Achgut.tv / 23.03.2020 / 06:15 / 159 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Im Notstand

Alles, was gegenwärtig passiert ist im wahrsten Sinne des Wortes unglaublich. Und deshalb gibt es jetzt auch so viele Verschwörungstheorien. Ich habe schon die ganze Zeit damit gerechnet, dass irgendetwas passieren würde, eine Erschütterung, etwa dass der Euro oder die EU den Bach runter gehen würde. Ich dachte also wie alle in den üblichen Parametern, aber das, was jetzt passiert habe ich nicht im entferntesten auf dem Radar gehabt, das hat kein Mensch gedacht. Das war noch vor zwei drei Wochen etwas vollkommen Unvorstellbares. Und damit werden wir nicht fertig –  ich auch nicht. Andererseits sehe ich mit einer gewissen Sorge mit welcher Schnelligkeit und Leichtigkeit und auch Effizienz die Bürgerrechte den Bach heruntergehen.

 

Henryk M. Broders neues Buch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.

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Annelies Bachmüller / 23.03.2020

Hallo, ich stelle gerade fest, dass einige Städte ohne auch nur ein paar Stunden auf die Beschlüsse der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten abzuwarten mit Ausgangsverboten daherkommen, ohne überhaupt zahlenmäßig besondere Risiken zu haben. Ich nehme von dieser Kritik ausdrücklich besonders betroffene Städte und Regierungsbezirke aus. Besonders schön sind dann Manipulationen in der Verlautbarung, die diese Übermäßigkeiten kaschieren sollen. Zuweilen fehlen die Allgemeinverfügungen als bekanntgegebene Rechtsgrundlage völlig. Sowas geht gar nicht. Wir müssen natürlich gerade jetzt besonders darauf achten, dass der Föderalismus nicht zu Grabe getragen wird, sondern plötzlich einem “gut gemeinten” Zentralismus folgen soll, auch sollen die Städte und Gemeinden weiterhin ihre grundgesetztlich verbrieften Rechte behalten. Aber dass man nicht ein paar Stunden abwarten kann, bis sich die Länder einigen und in den Ländern entspr. Erlasse kommen, ist einfach nur noch unverschämt. Niemand weiß wie sich die Dinge entwickeln, aber Geduld oder Handlungsbedarf danach zu regeln, wer sich wie profilieren will, ist im Hinblick auf Grundrechtseinschränkungen inakzeptabel.

Heidi Hronek / 23.03.2020

Ach Hr. Broder, nicht die Einschränkungen von Bürgerrechten sind die Gefahr, sondern die jeweilige Regierung, welche diese umsetzen. Ich habe in Österreich keine Probleme damit, aber in Deutschland wäre ich auch sehr beunruhigt. Dort ist man doch sowieso schon auf einem guten Weg,  wie das Netzwerk-gesetz, der Un-Migrationspakt, eine allgegenwärtige Antifa gegen jeden unliebsamen Demonstranten und nicht zu vergessen, der Staatsfunk, zeigen. Also was soll da so ein Virus noch verschlimmern. Höchstens ein Arbeitsverbot für Steuerzahler.

Manuela Pietsch / 23.03.2020

Herr Broder, wenn Sie meinen, die Klima-Hysteriker kommen jetzt in der Realität an, weil sie sehen, das es ECHTE Notstände gibt, dann täuschen Sie sich. Diese Leute sehen das noch als Bestätigung und faseln Dinge, wie “Die Natur rächt sich” und “wir haben viel zu lange als Spaßgesellschaft gelebt, statt mit einem simplen Leben glücklich zu sein”. Die Merkel-Wähler nehmen ja jetzt auch keinen Abstand, weil die Regierung viel falsch gemacht hat (und immer noch tut). Viele wissen nicht mal, dass die Grenzen immer noch offen sind, wenn es um die “richtigen” Grenzgänger geht und immer noch Flugzeuge aus Timbuktu hier landen. Oder dass tonnenweise Schutzmaterial nach Übersee verschenkt wurde, als schon klar war, dass sich das ganze bis nach Deutschland ausbreiten würde. Wenn wir aus diesem Schlamassel, dank unserer guten Ärzte und Pflegekräfte, der Vernunft unserer Bürger und womöglich dank einer guten Medizin oder eines Impfstoffes, halbwegs wieder herauskommen, wird man diese Frau feiern, als könne sie übers Wasser gehen und hätte die Kranken durch Handauflegen persönlich geheilt.

Peter Bernhardt / 23.03.2020

Frances Johnson Am 6. Januar 1939 erschien in der Zeitschrift “Naturwissenschaft” der Artikel “Über den Nachweis und das Verhalten der bei der Bestrahlung von Uran mittels Neutronen entstehenden Erdalkalimetalle”. Die Wissenschaftler Otto Hahn und Fritz Straßmann informierten darin die Fachwelt über die erste erfolgreiche Kernspaltung.

Volker Kleinophorst / 23.03.2020

@ A. W. Bechlenberg “Ein Virus ist manchmal nur ein Virus.” Ein Virus aus einem Labor, an dem seit Jahren geforscht wurde. Also nicht nur einfach so. Dieses Lächerlich machen von Verschwörungstheorien zeigt nur das Geschichts-, und Politikkentnisse fehlen. Ebenso wie Vorstellungsvermögen. Bio-Terrorismus? Gibt es nur in Krimis? Das würde doch niemand machen. Millionen Menschen opfern, um seine Ziele durchzusetzen. Ne, ne is klar. Dieser Kommentar, das nennt Orwell “Vorsorgliche Dummheit”. Tut mir leid.

Karla Kuhn / 23.03.2020

HARALD HOTZ,  “Wir entsorgen unsere Alten normalerweise in großer Zahl in Senioren-KZ´s, wo sie bis auf ein mageres Taschengeld alles abgenommen bekommen, was sie besitzen, und mit Medikamenten vollgepumpt ihrem Ende entgegendämmern, wir speisen das Pflegepersonal mit Mindestlohn ab, und jetzt plötzlich sind wir allo so besorgt?! ”  GANZ GENAU SO IST ES !! Eine traurige Gesellschaft, zum Glück nicht alle,  geführt von einer noch traurigeren Polittruppe !!

A. Ostrovsky / 23.03.2020

Man fragt sich “Wie konnte es soweit kommen?”. Dabei waren die Anzeichen doch überdeutlich. Die Virenleugner haben doch früh genug ihre menschenverachtende Gesinnung verbreitet. Wir wollten es nur nicht wahrhaben, wollten denen noch eine Chance geben, glaubten noch an Einsicht. Aber wenn wir ehrlich sind, haben wir den Virenleugner doch schon früher erkannt. Das war der, der auch nicht vorschriftsmäßig gerade Gurken gekauft hat, mit hochmütigem Blick, der sich an der Bushaltestelle vorgedrängt hat, dem die Sanktionen egal waren, der fortgesetzt die Worte falsch ausgesprochen hat, die zur Vereinheitlichung des Europäischen Geistes aus dem Englischen übernommen werden. Das ist der, der in seinem Keller verbotene Glühlampen lagert, Sylvester der Feinstaubverordnung trotzt, im Wald hinter einem Baum die Notdurft verrichtet, Geflüchteten kein freundliches Gesicht zeigt, der die Klimakatastrofe mit “Ja Danke!” Begrüßt, auf den Klimanotstand gespuckt hat, wenn nicht sogar gesch…., der im Einkaufspark ohne Einhaufswagen aufgegriffen wurde, der fortgesetzt die Nachrichtensendungen kommentiert, mit unflätigen Begriffen, der mit dem Privatauto fährt, noch nicht mal mit dem Firmenwagen, der nicht fair gehandelte Margarine kauft, der fortgesetzt gegen Entscheidungen des Hohen Rates opponiert, und nun auch noch der, DER DEN VIRUSSE LEUGNET.  Na zum Glück gibt es solche Leute nicht hier im Forum.

Klaus Maver / 23.03.2020

@Gunther R. Niehr Bei der Bundeswehr (mitte der 70iger) hiess es fur den Fall einer Atombombenexplosion : ABC Schutzdecke ,eine ca 2x1m grosse grüne Plastikfolie überwerfen, Druck- und Sogwelle abwarten,dann den Auftrag weiter ausführen.

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