Wenn die (Noch-)Vorsitzende der Grünen Jugend zu Waffengewalt gegen ein mögliches demokratisches Wahlergebnis aufruft, werden Erinnerungen an den linken Terrorismus des vergangenen Jahrhunderts wach. Jetzt geht sie, aber nicht das Problem.
Die Masken fallen immer schneller. Die Vorsitzende der Grünen Jugend, Jette Nietzard, hatte für die Anwendung von Waffengewalt gegen eine Regierungsbeteiligung der AfD optiert. Es ist schon seit den späten 60er Jahren kein Geheimnis, dass einige politisch linke Personen und Gruppen ein unklares Verhältnis zur (Waffen-)Gewalt haben. Sichtbar wurde es in der Zeit, die man allgemein den „Deutschen Herbst“ nennt. Selbst linke Kräfte die nicht selbst gewalttätig waren, zeigten lange Zeit Sympathien für die RAF. Schon Karl Marx war sich bewusst, dass es Gewalt und Totalitarismus – in Gestalt einer Diktatur des Proletariats – bedarf, um linke Politik oder ein linkes Staatswesen zu begründen und zu etablieren.
Es ist ein politischer Skandal erster Güte, aktiv für Waffengewalt gegen das Ergebnis einer Wahl zu optieren. Das hat man offensichtlich auch bei den Grünen verstanden. Mithin ist nachvollziehbar, dass Frau Nietzard sich als Vorsitzende der Grünen Jugend zurückziehen wird. Auch wenn das eine gute Entscheidung ist, bleibt der schale Nachgeschmack, dass sie eben insbesondere in der Grünen Jugend kein Einzelfall ist. Man erinnere sich an den Austritt eines gesamten grünen Jugendvorstandes aus der Partei, weil diese nicht radikal genug sei.
Auch Nietzard gibt ihre latent gewaltbereite Haltung beim Ausscheiden aus dem Vorstand nicht an der Garderobe der grünen Parteizentrale ab. Sie bleibt in der Partei und sie kritisiert diese in ihrer Erklärung zum Rückzug aus dem Vorstand als zu stromlinienförmig. Schon in der Vergangenheit war Nietzard mit problematischen Äußerungen und nonverbalen Statements aufgefallen. Sie provozierte immer wieder mit Aufschriften wie „All Cops are Bastards“ auf ihrer Kleidung. Diese Parole wird auch gerne mal von Neonazis verwendet.
Sie stellt sich damit allerdings auch in die Tradition Ulrike Meinhofs, die im Jahr 1970 verlauten ließ: „Wir sagen natürlich, die Bullen sind Schweine, wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen. Das heißt wir haben nicht mit ihm zu reden, und es ist falsch, überhaupt mit diesen Leuten zu reden, und natürlich kann geschossen werden." Die Grünen sollten sich ehrlich machen und ihr Verhältnis zur Gewalt klären. Ein Parteiausschluss von Nietzard wäre das einzig gute Signal als Folge des Skandals.
„Prinzessin der Pop-Politik“
Das recht gute Verhältnis der Grünen zu radikalen und gewaltbereiten Linken ist kein Geheimnis, dennoch ist es nötig, dies immer wieder aufzuzeigen. Die Geschichte hat wiederholt gezeigt, dass gewaltbereite Statements grundsätzlich einer gewalttätigen Realität den Boden bereiten. Nicht jeder, der solche Statements verbreitet, wird später selbst gewalttätig, doch immer ist Rechtfertigung von Gewalt auch Aufruf zur Anwendung von Gewalt. So wenig wie also die Studentenrevolte 1968 harmlos war, so wenig ist heute eine Grüne Jugend harmlos, die die Ordnungskräfte des Staates als „Bastards“ bezeichnet, das „System“ hinter der Polizei hasst und damit letztendlich das für einen freiheitlich-demokratischen Staat unbedingte Gewaltmonopol des Staates ablehnt.
Sie stellt sich damit in eine erhebliche Spannung zum Grundgesetz. Nebenbei bemerkt, ist es geradezu furchteinflößend, wenn die Vorsitzende einer Jugendorganisation einer im Bundestag vertretenen Partei sich für Gewalt gegen das mögliche Ergebnis einer demokratischen Wahl ausspricht. Wer zur Kenntnis genommen hat, dass namhaften Linken zufolge bei „Nazis raus“ auch Christdemokraten mitgemeint sind, sollte noch einmal scharf nachdenken, wie man angemessen auf die Skandaläußerung der Jugendfunktionärin reagiert. Die Aufforderung zum Kannibalismus mit dem Slogan „Eat the rich“ wirkt da sogar fast noch albern, aber auch diese Albernheit ist kein Kinderspiel. Es ist am Ende nicht anderes als ein Aufruf zur Gewalt gegen Leistungsträger der Gesellschaft.
Die taz bezeichnete die radikale Vorsitzende der Grünen Jugend einmal als „Prinzessin der Pop-Politik“. Mag ja sein, dass Adel bei Linken plötzlich en vogue ist. Wenn dies der Fall sein sollte, dann jedoch ist er ein sehr fantasievoller Märchenadel. Der wirkliche Adel zeichnet sich vor allem durch Stil und gutes Benehmen aus. Beides geht der Jugendvorsitzenden vollends ab. Der Abschied Nietzards aus dem Amt ist nur vielleicht ein positives Signal, denn die Nachfolgerin könnte ihre Radikalität raffinierter verstecken. Bei Nietzard wusste man, woran man ist. Letztlich bleibt dem Boomer mit Wehrdiensterfahrung nach einem Streifzug über die Social-Media-Profile der scheidenden Vorsitzenden die Hoffnung, dass die Prinzessin vermutlich schlicht und ergreifend nicht schussfest sein dürfte.
Peter Winnemöller, studierte Elektrotechnik und Theologie, seit 2005 Autor, Blogger und Journalist, 2019 bis 2024 Onlineredakteur bei der Wochenzeitung Die Tagespost.
Die Dame befindet sich in Kontinuität von Maßnahmen und Behandlungen, die der AfD auferlegt werden. Allen voran die SPD sowie die CDU CSU. Diffamierung fängt immer harmlos an, und, wenn nicht gebremst wird, steigert sich dann immer weiter. So entstehen nicht nur Kriege. Nazi, Gesichert Rechtsextrem. Brandmauer. Delegitimierung an jeder denkbaren Stelle, zu jeder Situation von jedem, der Zugang zur Öffentlichkeit hat. Ist doch logisch, daß die Steigerung in die Gewalt zwangsläufig folgt. Eigentlich ist der Einstieg bereits hinter uns.
„Sie stellt sich damit allerdings auch in die Tradition Ulrike Meinhofs, die im Jahr 1970 verlauten ließ:“ – So wird offenbar – Es geht für Selbige zurück zu den „Wurzeln“. Und wundert sich da noch wer?
Der Wind dreht sich. Der titty-tainement-Sender des Regimes, n-tv, schaltete um 21:15 Uhr einen Kommentar des Autors Thomas Schmoll frei. Nach einem Styling-Foto der Unschuld vom Lande mit lackierten Fingernägeln (hoffentlich ist es ökologisch einwandfreier Bio-Lack) folgt eine für Regime-Ende ungewöhnlich harsche Replik. Der Autor listet nicht nur genüßlich Jette sieben Sünden genüßlich auf, sogar die Partei, die als solche natürlich immer Recht hat, bekommt ihr Fett ab; ‚… Die Grünen sind keine faschistoide Partei, die Unterstellung ist absurd. Aber in ihren Reihen ist der Totalitarismus als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele nicht tabu, wie Nietzard bewies. …‘. Ts, ts, ts. Das ist schon starker Tobak. Falsch ist es trotzdem. Denn selbstverständlich sind die Grünen – heute – eine faschistoide Partei. Das war in den 80‚ern und 90-er’n trotz verwerflicher Tendenzen damals noch anders. Goebbels war Initiator und Organisator der Boykotte jüdischer Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwält am 1. April 1933 (die im übrigen gegen eine passive Mehrheit der Bevölkerung gewaltsam durchgesetzt wurden) . In seinem Aufrufe bezeichnete Goebbels seine spätere Opfer als ‘Mischpoke’. Mischpoke waren die, die zunächst boykottiert, dann markiert und stigmatisiert, dann gedemütigt und diskriminiert (Abgabe von Radios und Haustieren), dann entmietet und in Ghettos konzentiert wurden. Schließlich wurden diese Menschen deportiert und ghettoisiert und hatten im Deutschland des Volksgenossen Goebbels kein Lebensrecht mehr. Im Wissen um diese Tatsachen – er weiß ja sonst alles – bezeichnete der Föhrer der grünen Ober-Realos der Parteigenosse Sam Äzdemir die Dresdener Pegida-Demonstranten bei Frau Illner schon 2014 als ‚Mischpoke’. Inzwischen ist die Liste der Auszusondernden immer länger geworden: AfD-Falschwähler, Pazifisten, Ungeimpfte, Rußland-Versteher, Tichy-Leser … . Äzdemir ist einer der gefährlichsten grünen Wölfe im Schafspelz.
So mag das Schwert nun entscheiden. Könnte nur sein, daß in solch einer Konstellation die woken Schneeflöckchen richtig schlechte Karten hätten. Eventuell hätten sie auch gar keine Karten mehr, sollten sich die staatlichen Beschützer kopfschüttelnd von ihnen abwenden. Dann erlebte das Land die reinigende Bartholomäusnacht, die Jette Smartphoneklette herbeiphantasiert .
Nietzard, die Schülersprecherin am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium Bergisch Gladbach war, [2] studierte Erziehung und Bildung in der Kindheit [3]
an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin. Im Frühjahr 2022 schloss sie den Bachelor-of-Arts-Studiengang [4] mit einer Arbeit „zur Wechselwirkung von Ökonomisierung und Professionalisierung in der frühkindlichen Bildung aus einer kapitalismuskritischen Perspektive ab“. [5] wikipedia / Zunächst ist ja interessant, daß solche Figuren es zum Schülersprecher schaffen. (heißt das nicht Schülersprechenden?) Die Arbeit wäre doch wert, näher beleuchtet zu werden? Wenn man danach sucht, findet man in einer Zeitschrift für Grundschulforschung einen Artikel: Ökonomisierung und Professionalisierung in der frühkindlichen Bildung Published: 31 July 2018 / Die nette Jette machte ihren Bachelor der Künste 2022. Sie stellt Ökonomisierung und Professionalisierung einer frühkindlichen Erziehung unkritisch gegenüber und untersucht die Wechselwirkungen zwischen der wirtschaftlicher Bearbeitung und der professionellen Bearbeitung des frühkindlichen Produkts aus kapitalismuskritischer Sicht. Das ist ein haariges Thema. Und wer es versteht, möge erläutern, was gemeint sein könnte? Prinzipiell sind Ökonomisierung und Professionalisierung fast deckungsgleich von der Wortbedeutung, die Einführung ist aufgeblasen mit einer Tautologie und soll wohl abschrecken? So gesehen, gibt es da keine Wechselwirkung? Egal, wie lange man sucht. Wahrscheinlich ist suchen, ohne zu finden, die Kunst?
Michael Kleber. Der Levit hat mir das Menschsein abgesprochen.
maciste grüßt euch. schön, da bin ich ‚mal gespannt, was die jette so drauf hat… ich bin rechts. battle on.