Heutzutage wird ja gern nach Vornamen gefragt, doch dann gibt es manchmal bemerkenswert unterschiedliche Antworten, wie bei der Frage nach den häufigsten Vornamen von Bürgergeld-Beziehern.
Vor einigen Wochen gab es von der Bundesregierung auf die Anfrage der AfD im Bundestag nach den häufigsten Vornamen der Bürgergeldempfänger eine Antwort, die die Fragesteller wahrscheinlich nicht erwartet hatten. Danach würden auf den ersten drei Plätzen dieser Leistungsempfänger Männer mit den Vornamen Andreas, Thomas und Daniel landen. Allerdings ergibt sich ein anderes Bild, wenn man von der Antwort liest, die der AfD- Bundestagsabgeordnete René Springer auf eine konkretisierte Nachfrage bekommen hat, über die bild.de berichtet.
Sobald die jeweils gleichen Vornamen in unterschiedlicher Schreibweise zusammenfasst werden, ergibt sich ein anderes Bild. Gerade bei Vornamen aus Kulturkreisen mit anderen Schriftzeichen gibt es allein durch die verschiedenen Varianten der Transliteration unglaublich viele verschiedene Schreibweisen. Vor allem bei dem so weit verbreiteten Namen Mohammed ist das der Fall. Unter den von der Bundesregierung für die Beantwortung der Abgeordnetenfrage ausgewerteten Namen der Bürgergeldempfänger soll es Mohammed in 19 Schreibweisen gegeben haben.
Wenn die unterschiedlichen Schreibweisen zusammengezählt werden, landet Mohammed plötzlich mit großem Abstand auf Platz eins im Wettbewerb um die häufigsten Bürgergeldempfänger-Vornamen. Michael kommt auf den zweiten Platz, dicht gefolgt von Ahmad.
Allerdings habe die Bundesregierung für diese Antwort nur die Zahlen aus den sogenannten „Jobcentern in gemeinsamer Einrichtung“ – also denen, die von der Bundesagentur für Arbeit und den jeweiligen Kommunen zusammen betrieben werden – ausgewertet. Damit wurde nur ein relativ kleiner Teil der Bürgergeldempfänger erfasst. Repräsentativ ist das Ergebnis wahrscheinlich nicht, aber eine gewisse Tendenz dürfte es schon zeigen.
Die Bundesregierung, so heißt es bei bild.de weiter, betone in ihrer Antwort ausdrücklich, dass von einem Vornamen nicht automatisch auf die Nationalität geschlossen werden könne. Das ist selbstverständlich zutreffend. Aber im Falle des Vornamens Mohammed dürfte sich wohl in den meisten Fällen auf die kulturell-weltanschauliche Prägung der Namensträger schließen lassen.
Nach Zahlen Bundesagentur für Arbeit hätten bekanntlich Ende 2024 insgesamt 5,42 Millionen Menschen in Deutschland Bürgergeld bezogen. Darunter seien 2,82 Millionen deutsche Staatsangehörige (52 Prozent) und 2,60 Millionen Ausländer (48 Prozent), wobei Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit in der Regel als Deutsche gezählt werden.
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