Man könnte glauben, das Wortungetüm resultiere aus dem Fakt, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble an diesem Teil mitgewirkt hat. Er redet gern in Schachtelsätzen. Nur unglücklicherweise ziehen sich Beispiele dieser Art quer durch den Koalitionsvertrag. “In fast allen Kapiteln finden sich überlange Sätze mit mehr als 40 Wörtern”, rechnet Brettschneider vor. “Formal am unverständlichsten ist das Kapitel über Europa”, sagt Brettschneider.
Es erhält bei ihm dann auch nur die Bewertung von 1,96 – Buchstabensuppe also. Und das ausgerechnet in dem Kapitel, das viele Bürger nach der Schuldenkrise der Euro-Zone besonders interessieren dürfte.
“Um dieses und die meisten anderen Kapitel zu verstehen, ist die Sprachkompetenz auf dem Niveau von Studierenden erforderlich.” Ein Schelm, wer da auf die Idee kommt, das Ganze könnte Absicht sein, gerade damit weder SPD-Mitglieder noch die gesamte Bevölkerung verstehen, was die drei Parteien im Bündnis für die nächsten vier Jahre alles planen. http://www.welt.de/wirtschaft/article122410538/Koalitionsvertrag-in-weiten-Teilen-unverstaendlich.html