Ein Bundesminister hat es gewagt, gute Medien und böse Medien in einem Atemzug zu nennen. Dafür gibt es von den Chefredakteurinnen eines Bessermediums selbstverständlich einen Abmahnbrief.
Wo, wenn nicht bei der taz findet man immer die richtig gute, nein, die beste Gesinnung. Wer weltanschaulich auf der richtigen Seite stehen will, kann sich an dem Blatt, das einstmals als alternative Tageszeitung begann, gut orientieren, denn dort weiß man recht genau, was politisch zulässig und was alternativlos ist.
Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich an diesen täglich erscheinenden Leitfaden allerdings nicht gehalten. Wohl wusste er, dass es richtig ist, der taz ein Interview zu geben, aber hätte er auch mehr taz gelesen, dann hätte er gewusst, dass man aus der Sicht kompetenter journalistischer Anstandsdamen einem Medium wie Nius kein Interview geben darf.
Lindner aber tat Letzteres und wurde dafür in den sogenannten sozialen Medien schwer gescholten. Da sah er sich auf X zur Rechtfertigung genötigt:
„Die Pluralität der Medienlandschaft ist ein hohes Gut. Neulich habe ich mit der @tazgezwitscher gesprochen, heute mit @drumheadberlin. Themen: Haushalt, Steuern, Energie, Migration. CL“
Also übersetzt in eine Sprache ohne die Twitteraccount-Namen: Er redet mit der taz, wie auch mit Ralf Schuler von Nius, weil man sich so in einer pluralen Medienlandschaft bewegen kann.
Aber darf man Nius und die gute taz gleich behandeln und in einem Atemzug nennen? Nein, da braucht es mehr Mediendiskriminierung, wie die taz-Chefredakteurinnen den Minister in einem von ihnen selbst veröffentlichten Brief belehrten:
„In der von Ihnen benannten “Medienlandschaft” markieren Sie die taz und Nius demnach als zwar entfernte, aber vergleichbare Orte.
Bei Nius handelt es sich um eine unappetitliche, rechtslastige Website. Sie ist das Spielzeug eines von seinem Eishockeyclub offenkundig gelangweilten Milliardärs, der ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Springer-Verlags um sich versammelt hat, die dort nicht mehr satisfaktionsfähig waren. Der Chef von Nius zählt zu den Qualifikationsmerkmalen seiner Leute aktuell das tägliche Duschen und lässt auf der Plattform ansonsten Ressentiments und Gehässigkeit auch gegen Ihre Kabinettskolleginnen und -kollegen auswalzen und verbreiten. Wenn Sie inmitten einer Koalitionskrise beschließen, mit einer solchen Website zu sprechen, mag das Rückschlüsse auf neue Wähler- und Wählerinnenschichten zulassen, die Sie womöglich im Blick haben. Zur Begründung des Interviews allerdings „Pluralität“, also die Pressefreiheit zu bemühen, die unsere Demokratie von Autokratien und Diktaturen so essentiell unterscheidet, schmerzt unbeteiligte Zuschauerinnen wie uns.“
Ja, liebe Chefredakteurinnen, Euer Verständnis von Pluralität und Demokratie schmerzt zuweilen auch. Aber manche haben das Abwerten von Mitbewerbern auf dem Medienmarkt halt nötig.
„Wir möchten höflich darauf hinweisen, dass die taz – im Gegensatz zu Nius – ein journalistisches Medium ist, das nach presseethischen Grundsätzen arbeitet.“
Dieses presseethische Meisterwerk steht dann wohl für sich und muss in keinem anderen Medium kommentiert werden.
Peter Grimm ist Journalist, Autor von Texten, TV-Dokumentationen und Dokumentarfilmen und Redakteur bei Achgut.com.
Beitragsbild: Pixabay

Vor ein paar Jahrzehnten war ich sogar Abonnent der taz. Bei all ihrer naiven Sympathie für linken Terror, Nazi-Sozi Antisemiten und ekelhafte grüne Päderasten war sie damals noch – ganz im Gegensatz zu heute – ein prinzipiell oppositionelles Blatt. Demokratie braucht Opposition, selbst dann, wenn die Regierungsseite (das ist tatsächlich möglich, und war damals auch so) vernünftiger ist als ihre Gegner und Feinde. Aber heute? Die taz ist mutiert zu einem schofeligen Haufen korrumpierter Regierungsclaqeure. Erbärmlicher als jedes Veteranentreffen von Stasi- IMs. Es geht nur noch darum, die eigenen Lebenslügen zu glorifizieren, egal, wieviel Hass und primitive Hetze dafür aufgebracht werden muss. Die taz ist das Medium der verlorenen Versager, mehr nicht mehr – die Anzahl ihrer prekär bezahlten Propagandisten überschreitet längst die Zahl ihrer verbliebenen Leser.
Die TAZ hatte nur einen Guten: WIGLAF DROSTE (r.i.p.). Sonst keinen…
@Karl Napp „… dass sie es bemerken.“ ist selbst als Arbeitshypothese wagemutig formuliert. Sollte dieser Fall wider Erwarten mal eintreten, so bin ich sicher, dass sie mit entsprechenden Schuldgymnastiken ihrem autogenerierten Labyrinth entkämen.
Es gibt heutzutage etliche gute Gründe für mich als überzeugte Feministin, echte Bildung für Frauen in unserer Gesellschaft für vordringlich zu halten. Dazu gehören insbesondere auch elementare Grundlagen der Denkens, wie z.B. ein Prinzip zu verstehen und der gelungene Transfer dieses Prinzips auf Ähnliches. In der Lage sein zu geistigem Perspektivwechsel und den eigenen Irrtum als möglich zu erachten und einzukalkulieren. Sich selbst nicht als Nabel der Welt zu betrachten, sondern zu verstehen, was wirklich essenziell wichtig ist und zwar in größeren Zusammenhängen. Die Anliegen anderer Menschen zu verstehen und vor allem dringliche, weil existenzielle Anliegen. In der Lage zu sein, die Realität differenziert zu betrachten und diese Betrachtung als Ausgangslage für das eigene Denken zu nehmen und nicht jegliches plumpe ideologische Wunschdenken. Ich möchte, dass alle solche Grundfähigkeiten des Denkens lernen, es könnte vielleicht ein eigenes Schulfach sein. Ich möchte echte Bildung mit allen Möglichkeiten des Denkens, auch für die Frauen der Grünen und der extremen Linken. Denken kann auch wirklich Freude machen, wenn man gute Ergebnisse erzielt.
Aus dem Statement der taz spricht der blanke Neid.
Dialog mit einer Mitarbeiterin eines Kioskes (O-Ton)
„Ich hätte gern die taz“
„Was ist das?“
„Die Tageszeitung“
„Wir haben viele Tageszeitungen“.
Besser lässt sich die Bedeutungslosigkeit und Irrelevanz dieser Zeitung nicht beschreiben (verkaufte Auflage 1. Q. 2024: 45.000 Stk. inkl. Online). Auch die Dauerpräsenz von taz-Journalisten im ÖRR scheint den Niedergang nicht aufhalten zu können. Zum Vergleich: Aufrufe von der heutigen Ausgabe von Nius Live auf youtube: ca. 105.000. Deshalb lassen sich taz und Nius wirklich nicht vergleichen.
Sehr geehrter Herr Grimm,
unsere Qualitätsmedien haben das Monopol auf Anstand, Sitte und Moral. Bravo! Da kann man nur zu anderen Medien wechseln. Diese Selbstgerechtigkeit ist nicht zu ertragen.
Mfg
Nico Schmidt
Frage einer rechten Oma an die linken Omas der taz : was versteht man unter ‚ presseethisch‘ ?
Gilt das für beide Seiten, oder nehmt ihr Grünen Omas ( Chefredakteur ****) das Privileg der einzigen Wahrheit ausschliesslich für euch selbst in Anspruch ? Wer hat wohl online die meisten Leser……., mir ist ein Reichelt oder Schuler, der unbequeme Fragen stellt, tausendmal lieber , als euer grünes , wokes, Wolkenkuckucksheim, welches sich selbst verleugnet und narrativen huldigt.