Donald Trump erfüllt gerade wieder eine alte Forderung der deutschen Linken. Jahrzehntelang wurde nahezu jeder Auslandseinsatz der US-Truppen von der Forderung "Ami go home" begleitet. Die USA sollten endlich ihre Rolle als Weltpolizist aufgeben. Und jetzt? Jetzt sagt der US-Präsident, dass die USA nicht länger den Weltpolizisten spielen wollen und kündigt an, seine Truppen in die Heimat zurück zu holen. Und plötzlich sind die, die früher "Ami go home" riefen schockiert und entsetzt. Trumps Entscheidung, sich zurückzuziehen, ist wirklich mehr als bedenklich. Doch jene Kritiker, die auch jede andere Entscheidung des Präsidenten ebenso heftig kritisiert hätten, sind einfach nur verlogen.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Linken einfach aus Prinzip unzufrieden sind und diesen Status auch nicht aufgeben WOLLEN. Nicht mal, wenn sie bekommen, was sie verlangen. Sie wollten keine "Weltpolizei USA" und nun sind sie am meckern. Sie wollten Öko-Strom und jammern über die Preise. Sie wollten antiautoritäre Erziehung und beschweren sich, dass jetzt niemand im Bus für sie aufsteht. Sie wollten Windräder, und beklagen die geköpften Vögel. Sie wollten Flüchtlingen helfen und wollen nun für ihre Bürgschaft nicht zahlen. Wenn die irgendwann in den Himmel kommen, werden sie sich beschweren, dass es dort kein Feuer gibt, um sich den Joint anzuzünden.
Trump ist nur Symptom. Es ist die amerikanische Bevölkerung, die nicht mehr will und genug hat von misslungenen Abenteuern wie in Vietnam, Afghanistan und Irak/Syrien. Die Amerikaner wollen auch Europa nicht mehr unbedingt beschützen. Was machen wir, wenn Trump einmal den Atomschirm abschaltet, der uns Europäer beschützt? Es muss dringend eine europäische Armee mit eigenem Atomschirm geschaffen werden. Kleine Illustration hierzu: Vor ein paar Jahren haben zwei russische Tupolev einen Angriff auf Stockholm simuliert. Die Schweden merkten das und stellten mit Schrecken fest, dass sie nichts tun konnten. Es standen keine Abfangjäger bereit. Seither haben sie das Militärbudget massiv erhöht.
Trump macht zwar das einzig Richtige, aber er hätte nie Truppen nach Syrien schicken sollen. Alle ernstzunehmenden Militärexperten sagen: Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen. Die Ursachen des Krieges bestehen weiter, auch wenn Assad mit Putins Hilfe die meisten wichtigen Landstriche wieder unter Kontrolle bekommt. Einzig die Unterstützung der Kurden war falsch (aber verständlich). Die Briten und Franzosen, die noch in ihrer Kolonialzeit die Weichen in Arabien falsch gestellt haben, sollten sich überlegen, wie sie das wieder ausbügeln. Den Rest müssten diese islamischen Stämme unter sich ausmachen. Die einzige Aufgabe, die westliche Länder gemeinsam haben, dass kein Bewohner Israels zu schaden kommt und keine Patrone/Granate/Rakete das Territorium Israels erreicht. Da ist aber eine andere Strategie erforderlich. Leider hat er schlechte Berater.
Und mein letztes Wort zu Trump: James Stewart ist er definitiv nicht!
@Bauer: Ihr Argument "auch dem Kriegsvolk in Afhanistan das seine..." scheint mir einen logischen Haken zu haben: Es wäre das erste mir bekannte Kriegsvolk das sich auf das "seine" beschränken würde........ (ganz genau das können "Kriegsvölker" halt nicht, sonst wären sie ja kein Kriegsvolk)
@ Herrn Murmelstein: Haben Sie sich den "Donald" aus Solidarität zugelegt, oder ist der echt?
Auf einen "Weltpolizisten" namens USA, der das radikalislamische Regime in Saudi-Arabien als engsten Verbündeten im Mittleren Osten behandelt, der durch eine Invasion im Irak den Tod von über einer Millionen Menschen verursacht, der in Afghanistan Rekordernten von Opium ermöglicht und in Syrien eine sogenannte "Opposition" unterstützt, die die Existenz der Christen und Juden in Syrien gefährdet, auf solch einen Weltpolizisten kann die Welt gerne verzichten. Die USA als "Weltpolizist" haben - bei weit mehr unschuldigen Todesopfern - den gleichen miesen Ruf wie die Polizei von Hannover, seit deren Chef seinen Geburtstag in der "Sansi-Bar", der Stammkneipe der Hell Angels, feierte. Für die Türkei geht es um die Existenz des eigenen Staates. Nach derzeitiger Entwicklung dürften die Kurden in einigen Jahrzehnten die Mehrheit der Bevölkerung stellen.