Achgut.tv / 29.04.2019 / 06:18 / 51 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Heute Europa, morgen die ganze Welt?

Die Wahlen zum EU-Parlament werden von bemerkenswerten Wahlwerbeslogans begleitet. Auf einem Plakat der Grünen konnte man lesen, Europa sei ein verdammt guter Anfang. Wenn Europa der Anfang ist, was ist dann das Ende? Erleben wir hier die Europäisierung des deutschen Größenwahns?

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Wolfgang Kaufmann / 29.04.2019

„Der Sozialismus lässt sich leicht als große internationale Bewegung betreiben.“ — So auch die gläubige Mutter, die treudoof nachbetet, was ihr Pfarrer und Priester predigen. Also uns jeden Vormittag daran erinnert, das Licht im Büro auszumachen. „In Zeiten des Klimawandels“ heißt übersetzt: Als Mutter hat sie das Recht, erwachsene Männer zu bevormunden. Im Namen der aktuell herrschenden Ideologie, für die gute Sache. Vor 80 Jahren hieß es: Räder müssen rollen für den Sieg. Gleiche Stelle, gleiche Welle. Greta befiehl, wir folgen dir.

Feyd Rautha / 29.04.2019

Auf jeder Veranstaltung der Grünen zu beobachten: Am Grünen Wesen soll die Welt genesen. Hatten wir so ähnlich schon einmal. Andere politische Ausrichtung, aber die Geisteshaltung dahinter ist die Gleiche.

M. Klemens / 29.04.2019

Ein Beispiel für das, was auf EU-Ebene leider nicht gut läuft, ist eine neue Beleuchtungsverordnung, die die EU-Kommission, nach Zustimmung durch Mitgliedstaaten und EU-Parlament, bald annehmen dürfte. Von den Medien wurde sie bisher so gut wie nicht beachtet; kein Wunder, ... 1) ... hat die Kommission während des Rechtsetzungsprozesses doch offensichtlich die betroffenen Betreiber in Industrie, Gewerbe Handel und Dienstleistungen, wie auch Kommunen, nicht ausreichend informiert, sprich beteiligt. Betroffen sind aber viele Betreiber, denn diese neue Verordnung zielt in erster Linie darauf, eine Lampe vom Markt zu werfen, die in den genannten Branchen das Rückgrat der Allgemeinbeleuchtung bildet; sie wird zu Millionen in der EU eingesetzt: stabförmige Leuchtstofflampen mit 26 mm Durchmesser und 60, 120 oder 150 cm Länge. 2)  Die Kommission argumentiert, daß es bereits brauchbare Alternativen in Form von LED-Röhren gebe. Dem haben aber mehrere Mitgliedstaaten widersprochen, denn die LED-Technik ist keine ideale, sondern eine reale Technik. Deshalb hat sie, wie jede andere Lichterzeugungsart auch, ihre Stärken und Schwächen und damit Einsatzgrenzen. Für die Betreiber führt ein Aus für die Lampe deshalb zu teilweise massiven Schwierigkeiten. 3)  Zu der vorgesehenen Verordnung gibt es eine Folgenabschätzung, die die Kommission aber erst dann herausgeben will, wenn die Verordnung im Amtsblatt veröffentlicht ist, das heißt wenn alles entschieden ist. Mitgliedstaaten und Parlament haben sich nicht geziert, der Verordnung trotz Unkenntnis der Folgen zuzustimmen. 4)  Oktober/November 2018 gab es im Rahmen der sogenannten „besseren Rechtsetzung“ eine öffentliche Konsultation zu der geplanten Verordnung. Dazu gingen rd. 70 Rückmeldungen ein: neben Zustimmung auch Kritik; zum Teil massive. Die anschließend von der Kommission zur Entscheidung durch die Mitgliedstaaten vorgelegte Fassung ließ keinerlei Verbesserung erkennen. >> Ein Mehr an EU hilft unter solchen Bedingungen nicht.

Gabriele Klein / 29.04.2019

@Kleinophorst. Also ich möchte weder die NPD noch die Linke oder ehemalige SED Emporkömmlinge auf dem Parket der Demokratie sehen. Dies weil das “Demokratie” verständnis der einen einst zum Genozid Hitlers führte und das der andern zum Geonozid Stalins, so einfach ist das. Ersterer wird mit jeder Neuausschreibung für teure Mahnmal- Bauprojekte noch besser verdrängt und letzterer ist nicht der Rede wert.

M.Kaiser / 29.04.2019

Nein Herr Broder , es handelt sich nicht um den deutschen Größenwahn .Die Grünen werden nur infolge von 20% geistesgestörten Wählern übermütig und verraten die Ziele ihrer Auftraggeber.

Harro Heyer / 29.04.2019

Lieber Herr Broder, wenn die Politik zur Posse wird, was kann der Wähler dann machen. Soll er die Politik durch seine Stimme dann noch legitimieren. Wir können uns noch frei entscheiden - wählen oder nicht wählen.

Viktoria Hammon / 29.04.2019

An der Bushaltestelle heute war ich fast eingekreist von Wahlplakaten, die sich in einem “wir gemeinsam für Europa usw.” irgendwie ähneln. Plötzlich war ich unsicher: Geht es um hier eine politische Wahl oder eine Einladung zum Kirchentag? Da auch unisono von “Europa”, sogar dem neuen Europa, statt EU gesprochen wird, war mir klar, dass das so nichts wird. Es sei denn, Russland, die Schweiz oder Norwegen werden vereinnahmt.

Michael Guhlmann / 29.04.2019

An manchen Tagen bin ich verhindert, bei der “Achse des Guten” vorbeizuschauen. Ich wünschte, ich hätte Herrn Broders Wort vom “deutschen Größenwahn” nicht gelesen. Es macht mir das Bild kaputt, das ich von Herrn Broder hatte.

sybille eden / 29.04.2019

Hallo, lieber Herr Broder, die deutschen Nationalsozialisten wollten mit den anderen europäischen Nationalsozialisten (  die gab es eine Menge) ein neues Europa schaffen. Es gab in den 30er Jahren grosse Zusammenkünfte aller europäischen Faschisten. Allen voran die deutschen,französischen,norwegischen,belgischen,holländischen,italienischen ,ungarischen,kroatischen und,und und…. Es ist doch nicht die Erfindung eines Herrn Monet, das ist doch eine glatte Geschichtslüge ! Die Idee stammt aus der faschistischen Ideologie, die verschiedenen Völker zusammenzubringen unter eine Herrschaft. Wie das Rutenbündel - ebend eine faschistische UNION. Hitler und Mussolini waren glaube ich die treibenden Kräfte. Selbst in den USA gab es eine grosse Anhängerschaft dieser Idee ! Heute sind es die Linkspopulisten und Grünen Ideologen mit ihren christlich-konservativen Steigbügelhaltern, die dieses alte Projekt wieder voran treiben. Es ist doch nur alter römischer Wein in “neuen” Schläuchen. Ein wirklich europäisches Projekt müsste wirklich liberal sein und einfach eine europäische Gemeinschaft bleiben, deren Bindungen und Verbindungen ständig wachsen könnten auf Grundlage der Selbstbestimmung der Mitglieder. Dieses wäre ein spannender und interessanter Prozess. Die EU dagegen ist ein autoritäres,antiliberales Projekt. Darum plädiere ich :  ZURÜCK ZUR EG ! Wäre das nicht ein guter Slogan für ein AfD Plakat ?

Rex Schneider / 29.04.2019

So ein Europa ist der Anfang vom Ende, Herr Broder, auf dem Balkan neue Grenzen źiehen und Unabhängigkeitsbewegungen im eigenen Raum unterdrücken und ohne Russland, hat noch nie funktioniert.

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