Achgut.tv / 08.04.2019 / 06:23 / 59 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Deutscher Größenwahn heißt jetzt “EU-Werte”

Manfred Weber (CSU) will ja bekanntlich Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident beerben, wenn seine Parteiengruppe stärkste Fraktion im Europaparlament werden sollte. Woran orientiert der Mann sich, wenn er die Nummer eins der EU werden sollte? Beispielsweise sagt er, es sei ihm wichtig, „dass wir unsere europäischen Werte global durchsetzen können“. Mit welchen europäischen Werte soll die EU die Welt konkret beglücken? Mit französischem Streikrecht, der deutschen Willkommenskultur oder lieber mit der italienischen Vertragstreue? Und vor allem: Wie will er denn die „europäischen Werte global durchsetzen“? Früher hieß es noch: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“. Nun sind die „europäischen Werte“ maßgebend für die Welt. Der Größenwahn ist geblieben. Erschreckend ist eigentlich, dass heutzutage das Publikum so einen Satz einfach klatschend hinnimmt.

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Sabine Schönfelder / 08.04.2019

Während der Finanzkrise 2007 erkannte Merkel die Möglichkeit, sich über die EU ein weiteres Machtinstrument zu verschaffen, sich selbst einen großen Bruder zu konstituieren, ähnlich dem einstigen russischem Bruderstaat, dessen uneingeschränkte Macht ihr, aus eigener DDR-Sozialisation, in beeindruckender Erinnerung verblieben ist. Vorhaben, die nach ihren Geschmack durch rigide demokratische westdeutsche Strukturen zu scheitern drohen, werden über demokratiefremde, von Juncker blumig beschriebene Wege, einfach durchgezogen, unauffällig und hinterfotzig und als streng verbindliche EU-Auflage an die Staaten der EU verkauft. So irrlichterte Madame später in der Migrationsfrage, die mit Seehofer zum harten Schlagabtausch kam, durch Europa, faselte von einer ‘europäischen Lösung’ , und versuchte, den ohnehin geplanten Migrationspakt früher anzukurbeln. Noch vergeblich, damals, wie wir wissen. Dieser eindeutige Mißbrauch der EU wird von Macron, Juncker und Merkel forciert. Sie sind der verlängerte Arm der UN-Gutmenschzentrale und verkörpern die ‘europäischen Werte’, welche die multikulturelle Ökodiktatur formen sollen. Sie gewönnen enorm an Schlagkraft, wenn sie nicht ständig gegen nationale Interessen angehen müßten! Deshalb wird der Nationalstaat, das staatliche pluralistische Individuum der EU-Gemeinschaft, genau wie der auf Individualität bestehende Bürger, zum Nazi erklärt. Aber der Widerstand wächst, ‘Manni ist bald allein zu Hause’, denn die europäischen Nationalstaaten haben eine jahrhundertealte Tradition. Um diese zu zerstören und um die EU so plump zu instrumentalisieren, so sagt der Pfälzer, da müssen schon ‘äbbl kumme, un kän gruzze’!

Lutz Herzer / 08.04.2019

Ich bin nach diesem Beitrag in die Küche gerannt und habe verzweifelt ein Dexit-Energy (heißt doch so?) gesucht.

Johannes Schuster / 08.04.2019

Mit dem Mahnmal ist es um die Schuld getan, freie Bahn dem Größenwahn. Man nehme es zur Kenntnis, ohne die Weltgemeinschaft und deren Aufsicht wären die Deutschen längst zu sich zurückgekehrt, mit blonden Zopfmonstern, gestriegelten Jüngelchen gestrengen Mütterchen und Vati in innerer oder äußerer Uniform (Tschingderassa Bum). Die Frage ist wohl die, wie man Deutschland in Zukunft verwaltet, daß von ihm keine Gefahr ausgeht. Ich schlage einen Sarkophag wie in Pripyat vor.  Und dann kann man anfangen diese Havarie der Sozialisation abzuwickeln, aber bitte mit einer Tiefenbehandlung der deutschen Familienstrukturen als Keim des ganzen Dramas um es mit Horkheimer zu halten. Ami come home !

Marc Hofmann / 08.04.2019

Und da fragen wir uns alle…wie konnten unsere Urgroßeltern so begeitstert in den 1. und 2. WK ziehen…wie konnte ein ganzes Volk sich einen politischen Größenwahn unterordnen….mit disziplin und fleiß sage ich da immer….mit der Gutmütigkeit eines Gesetzestreuen…eines Staatshörigen…..auch heute sehen wir es wieder…der Deutsche Wähler ist in seiner Ausprägung ein Stammwähler…einmal CSU/CDU….immer CSU/CDU….vor allen der konservative Wähler hält solange am Altgewählten fest…an seiner Stammpartei…bis diese einen zum Schluss mitten ins Schlachtfeld geführt hat und dort stehen lässt. Und diesen Verrat nimmt der Konservatvie Unionswähler nicht einmal mehr als Verrat wahr sondern zum Schluss noch als seine eigene Schuld und Verteidigt auch noch seinen Verräter…

Susanne antalic / 08.04.2019

Da die Nazis in Deutschland jetzt rehabilitiert sind und die Greultaten relativiert wurden, in dem jeder Kritiker der Herrschenden als Nazi beschimpft wurde und wird, kann man wieder für Grossreich Europa schwadronieren, der sich dann auf die ganze Welt erstreckt. Die Geschichte wiederholt sich. Das sind die Werte, die von dem Herrn Weber und vielen anderen Politiker propagiert werden,  ja herrschen ist was wunderbares. Liebe Herr Broder, ich bin fast von Stuhl gefallen, als ich diese Rede gehört habe, aber der grosse Applaus hat ihm Recht gegeben und niemand hatte sich über diese Rede aufgeregt, also muss es schon so weit sein.

Johannes Ruckelshausen / 08.04.2019

Angesichts des “politischen Personals” der “Bunten Republik Schland”, setze ich mich dafür ein, dass Ephraim Kishon, dessen Satiren ich vor Jahren für völlig überdreht hielt, in den Kanon alttestamentarischer Propheten, ersatzweise als Anhang zur Apokalypse des Johannes, im Neuen Testament, aufgenommen wird. Will diesbezüglich Kontakt mit Margot Käsfrau aufnehmen, da ich aus gesundheitlichen Gründen (Blutdruck) am Kirchentag nicht teilnehmen kann.

Anders Dairie / 08.04.2019

Nehmen wir lieber die amerikanische Erklärung der Menschenrechte!  Die sind >200 Jahre alt und haben sich bewährt.  Das sieht man daran, wie sich große Regionen in der Welt schwertun, sie zu gewährleisten.  Wärend sich halb Amerika Waffen hält,  damit die Oligarchie in Washington die Rechte nicht antastet. Übrigens , die US-Verfassung verbietet dem Staat, Gesetze zu erlassen, die den Bürger entwaffnen.  Jede gegenteilige Bestrebung oder Empfehlung aus dem “friedliebenden” Ausland (ausgerechnet Deutschland)  war und ist somit müßig und muss scheitern.  An den verfassungs-verrückten Amis.

Herbert Dietl / 08.04.2019

...Dann wird unser deutsches Volk der Granitblock sein, auf dem unser Herrgott seine Kulturwerke an der Welt aufbauen und vollenden kann. Dann wird auch das Dichterwort sich erfüllen, das da sagt: “An deutschem Wesen wird einmal noch die Welt genesen.“ (Rede Kaiser Wilhelms II. bei einem Festmahl für die Provinz Westfalen am 31.08.1907 im Landesmuseum Münster) Und sie wiederholt sich doch, die Geschichte, nicht die selbe, aber die gleiche.

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