Nach dem Überfall auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz sorgten sich viele Politiker und Medienvertreter vor allem darum, ob das nicht letztlich Wasser auf die Mühlen der AfD ist. Das ist heutzutage ohnehin die Grundfrage in Deutschland, ob etwas nicht vielleicht den Rechten nützen könnte. Und alles, was den Rechten nützt, sollte man eigentlich unterlassen. Aber ist es nicht auch Wasser auf die Mühlen der AfD, wenn Angela Merkel noch länger Bundeskanzlerin bleibt? Ist nicht auch Jean-Claude Juncker Wasser auf die Mühlen der AfD? Was sollen wir da nun tun?
Wenn jemand als Kriterium hat, ob eine Aussage den (bösen) Rechten nutzt, hat er sich damit nur selbst entlarvt: Es geht ihm nicht um Argumente und Erkenntnis, nicht um ehrliche Auseinandersetzung, sondern einfach um die Bestätigung seiner vorgefassten, dogmatischen Haltung, für die auch skrupellos gelogen, geschwiegen oder einseitig berichtet werden darf. Wer sowas unterstützt, macht sich schuldig und geht jeder Reputation verlustig. Er ist einfach ein ... , ja und das darf ich jetzt wegen der Netiquette nicht schreiben.
Ich glaube ja, dass die Identitären mit ihrem heutigen Plakatieren an der Fassade der TAZ samt mitfilmen eine Art Medienverarschung in Bezug auf die "Hetzjagd" in Chemnitz plazieren wollten. Also es gibt jetzt das Video von Chemnitz, dass keine "Hetzjagd" zeigt, aber medial und von der Bundeskanzlerin so bewertet wird, und dann noch das Video vor der TAZ, dass nun wirklich keinen "Angriff" der Identitären zeigt, der ihnen aber in den Medien per Überschrift sofort zugeschrieben wurde. Es ist ähnlich in Bezug auf das Foto des verletzten Magnitz. Man darf das angeblich nicht zeigen, weil das eine "Instrumentalisierung" sein soll, aber es ist nun mal Realität und sollte von möglichst vielen wahrgenommen werden. Ich hätte mir auch eine bessere Berichterstattung über die in Dt. "gesichtslosen" Amri-Opfer gewünscht. So langsam macht das mit den endlosen Bewertungskriegen in den Medien (Deutungshoheit) keinen Spaß mehr.
Ach ja, was alles so den rechten (den Rechten?) nützt. Wenn man sie verprügelt, ihre Büros in die Luft sprengt, wenn ein Afghane einer Schwangeren das Baby im Bauch ersticht, wenn Frauen von Arabern vergewaltigt werden, minderjährige Mädchen von solchen am Bahngleis verscharrt werden, wenn man bemerkt, daß minderjährige Asylbewerber schon 30 sind, dann, ja, dann nützt das immer nur den rechten. Da hätte ich einen einfachen Rat: Man möge dafür sorgen, daß diese Dinge nicht passieren. Und Schwupps- sind sie weg, die Rechten. Oder doch nicht? Mir wärs recht. Wär jedenfalls ein Anfang.
Und nicht zu vergessen: "Das beste und sicherste (Deut)Schland das wir jemals hatten" ist Wasser auf die Mühlen der AFD. Sollte die dereinst die 50% geknacke haben, muss also der Müller zuvor ersoffen sein oder die Deutschen konnten es vor lauter "Freude" einfach nicht mehr auhalten.
Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass nach dem Weggang einer die Bevölkerung mega spaltenden Kanzlerin "alles gut" wird. Es bleibt eine Gesellschaft als Schwerbenhaufen zurück. Die Bundesrepublik von 2000 oder 2010 mit einem damals z. B. noch ziemlich hohen Wohlfühl- und Sicherheitsfaktor für Frauen auf der Straße von ist gar nicht mehr aufzufinden. Ich erlebe die Diskussion seitens Grüner und Linker zunehmend als im eigenen Resonanzraum abgekapselt und demokratieunwillig. Wer nicht zum eigenen Lager gehört, wird neuerdings sogar von einer Grünen, mit Steuergeldern bezahlten Medienschaffenden als "Nazi" bezeichnet. SPD und CDU wirken im eigenen Niedergang schlaftrunken und handlungsunfähig. Immerhin schafft es die GroKo noch, nicht gemäßigte Linke wiederholt aggressiv gegen andersdenkende Demonstranten und Polizisten auflaufen zu lassen, während die Linken ihre Instrumentalisierung seitens der Herrschenden dabei regelrecht jubelnd genießen. Niemanden dieser Gruppierungen interessiert der weitere Kriminalitätsanstieg in Dt. Das alles halte ich für irreparabel. Ich befürchte auch, die Auseinandersetzungen in Dt. zwischen konkurrierenden Gruppierungen werden nach Merkel einfach noch zunehmen, weil die Umkehrgrenze bereits überschritten ist, und es wird noch mehr zugespitzte Gewalt in politischen Auseinandersetzungen geben. Dieser Prozess ist natürlich nicht demokratisch, da die Konkurrenten einfach nur noch ausgegrenzt und bekämpft werden. Man hat hier das Gefühl, eine Gesellschaft und ein ehemals tolles Land, in dem früher viele leben wollten, im Verfallsstadium zu erleben. Danach wird meiner Meinung nach wegen der wachsenden Aggressivität beim politischen Konkurrieren ein autoritäres System entstehen. Wir werden in der Geschichte rückwärts laufen. Ich habe die Endphase des Systems in der DDR noch miterlebt und bin erschüttert darüber, wie die frühere Bundesrepublik von 2000 und 2010 blindlings geopfert wird und was sich hier jetzt alles wiederholt.
Lieber Herr Broder! Das lustige an der Sache ist ja, dass die Umstände, die mit Abstand am meisten "Wasser auf die Mühlen der AfD" sind, konsequent ignoriert wird, nämlich die Masseneinwanderung, die Migrationspolitik und die Devotion gegenüber dem Islam.
Wie ein Mord instrumentalisiert wird, der Spiegel wieder einmal in seinem Lauf, den hält auch die Lüge nicht auf: ++ Mit Danzigs Bürgermeister Pawel Adamowicz ist ein liberaler Proeuropäer ermordet worden - ein Streiter für Europa. Leidenschaftlich widersetzte er sich dem nationalistischen Mainstream. Sein Tod sorgt für Entsetzen.++ Kurz gesagt und lang geschrieben so gemeint, ist der Politiker von einem Nazi gemessert worden. Alles klar, wir haben verstanden.