Achgut.tv / 03.06.2019 / 07:25 / 59 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Eine Kippa für die Kanzlerin

Jedes Jahr gibt es, wie am Samstag, die Al Quds-Demonstration und die zeigte wieder entlarvend deutlich, wo der heutige Antisemitismus großteils herkommt. Aber darüber redet man nicht gern. Stattdessen gab es den Aufruf an die Deutschen, eine Kippa zu tragen, als Symbol der Solidarität mit den Juden, die hierzulande in der Öffentlichkeit besser keine Kippa tragen sollten. Das ist absurd, denn die Kippa ist ein religiöses Symbol, das jetzt dazu benutzt wurde, um denen, die sie einen Tag lang tragen, ein gutes Gefühl zu geben. Gerade deshalb sollte man keine Kippa tragen. Außer einer vielleicht, speziell für die Kanzlerin.

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Tobias Mansen / 03.06.2019

Vielen vielen Dank für diesen Beitrag! Besser kann man es nicht darstellen. Es ist gut, dass es noch Orte gibt, wo auch unangenehme Fakten ungeschönt ausgesprochen werden, anstatt sie auf dem Altar der politischen Korrektheit zu opfern.

Rex Schneider / 03.06.2019

Der Wahnwitz, oder was mir persönlich auf den Zeiger geht, ist wohl mehr die ethnisch, kulturelle Säuberung des Landes. Jeder mehr oder weniger kluge Kopf, der deutschen Geschichte der sich irgendwie mal antisemitisch geäußert hat soll aus dem öffentlichen Raum verschwinden. Die das Fordern sind aber keine Juden. (Denen kann man ja später die Schuld geben) An Dr. Martin Luther getraut sich noch keiner ran, aber der Umbenennungsaktionismus startet bereits. Ich bin nur gespannt ob die lieben Kinderlein, ihren Jäger F. Fröbel (Bekanntlich hatten die Lützower, wohl aus finanziellen Gründen was gegen Juden) oder die Sozis ihren F. Mehring. Alsbald wird noch Wilhelm Busch verschwinden, Schiller den alten Nationalisten werden die Lesefaulen Ökokids sowieso ausmerzen und Goethe wird man wohl was andichten. Raten Sie mal Herr Broder,  wer dann daran Schuld gewesen ist.

Gidon David / 03.06.2019

Aus berufenem Munde weiß ich, dass Monsieur Friedman genau das ist, was sich keine jüdische Mama als Schwiegersohn wünscht! Was ukrainische Mütter von ihm halten, weiß ich nicht. Unvergessen und im negativen Sinne legendär, mit welcher Wucht an Peinlichkeit er im Sommer 2003 die sich angewidert abwendende Öffentlichkeit mit seinen Eskapaden aus dem Drogen- und Rotlichtmilieu behelligte. Ohne Vorwarnung - vonwegen “Vorsicht! Friedmann.” - und auch ohne Entschuldigungszettel für seine zumeist osteuropäischen Opfer. Wenn es eines Exempels fürs Fremdschämen bedürfte, hätte er es gesetzt, existierte zusätzlich noch eine Skala wie bei Erbeben, so wären im 9 Magnituden auf der ewigen Friedmanskala sicher! Julien Michel ist der Grund, weshalb unter deutschen Juden, den Jecken, der jüdische Vorname “Pinchas” vom Aussterben bedroht ist! Inwieweit es Juden in Italien mit dem zweiten Alias, “Paolo”, des feinen Pinkas ähnlich ergeht, entzieht sich meiner Kenntnis. Generell toleriere ich ja menschliche Arroganz, so sie über Substanz verfügt und berechtigt ist. Sie hat in meinen Augen schon so manchen Kauz sympathisch gemacht, allein bei Friedman gelang ihr das nie! Auch bin ich ein glühender Verfechter der sog. “zweiten Chance”! Nobody is perfect und wenn, dann sehr oft nicht im richtigen Moment. Nachdem aber selbst der alte Michel nach der dritten und siebten Chance nicht erkannt hat, was sich schon dem mittelalterlichen nicht erschloss - nämlich als ausgewiesener Amoralist nicht ständig Moral zu predigen, geht mir diese Personalie einfach nur noch auf den Zeiger. Die Rautetaste auf meiner Fernbedienung könnte also leicht auch Kleber- oder Friedmantaste heißen… Wenn ich ihm einen Rat geben dürfte, würde ich ihm empfehlen, es bei seinen Immobilien zu belassen und Arbeit mit Menschen zu meiden. Aber wahrscheinlich kommt alles genau anders, und Herr Friedman wird tatsächlich noch mit Antisemitismus beauftragt, war er doch früher auch schon Krawattenmann und mit Frauen beauftragt.

Manfred Lang / 03.06.2019

Lieber Herr Broder, es dieser gallenbittere Humor, dieser verschmitzte Sarkasmus, der mehr aussagt als hunderttausende wissenschaftliche Arbeiten über Antisemitismus. Man ist gleichzeitig amüsiert und erschüttert. Das Lachen über Ihr Komödiantentum bleibt einem im Halse stecken. Sie bringen diese unheilvollen Entwicklungen des Judenhasses auf den Punkt, wahrhaftig und respektlos. Wie es bei dieser Ignoranz durch unsere Politiker auch sein muss.

Walter Schmidt / 03.06.2019

Lieber Henryk! Du willst doch wohl nicht ernsthaft behaupten,  dass auch nur ein massgeblicher Teil jener Demonstranten,  die am vergangenen Samstag wie seit 2003 üblich über den Kudamm gezogen sind, Leute waren, die im Zuge der Merkelschen Flüchtlingspolitik seit Herbst 2015 ins Land gekommen sind. Den sog. Al-Quds-Marsch gibt’s,  wie Du weißt, schon viel viel länger. Und diese Typen hat auch niemand eingeladen. Es sind vorwiegend schiitische Moslems, die den Mullahs in Teheran mehr oder weniger blind folgen. Jene Flüchtlinge,  auf die Du vermutlich anspielst,  waren in ihrer übergroßen Mehrheit sunnitische Moslems, die vor den Fassbomben Assads und seines großen Freundes in Moskau geflüchtet sind. Das darunter zahlreiche schwarze Schafe waren, bestreitet heutzutage vermutlich niemand mehr. Dennoch ist es natürlich totaler Unfug, so zu tun, als habe es vor Herbst 2015 quasi keine Form des Vernichtungsantisemitismus hierzulande gegeben. Das solltest Du eigentlich selbst am besten wissen. Schalom Walter.

Karla Kuhn / 03.06.2019

GENAU, diese AL QUDS DEMOS sind entlarvend. Und sicher hat Steinmeier diesen Demonstranten ganz deutlich die “LEVITEN GELESEN.”  Waren die “FISCHFILETS” auch eingeladen ??  Ist für Herrn Friedmann die AfD der BUHMANN und INITIATOR des ANTISEMITISMUS ?? Ich finde das nicht mal mehr traurig, ich lache einfach darüber ! Ich dachte den gibts gar nicht mehr im öffentlichen Leben.  Über den völlig überflüssigen Aufruf zum tragen einer Kippa gehe ich mal einfach darüber hinweg, weil er für mich lächerlich ist, denn wenn- angenommen diesem Aufruf viele nachkommen würden, WAS bitteschön sollte dann geschehen ??  KEIN einziger Antisemit würde es wagen, auch nur einen Kippaträger an diesem Tag anzugreifen. Was soll man dazu sagen ? Am besten ignorieren !  Herr Broder wie immer, große Klasse !!  So wie ich mich vor vielen JAHRZEHNTEN montags auf den “Spiegel” gefreut habe, so freue ich mich jetzt jeden Montag auf Ihren (herrlich satirischen, leider oft mit ernstem Hintergrund)  SPIEGEL.

Leo Hohensee / 03.06.2019

Lieber Herr Broder, Sie sind schon etwas “Seltenes”, ein Unikum! Ich ernenne Sie hiermit zur - Guten-Blauen-Mauritius Ihrer Volksgemeinschaft. Welche Volksgemeinschaft das ist dazu müssen Sie noch Stellung beziehen. Und - der Titel muss noch dem Guten-Bundestag zur Abstimmung eingereicht werden.

Al East / 03.06.2019

Als ganz normaler (?) Deutscher, in den 50er Jahren in einer mittleren Großstadt geboren, freiheitlich erzogen und aufgewachsen, trotz oder gerade wegen meines Alters die Haare, glücklicherweise noch in relativ guter Anzahl, bis zum Arsch, um (wieder einmal) meinem Protest gegen diese widerlichen “Gutmenschen” Ausdruck zu verleihen. Jetzt halten mich viele ob meiner langen Matte für einen “linken Strolch” und sind immer völlig geschockt, wenn sie meinen blitzsauberen AfD-Sticker bemerken, der neben Che Guevara an meiner linken Brustseite seine Wirkung ausstrahlt. - Diesen “Kippa” aufruf der üblichen Verdächtigen kommentiere ich mit den Worten des unvergessenen “Kojak”- Stars Telly Savallas aus einem seiner zahlreichen Filme: “Perverse, das sind alles Perverse !” -

Richard Rinklin / 03.06.2019

Ja, so bedient man die Aufmerksamkeitswelle, indem man mit billigen Sprüchen eine in aller Welt geächtet Regierungschefin verunglimpft!

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