Claudio Casula / 30.06.2022 / 06:15 / Foto: Fabian Nicolay / 68 / Seite ausdrucken

Chronik des Irrsinns – der Juni 2022

Der sechste Monat des Jahres 2022 geht zu Ende, also das sechste Zwölftel eines Irrsinns. Die mit dem Klammerbeutel Gepuderten erhöhen die Schlagzahl, der Chronist kommt kaum hinterher. Lesen Sie, staunen Sie! 

Erste Sitzung des neuen Landtags in NRW. Unter Tagesordnungspunkt 15 genehmigen sich die Abgeordneten – ohne jede Debatte – eine Erhöhung ihrer Diäten zum 1. Juli um rund 237 auf knapp 9.840 Euro. Das ist ein schönes Signal an die Wähler, gerade in diesen schwierigen Zeiten!

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Der Lahn-Dill-Kreis will innerhalb von 14 Wochen rund 100.000 Euro einsparen – indem er in den Schulen und kreiseigenen Turnhallen die Heizungs- und Warmwasseraufbereitungsanlagen abschaltet. Aufgrund der stark angestiegenen Energiekosten komme zwischen dem 1. Juni und dem 18. September kein warmes Wasser mehr aus den Duschen und Wasserhähnen. Landrat Wolfgang Schuster (SPD) findet das „verhältnismäßig und zumutbar“.

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Das Bundestagspräsidium hat wieder eine bahnbrechende Entscheidung getroffen: Die Regenbogenfahne der schwul-lesbischen-transgender „Queer“-Bewegung bekommt zweimal im Jahr ihren Platz am Reichstag, wird dann entweder vor dem Bauwerk oder auf einem der vier Türme gehisst. Für die Sichtbarkeit des Bekenntnisses… gääähn… zu Vielfalt… chrrr… und Diversität… *schnarch*

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In einer Videokonferenz beißt die SPD-Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard in einen Kitkat-Riegel und wird sogleich von ihrem Parteikollegen Karl Lauterbach gerüffelt, der ihr eine Standpauke über die ungesunden und umweltschädlichen Inhaltsstoffe Zucker und Palmöl hält. Leider ist sie nicht spontan genug, um ihn auf die von ihm propagierten Corona-Impfstoffe anzusprechen.

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Im fernen Amerika gewinnt Johnny Depp den Prozess gegen seine Ex-Frau Amber Heard, und der SPIEGEL schlagzeilt: „Sie glaubten dem Mann.“ Ja, schade, dass die Relotii aus Hamburg nicht auf den Geschworenenbänken saßen, die hätten hundertprozentig der Frau geglaubt, Beweisaufnahme hin oder her. 

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„Nancy Faeser plant ein festes Bleiberecht für Geduldete“. Die Frage ist: Wie lange dulden wir noch diese Innenministerin?

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Besagte Frau Faeser sucht derzeit einen Nachfolger für ihren Staatssekretär Teichmann. In der engeren Auswahl soll sich auch Sawsan Mohamed Chebli befinden, die angeblich sogar Ambitionen auf das Ministeramt hat, falls Faeser Ministerpräsidentin von Hessen werden will. Warum nicht? Die nötige Inkompetenz für diese Regierung bringt sie auf jeden Fall mit.

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Lauterbach: „Es verdichten sich Studienhinweise, dass Long COVID oft mit andauernder Entzündung des Gehirns einhergeht.“ Seine krude These basiert allerdings nur auf einem Preprint, teilgenommen haben genau zwei (!) Probanden und die Kontrollgruppe bestand aus drei Personen. Aber was nimmt man nicht alles, um das Angstlevel zu halten?

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Das ZDF postet in einer Kachel: „Das binäre Geschlechtersystem geht davon aus, dass es nur zwei Geschlechter gibt (…). Dabei blendet es Intergeschlechtliche und Nicht-binäre völlig aus.“ Außerdem sei es „wichtig, die richtigen Pronomen für eine Person zu verwenden“. Es gebe auch Neopronomen wie dey / deren. „Beispiel: Das ist Jo. Dey ist sehr nett und deren Frisur sieht toll aus.“ Also, bisher ist der Homo sapiens 300.000 Jahre ohne Pronomen und Neopronomen ausgekommen. Ohne das ZDF übrigens auch.

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Eine Anja Brockmann im Kommentar für die Deutsche Welle zu einem Auftritt der Ex-Staatsratsvorsitzenden in Berlin: „Deutschland hat dem ersten Auftritt Angela Merkels fast ebenso entgegengefiebert wie die Briten dem Thronjubiläum der Queen.“ Richtig ist vielmehr, dass nur deutsche Journalisten dem ersten Auftritt Angela Merkels fast ebenso entgegengefiebert haben wie die Briten dem Thronjubiläum der Queen.

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Einmann hat gerade einen Lauf: In Berlin fährt er mit dem Auto in eine Menschenmenge, im Münchner Hauptbahnhof stößt er eine 63-jährige Frau ins Gleisbett, in Esslingen sticht er in einer Grundschule auf eine 61-jährige Frau und ein 7-jähriges Mädchen ein.

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In den Untertiteln eines Videos philosophiert Klimaaktivistin Luisa Neubauer über Bombenattentate ihrer sich eben radikalisierenden Bewegung: „Und natürlich denken wir darüber nach, wie wir eine Pipeline (die größte Rohöl-Pipeline der Welt) in die Luft jagen können.“ Keine Sorge, ist nicht die Ankündigung einer Straftat, sondern ein Scherz, wie überall zu lesen ist.

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In Franken werden in den nächsten Tagen Temperaturen über 30 Grad (!) erwartet. Das Nürnberger Gesundheitsamt warnt laut nordbayern.de: „Bei Erreichen des Hitze-Warnwerts des Deutschen Wetterdienstes kann eine akute Lebensgefahr entstehen.“ Wir nannten es Sommer, damals, als es noch keine Journalisten gab, die Greta Thunbergs Forderung „Ich will, dass Ihr in Panik geratet!“ bis ins Mark verinnerlicht hätten.

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Wenn das „Infektionsschutzgesetz“ am 23. September ausläuft, sollen nach dem Willen der Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Katharina Dröge, wieder 2G, 3G und Masken- und Testpflicht verhängt werden. Eine Anfrage der WELT, auf welche wissenschaftliche Evidenz sie sich für den positiven Nutzen von 2G und 3G berufe, beantwortet Frau Dröge nicht, desgleichen die SPD-Bundestagsfraktion. Es bedarf keiner Begründung mehr für Grundrechteentzug.

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Nanana, das macht man aber nicht… Nur zwei Jahre und vier Monate nach ihrer Forderung, die Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen „rückgängig zu machen“, wird die umstrittene Altbundeskanzlerin Angela Merkel vom Bundesverfassungsgericht gerügt (Abstimmungsergebnis: 5:3). Und das ist auch schon alles, was die Deutsche Demokratische Bundesrepublik dazu zu sagen hat. Derweil regiert der wiedereingesetzte SED-Mann in Erfurt auch ohne die versprochenen Neuwahlen einfach weiter mit seiner rot-rot-grünen Minderheitskoalition. Toleriert von der CDU. Ja, der Kohl ist jetzt auch schon fünf Jahre tot…

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Zu Beginn der Corona-„Pandemie“ tat Ferda Ataman von den „Neuen deutschen Medienmacher*innen“ kund, sollten die Beatmungsgeräte knapp werden, hätte sie so eine Ahnung, wem man dann die Behandlung verweigern werde (nämlich den Ausländern). Diese Art der Spaltung ist ihr Geschäftsmodell, anders kann man das nicht sagen. Jetzt will die Regierung dem Bundestag vorschlagen, die Aktivistin als „Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung“ zu berufen. Na gut, Expertin für Hass & Hetze ist sie in gewisser Weise schon.

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BioNTech-Chef Ugur Sahin meint, wie müssten uns „darauf einstellen, dass wir immer wieder Auffrischungsimpfungen brauchen“. Na, wenn es der sagt, den es noch reicher macht, dann wird’s wohl stimmen. Zwar gibt er damit zu, dass seine Brühe – wenn überhaupt – nur jeweils ein paar Monate wirkt, aber mittlerweile hat man sich ja an die Absurditäten gewöhnt.

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Hannover streicht Putin aus dem Goldenen Buch der Stadt. Also, die Seite lässt sich nicht herausreißen, aber wenigstens wird dem Kremlmonster „nachträglich, vollständig und unwiderruflich jede Ehrenbekundung und Anerkennung… entzogen“. Hausverbot im Kieler EDEKA hat er auch schon seit Ende Februar. Das wird ihm den Rest geben.

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Magdeburg. Im Regionalexpress onaniert Einmann vor einem Tablet und schläft dabei mit entblößtem Glied ein. Auf Nachfrage zeigt er dem Beamten, was er sich zuletzt angesehen hat (Spoiler: eine Arte-Doku war es nicht; und der ZDF-Fernsehgarten auch nicht). Die Rechtfertigung des 29-jährigen Afghanen: Er könne sich anfassen, wann und wo er wolle. Hoffentlich hatte er wenigstens eine Maske auf. 

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Neue, generelle Maskenpflicht ab Oktober? Lauterbach und Spießgesellen planen eine „O-O-Regel“, Diese „Oktober bis Ostern-Regel“ ist bislang vor allem als Empfehlung bekannt, für diesen Zeitraum Autos mit Winterreifen auszurüsten. Als EMPFEHLUNG. Ich persönlich habe ja, wie fast alle, Ganzjahresreifen. Nennt sich Immunsystem. 

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Die Zeugen Coronas fürchten sich vor dem Gutachten des Sachverständigenrats, der die Infektionsschutz-Maßnahmen evaluiert, und tritt vorsichtshalber schon mal eine Diffamierungskampagne los, um die Glaubwürdigkeit des zu erwartenden Berichts zu erschüttern. Ganz vorn dabei: die Süddeutsche Zeitung, die das Gutachten prophylaktisch als „schlecht gemacht“ und „einseitig“ verreißt, so wie Merkel einst das Sarrazin-Buch „Deutschland schafft sich ab“ als „nicht hilfreich“ bezeichnete, ohne es gelesen zu haben. Das Zitronencremebällchen auf dem Kosakenzipfel ist die Aussage der SZ-Redakteurin Christina Berndt bei Twitter: „Fehlende Evidenz bedeutet nicht zwingend fehlende Wirksamkeit.“ Man muss nur dran glauben, das ist wie beim Voodoo.

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In Berlin-Friedrichshain legen etwa 45 „Klimaschützer“ der „Letzten Generation" eine zentrale Verkehrsachse im Zentrum lahm, indem sie sich auf die Straße kleben. Ein Großteil des Autoverkehrs aus den östlichen Stadtteilen fährt morgens über diese Kreuzung Richtung Innenstadt, viele Pendler sind von der Blockade betroffen. Die Aktion erfüllt die Straftatbestanände „Nötigung" und „Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr", aber die grüne Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann findet sie knorke. Sie eilt an den Ort des Geschehens, „um zu zeigen, dass es eine Solidarität gibt und dass wir gemeinsam anpacken müssen, um die Klimakrise zu bewältigen".

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„Der Kampf gegen jede Form des Antisemitismus ist für mich zentrale Aufgabe einer Staatsministerin für Kultur und Medien“, meinte Claudia Roth im Februar dieses Jahres. Der Ausschluss israelischer Künstler und judenfeindliche Machwerke auf der documenta vermögen sie jedoch nicht zum Kampf zu bewegen: „Ich werde nicht als Kulturpolizistin den Daumen heben oder senken.“ Sonst will sich der iranische Botschafter demnächst nicht mehr mit ihr abklatschen.

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Oh, jetzt spricht Frau Roth in der SZ doch von einer „klaren Grenzüberschreitung“. Wobei: Damit meint sie den Umstand, „dass in manchen Medien von einer ,Kunstmesse der Schande‘ gesprochen wurde“. Antisemiten mag sie nicht kritisieren, nur die BILD. Es ist ein Elend.

Nachtrag: Spät, aber immerhin rafft sich Frau Roth nach Protesten doch noch zu der Feststellung auf, es handle sich um „antisemitische Bildsprache“. Die documenta müsse das „umgehend den Kuratoren und Künstlern deutlich machen und die notwendigen Konsequenzen ziehen“. Aha.

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„Pöbel-Ralle“, mal wieder. Ralf Stegner zum AfD-Parteitag: „In Deutschland kam Gefahr stets von rechts!“ Gefragt, ob die KPD, die die Weimarer Republik bekämpfte, die RAF-Terroristen, die SED-Genossen in der DDR und die Schlägertrupps der Antifa alles Rechte seien, meint Stegner: „Auch die Kommunisten wurden von den Nazi-Schergen in KZs umgebracht. In der RAF waren kriminelle Terroristen, die Menschen ermordet haben, das ist nicht links, auch wenn einige solche Wurzeln hatten.“ Fragt sich nur, warum die sich „Rote Armee Fraktion“ nannten und gegen den Schweinekapitalismus wetterten.

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Massenschlägerei in einem Freibad in Berlin-Steglitz. Hundert junge Einmänner sind beteiligt, auch auf einen Sicherheitsmitarbeiter des Schwimmbades wird eingeschlagen, einem Tatverdächtigen werden von einem Unbekannten Schnittwunden zugefügt, er muss in einem Krankenhaus behandelt werden. Erst als insgesamt 13 Funkwagen sowie Teile einer Einsatzhundertschaft am Ort eintreffen, beruhigt sich die Lage. Wie sagte Franziska Giffey im vergangenen Monat doch so schön: „Ein Berlin ohne Zuwanderung ist kaum vorstellbar. Wie arm wäre unsere Stadt ohne diese Erfahrungen.“ Alhamdulillah!

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Deutschlandfunk Kultur berichtet vom Streit um die antisemitischen Werke bei der documenta: „Die jüdische Botschaft Berlin sprach von Propaganda wie unter Goebbels.“ Gemeint ist wahrscheinlich die israelische Botschaft. Der Fachkräftemangel im Medienbetrieb wird immer dramatischer.

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271 Millionen Euro hat die Bundesregierung in ihrem ersten halben Jahr für externe Berater ausgegeben. Merkt man der Politik gar nicht an. Profis können das nicht gewesen sein, ich tippe mal auf NGOs. Den Löwenanteil, etwa 237 Millionen Euro, hat übrigens allein Innenministerin Nancy Faeser mit 80 Verträgen rausgefeuert. Macht pro Werktag mehr als 910.000 Euro. Wie viele Berater da wohl zugange waren? Und was machen eigentlich die mehr als 2.100 Beschäftigten im Ministerium?

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Unter dem Vorwand eines angeblich drohenden Corona-Herbstes wird schon wieder an der Wiederverhängung diverser Grausamkeiten gearbeitet. Winfried Kretschmann bedauert in der tagesschau, seine totalitären Fantasien derzeit nicht umsetzen zu können: „Ich möchte natürlich alles haben, zum Beispiel auch die Möglichkeit von Ausgangssperren, dies ist wirklich jetzt mit der FDP nicht zu machen…“ Das mit dem Bürger als Souverän ist vorbei, wir können schon froh sein, wenn uns der Spätzle-Mao vor die Tür treten lässt.

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Im Bundestag stellt Verteidigungsministerin Christine Lambrecht ihre geballte militärtechnische Kompetenz unter Beweis. Auf die Frage der CSU, warum Deutschland den Gepard (Flugabwehrgeschütz auf Selbstfahrlafette, auch Flakpanzer genannt) liefere, aber keinen Marder (Schützenpanzer), sagt sie: „Der Gepard ist kein Panzer. Der Gepard ist ja dafür da, Infrastruktur zu schützen dadurch, dass er dann mit diesem Rohr in die Luft schießt.“ Muss doch mal nachschauen, ob das Bundestagsprotokoll an dieser Stelle „stürmische Heiterkeit“, „Schluchzen im Plenum“ oder vor Fremdscham den Saal verlassende Abgeordnete vermerkt. Ich fürchte, nicht.

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BioNTech-Chef Ugur Sahin macht Druck bei der Zulassung seines neuen mRNA-Impfstoffs gegen Omikron. Die Firma will zur Genehmigung nur Tierdaten einreichen und auf klinische Studien am Menschen verzichten, damit es schneller geht. Außerdem: No risk, no fun! 

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Eine Person aus Bissendorf, die sich selbst René_ Rain Hornstein nennt, hat gegen die Deutsche Bahn geklagt. Er/sie/es fühlt sich seit Jahren diskriminiert, weil die Bahn beim Ticketkauf, im Newsletter oder in anderer Post immer nur die Anrede Herr bzw. Frau wählt. Die Zuschreibung von Männlichkeit werde von Hornstein – selbst Diplom-Psycholog*in, forschend zu Trans-Themen und statt „er“ oder „sie“ auf eigenen Wunsch hin „em“ – als Angriff auf die Person erlebt und führe daher zu „deutlichen psychischen Belastungen". Jetzt spricht das Oberlandesgericht Frankfurt am Main dem Leidenden 1.000 Euro Schmerzensgeld zu (gefordert hatte René_ Rain 5.000). Darüber hinaus muss die Bahn ab 1. Januar 2023 ihr Online-Buchungssystem für Fahrkarten so umstellen, dass die Angabe von männlich oder weiblich keine Pflicht mehr ist, und eine geschlechtsneutrale Ansprache von Kunden einführen, um die Diskriminierung von Personen nicht-binärer Geschlechtszugehörigkeit zu vermeiden, sonst drohen Strafzahlungen von bis zu 250.000 Euro – für jeden einzelnen Verstoß.

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Lars Klingbeil, einer der beiden Bundesvorsitzenden der SPD, findet, Deutschland müsse in der kommenden Weltordnung den „Anspruch einer Führungsmacht haben“. Der gute alte Horst Schimanski hätte dazu gesagt: „Keine Haare am Sack, aber im Puff drängeln.“

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Gerade geht die Spargel-Saison zu Ende, da kommt die grüne EU-Abgeordnete Jutta Paulus mit einem neuen Bevormundungsvorschlag um die Ecke: Auf den Spargeläckern, so meint sie, werde „in einem sehr begrenzten Zeitraum“ ein „Luxusgemüse“ geerntet, sie könnten den Rest des Jahres für nichts anderes genutzt werden. „Man könnte auf diesen Böden auch wunderbar Nahrungsmittel anbauen, die vielleicht einer größeren Schicht der Bevölkerung zur Verfügung stehen.“ Frau Paulus mag also keinen Spargel.

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München sucht einen IT-Referenten (10.000 Euro Monatsgehalt). Unter den acht Bewerbern, die sich dem IT-Ausschuss des Stadtrats vorstellen, sind einige Fachleute, u.a. ein früherer CEO von Siemens, der die IT des Konzerns umbaute, Personalverantwortung für 2.200 Mitarbeiter trug. In einem normalen Land wäre der die erste Wahl. Die Grünen schlagen aber ihre Parteifreundin Laura Dornheim vor (Diplom in Wirtschaftsinformatik, Doktor in Gender Studies), die als Bundestagskandidatin scheiterte. Wenn die Sozen sich nicht noch auf die Hinterbeine stellen, kriegt sie den Job (Wahl Ende des Monats). Parteibuch geht vor Qualifikation, klar.

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„Wir müssen unseren Wohlstand abbauen", sagt der Meteorologe und ZDF-Wettermoderator Özden Terli. Fangen wir mit den üppig bezahlten Mitarbeitern der öffentlich-rechtlichen Sender an!

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Orientalisches Flair im Ruhrgebiet: In Essen eskaliert ein Streit zwischen zwei arabischen Familienclans. Mehrere hundert Einmänner gehen aufeinander los, zücken Messer, werfen Tassen, stürzen Tische um und prügeln mit Stühlen aufeinander ein. 40 Streifenwagen müssen schließlich für ein Ende des Raufhändels sorgen.

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Neue Gefährder-Statistik: Derzeit traut man 531 islamistischen Extremisten einen Terroranschlag zu, außerdem 81 Rechtsextremisten (Zunahme um 12 Personen binnen eines Jahres) und zwölf Linksextremisten. Schlagzeile in der tagesschau und nahezu allen Zeitungen: „Immer mehr rechte Gefährder“.

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Im Neuköllner Columbiabad, aus Gründen auch „Islamabad“ genannt, hat die Spritzerei mit einer Wasserpistole wieder einmal Folgen: Die getroffene Frau spuckt den Schützen an, der bricht ihr mit der Wasserpistole das Nasenbein. Polizisten und Wachleute werden von bis zu 250 „Badegästen“ bedrängt, schließlich wird das Freibad geschlossen. Witzig, denn kürzlich noch berichtete Spiegel online vom angeblichen Wandel des berüchtigten Bades: „Heute herrscht Frieden am Beckenrand, es kommen Hipster und Helikoptereltern.“ In Deutschland gibt es zwei Welten: die Realität und eine Parallelwelt, in der Mainstreamjournalisten leben.

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„funk", das berüchtigte Online-Untenrum-Content-Netzwerk von ARD und ZDF, informiert: „Tauben sind Vegetarier:innen."

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Ein 101-jähriger früherer Wachmann im KZ Sachsenhausen wird wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3.500 Fällen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Macht etwa einen halben Tag Knast pro Opfer. Wenn er nicht vorher in die ewigen Jagdgründe eingeht.

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In Bonn spaziert Einmann mit einem abgetrennten Kopf in der Plastiktüte durch die Stadt und legt ihn dann vor dem Landgericht ab. Das darf ja wohl nicht wahr sein! In einer PLASTIKTÜTE! 

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Eine ausländische Journalistin zitiert Kanzler Scholz‘ Aussage, er bekenne sich zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine auch nach dem Krieg. Ob er das konkretisieren könne? Scholz, schlumpfig grinsend: „Ja. Könnt‘ ich.“ Und nach einigen Sekunden: „Das war’s.“ Und lässt die Fragestellerin im Regen stehen. Wie lautete noch Scholz' Wahlkampf-Slogan? Ach ja: „Respekt für Dich."

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Großer Jubel: Mit Aminata Touré wird erstmals in Deutschland eine afrodeutsche Frau Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration, Gleichstellung und Gedöns („Da habe ich total Bock drauf!“), soll 324 Mitarbeiter führen. Möglich macht es Schwarz-Grün in Schleswig-Holstein. Die 29-Jährige hat 2011 ihr Abi gebaut, fünf Jahre später den Bachelor gemacht, sonst nix, hat nie gearbeitet, sich wie üblich über die Grüne Jugend und einen Platz auf der Landesliste nach oben gelabert. So macht man das heutzutage. Beruf erlernen, malochen und die „Ochsentour“ auf sich nehmen, das war vorgestern. Wir können alle von Aminata lernen!

Foto: Fabian Nicolay

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Leserpost

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Thomas Szabó / 30.06.2022

Die steigende Anzahl der externen Berater der Bundesregierung ist ein Indikator für die sinkende Kompetenz der Bundesregierung und ihrer Mitarbeiter.

A. Iehsenhain / 30.06.2022

Neubauer will Öl-Pipelines in die Luft jagen? Dann soll sie am besten den Sprengsatz von Castle Bravo verwenden. Wo ich schon beim Thema bin – Wetter-Terli hat ferner gewusst, dass der Klimawandel für verstärkten Pilzbefall bei Menschen sorgt. Von dem her sollte er sich von Luisa Neubauer auf jeden Fall fernhalten, wenn die gerade unterwegs zur Öl-Pipeline ist. Und das Thema Mykologie (ob jetzt atomar oder in der Natur) verfolgt mich beim „Irrsinn des Juni“ diesmal bis zum Schluss – in Person von Amanita Tourette, einem Fliegenpilz, der tanzen kann.

Thomas Szabó / 30.06.2022

Die linken Ideologien töteten im 20 Jahrhundert an die 100 Millionen Menschen. Ralf Stegner ist nicht besser als ein Holocaustleugner.

Alex Kaufmann / 30.06.2022

Hierzulande lassen wir dem Putin nichts übrig, was er noch zerstören kann!

Horst Schlunzen / 30.06.2022

Der Autor Claudio Casula ist ein Krisengewinnler, im Schul-Fussball nannte man das “Abstauber”. Musste er früher aufmerksam den Politikbetrieb folgen, um eine Seite zu füllen, reicht heute die grobe Erinnerung an den dicksten Bock des Tages, um 2 Seiten zu füllen.

Volker Kleinophorst / 30.06.2022

WIR müssen, heißt immer IHR müsst. “Diäten steigen - Sattes Gehaltsplus im Bundestag: Scholz verdient jetzt mehr als 30.000 Euro.” (Focus)

Dr. Koch Peter / 30.06.2022

Ohne viele Worte: Einfach nur absolut SPITZE!! Danke!

Burkhard Mundt / 30.06.2022

Die Mehrheit der deutschen Wählerschaft muss masochistisch veranlagt sein, denn sie wählen Politsadisten: 237 Millionen € für externe Berater. Und die Infrastruktur vergammelt, den gesetzlichen Krankenkassen fehlt Geld u.v.a.m. Ob der Bundesrechnungshof die Notwendigkeit der Beratungsaufträge prüft? Die Regierung versteht ihre Wahl als Lizenz zum Geld ausgeben nach persönlichen Vorlieben.

Dietmar Blum / 30.06.2022

@ Gerald Schwetlik / 30.06.2022: “Seine binären Knollennasenfrauchen/männchen wären nur unter dem Tisch gehandelt worden. “ DIE gibt es neuerdings aber sogar in “Fleisch und Blut”, wenn Sie so manches Konterfei eines gewissen Haldenwang mit Loriots Zeichnungen vergleichen, nur bösartiger.

Klaus Keller / 30.06.2022

Die Sanktionen gegen Russland wirken! Uniper (ehem. Kraftwerksparte von e.o.) hat seit Beginn des Jahres 66% seines Börsenwertes verloren. Hauptaktionär(75%) ist der finnische Staatsbetrieb Fortum. Ich bin gespannt wer jetzt Uniper retten muss. Der finnische Steuerzahler oder der deutsche?

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