Achgut.tv / 12.08.2019 / 06:27 / 117 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Warum ich Deutsch lernte

Ein junger CDU-Politiker hat etwas Selbstverständliches gesagt und vorgeschlagen. Kinder, die nicht richtig Deutsch sprechen, sollen das ein Jahr vor Schulbeginn nachholen, damit sie dem Unterricht überhaupt folgen können. Deshalb wird der Mann jetzt als fremdenfeindlich oder rassistisch beschimpft. Dabei hat er schlicht und einfach recht. So isses. Ich weiß, wovon ich rede. Als ich 1957 im Alter von 11 Jahren von Polen nach Wien kam, verpfändeten meine Eltern als erstes einen Teil vom Tafelsilber, damit ich Deutsch lernen konnte. Das Ergebnis sehen sie.

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Matthias Braun / 12.08.2019

” Die Sprache einigt das Volk.” ( Aus Albanien )

Detlef Rogge / 12.08.2019

Zum Komplex - Deutsch lernen/Migrantion - kurzer Abriss einer Gegebenheit, mit der ich beruflich einst befasst war. Zur Erinnerung: Die „Cap Anamur“ fischte nach Ende des Vietnamkrieges „Boatpeople“ aus dem Südchinesischen Meer, Flüchtlinge aus dem ehem. Süd-Vietnam, die den Umerziehungslagern und damit politischer Indoktrination, Misshandlungen, Vergewaltigungen und Tod entgehen wollten. Etwa im Spätherbst 1981, eines Morgens Anruf der Berliner Innenbehörde, dass kleines Kontingent dieser Personengruppe für unseren Bezirk vorgesehen war. „Kümmern se sich mal drum“. Mittags per Bus vom Flughafen Tegel abgeholt, etwa zwanzig Personen, vom Säugling bis zur Großmutter, in erbarmungswürdigem Zustand, schlecht genährt, zwei Großfamilien unter Führung eines Ex-Majors der Süd-Vietnamesischen Luftwaffe, alle Erwachsenen erklärte Antikommunisten. Ein Bild des Jammers, leicht sommerlich gekleidet, Badelatschen, alle frieren, hatten nichts, kamen wohl per Nonstoppflug direkt aus Asien. Unterbringung in kommunaler Senioreneinrichtung. Etwa zwei Jahre lang war ich neben meiner eigentlichen Tätigkeit mit dem, was man heute Integrationsarbeit nennt, eher praxisbezogen, befasst. Zum Punkt: Nach einem Jahr sprachen alle gut deutsch, sämtliche Männer in Arbeit (der Ex-Major als Verkäufer für Herrenoberbekleidung bei Karstadt). Alle Kinder besuchten deutsche Regelschulen, alle machten Abitur. Eine Erfolgsgeschichte, eine Bereicherung für unser Land. Der Kontakt blieb mir etwa zehn Jahre erhalten. Ich überlasse es der Leserschaft, zu beurteilen, was asiatische Ethnien in ihrem Bestreben zur Integration von orientalischen unterscheidet.

Volker Kleinophorst / 12.08.2019

Die Kritik an Linnemann ist deutschenfeindlich und rassistisch. Und wie bei “Unsere Demokratie” mittlerweile zu jedem Thema maximal hysterisch und mit Karacho an der Realität vorbei. Mein Lieblingsblödkommentar zu diesem Thema: “Hä, geht man nicht in die Schule, um etwas zu lernen?” Im Prinzip schon, aber nicht die Landessprache, du Milchtüte. Die kann man schon vorher. Natürlich nur in diesen fürchterlichen monokulturellen Strukturen, die unbedingt weg müssen, weil in Deutschland der Turmbau zu Babel vollendet wird. Dazu gibt es eindrucksvolles Bild von Gustave Doré.

Daniel Gildenhorn / 12.08.2019

Na, na, Herr Broder! Es ist ja gerade nicht gewollt, daß jeder die Sprache gut beherrscht und sich dann die ihn interessierenden Inhalte womöglich selbst auswählt. So wird man in einem Extremfall so, wie Sie! Das darf nicht sein. Von Anfang an will man lieber “die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern”. Dazu gehört schon etwas mehr als die bloße Vermittlung von Sprachkenntnissen. Anstatt die Kleinen von Anfang an daran zu gewöhnen, im Leben etwas leisten zu müssen, baut man lieber ihre beinahe heilige Unantastbarkeit auf. Sie hind so hinzunehmen und zu akzeptieren, wie sie sind. Als Bereicherer eben. Und gerade das lernen die Kinder sofort und für ihr ganzes Leben.

Dr. Joachim Lucas / 12.08.2019

Wenn im irrationalen Deutschland bei einem Thema die Wahrheit angesprochen wird, schreit das linke Establishment auf. Dieses Muster ist quasi ein Gradmesser für die Relevanz und Richtigkeit einer Aussage. Je lauter geschrieen wird, desto wahrer die Aussage. Sie werden niemals zugeben, dass der Kaiser nackt ist. Wenn man erkennt, dass man in die falsche Richtung läuft, muss man halt schneller laufen.

Joachim König / 12.08.2019

Achwas…. So etwas wie Deutsch lernen und verstehen, wird vollkommen überbewertet. 80-90% „Migranten“ in der Klasse und ab geht die Post. Wer das nicht so mag, schickt seine Kleinen auf die Privatschule und erzählt noch den Anderen, dass doch alles gar nicht so schlimm ist.

T. Brecht / 12.08.2019

Ja Herr Broder 100% Zustimmung und darüber musste ich noch nicht einmal 2 Sekunden nachdenken. Die Frage ist eher bei den Eltern zu suchen die denken Landessprache muss nicht gelernt werden. Was wollen die hier ?

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