Heute ist der 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und damit offizieller Holocaust-Gedenktag. Doch die offiziellste Gedenkveranstaltung fand bekanntlich schon vor ein paar Tagen in Yad Vashem statt. Die deutschen Medien feierten den Auftritt von Bundespräsident Steinmeier. Niemand erinnerte daran, dass derselbe Steinmeier den Herrschern in Teheran zum Jahrestag der Islamischen Revolution gratulierte, obwohl doch eines der Ziele der in die Jahre gekommenen Revolutionäre die Vernichtung des Staates Israel ist. Stattdessen konnten deutsche Medienkonsumenten lernen, dass deutsche Gedenk-Spezialisten das Holocaust-Gedenken eigentlich viel besser beherrschen als die Israelis.
Von Henryk M. Broder erschien am 8. November 2019 das Buch „Wer, wenn nicht ich – Henryk M. Broder“. Der Autor befasst sich darin mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die zweite Auflage ist ab sofort lieferbar.
Moin, Herr broder, Es heißt doch immer, über die Vernichtung der Juden muss geredet werden, darf nicht in Vergessenheit geraten. Nur wer redet und wer hält die ansprachen!? Seit fruehester kindheit war ich und bin es bis heute, über den Holocaust eher sprachlos, Ja, stumm. Es bleibt unfassbar, was Menschen - Menschen hier angetan haben! Man kann es gar nicht in Worte fassen, diese Worte gibt es nicht, darum wirkt Steinmeier auch so Furchtbar deplaziert. Die israelis kämpfen ja immer noch um ihren Platz in dieser welt, vielleicht laden sie deswegen einen deutschen Bundespräsidenten zu sich ein. Reine welten-diplomatie. Ich muss kein Jude sein, um zu wissen, das der menschlichen art nicht zu trauen ist und sich jederzeit so etwas wiederholen kann. Das ist die Botschaft, aus der organisierten Judenvernichtung der deutschen, die mir im bewusstsein erhalten bleibt und es lässt sich auch mit nichts "gleichstellen" (z.b. Sklavenhandel Afrika/Amerika). Gestern abend lief der Film:" sahras schluessel" mit Kristin scottThomas. Ohne mit dem "schlimmsten" konfrontiert zu werden, wird die "Nachhaltigkeit" des geschehens , in unsere Zeit mit eingebunden. Wenn Steinmeier die Juden in Israel tatsächlich anerkennen würde, könnte er sich seine unglaubwürdigen Phrasen ersparen!
Ach, lieber Herr Broder, fallen Sie mir nur nicht in Trübsinn. Soviel mir zu Ohren gekommen ist, haben Redner und die ARD-Vorbeterin doch wenigstens darauf verzichtet, dem Holocaust das Kompliment zu machen, daß an ihm ja nicht unbedingt alles schlecht war...oder sowas in der Art. Zu diesemThema - für die, die es zufällig übersehen haben sollten - hat TICHY am 25. Januar einen "wegreißenden" Artikel von Gerd Buurmann veröffentlicht: "Was erlauben Israel?". [...wenn welche, die nicht vergessen wollen, auf jene treffen, die nicht vergessen können...]
Für mich kann kein Zweifel daran bestehen, daß die " politische Privatparty " ( ist es nicht seltsam, wie Bezichtigungen immer wieder Selbstauskünften ähneln ? ) mit den " Erzfreunden " der Juden beginnt, der Regierung über den Kopf wachsen ? Und die Schuld wird sie natürlich anderen in die Schuhe schieben wollen. Der Eimer und die Empörung kann also weg, der mieseste Teil der deutschen Geschichte beginnt JETZT : die erneute Vorbereitung von Gemeinheiten an der eigenen Bevölkerung und die propagandistische Verschleierung. Ich würde mich ausschließlich auf die " Heimlichkeiten " konzentrieren, die der bröckelnden Fassade entgegenwirken sollen und die "großen Reden" , die das ganze Jahr begleiten werden, "links" liegen lassen. Es sind ALLES mehr oder weniger Ablenkungsmanöver der abgesprochenen Medien. Falls ich mir hier zuviel herausnehme , bitte ich in aller Form um Entschuldigung für meinen Grenzübertritt ! - Die Aussicht, das ganze Jahr diese medialen Knochen abzuknabbern , die man der Bevölkerung vorwirft , während hinter den Kulissen die Beute verteilt und die "Flucht in den Rettungsboten"organisiert wird, ist doch ... genau das, was DIE gerne hätten !
Herr Broder - btw schicke neue Brille:-) - spricht es ja an: Warum wird Steinmeier eingeladen? Warum darf er sprechen? Warum steht niemand auf und verlaesst die Veranstaltung? Wie wird er in Israel gesehen? Als Freund? Als nuetzlicher Idiot? Was erwartet man von der sog. BRD im BRD-israelischen Verhaeltnis? Offiziell und besonders auch inoffiziell? Ist man gar dankbar, dass Erika soviele potentielle Antisemiten weit von Israel entfernt angesiedelt hat, und hofft man diesbezueglich auf mehr? Warum wird der BRD-Botschafter in Israel nicht einbestellt, wenn BRD-Staatsmedien sich aus dem genannten Anlass abfaellig ueber Israel aeussern? Fragen ueber Fragen, die auf der guten Achse einmal gruendlich analysiert werden koennten...Wer Praesident Trump nicht gratuliert, stattdessen aber einem Terrorregime , ist NMP = Not my president!
Gehen wir doch vielleicht etwas pfleglicher um mit dem Herrn...wie heißt er noch gleich?...komme im Moment "leider" nicht drauf...jedenfalls dem aktuellen BP. Streng genommen ist der Stuhl seit der zuletzt veräppeldäteten GroKo verwaist. Da das aber, rein formell betrachtet, nicht sein darf, mußte aushilfsweise ein Platzhalter, eine Variable herhalten [in der Mathematik wäre das z.B. ein "X"] Gesucht - gefunden, wir erinnern uns. Der BP als das kleinste gemeinsame Vielfache...und dazu noch sowas wie ein Quotenmann, sozusagen. Wenigstens ist damit der Form Genüge widerfahren...positiv gesehen. Das Amt selbst müssen wir uns aber seitdem als permanent...nennen wir es haß- und hämefrei: MILKAnisiert vorstellen.
Als Gedenk-Spezialisten hörte ich heute morgen auch Friedmann im Radio: Die AfD wolle den Holocaust irgendwie einordnen und damit relativieren. Das sei falsch. Ich habe daraus verstanden, dass unter 6 Millionen Toten eigentlich nichts mehr zählt. Und auch wenn Stalin und Mao noch viele Millionen mehr auf dem Gewissen haben, dann waren das eben Kollateralschäden und dennoch nicht zu vergleichen. Wenn wir vergleichen dürften, dann wäre es immerhin keine industrielle Tötungsmaschinerie. Aber welche Lehren ziehen wir dann aus einem katastrophalen Ereignis, dass wir nicht einordnen dürfen? Ich lobe darum H.M. Broders Buch: 'Vergesst Auschwitz'
Warum will in Deutschland niemand der Roten Armee gedenken, die das Ende der Vernichtungslager in Osteuropa bewerkstelligt hat. Und auch nicht der vielen toten Soldaten der Roten Armee gedenken will, die für das Ende der Vernichtungslager mit ihrem Leben bezahlt haben. Das offizielle Deutschland ist bescheuert wie eh und je.