Achgut.tv / 25.06.2018 / 06:20 / 20 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: „Die EU wird diese Krise nicht überleben“

Nein, dieser Satz bezieht sich ausnahmsweise nicht auf die Migrationskrise, die die EU derzeit auch nicht in den Griff bekommt, sondern auf die Euro- und Schuldenkrise, über die merkwürdigerweise kaum einer redet, obwohl doch gerade Italien Kurs auf den Staatsbankrott nimmt. Und im Gegensatz zu Griechenland kann Italien den Euroraum und damit letztlich auch die EU schon in den Abgrund reißen. Tröstlich ist vielleicht nur, dass die Italiener diese Krise überleben werden, nur die EU in ihrer heutigen Verfasstheit wahrscheinlich nicht. Doch statt sich dem Problem zu stellen, wird es lieber schöngerechnet und schöngeredet. Das wiederum ist ja bei der Migrationskrise nicht anders. Nur kann die derzeit nicht so leicht übersehen werden, wie die Euro- und Schuldenkrise.

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Horst Jungsbluth / 25.06.2018

Schon der verstorbene ehemalige Finanz- und Verteidigungsminister Hans Apel (SPD) hat in seinem Buch “Der Abstieg” die damalige sehr kleine EG rückblickend in die siebziger Jahre!!! sinngemäß als “Bürokratenmonster” kritisiert und mischte danach lieber in der Bundespolitik mit,  wo er allerdings auch so einiges auszusetzen hatte, übrigens gerade auch bei seiner eigenen Partei. Das “Monster” ist in der Zwischenzeit rasant gewachsen und mischt sich überall ein, nur eben dort nicht, wo es dringend nötig wäre. Bei den Finanz. und Flüchtlingskrisen wird ganz vergessen, dass diese auf eine katastrophale Politik in einigen Mitgliedsstaaten und auf die falschen Rektionen in anderen zurückzuführen sind und dass dort und das gilt auch für einigen deutsche Bundesländer weder der öffentliche Dienst und besondernd die Justiz und leider auch die Medien nicht funktionieren.  Was wir zur Zeit erleben, das ist schier unfassbar und man fühlt sich gerade hier in Berlin, wo alles noch viel schlimmer ist, wie in einer widerwärtigen Diktatur. Die EU wird solange bestehen und das kann man sehr gut mit der SED-Diktatur vergleichen, solange dem Heer der Mitarbeiter die dicken Gehälter pünktlich überwiesen werden.  Alles andere ist für diese Leute vollkommen uninteressant

toni Keller / 25.06.2018

Ich hoffe seit ihrem Bestehen, dass die EU, so wie sie geworden ist, auseinanderfliegt und der Verstand wieder einkehrt. Jedoch geschieht genau das nicht, im Gegenteil, eine deutsche Regierung tut nachgerade so, als sei sie selber nur bundesrepublikanischer Bundesstaat einer EU . Dazu haben wir mittlerweile die Situation, dass die Schulden der einzelnen Länder einfach viel zu groß sind, auch das angeblich ach so reiche und prosperierende Deutschland hat über 2 Billionen das sind über 2000 Milliarden Euro Schulden, die Target II Schulden nicht mit gerechnet. Soweit ich das kapiert habe, hat man die Schulden einfach bei sich selber, gleicht also einem Menschen der mehrere Konten hat, und munter von einem auf das andere überweist, in der Hoffnung, keiner der Banken merkt, dass er eigentlich nur Hartz IV kriegt und deshalb die Kredite nie und nimmer zurückzahlen kann. Weil nun das ganze System auf Pump und Schulden, gebaut ist, aber Stabilität und Haben suggeriert, ist klar, es muss aufrecht erhalten werden, weil der Zusammenbruch das ganze Ausmaß der Lügerei offenbaren würde, dass man z.B, die Mehrheit der Bevölkerung in ein System gelockt hat, wo Selbstversorgung komplett unmöglich ist, also eine Krise das ganze Land lahmlegen und ins Elend stürzen würde, man überlege nur der Strom fiele drei Tage lang aus. Dennoch wird der Zusammenbruch kommen und es wäre besser jemand spräche mal Tacheles, aber jeder hofft doch dass nach ihm die Sintflut kommt! Zum Verzweifeln!

Karla Kuhn / 25.06.2018

“...wird es lieber schöngerechnet und schöngeredet.”  Darin scheinen die Verantwortlichen wirklich Meister zu sein. Wenn sie so handeln würden, wie sie schönreden und schönrechnen, dann hätten wir überhaupt keine Krisen und alles wäre eitel Sonnenschein. Aber warum einfach, wenn es auch anders geht ? Hauptsache die dafür verantwortlichen Damen und Herren können weiter fest im Sattel sitzen bleiben. Allerdings wackelt der schon gewaltig. Sie sagen es, die Lage ist sehr komplex und vor allem undurchsichtig. Die EU wird es vielleicht doch überleben aber zu WELCHEM PREIS ??  WOHER werden eigentlich die Milliarden (bald Billionen ?) für die vielen Baustellen genommen ?  Vor 2015 mußte um jeden Cent gerungen werden und jetzt ? Das Milliardenfüllhorn scheint nie leer zu werden.

Dirk Ahlbrecht / 25.06.2018

Was mich betrifft, so kann ich nur sagen: Ganz fest die Daumen drücken, das der EU-Wahnsinn recht bald ein Ende hat!

Werner Arning / 25.06.2018

Nicht die Italiener sind besorgt über EU und Euro, sondern besorgt sind die Deutschen. Die Italiener besitzen ihre Eigentumswohnung, das beste Essen der Welt und ihre Improvisationsfähigkeit. Schulden beängstigen sie nicht übermäßig und das Schicksal der EU liegt ihnen eher nicht am Herzen. Franzosen, Griechen, Italiener haben allerdings gelernt, wie man sich deutschen Ängste und Sorgen zunutze machen kann. Wie man von ihnen profitieren kann. Je größer die Angst bei den Deutschen, desto größer auch ihre Zahlungsbereitschaft. Und womit kann man sie am besten ängstigen? Genau, indem man den Teufel des Populismus an die Wand malt. Da öffnet sich das Portemonnaie wie von Wunderhand. Nur die Deutschen machen diesen Hype um Europa und die EU. Die Südländer sehen es pragmatisch. Nützt es mir, ist es gut. Nützt es mir nicht, will ich es nicht. Für sie handelt es sich nicht um eine Grundsatzfrage oder um Ideologie. Nein, die Italiener werden sich zu helfen wissen, wenn alles den Bach runter geht. Auf ihren Ansprüchen sitzenbleiben, werden die Deutschen. Und zwar auf materielle wie auf ideologische Art.

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