Achgut.tv / 11.11.2019 / 06:25 / 61 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Die arbeitswillige Angela M.

Die Kanzlerin und ihr Vizekanzler haben ihre eigene "Große Koalition" evaluiert und überraschenderweise festgestellt, wie erfolgreich sie arbeite, um dann zu verkünden, sie wäre nicht nur arbeitsfähig, sondern auch arbeitswillig. Hätten wir sonst an Angelas Willen zur Arbeit gezweifelt?

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Max Wedell / 11.11.2019

Haben Kanzlerin und Vizekanzler auch bedacht, daß es Wähler gibt, die die Aussage, die Groko wäre arbeitswillig, als Drohung auffassen? Das sind all jene, die den Eindruck haben, die Politiker würden nach der Devise vorgehen: Wir müssen am Ende der Legislaturperiode was gemacht haben, weil es ansonsten so aussieht, als hätten wir ja gar nichts gemacht. Mit großer Wehmut denken diese Wähler etwa an die ersten sechs Monate nach der Bundestagswahl 2017, in der die Politiker vollständig damit ausgelastet waren, eine Regierung zu bilden. Diese Tätigkeit war ja nun wirklich sehr positiv, da sie die Politiker davon abhielt, anderen Unsinn zu machen, der wirklich ärgerlich gewesen wäre. Für all diese Wähler, die den großen Nutzen politischer Gschaftlhuberei noch nicht richtig nachvollziehen konnten, ist jetzt die AfD der einzige Hoffnungsschimmer am Horizont, da alle anderen Parteien hoch und heilig versprechen, daß die AfD in einer Regierung rein gar nichts zustandebringen wird. Fein, die muß ich wählen!, denken sich deshalb viele. Aus dem Zustand der herkömmlichen Parteien (“arbeitsfähig, arbeitswillig und inkompetent”) kann doch nichts Gutes entstehen, aber schon viel Schlimmes. Die Einordnung der AfD durch die herkömmlichen Parteien in die Kategorie “arbeitsunfähig, arbeitsunwillig und inkompetent” hingegen läßt erwarten, daß mit der AfD in Regierungsverantwortung wenigstens kein Schaden entsteht.

Jean Vernier / 11.11.2019

“Öl ins Feuer” ?! sofern in zeitgeist dominierten, CO2-bewußten Zeiten “Öl” noch zu den politisch-korrekt verwendbaren Vokabeln gehört: war im Zusammenhang mit dem JBK-Tribunal gegen Eva Herrmann nicht auch das Werturteil “Judaslohn” gefallen?

Karl-Heinz Vonderstein / 11.11.2019

Lieber Herr Broder, was sollte sie denn sonst sagen? Etwa:“Wir bemühen uns ja alle, aber ihr wisst ja, ne Große Koalition ist immer scheiße und immer nur ne Notlösung.Richtig Bock hatten wir von Anfang an nicht gehabt, wir müssen uns jeden Tag von neuem dazu zwingen, aber was tut man nicht alles für Deutschland und wie dankt es uns das blöde Volk, mit katastrophalen Wahlergebnissen für Union und SPD und miserablen Umfragewerten für beide.Undankbares Pack!”

Rolf Mainz / 11.11.2019

Man könnte ihr also attestieren: “Angela war stets bemüht.” Oder, auch: “sie war anwesend”. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Thomas Hechinger / 11.11.2019

Das eigentliche Problem sind doch nicht die Kanzlerin und ihr Vize. Sollen sie sich gegenseitig tadeln? Natürlich dürfen sie sich loben und Werbung für ihre tolle Regierung machen (Doppelsinn von “toll” beachten). Das eigentliche Problem ist es, wenn Journalisten nicht kritisch nachfragen. Aber warum sollten sie auch, wo sie sich doch mit dem Kabinett Merkel-Scholz ihre Regierung halten?

Rico Martin / 11.11.2019

Das ist nicht Schamlosigkeit bei der Merkle-GroKo. Das ist geplante Dummheit und Naivität.

H.Roth / 11.11.2019

Ach, wären es doch nur Schauspieler und Theaterdirektoren, diese Zwei mit ihrer Ministertruppe! Ich hätte schon lange vor der Halbzeit das Schauspielhaus verlassen. Es scheint mir vielmehr eine besoffene Schiffsmannschaft unter der Regie eines irren Käptens zu sein, denen wir in bewegtem Meereswasser ausgeliefert sind.  Saboteure, die wohlwollend auf eine Spur der Verwüstung zurückblicken und hoch motiviert sind, ihr Werk der Zerstörung zu vollenden. Man kann da nur rufen: rette sich wer kann!

Petra Wilhelmi / 11.11.2019

Merkel und arbeitswillig. Das ist der größte Witz aller Zeiten. Wäre sie in einem Unternehmen, wäre sie schon wegen Faulheit rausgeflogen.

Ilona G. Grimm / 11.11.2019

@Gabriele Klein: Natürlich meinte ich das (irgendwie doch nicht so ganz bedingungelose?)  Grundeinkommen - das eines Tages in eine Einheitsrente einmünden wird. Sorry für das Versehen.

Uta Buhr / 11.11.2019

@Gabriele H. Schulze:  Sie haben es erfasst: Das Eiapopeia vom Himmel, mit dem man das Volk, den großen Lümmel, im Schach hält. Heinrich Heine verstand es meisterhaft, seine Landsleute auch vom Exil aus noch richtig einzuschätzen: “Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, ich kenn’ auch die Herren Verfasser…” Nachzulesen in “Deutschland ein Wintermärchen”, das bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat. Allerdings führten bei den Weisen und dem Text beileibe nicht mehr die Herren Regie…

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