China will offenbar im kommenden Jahr mit dem Bau einer rund 1.000 km langen Magnetschnellbahn zwischen den Millionenstädten Guangzhou und Wuhan beginnen. Laut einer aktuellen Pressemitteilung der unabhängigen wissenschaftlichen Gesellschaft „The International Maglev Board“ wird sich die Fahrzeit dank der Magnetschwebetechnologie von etwa 10 Stunden auf lediglich 2 Stunden verkürzen. Auf der Strecke werde weiterentwickelte deutsche „Transrapid“-Technologie zum Einsatz kommen. Die Verbindung solle zunächst mit Zügen betrieben werden, die eine Spitzengeschwindigkeit von 600 km/h erreichen können. Vorsorglich werde man die Trasse jedoch für ein Geschwindigkeitsmaximum von 1.000 km/h auslegen.
Der chinesische Staatskonzern China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) hatte im Jahr 2016 ein Forschungsprogramm zur Entwicklung von Magnetschnellbahnen gestartet. Im Mai 2019 stellte das Unternehmen einen ersten Prototypen vor, der nach Angaben der Hersteller Geschwindigkeiten von bis zu 600 km/h erreichen kann. Ob künftig auch Züge gebaut werden sollen, die Spitzengeschwindigkeiten von 1.000 km/h erreichen, ist nach Angaben von „The International Maglev Board“ zurzeit noch unklar. Bei solchen Zügen müssten sogenannte „supraleitende Materialien“ eingesetzt werden. Außerdem sei davon auszugehen, dass solche Geschwindigkeiten derzeit nur in Tunneln mit verringertem Luftdruck (Teilvakuum) erreicht werden können.
China nahm 2002 seine erste Magnetschwebebahn in Betrieb. Es handelte sich um einen rund 30 Kilometer langen Zubringer zum „Shanghai Pudong International Airport“ auf Basis der „Transrapid“-Technologie. Die Strecke ist die bislang einzige Referenzstrecke weltweit, auf der die „Transrapid“-Technologie genutzt wird, da entsprechende deutsche Pilotprojekte aus Kostengründen nicht umgesetzt wurden.
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