßt Oliver Welke „das schönste 2G-Publikum der Welt“ und dieses johlt und trampelt ob der Ausgrenzung Ungeimpfter wie im Sportpalast. Fremdscham.

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Der Befangenheitsantrag gegen den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts wird abgelehnt – vom Bundesverfassungsgericht.

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Jens Spahn verkündet, die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ am 24. November auslaufen zu lassen. 2G und 3G, Masken etc. bleiben uns aber trotzdem erhalten, denn: „Die epidemiologische Lage bestätigt die weitere Notwendigkeit dieser Maßnahmen in diesem Herbst und Winter.“ Satz mit x…

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„BILD“-Chef Julian Reichelt wird von seinen Aufgaben entbunden. Unbändige Freude im linken Lager über den Sturz des letzten aufmüpfigen Journalisten.

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Springer-CEO Mathias Döpfner gerät ebenfalls unter Beschuss, weil er in privaten Unterhaltungen Reichelt verteidigte: „Er ist halt wirklich der letzte und einzige Journalist in Deutschland, der noch mutig gegen den neuen DDR-Obrigkeitsstaat aufbegehrt“, fast alle anderen seien zu „Propaganda-Assistenten“ geworden. Die Propaganda-Assistenten jaulen auf und fordern Döpfners Ablösung.

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Es geht wieder los: Die FDP-Fraktion im Bundestag will nicht neben der AfD sitzen. Wir kennen das ja alle noch aus dem Kindergarten.

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Karl Lauterbach, mutmaßlich unterwegs zur nächsten Talkshow, wird am Steuer eines Smart mobiltelefonierend erwischt. Die Freisprechanlage hat nicht funktioniert… und dann rief seine 86-jährige Mutter an und er wollte wissen, ob alles gut ist… und ihr sagen, dass er zurückrufen werde…wirklich!

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Vier Monate nach der Messerattacke von Würzburg, bei der ein Somalier drei Frauen erstach, liegen zwei Gutachten vor. Für die beiden Sachverständigen ist der Täter, raten Sie mal: A) schuldunfähig oder B) – na, A natürlich!

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„Mehrheit der Corona-Patienten in Weimarer Klinik hat vollständigen Impfschutz“, meldet die Thüringer Allgemeine. Jetzt zieht Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine Konsequenzen: „Die Angabe der Personen, die mit Impfung im Klinikum behandelt werden, verzerrt die Realität… deutlich und spielt damit Corona-Leugnern und Impfgegnern in die Hände. (…) Wir möchten vermeiden, dass ein falscher Eindruck entsteht und haben uns daher entschlossen, die Zahl künftig nicht mehr anzugeben.“ Leuchtet ein. Wenn ich mir die Augen zuhalte, werde ich nicht mehr gesehen.

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Die symptomlos intelligente Chefin der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, kann mit dem Begriff „Freedom Day" nichts anfangen: „Ich finde den Namen irreführend. Der lässt den Eindruck entstehen, wir wären in den vergangenen anderthalb Jahren nicht frei gewesen. Das ist doch Quatsch.“ Genau, was sind schon Ausgangssperren, Kontaktverbote, Zwangsschließungen von Geschäften und Lokalen, vereinsamte Heimbewohner, depressive Kinder, Maskenzwang oder das Verbot, als Ungeimpfter ein Restaurant oder ein Kino zu betreten?

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Am selben Tag in der HAZ: „Ein 18-Jähriger aus Gehrden soll ein Bußgeld in Höhe von fast 130 Euro zahlen. Der Grund: Er saß abends ohne Maske allein auf der Bank einer Bushaltestelle, die zu der Zeit gar nicht mehr angefahren wurde. Er weigert sich. Nun geht der Fall vor Gericht.“

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Bayern-Kicker und Nationalspieler Joshua Kimmich mag sich bis auf weiteres nicht impfen lassen. Im Verhör durch einen Sportreporter sagt Kimmich, er sei kein Impfgegner, habe aber persönliche Bedenken, gerade was fehlende Langzeitstudien angehe. Sofort fällt die Pressemeute über den Fußballer her. Nicht unkomisch, ist doch Kimmichs doppelt geimpfter Vereinstrainer Nagelsmann gerade in Quarantäne, weil er positiv auf Corona getestet wurde.

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Drei Wochen nachdem SWR-Mitarbeiter Ole Skambraks einen offenen Brief veröffentlichte („Ich kann nicht mehr“), in dem er kritisch mit der Corona-Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien ins Gericht ging, wird der Journalist vom Sender gefeuert. Aber nicht, weil er kritisch war, sondern wegen „falscher Tatsachenbehauptungen“, mit denen er Arbeitgeber und Kollegen diskreditiert habe.

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Bärbel Bas (SPD) sitzt seit zwölf Jahren im Parlament, hat es aber geschafft, dass ihr Name bis dato niemandem etwas sagte. Jetzt ist sie zur neuen Bundestagspräsidentin gewählt worden. Sawsan Chebli ist bei Twitter voll des Lobes über die Parteifreundin und fügt hinzu: „Hormor hat sie auch noch.“ Schreiben nach Gehör, so passiert’s.

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Die WELT meldet: „Drei Unbekannte haben einen Mann in Berlin-Spandau lebensbedrohlich verletzt. Sie sollen laut Polizei am späten Abend einen 36-Jährigen aufgefordert haben, laut ,Free Palestine!’ zu rufen. Als der Mann sich weigerte, schlugen und traten die drei Männer auf ihn ein und verletzten ihn schwerwiegend am Kopf.“

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In Berlin-Neukölln will die Linkspartei Razzien in Shisha-Bars zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität von Araber-Clans beenden. Sie seien „stigmatisierend“.

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Schauspieler Maximilian Mann (pfui!) gibt im Stuttgarter Aladdin-Musical den Dschinn, hat sich dafür ein wenig dunkler geschminkt. In den Augen von Aktivisten der Black Community Foundation Stuttgart ein Fall von Rassismus: „Blackfacing"! Man solle lieber „passende Darsteller casten", also wohl den Dschinn von einem echten Flaschengeist spielen lassen. Ich kann nicht mehr. Jetzt brauch' ich einen Gin...

Foto: Stefan Klinkigt

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Leserpost

netiquette:

Ben Wej / 01.11.2021

“Symptomlose Intelligenz” - köstlich, so zutreffend! Weiter So herzliche Grüße aus dem Ausland

Beate Bahner / 31.10.2021

Hormor iss einfach totaaal wichtich ... Ohne Hormor geht es nich ... Drum sach ich DANKE für soviel Hormor :-)

N. Berning / 31.10.2021

@Oliver König: Vor einigen Monaten schaute der Herr Spahn hier in seinem Wahlkreis kurz im Testzentrum des Kreises Steinfurt im Regionalflughafen FMO vorbei, nannte ihn einen „Tempel der Zuversicht“ – um danach zu seinem Leibarzt in Ahaus (dort offiziell erster Wohnsitz, auch wegen Villen-Kredit) zwecks Impfung weiterzufahren. Wenn ich mich recht erinnere, soll es der Stoff von AstraZeneca gewesen sein, aber Kochsalzlösung oder so ist natürlich nicht auszuschließen; freilich ohne dass man dass näher ergründen könnte, denn auch hier gilt ja die ärztliche Schweigepflicht (vielleicht tut man Herrn Spahn in diesem Punkt Unrecht, aber das Vertrauen in solche Politikeraussagen ist seit dem Bekanntwerden der halben Dosierung für Politiker bei der Schweinegrippe-Impfung halt hinüber).

Peter Woller / 31.10.2021

Die FDP-Fraktion will im Bundestag nicht neben der AfD sitzen. Solche Meldungen lösen in mir kriminelle und verbrecherische Phantasien aus.

Mona Müller / 31.10.2021

@Sabine Heinrich Auch in wohne in SH, in Dithmarschen, und bin auch so erstaunt, dass die Menschen hier im Auto sitzend und draußen auf dem Parkplatz stehend und die Kinder auf dem Fahrrad fahrend allen mit der Maske im Gesicht, als wenn es das normalste der Welt wäre.  Unbegreiflich für mich, da ich durch die Maske kaum Luft bekomme und so sie so selten wie möglich trage.

Mona Müller / 31.10.2021

@ Rolf Urli, selbstverständlich hat Herr Casula gut recherchiert. Ich habe im Internet ganz schnell gefunden: Einstein-Marathon Der Ulmer Einstein-Marathon ist eine der größten Laufveranstaltungen im Süden Deutschlands. Zur diesjährigen 17. Auflage werden über 15.000 Läufer erwartet. 17. Auflage, läuft also schon seit 16 Jahren. Ansonsten: Danke Herr Casula für die Chronik des monantlichen Irrsinns  

G. Böhm / 31.10.2021

@ Beat Schaller - “Danke liebe Frau Schönfelder, für Ihre heutigen Einwürfe. Schön, wenn Sie Sich so gnadenlos ins Zeug legen. Ich liebe Ihre Ausdrucksweise und Ihr fundamentales Wissen, das für mich immer wieder lehrreich ist. Ihre Hinweise haben es wirklich in sich. Herzlichen Dank und schön dass Sie dabei sind.”: Auf Grund Ihrer ausdrücklichen Huldigung der heutigen Schönfelder’schen Beiträge, habe ich extra nach diesen geschaut. Ihre Wortmeldungen sind wahrlich außerordentlich facceten- und nuancenreich, sie reichen von der bekannten direkten Ansprache des Gesprächsgegners bis hin zur fast weichen intellektuell verfaßten Gedankenoffenbarung, mal ganz abgesehen vom überspannten Themenbereich, der bis zum Liebesspiel auf den Koboldbauelementen reicht. So schreibt sie unterm Sonntagsfahrer-Car: “Es ist wie ein Tampon, mit Verlaub. Sie können mit ihm und in ihm Kaffee kochen, backen, ...”. Da fiel doch sogleich die altbekannte Tatsache ein, daß man i. d. R. mit einem Tampon nicht nur Kaffee kochen, sondern auch schreiben könne; wie man das mit dem Kaffee nun in einem solchen vollzieht, werde ich mir gelegentlich noch erklären lassen müssen.

Ulrich Viebahn / 31.10.2021

Mir geht es genauso: “Danke für diese wunderbaren Chroniken. Selten muss ich so herzlich lachen ...” Aber alles hat einen bitterernsten Hintergrund und kommt nie aus dem Nichts. Irgendeiner hat sich das immer ausgedacht. Sie sollten möglichst immer den Namen des oder der Verursacher(s) oder der verursachenden Behörde (...) nennen.

Jener Ari / 31.10.2021

Wer solche Realitäten hat, braucht keine Satire.

Heinrich Wägner / 31.10.2021

Ein Land in dem man nur noch einen Schrei hört. Nazis und Faschisten, Faschismus.  Sie haben ihn nie erlebt am Eigenen Leib und Seele.  Wie dumm und dämlich müssen wohl Jehne sein,  die das praktizieren und ausleben was meine Generation als Faschismus kennen lernen “musste ” und sehen müssen das sich Geschichte doch wiederholen kann.

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