Achgut.tv / 02.05.2019 / 06:29 / 38 / Seite ausdrucken

Chaim Noll spricht über die Geschichte seiner Ausladung

Denunzieren statt diskutieren: Der deutsch-israelische Schriftsteller und Achse-Autor Chaim Noll wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung überraschend ausgeladen und eine geplante Lesung mit ihm in Leipzig abgesagt. Der Grund: Seine Kritik an der deutschen Außenpolitik gegenüber Israel und dem Iran (mehr dazu hier). Offenbar hat man die Diskussion mit ihm gescheut und ihm stattdessen vorgeworfen, dass er seine Argumente auf Achgut.com publiziert. Wir sprachen mit Chaim Noll in Leipzig.

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Thomas Jacobs / 02.05.2019

Sehr geehrter Herr Noll, es ist im jüngeren Deutschland zum zweiten Male üblich geworden, unbequeme Rede mit einem gesellschaftlichen Anathema zu belegen, vor allem dann, wenn es vermeintlich “Rechte” oder Menschen betrifft, die sich einem als Antizionismus verkleideten Antisemitismus entgegenstemmen! Dieser antisemitische Antizionismus hat seine links-alternative Wurzeln bis hin zu Karl Marx. Im letzten Jahrhundert trieben diese Wurzeln dann Blüten in der APO, ihren Nachfolgeorganisationen ( u. a. Teilen der Grünen) sowie den Parteien, Organisationen, Medien, die vom “Marsch durch die Institutionen” betroffen sind. Wen wundert es da, dass man Sie auch von Veranstaltungen SPD-naher Stiftungen fernzuhalten versucht, wenn Sie Finger in Wunden legen, die von einem euphemisierenden Antisemitismus geschlagen werden! Der Wahnsinn des modernen Antisemitismus hat eben Methode und reicht bis zur planvollen Unterdrückung oder Desavouierung der “Freien Rede”. Mir kommen bei solchen Vorkommnissen immer wieder Zeilen des heute gänzlich unbekannten Nachkriegsdichters Rudolf Hagelstange in den Sinn, dessen eines Sonett “Freiheit” (aus “Venezianisches Credo)  wie folgt endet: ” ...Und , ach, wie bald ist mit des Freien Rede auch Haus und Hof und alles, was sie hatten, verwirkt, verloren, und sie tragen jede Erniedrigung. Ach, hätten sie erkannt: Nur Freien bleibt ein freies Vaterland.” Legen Sie weiterhin Finger in offene Wunden, die nicht durch Verschweigen oder Beschönigen “geheilt” werden dürfen! Um unser aller Freiheit willen! Mit freundlichen Grüßen Thomas Jacobs

Susanne antalic / 02.05.2019

Und das Schweigen in Walde von den oportunistischen, vorzeige Juden, die sich nur in Sonnenschein der Sonnenkönigin aufhalten, ist die zweite Schande, keine Kritik zu solchen Umständen, lediglich Kritik an der AFD und das mit Schmakes. Daran sieht man, dass es genau wieder die Falschen sind, die Juden in Deutschland vertreten sollen, daran sieht man, dass die nur an sich und ihre Karrieren denken. Damalls gab es auch solche und gutes Ende hatte es für sie nicht gegeben. Ich bewundere den Herr Noll und seine Kollegen in Achse und auch in TE, dass sie so unbeugsam seit, ihr seit die Helden in diesen Zeiten, trotzt der Übermacht der Mitläufer.

S. Marek / 02.05.2019

Du kannst Dummheit nicht reparieren, du kannst sie nur abwählen.                                        . You can’t fix stupidity, you can only vote her out.

Gabriele Kremmel / 02.05.2019

Wo sind die deutschen Medien, die sich hierüber empören und nachbohren - und auf diese Weise helfen, die zu entlarven, die im Hintergrund die Fäden ziehen, und damit jene zu stärken, die im Vordergrund zu solchen Entscheidungen genötigt werden, ohne darüber reden zu (dürfen)? Insbesondere die letzten Sätze von Chaim Noll im Video, wo er über die schleichende Rückkehr des Duckmäusertums und der angepassten Haltung in D in den letzten 10 Jahren, sowie ihre Auswirkung auf die jüngeren Generationen spricht: 100% Zustimmung - entspricht genau meiner Wahrnehmung und ich teile die Befürchtungen bzgl. der Jungen. Die sozialen Netzwerke dienen hierbei nur als Verstärker, den Grunton haben die Medien zu verantworten, die nicht nur das Hinterfragen, Nachfragen, Aufklären, Aufdecken und Kritisieren zunehmend unterlassen haben sondern auch noch dazu übergegangen sind, bestimmte Haltungen zu präferieren und einzufordern, hingegen andere Haltungen zu stigmatisieren. Dazu eine Kanzlerin und ein Bundespräsident, die Kritik als Hass und Kritiker als Dunkeldeutsche verunglimpfen und damit sehr starke Zeichen setzen. Somit werden sämtiche Korrektive (gezielt) ausgeschaltet. Ich sehe das konstruktive, freie Deutschland verloren, denn derart Narkotisierte erwachen nur durch einen Schock oder sie erwachen im Gefängnis, in das sie sich bereitwillig führen haben lassen. Damit meine ich nicht nur die Herde der Mit- und Nachblöker sondern alle, die momentan noch gut damit fahren, das Maul zu halten oder gar mitzusurfen.

bert sakmann / 02.05.2019

sehr geehrter herr noll ihre treffsicheren betrachtungen zum neudeutschen antisemitismus aus der sog. mitte unserer gesellschaft sind leider weiterhin unbedingt notwendig. ich uebernehme deswegen noch eine patenschaft fuer die achse gruss,  bert sakmann

Dr. Gerhard Giesemann / 02.05.2019

Wer will sich schon die Geschäfte mit Iran und allen anderen islamischen Ländern von ein paar Israeli versauen lassen? Die Einzigen aus der näheren und ferneren Nachbarschaft, mit denen die Deutschen nie im Clinch lagen, nie einen Krieg anzettelten. Vorteil gegenüber GB und FR beispielsweise. Muss man nutzen.

Wilfried Cremer / 02.05.2019

Kritik an der Außenpolitik hätte man Herrn Noll ja noch verzeihen können, Islamkritik dagegen ist tabu für alle Linken, die Todsünde schlechthin im pervertierten Humanismus.

Anders Dairie / 02.05.2019

Die geschichts- und kulturvergessene Hinwendung LINKER und GRÜNER zu islamischen Kreisen,  die sich selbst zu Todfeinden der Freiheit erklärt haben, ist dumm und unglaublich.  Dass dazu noch Linke aus der SPD kommen, ist völlig unverständlich, da sie als Ungläubige und Nichtmuslime auch als minderwertig angesehen werden.  Parallel dazu ein Verrat an Israel als einzige Demokratie in der Levante.  Es ist, als ob sich das tschechische Böhmen dem III. Reich und HITLER aufdrängen würde, um unter allen Umständen ans Reich “angeschlossen” zu werden. Eben unglaublich !  Die Ausladung von Chaim NOLL folgt der Linie des Verrats,  mißachtet das geltende GG mit seiner Meinungsfreiheit.  Von der Unhöflichkeit der SPD und dem Vertragsbruch (im Kleinen) noch zu schweigen.

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