Natürlich ist mir bewusst, dass das Tuch inzwischen Soldaten in Einsatzgebieten wie Afghanistan oder Irak als Sonnen- und Staubschutz dient. In jenen Ländern, wo es praktisch ist, liegt ja auch seine Herkunft. Dort ist es als funktionales Kleidungsstück allerdings auch erheblich ideologieärmer. In der Bundesrepublik Deutschland jedoch, insbesondere im nicht privaten Bereich und vor allem in deutschen Parlamenten ist ein Palästinensertuch absolut fehl am Platz – es sei denn, man möchte die damit verbundene Botschaft bewusst unterstützen, was ich allerdings in Ihrem Falle nicht annehme.
http://www.ikg-m.de/offener-brief-an-gerwald-claus-brunner/
Siehe auch:
Er wisse allerdings sehr wohl um die politische Bedeutung und die Probleme der Region. „Seit 60 Jahren herrscht im Nahen Osten ein Konflikt und niemand kümmert sich darum.” Wenn er ein politisches Statement mit dem Tuch verbinden wolle, dann der, dass man bitte bald eine Einigung finde. “Ich werde das Tuch erst ablegen – und dann mit sehr großer Freude – wenn beide Parteien im Nahost-Konflikt einen Kompromiss gefunden haben und Frieden herrscht.” Dazu gehöre für ihn, dass Opfer entschädigt und Täter bestraft werden.
http://www.welt.de/politik/article13697134/Ich-werde-das-Tuch-ablegen-wenn-Frieden-herrscht.html