Achgut.tv / 09.04.2018 / 06:23 / 11 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: “Eine Obergrenze zu nennen ist Propaganda”

Es gibt Probleme durch die Zuwanderung, die ja kaum zu leugnen sind. Statt Lösungen anzubieten, versucht es die Politik nach wie vor mit dem Abfeuern von Worthülsen, die ein Gefühl von Problemlösung vermitteln sollen. „Obergrenze“ ist so ein Wort oder auch „Umverteilung“. Doch wohin sollen denn die Menschen umverteilt werden? In souveräne Staaten, die man dazu zu zwingen versucht? Weil die so renitent sind, scheint für manche Freunde der Brüsseler EU-Verwaltung die Einschränkung der nationalen Souveränität dringend geboten. Als Demokrat sollte man heute gegen solcherlei Größenwahn kämpfen, auch die, die früher zu Recht für die Beschränkung nationalstaatlicher Macht eintraten.

Foto: Tim Maxeiner

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Katrin Ufer / 09.04.2018

Ich freue mich jeden Montag auf den einzig wahren SPIEGEL.

Ronald Sändig / 09.04.2018

Also, bei aller Liebe und Verständnis für Herrn Broder – den ich sehr schätze: Sich derart wohlwollend nickend selbst zuzuhören, lässt mich an den Satz denken: „Vom Erhabenen bis zum Lächerlichen ist es nur ein Schritt“. Bitte stellen sie dieses Format ein und reden sie - um der Sache willen - jene klare Sprache die sie bisher so sehr auszeichnet.

C. J. Schwede / 09.04.2018

Bei der „Obergrenze der Zuwanderer“ wird auch nie der nachfolgende Familienzuzug für diese Menschen erwähnt. Auch dieses Weglassen ist Teil der Propaganda.

Svenja Gerwing / 09.04.2018

Die Bundeskanzlerin höchst selbst sagte, dass es Gegenden in ihrem Herrschaftsgebiet gäbe, “wo sich keiner hintraut“... „Dies muss MAN beim Namen nennen und was dagegen tun.“ WER oder WAS ist eigentlich dieses/dieser “MAN”?! Nur gut, dass wir so schlaue Regierende haben!

Julia Thurnwald / 09.04.2018

Was, noch immer keine Kommentare? Na, dann fang ich mal an. Vielen Dank für dieses Video, Herr Broder, Sie haben, wie fast immer, Recht und es tut mir gut, einem vernünftigen Menschen wie Ihnen beim Reden zuzuhören. Danke für Ihre Arbeit! Viel Glück, Gesundheit und ein langes Leben wünscht Ihnen ein Broder-Fangirl aus Österreich! :)

Christoph Kaiser / 09.04.2018

Moratorium ist ja im weitesten Sinne der Vollzug von “Erklärung 2018”.

Michael Himpelmann / 09.04.2018

Ich kann sehr vieles nachvollziehen, was der von mir sehr geschätzte Herr Broder hier sagt. Aber eines nicht: Es kommen mit den ca. 200000 Migranten doch keine 200000 Menschen hinzu (die große Kleinstadt, bzw. die kleine Großstadt) für die man die entsprechenden Strukturen (Kindergärten, Schulen, Geschäfte etc.) erst schaffen müsste? In Deutschland herrscht ein Geburtendefizit von genau diesen ca. 200000 Menschen, wenn ich richtig informiert bin. Daher ersetzen diese 200000 Menschen einfach die frei werdenden Plätze, die nötige Infrastruktur ist bereits da. Dies ist die zugrundeliegende geniale Idee unserer Regenten und Wirtschaftsexperten. Es wundert mich, dass Herr Broder dies nicht weiß!?

P. Hoffmann / 09.04.2018

Doch bitte nicht den geplanten Familiennachzug vergessen. 12000 im Jahr. Wie es mit der Geburtenrate der Herrschaften ausschaut ist bekannt. Es ist keine mathematische Hexererei zu einem Ergebnis zu kommen.

Wolfgang Richter / 09.04.2018

Das ungarische Wahlergebnis läßt nach Ausgang und relativ hoher Beteiligung den Schluß zu, daß man dort bewußt ein Votum im Sinne des “Spiegleins” abgegeben hat, gegen die Brüsseler Eurokraten mit ihrer betreuenden Demokratur, quasi eine Art “Exit light”, noch. Sollten Brüssel und Berlin nicht willens sein, daraus Lehren zu ziehen, den abstimmenden Bürgern ein “Wir haben verstanden” zu signalisieren,  könnte auch im Verbund mit dem Visegrad-Staaten plus Österreich mehr draus werden.

Werner Arning / 09.04.2018

In 2016 und 17 stand das Wort „Obergrenze“ für größtmöglichen Widerspruch zu Merkels Flüchtlingspolitik. „Obergrenze“ war sozusagen der maximal vorstellbare Widerstand gegen die offene Grenze. Etwas anderes, wie etwa eine Schließung der Grenzen, wurde gar nicht in Betracht gezogen. Das wäre geradezu undenkbar gewesen. Das Unsagbare. Deshalb der Minimalvorschlag der CSU mit der Obergrenze. Damit bloß niemand auf die Idee kommt, es könnten ja noch weniger oder gar keine Flüchtlinge mehr sein. Stellt man so eine Untergrenze fest, traut sich niemand diese zu unterschreiten. Allenfalls die AfD hat diese Möglichkeit schon ins Spiel gebracht. Aber die sind ja „des Teufels“. Und so sind wir dann bei den 200.000 gelandet und die stehen im Raum und kaum einer wagt sie in Frage zu stellen. Der Vorschlag von Herrn Broder ist vernünftig. So könnte das Land durchatmen und mit der gebotenen Ruhe und Sachlichkeit das weitere Vorgehen in der Flüchtlingsfrage planen. Wir müssen raus aus diesem „Gehetztwerden“. Wir müssen uns die Zeit nehmen, innezuhalten, nachzudenken, Resümee zu ziehen. Merkels rotgrüne „Peitschenschwinger“ müssten mal zur Ruhe gebracht werden, damit die Kutsche mal anhalten kann und alle zum Durchschnaufen kommen. Aber genau das, soll wahrscheinlich verhindert werden. Rückkehr zu ruhiger Sachlichkeit ist unerwünscht.

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