Nein, dieser Satz bezieht sich ausnahmsweise nicht auf die Migrationskrise, die die EU derzeit auch nicht in den Griff bekommt, sondern auf die Euro- und Schuldenkrise, über die merkwürdigerweise kaum einer redet, obwohl doch gerade Italien Kurs auf den Staatsbankrott nimmt. Und im Gegensatz zu Griechenland kann Italien den Euroraum und damit letztlich auch die EU schon in den Abgrund reißen. Tröstlich ist vielleicht nur, dass die Italiener diese Krise überleben werden, nur die EU in ihrer heutigen Verfasstheit wahrscheinlich nicht. Doch statt sich dem Problem zu stellen, wird es lieber schöngerechnet und schöngeredet. Das wiederum ist ja bei der Migrationskrise nicht anders. Nur kann die derzeit nicht so leicht übersehen werden, wie die Euro- und Schuldenkrise.
Ihre Frage ist richtig. Warum will Island oder auch Schweden und Polen nicht Mitglied im Euro-Währungsverbund werden? Gute Ideen wurden in der Geschichte der Menscheit doch immer kopiert. Warum wollen die kultur- und sprachnahen Mittel- und Südamerikaner von Mexico bis Chile nicht eine südamerikanische Union(SAU) bilden und als Gemeinschaftswährung den "$üdamericano" einführen? Oder warum wollen die als besonders kopier- und nachahmungssüchtigen geltenden ostasiatischen Länder nicht die die Ostasiatische Union(OAU) gründen und als Gemeinschaftswährung den "Asiato" einführen? Zudem mahnen bei uns EU-Apolegeten ständig in den diversen Talkshows mit furchtvollen Unterton an, dass Deutschland mit seinen 83 Millionen Einwohnern zu klein für diese Welt ist und sich als Nation ohne den Zusammenschluss mit anderen Staaten in dem Bündnis der Europäischen Union nicht gegen Riesen wie die USA oder China behaupten könnte. Nur frage ich mich immer verwundert, wie Zwerge wie Neuseeland, Uruguay, Israel, Island, die Schweiz oder Singapur das sehr wohl schaffen, ohne unbedingt Mitglied in der EU sein zu müssen? Die EU wird wie andere nordamerikanische, südamerikanische, afrikanische, orientalische oder asiatische bilaterale Interessensgemeinschaften mutmasslich auch in den nächsten 50, 100 oder 500 Jahren alle diversen Krisen überstehen. Man tut sich zusammen und baldovert etwas aus. Das hat der Mensch, weil es zweckmässig ist, immer getan und er wird es deshalb auch in ferner Zukunft so weiterführen. Nur der "Titanic-Dollar", sprich der Euro als Währung, der wird die nächste Weltwirtschaftskrise(Rezession) garantiert nicht überstehen. Da bin ich absolut mit Ihnen der gleichen Meinung.
Lieber Herr Broder, ganz genau so sehe ich das auch. Ich staune allerdings immer wieder, wenn ich mit den Anlageberatern der Banken spreche, wie deren Beurteilung immer noch positiv ist. seit der letzten Finanzkrise traue ich dieser erneuten Entwicklung längst nicht mehr. Eigentlich bin ich erstaunt, dass es noch nicht passiert ist, dass auch noch nirgendwo ein Anfang von galoppierender Inflation zu sehen ist. Es ist einfach nur am Kochen. Nachdem aber die EZB kürzlich erneut nicht den Mut hatte, die Aufkäufe von Schund papieren in gigantischer Grösse aufzugeben, hat sich mein Bauchgefühl dramatisch verschlechtert. Vielleicht sind wir einfach zu skeptisch oder haben in der Schule ab der zweiten
Treffend, Herr Broder. Hoffentlich überlebt die EU und auch Frau Merkel diese Krise nicht, damit wieder Vernunft und common sense in der Politik Einzug halten.
„Triple-E“: Einwanderung, Euro, Energie! Alle drei könnten unser Gesellschaftsmodell hinwegfegen, und das schon alleine. Zu dritt sind sie leider mit den vorliegenden Rezepten offensichtlich „unlösbar“. Die etwas aufmerksameren Nationen haben das erkannt und ihre Regierungen bereits ausgetauscht. Worauf warten wir?
Währungsreform? - Sonst fällt mir nichts ein..
All diese Probleme - die illegale Einwanderung, die Krise des Euro, die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland, die völlig kopflose Energiewende - wurden ohne jeden Grund herbeigeführt. Hätte man einfach die Gesetzgebung bei ~1960 belassen, wäre das meiste in Butter. Es ist atemberaubend, wie nahezu jeder heutige Missstand den 68ern & ihrem "Marsch durch die Institutionen" angelastet werden kann.