Viele stellen sich jetzt die Frage, wie es mit Angela Merkel nach dem CDU-Parteitag weiter geht. Diese Spekulationen sind müßig, wenn man die Regeln nicht kennt, nach denen die Bundeskanzlerin plant. Sie wird wahrscheinlich fast alle, die jetzt Antworten auf diese Frage zu geben versuchen, überraschen. Immerhin wissen wir jetzt, dass auch sie gnädigerweise anerkennt, irgendwann in den nächsten Jahren gehen zu müssen.
Viele stellen sich jetzt die Frage, wer nach Angela Merkel kommt. Aber diese Frage ist viel zu autoritär auf eine Person fixiert. Es wird auf jeden Fall einen Nachfolger geben, wenn sie geht. Doch es bleibt ihre Gefolgschaft, all die Opportunisten, Bettvorleger, Kriecher und Speichellecker.
Als Frau Merkel den ersten Schritt ihres Rückzuges bekannt machte, warb ein Redakteur einer dünnen Zeitung mit großen Buchstaben: Nun kehrt zurück! Gemeint waren die AfD-Wähler, die jetzt ja ihre Ziele verwirklicht sehen müssten, da der Kristallisationspunkt ihrer Protestwahl verschwindet. Wie bitte? Noch ist nichts passiert und die Kanzlerin hat im schlimmsten Fall noch drei lange Jahre Zeit und Möglichkeit, ihr Zerstörungswerk in und an Deutschland fortzusetzen! Selbst wenn sie dereinst "weg" sein sollte - ihre Hinterlassenschaft wird in vielhundertausendfacher Anzahl immer noch "da" sein und damit alle Probleme, die damit verbunden sind.
Deswegen schließe ich seit über einem Jahr jeden Kommentar bei TE frei nach Cato (d.Ä. " Ceterum censeo Carthaginem esse delendam"): "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass nicht nur Merkel weg muss."
## Doch es bleibt ihre Gefolgschaft, all die Opportunisten, Bettvorleger, Kriecher und Speichellecker. ## Nennen wir sie beim Namen, es sind die Medien alle insgesamt im Merkelimperium. Angefangen bei den Intendanten der Öffentlich Rechtlichen Fernsehanstalten, den Verlagsleitungen der Bücher und Zeitungen. Ich mich frage ob die rein gar nichts mehr merken, warum machen die das? Weiter zu den Chefredakteuren bis hin zum einfachen Journalisten, der so schreibt wie die Leitung des Hauses es bestimmt, sonst...
Es ist richtig, was Herr Broder sagt. Die gleichen Leute werden auch nach Merkel bleiben. Die von ihr verursachten Probleme auch. Annegret Kramp-Karrenbauer, Merkel 2.0, wie sie schon genannt wird, steht schon in den Startlöchern und hat gute Chancen, sie zu beerben. Spahn und Merz liegen, "laut Umfragen" hinter ihr. Doch selbst wenn Merz Merkels Nachfolger werden sollte, ist das noch keine Garantie dafür, dass er einen relevanten Kurswechsel vollzieht, sich gegen die Positionen stellt, die Merkels ganze Seilschaft bis heute vertritt. Da müßten sehr viele hohe CDU-Pöstcheninhaber brüskiert werden, die heute noch selbstgerecht an Merkels Seite sitzen. Das traue ich auch Merz nicht zu. Außerdem gibt es jetzt schon wieder die "Experten", die vor einem "Rechtsruck der CDU" unter Merz "warnen". Der Kahn CDU schippert jetzt seit Jahren am ganz linken Ufer des Flusses, dass Grüne und Linke Angst bekommen, kein Fahrwasser mehr zu haben. Die SPD wurde vom Koalitionspartner bereits ans linke Ufer gedrückt - und man "warnt" vor einem "Rechtsruck"? Nach einer weiteren dieser berüchtigten "aktuellen Umfragen" wird den Deutschen zudem gerade erklärt, dass "Frauen und junge Wähler" Merz nicht wollen und dass sie, genau wie die "Experten" schreckliche Angst vor besagtem "Rechtsruck" der CDU haben. Man hat ständig das Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt, in Deutschland. "Merkel muß weg" ist einfach ein Ruf der Verzweiflung.
Korrekte Analyse Herr Broder! Wir werden wohl recht bald erleben, wie die ersten Mittäter, für sich selbst, auf unschuldig plädieren. Es dürfte ähnlich grotesk werden, wie in Nürnberg 46. Möglicherweise nutzt der ein oder andere den CDU Parteitag für einen solchen Versuch. Spannende Wochen, die wir leider seit 3 Jahren erleben.
Ich möchte hoffen, dass ein Herr Merz die Speichellecker mindestens grossteils gleich mit entsorgt.
Die in Ihrem letzten Satz formulierte Szenario hat sich in meinem Bewusstsein bereits seit einiger Zeit als veritable Schreckensvision eingenistet. So schnell wird sich das seit vielen Jahren erschreckend fest etablierte System Merkel nicht aus der deutschen Politik vertreiben lassen. Gerade gestern stieß ich in einem Blog auf die überaus gelungene Wort-Neuschöpfung "Entmerkelfizierung". Mal schauen, wer von den zur Zeit als Thronerben gehandelten Kandidaten überhaupt willens sein wird, eine solche vorzunehmen. Ich befürchte, dass es dem/der "Neuen" - selbst bei dem vorhandenem Willen zu einer "Aufarbeitung der Vergangenheit" - wohl kaum oder gar nicht gelingen wird, diese auch nurl in Gang zu setzen. Besonders das Merkel-typische Regieren nach Gutsherrenart hat sich während der vergangenen Jahre in zu vielen Köpfen als unwidersprochene politische Selbstverständlichkeit etablieren können.