Achgut.tv / 15.04.2019 / 06:15 / 67 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Die ganz neuen Rechten

Derzeit beschäftigen sich wieder einmal viele Publikationen mit den neuen Rechten. Engagierte Kämpfer gegen rechts haben sich auch vor fünf, vor zehn, vor fünfzehn und vor zwanzig Jahren mit den neuen Rechten beschäftigt, allein deshalb muss es sich ja im aktuellen Fall um die ganz neuen Rechten handeln. Und in der Tat ist man heute mit Aussagen rechts, mit denen man seinerzeit noch links sein konnte. Und wer sich darüber beschwert, zum Rechten gebrandmarkt worden zu sein, beweist nach Meinung derer, die die Gesinnungs-Etikettierung vornehmen, erst recht, dass er zu den Rechten zählt. Dieser Irrwitz lässt sich eigentlich nur ertragen, wenn man immer mal wieder einen klugen Gedanken eines klugen Menschen genießt und sich ansonsten in Gelassenheit übt.

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Arnd Siewert / 15.04.2019

Dem Dr. Dom…der an der Baumschule promoviert hat… widerlich und Leugner ist Nazissprech und ihre Arroganz passt da völlig. Wenn Wissenschaftler dem Mainstream nicht folgen sondern ihrer Arbeit treu bleiben, werden sie als Leugner stranguliert?

Udo Kemmerling / 15.04.2019

@ Dr.Wilhelm Dommrich: “Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.” Wenn der Bildungsbürger in seinem ureigenen Biotop aufgescheucht wird, greift er zur Feder. Er formuliert adäquat und scheut nicht den groben Keil. Der Herr Ziegler, dessen Sammlung auf der Moritzburg gezeigt wird, ist mir wohlbekannt, da wir derselben Naturwissenschaft frönen. Inwieweit mir Werke von Emil Nolde allerdings helfen sollen, zur Klimakirche zu konvertieren, erschließt sich mir nicht.

Jörg Klöckner / 15.04.2019

@ Dr.Wilhelm Dommrich: Herr Dommrich, Sie wären hier willkommen gewesen, wenn Sie einen sachlichen Beitrag geleistet hätten, egal in welcher Richtung. Und wir wären ernsthafter auf Sie eingegangen, wenn Sie sich halbwegs benommen hätten. So aber sind Sie für uns nur das, was wir einen Gesinnungsethiker nennen. Die Achse des Guten ist in der aktuellen Form entstanden, weil wir versuchen zu begreifen, warum Leute wir IHR hinter der Fahne von Wahnsinnprojekten marschieren; Um herauszufinden, wie wir EURE Hybris stoppen können, EURE Aggression, EURE Verantwortungslosigkeit, mit der IHR eine ganze Gesellschaft gefährdet und die Werte der Aufklärung auf den Müllhaufen werft. IHR seid die Täter; IHR seid die Ewiggestrigen - und da regt IHR EUCH darüber auf, dass wir uns wehren? Wollen Sie hier ernsthaft Täter-Opfer-Umkehr betreiben?

Werner Arning / 15.04.2019

Ein Helmut Schmidt galt seinerzeit als rechts. Die CDU natürlich auch und selbstverständlich die CSU. Linke waren im KBW. Später gingen diese zu den Grünen. Noch linkere sympathisierten mit der RAF. Außerdem traf man Linke hauptsächlich außerparlamentarisch an. Die Jusos galten nur als ein klein bisschen links, aber im Grunde als angepasst. Also als zukünftige rechte SPDler. Die eigentlich rechten fanden die NPD gut oder die Wehrsportgruppe Hoffmann. Heute ist alles verschoben. Alle wollen links sein. Alle wollen grün sein. Selbst die Pastöre in den Kirchen. Früher würden diese Pastöre vor diesen gleichen Linken gewarnt haben und zur Wahl der CDU aufgefordert haben. Seit Merkel ratet die Priesterschaft von der Wahl einer AfD, die doch sehr viel mit dieser ehemaligen CDU gemein hat, ab. Ja, sie verteufeln die AfD gar. Früher würden sie den Sozialismus verteufelt haben. Die ehemals antiklerikalen Linken wären ihnen zuwider gewesen. Heute reden sie diesen nach dem Mund. Wer früher etwa ein Rechter SPDler gewesen war, wäre heute ein Rechter schlechthin. Ohne wenn und aber. Und Rechte sind gleich immer sofort Rechtsradikale, oder fast. Man macht eigentlich keinen Unterschied mehr. Alles ist rechts. Ob konservativ oder wirtschaftsliberal oder ob gleich fremdenfeindlich, alles egal, alles rechts, alles voll nazi. Mein Onkel A., ein echter, bekennender Nazi, hätte sich zu Lebzeiten die Nähe dieser „neuen Rechten“ verbeten. Er würde sich geweigert haben, mit diesen in einen Topf geworfen zu werden. Alle links. Parlamentarier. Nein, so ein leibhaftiger Nazi würde heute die Welt nicht mehr verstehen.

Petra Kehren / 15.04.2019

Sehr geehrter Herr Dr.Wilhelm Dommrich, Ihre Diktion soll nicht Gegenstand meines Einwurfs sein, aber schön ist anders. Was wird sich von heute aus betrachtet in den nächsten 12 Tagen auf dem afrikanischen Kontinent verändet haben? Was meinen Sie? Er wird eine Million neue Einwohner haben. Die einen deutlich geringeren, aber eben doch auch einen sog. “carbon footprint” haben. In 24 Tagen wir das übrigens wiederum so sein und in 36 Tagen wieder. Allein auf dem afrikanischen Kontinent genügen also rund 4 Wochen, um die seit 2015 nach Deutschland zugewanderten Menschen wieder zu ersetzen. Ich möchte Sie ermuntern, dies zu einem Gedankenexperiment zu machen und die Grundrechenarten zu bemühen. Leicht werden Sie feststellen, dass ein menschlicher Beitrag zur Erhöhung des CO2 - Gehaltes der Athmosphäre unbedingt zutrifft und alles andere als zu vernachlässigen ist. Woran Zweifel nach wie vor gestattet sein müssen - auch von Ihnen - ist der Ursache-Wirkungszusammenhang. Eine weitere Ermunterung darf ich anfügen. Unterziehen Sie sich der Mühe in den Original-Bericht des IPPC hineinzulesen. Dort, also in den einzelnen Kapiteln, finden sich teils bemerkenswerte Eingeständnisse über die Probleme der Evaluiierung verarbeiteter Daten. Und Hinweise wie die, dass man die Einflüsse von Wolken auch mit den neuesten und aufwendigsten Computermodellen (und anderes sind die Inhalte des IPPC-Reports nicht) nicht adäquat zu erfassen und quantifizieren vermag. Haben Sie schon einmal einige Zeit mit Wolkenbeobachtung verbracht? Ein wunderbares Schauspiel in seiner fortwährenden und unvorhersagbaren Wandlung. Solche Hinweise findet man im IPPC-Report aber leider nur in den Kapiteln, die Abstracts und noch mehr die “Zusammenfassungen für Politiker” verzichten auf diese Fakten. Warum wohl? Schöne Grüße

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