Achgut.tv / 21.06.2021 / 06:00 / 67 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Die Innenminister mit frisierten Zahlen

Letzte Woche trafen sich die deutschen Innenminister zur Innenministerkonferenz. Zwei von ihnen hatten eingeräumt, dass bei politisch motivierter Kriminalität, insbesondere antisemitischen Taten, die Zahlen nicht so ganz stimmen. Eine Tat, die nicht zuzuordnen ist, wird regelmäßig dem Rechtsextremismus zugerechnet. Warum? Die Innenminister geloben nun Besserung. Mehr Konsequenzen hat der Versuch, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen, nicht.

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Erwin Engelbogen / 21.06.2021

Ich denke, wenn die Politik sich selbst eingestehen würde an den antisemitischen Taten verantwortlich zu sein, dann könnte ich damit leben. Die Sache aber bewußt Anderen in die Schuhe zu schieben ist schon charakterlos. Wenn man dann noch berücksichtigt, das die Politik auch gar nichts gegen den aufkommenden Antisemitismus durch Migration tut, dann halte ich das für hinterhältig widerlich. Blicken wir dann noch nach Frankreich, wo der Mörder einer Jüdin wegen Graskonsum freigesprochen wurde, dann ist mir zum speib. Und zwar auf die NS Erfindung EU, auf Deutschland und auf die verlogene Politik. Euch Allen sei Eines gesagt. Eure Macht, Euer Geld und Eure dummen Auszeichnungen sind nur temporär. Nichts gegen den Wert einer guten Seele.

Klaus Meyer / 21.06.2021

Herr Broder schreibt über knapp 100 Polizisten in Berlin bei Veranstaltungen der Party- und Event-Scene (früher hätte man gesagt: bei Ausländerkrawallen) eins auf die Mütze bekommen haben. Und er ist entsetzt darüber. Und er hat im Grunde recht damit. Vor etwas über einem Jahr wäre ich auch entsetzt gewesen (und bin es auch ein wenig noch). Aber seit ich mit eigenen Augen gesehen habe, mit welcher Kompromislosikeit und Brutalität sowohl die Berliner als auch die Münchner Polizei gegen friedliche regierungskritische Demonstranten (die meisten davon wie ich 50+ und im Jahr 2020 Erstdemonstranten) vorgegangen ist, kommt bei mir zugegebener Maßen doch klammheimlich Freude auf. Das Image der Polizei hat in der Grundrechts-Entzugs-Pandemie bei mir und vielen meiner Bekannten einen so unglaublichen Schaden genommen, daß dieser kaum mehr gutzumachen ist. Früher habe ich mich (in München) immer gefreut, einen Polizisten zu sehen, weil die Polizei München zu einer der sichersten Großstädte weltweit gemacht hatte. Jetzt sehe ich in den Polizisten nur noch eine Mischung aus Gestapo und Edelpolitessen. Ich rege mich nicht einmal mehr über ACAB- und ähnliche Schmierereien auf. Natürlich wünsche ich mir die alte Polizei und auch das frühere Image der Polizei zurück. Aber ich fürchte, daß der Zug abgefahren ist.

Sebastian Weber / 21.06.2021

2 Dinge möchte ich dazu sagen: 1. Wieso sagt man “islamistischer” oder “islamischer” Antisemitismus? Kann man nicht von “muslimischen Antisemitismus” sprechen? Man muss doch nur in den Koran (ich meinen den “muslimischen”, nicht den “islamistischen”) Koran schauen ... 2. Dem Berliner Innensenator wünsche ich mal, dass er (OHNE seine Bodyguards!) in die Finger der “erlebnisorientierten Einwanderer” gerät ...

Carsten Bertram / 21.06.2021

Es geht doch nicht nur darum, den muslimischen Antisemitismus zu verharmlosen. Auch soll der rechte Antisemitismus durch frisierte Zahlen hervorgehoben werden. So kann man dem politischen Gegner schaden und parallel plausibel erklären, warum zwingend 1,3 Milliarden € für den Kampf gegen Rechts ausgegeben werden müssen. Für diese Summe, zukünftig gerne auch mehr werden sich die Nutznießer denken, kann man schon mal flexibel werden bei der Zuordnung der Straftaten.

Kostas Aslanidis / 21.06.2021

Herr Broder, mir gefallen ihre Analysen. Aber fragen sie doch mal den Zentralrat der Juden. Die arbeiten mit der Bundesregierung zusammenwege, auch alles zu vertuschen,wegen dem Mammon. Das einzige was man von denen hoert, “AfD” ist schlecht und sonst nur dumme relativierungen. In kurzer Zeit werden sie zur “Fluechtingen” nach Israel landen. Das sieht jeder “Blinde”. Lagerfeld wurde auch von den Juden in Frankreich und Deutschland verdammt, weil er die Tatsachen benannte. Diese kriecherei des Zentralrates, grenzt an Verrat an die Juden. Der Feind ist innerhalb der juedischen Gemeinde.

Martin Stumpp / 21.06.2021

Dass die Statistiken tatsächlich korrekt erstellt werden, glaube ich erst wenn ich es sehe. Der Lug und Trug war einfach zu offensichtlich. Eine korrekte Statistik differenziert nach nicht aufgeklärt und aufgeklärt mit der Angabe Verurteilungen. Und was die Journalisten angeht, die diese Statistiken geglaubt haben, darüber kann ich nur lachen. Natürlich wussten die “Journalisten” dies, warum sonst konnte eine solche Fragen in einem Interview im DLF dem BKA-Chef (mir so erinnerlich) gestellt werden, der diese Praxis auch noch verteidigt hat. In diesem Land ist zwischenzeitlich das wahr, was sich der Kanzler wünscht. Wie nennt man gleich ein System in dem die heimische Journaillie dem Regierungschef von den Lippen abliest, wie zu berichten ist?

Marc Greiner / 21.06.2021

Mit Allem einverstanden, lieber Herr Broder, aber im Video reden Sie von “Rechten”, in der Einführung schreiben Sie aber “Rechtsextremisten”. Könnten Sie bitte diese zwei Begriffe auseinander halten? Ich bin Rechts und fühle mich gar nicht antisemitisch, null. Wieso nicht? Weil ich kein Rechtsextremist bin und auch weil ich kein Kommunist bin. Ich finde auch es braucht keine “Israelkritik”. Solange man sich gegen Rechts abgrenzt, solange spielt man das Spiel der Linken. Einfach nicht mehr mitspielen.

B. Zorell / 21.06.2021

Ministerpräsident Niedersachsens, Christian Wulff, hat diese Art statistischer Erhebung initiiert. Dies hat ihm nicht genutzt. Er trat nach einer Affäre im Februar 2014 als Bundespräsident zurück. Er hat den Linken den kleinen Finger dargeboten und die haben gleich die ganze Hand genommen. Ich empfinde das als selbsterfüllende Gerechtigkeit. So geht es jedem Unionler, der seinen kleinen Finger als versöhnliche Geste darreicht.

Markus Mertens / 21.06.2021

Die Stigmatisierung von “rechts” ist das eigentliche Problem. Früher konnte man sagen: Ich vertrete politisch rechte Positionen. Eine solche Aussage kann heute existenzbedrohend sein. Denn die Realwirtschaft hat sich längst dem politischen Zeitgeist angepasst. Unter “rechts” fällt inzwischen alles, was historisch als klassisch-bürgerliche Position vertreten wurde. Das bürgerliche Lager hat sich damit selbstamputiert. Wie da wieder herauszufinden ist, das wird schwer.

Peter Woller / 21.06.2021

Der deutsche Michel ist entpolitisiert. Politik interessiert ihn einfach nicht. Und die vierte Gewalt existiert nicht mehr. Also können die Politiker machen, was sie wollen. Und niemand hindert sie daran. Und alle anderen sind sowieso blöde Nazis. Finster, Finster, nur der Glühwurm grinst im Ginster, und die Eule ruft zur Kunde: Geisterstunde.

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