Ein Autor macht in "Tichys Einblick" in einem ironischen Text eine despektierliche Bemerkung über die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli. Daraufhin muss Herausgeber Roland Tichy den Vorsitz der Ludwig-Erhard-Stiftung aufgeben. Wie ist das möglich? Feiern wir uns nicht gern als ein so liberales Land? Es ging hier nicht um "Hass und Hetze", höchstens um schlechten Geschmack. Dafür wird inzwischen ein Herausgeber auf politischen Druck hin öffentlich abgestraft?
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Um die ganze Erbärmlichkeit dieses Vorgangs zu komplettieren : Die CDU - Granden Merz und Linnemann , die in der allgemein vorherrschenden politischen Kakophonie gelegentlich durch sachbezogene Beiträge auffielen , entblödeten sich nicht , aus "Protest " gegen " Tichys Einblick " ihre Mitgliedschaft im Vorstand der " Ludwig - Erhard - Stiftung ru hen zu lassen " . Solche Blüten treibt mittlerweile die servile Anbiederung an den mainstreamigen Zeitgeist . In der Tat , dieses Land ist auf den Hund gekommen .
Schreckliche Frau, keine Lust, mich dazu zu äußern, danke für die sicher mühsame Mühe, sich immer neu mit jemandem dieser Art beschäftigen zu müssen. Die japanisch anmutende Figur mit dem Tablett im Regal links neben der Tür ist schön. Ich versuche, japanisch zu lernen. Sauschwer. Ich würde gern mal dahin und mich mit einfacheren Leuten auf dem Land unterhalten können. Überhaupt ist die Bücherwand schön und tut dem Auge gut, während man sich oft widerliche Dinge anhört.
Vielen Dank für die klaren Worte. Das Problem sind allerdings auch die Vertreter von CDU/CSU, bei denen man nicht mehr weiß, worin sie sich von Claudia Roth unterscheiden.
Der "Tichy's Einblick" Herausgeber Tichy ließ letzte Woche schon wissen, dass er lange schon beabsichtigte, seinen Vorsitz der Ludwig-Erhard-Stiftung abzugeben. Lt. Roland Tichy muss Roland Tichy also gar nichts. Er wollte vielmehr.