Ich will mich heute bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass unsere „Gemeinsame Erklärung 2018" bis jetzt von fast 120 tausend Unterstützern gezeichnet wurde. Bei Caroline Fetscher vom Tagesspiegel, bei Simone Rafael, der rechten Hand von Anetta Kahane, formerly known as „IM Victoria", von den Belltower News, bei Michel „Paolo Pinkel" Friedman und bei Max „Dieter" Moor von ttt, bei Ernst Elitz von Cicero und natürlich bei der unermüdlichen, unersättlichen und unvollendeten Juli Zeh, die sich mutig hinter Angela Merkel gestellt und eine sehr originelle Theorie entwickelt hat, was „den Konservatismus so attraktiv" macht.
Mein ganz besonderer Dank aber gilt den Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen der Erklärung „Reflektierte Vielfalt statt nationaler Homogenität“ und ihrem Initiator Dr. Clemens Heni, Direktor des Berlin International Center for the Study of Antisemitism (BICSA). Schon der Titel ist eine sprachliche Delikatesse, an der Dr. Heni und seine Mitstreiter tagelang gefeilt haben müssen: „Reflektierte Vielfalt statt nationaler Homogenität". Ja, das hat Schwung, das groovt und rockt, das geht unter die Haut. Worum geht es in dem Papier? Was erfahren wir?
"Es ist purer Zufall, wo ein Mensch geboren wird." Nicht ganz, es kommt auch darauf an, wo er gezeugt wurde.
„Menschen, die fliehen, lassen alles zurück, Materielles, Erinnerungen, Familien, das Klima, Jobs, Düfte, Geräusche." Vor allem aber lassen sie ihre Ausweise und Pässe zurück, denken aber daran, ihre Mobiltelefone mitzunehmen.
„Und jetzt werden sie in nie dagewesener Form attackiert, mit Brandsätzen, Blicken, Schlägen, Worten und Erklärungen." Ja, solche Erklärungen können echt weh tun, vor allem in einem fremden Klima, ohne die vertrauten Düfte und Geräusche.
„Viele Probleme, die zur Flucht führen, rühren von unserem Verhalten her, seien es die Weltwirtschaftsordnung, Waffenexporte oder die Klimapolitik." Das ist so klar, dass es mit keinem Wort erklärt werden muss. Bleibt nur die Frage, warum die Flüchtlinge in die Arme jener fliehen, die ihre Probleme verursacht haben. Das ist so logisch, als wären Juden nicht aus dem Dritten Reich, sondern in das Dritte Reich geflohen.
In der Sackgasse der geplatzten Hoffnungen
„Wir stehen für Vielfalt, ohne die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, zu ignorieren." Das könnte auch Angela Merkel so gesagt haben. Hat sie es nicht sogar getan?
Einen wesentlichen Punkt lässt die vom Direktor des Berlin International Center for the Study of Antisemitism initiierte Erklärung außer acht, den von den Flüchtlingen mitgebrachten Antisemitismus. Seltsam, nicht wahr? Es ist, als ob ein Kardiologe bei einem Vortrag über alles Mögliche reden würde, nur nicht über Herzerkrankungen.
Man muss diese Erklärung gelesen haben, um zu verstehen, wo die dummschwatzende Linke angekommen ist: in der Sackgasse ihrer geplatzten Hoffnungen. Unfähig, sich selbst zu behaupten, musste sie die Welt retten, wollte immer der Vormund sein und brauchte dazu immer neue Mündel. Die Arbeiterklasse, der sie die „Diktatur des Proletariats" versprach, die Dritte Welt, der sie ihre „internationale Solidarität" aufzwang, die Palästinenser, die sie im Kampf gegen den Zionismus unterstützte. Und jetzt sind es eben die Flüchtlinge, die als Betreute herhalten müssen. Manchmal auch ohne oder gegen deren Willen.
Wer keinen Job bei der Rosa-Luxemburg- oder Heinrich-Böll-Stiftung abbekommen hat, der macht sich eben selbstständig, gründet ein „Berlin International Center for the Study of Antisemitism" und ernennt sich zum „Direktor" des Instituts. Selten war das Adjektiv „selbsternannt" so angebracht wie in diesem Fall. Heni ist ein intelligenter und geschickter Hochstapler. Er leitet nicht nur das Center, er ist auch sein erster, bester und einziger Mitarbeiter. Und das Center befindet sich im Wohnzimmer seiner Wohnung. Einen kurzen, aber durchaus verdienten Moment des Ruhms hatte Heni, als er auf der Achse einen Beitrag über den Doktorvater von Wolfgang Benz, Karl Bosl, veröffentlichte, gut recherchiert und belegt.
Acht Jahre später läuft er einem Zug hinterher, dem die Puste auszugehen droht und solidarisiert sich mit denen, „die sich aktiv für eine heterogene und offene Gesellschaft einsetzen und sich den Feinden der Vielfalt aktiv entgegenstellen". Das tun auch Juli Zeh, Liane Bednarz, Caroline Fetscher, Paolo Pinkel, Max Dieter Moor, Harald Welzer, Simone Rafael, IM Victoria et alia.
Die Bundesagentur für Arbeit macht Stimmung
Die Botschaft, die diese angeranzten Gutmenschen verbreiten, lautet:
Es gibt keine Masseneinwanderung.
Es gibt keine illegale Masseneinwanderung, denn kein Mensch ist illegal, und jeder Mensch hat das Recht zu entscheiden, wo er leben möchte. (Nur nicht die jüdischen Kolonialisten in Palästina).
Es stimmt nicht, dass die „Geflüchteten" in die sozialen Systeme einwandern. Sie holen sich nur, was ihnen zusteht, nämlich ihren Anteil an dem Reichtum, den wir der Weltwirtschaftsordnung, den Waffenexporten und der Klimapolitik verdanken. Nur Bekloppte, Fremdenfeinde und Rassisten wie Seehofer behaupten das Gegenteil, und die Bundesagentur für Arbeit macht Stimmung mit erfundenen Zahlen.
So sieht es aus. Statt den Geflohenen dankbar zu sein, dass sie zu uns kommen und uns eine Chance geben, „die Herausforderungen, die sich daraus ergeben", zu meistern, machen wir ihnen das Leben schwer. Was für eine Scheißgesellschaft! Sie wird nie begreifen, dass „reflektierte Vielfalt" viel besser ist als „nationale Homogenität".
Beitragsbild: Ra Boe CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Der Text der „Gemeinsamen Erklärung” ist harmlos. Er spricht Selbstverständlichkeiten an. Er ist nicht rassistisch, nicht menschenverachtend, nicht ausgrenzend, und er könnte in jedem anderen Land der Welt gelten - außer vielleicht in Somalia, denn dort wandert man aus, nicht ein. Jeder sollte ihn unterschreiben -- wenn er keine Angst um sein Leben und seine Karriere hat. Der Text „Unserer Antwort auf Demokratie und Menschenrechte” ist ebenfalls harmlos und spricht Selbstverständlichkeiten an. Jeder sollte ihn unterschreiben -- denn er braucht keine Angst um Leben und Karriere zu haben. Das Ganze ist letztlich ein schlechter Witz. Die „Erklärung” fordert Selbstverständlichkeiten, bei denen es die Tragik ist, daß sie überhaupt angesprochen werden müssen. Die „Antwort” ist keine, jedenfalls wurde die Frage nicht gestellt. Eine bessere „Antwort” wäre „42” gewesen. Reine Satire. Der Text von Frau Rafael ist ein ideales Beispiel für Kompressionsverfahren: Kodiere "rechts" (etwa 60mal) und "nazi" (etwa 20mal) mit kurzen Codes, und die Datei ist drastisch zusammengeschrumpft. Läßt man dann noch den Unterstrich-Genderquatsch weg, wird es noch kürzer. Redundanz in Vollendung.
Machen wir die "Reflektierte Vielfalt", die "Bunt Faselnden" zu den "Abgehängten" und versuchen unseren "Laden" heil und sicher durch die weltpolitischen Verwerfungen zu steuern.
Ich hatte einen Traum: Es war in einer jener Fernsehsendungen. Man saß bei Maybrit Maischberger oder war es bei Sandra Illner? Egal, jedenfalls hatten beide keinen Souffleur-Knopf im Ohr. Geladene Gäste waren Broder, Tellkamp, Lengsfeld, Stein, Schunke und Heiko Schweiger oder war es Til Maas? Egal, jedenfalls hatten beide einen Souffleur-Knopf im Ohr. Dann ging es los.
Sehr geehrter Herr Broder. Danke, daß Sie sich das angetan haben, aber Sie hätten besser die Einleitung zum Thema machen sollen. Wer so etwas schreibt, der hat es nicht verdient, daß man sich mit seiner Meinung inhaltlich auseinandersetzt. Der Mann hat einfach eine Klatsche oder ist bösartig oder beides. Ich verstehe nicht, daß Menschen, die vermutlich für sich in Anspruch nehmen, daß sie nie einer Fliege etwas zuleide tun würden und sich für intelligent halten, solch einen Schwachsinn unterschreiben. Gestern habe ich "Der Gott des Gemetzels" während einer Autofahrt als Hörspiel gehört. Ein Psychogramm, daß genau diese Typen beschreibt. Also jetzt gilt es tapfer zu sein. Zitat: "Angesichts der unfassbar aggressiven, rassistischen und hetzerischen „Gemeinsamen Erklärung“ vom 15. März 2018 von Broder, Tellkamp, Sarrazin, Safranski und der Neuen Rechten haben wir die unten stehende Gegenerklärung entwickelt."
Das schlägt dem Fass die Krone ins Gesäß.... Und ich weiß nicht mehr, ob ich nun darüber lachen oder weinen soll...
Die Erklärung 2018 ist einfach und klar und sie erinnert an den Gesellschaftsvertrag. Sie ist sehr leicht zu verstehen. Deshalb stellt das Gefasel dieser vermeintlichen " Gegenerklärung" keine Konkurrenz für die Erklärung 2018 dar. Sie, Herr Broder, haben diese "Gegenerklärung" wunderhübsch verlacht und als heiße Luft gezeigt. Denn Grenzschutz ist ein Anliegen. Und Vielfalt ist nur ein Wort. Bleiben Sie bitte weiter fröhlich und angriffslustig! :-) Herzliche Grüße, Thomas Dornheck.
"...unfassbar aggressiven, rassistischen und hetzerischen „Gemeinsamen Erklärung“... Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird. ????? Über diesen Satz bin ich nicht weiter hinaus gekommen...da war ich schon bedient. Man solidarisiert sich mit friedlichen (!!!) Demonstranten und das ist dann unfassbar aggressiv, rassistisch und hetzerisch. Die gleichen Idioten bedanken sich dann aber bei der Antifa für ihr beherztes Diffamieren, Bedrohen, Bedrängen und Steine werfen? Ich geh schaukeln...