Achgut.tv / 18.05.2020 / 06:13 / 86 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Betreutes Leben

Bin ich verrückt oder sind es die anderen? Da gibt es ein paar Lockerungen der Corona-Verbote, die Leute dürfen wieder im Café sitzen und schon scheinen manche zu vergessen, was ihnen zuvor alles genommen wurde. Verloren gegangene Grundrechte spielen scheinbar nur noch eine Nebenrolle. Sollen wir uns an eine Art betreutes Leben gewöhnen, geregelt von eifrigen Bürokraten, die immer neue Regeln erfinden können?

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M. Schneider / 18.05.2020

Nein, Herr Broder Sie sind es NICHT, der verrückt ist. Es sind die Menschen, die sich tagtäglich von ARD und ZDF sowie den anderen MSM weiter in Panik versetzen lassen und tatsächlich glauben, die Kanzlerin und die ihr inzwischen nicht mehr in jeder Hinsicht folgenden Ministerpräsidenten meinten es immer gut mit den Bürgern, die sie sonst weitaus weniger interessieren, und gewähren ihnen großzügig kleinste Lockerungen, die diese überaus dankbar aufnehmen. Sie vergessen dabei leider, dass sie ihrer Grundrechte, ihrer Freiheit und ihres bisherigen Lebens beraubt wurden und dass diese sogen. Lockerungen mit so vielen Auflagen verbunden sind, dass sie oft nur schwer für den ohnehin gebeutelten Unternehmer, Gastronomen etc. durchzuführen sind. Das Geschäft bleibt somit weit unter den Erwartungen, denn weder haben viele Menschen Lust, bei einem Restaurantbesuch ihre Daten zu hinterlassen, noch mit Maske zum Shoppen oder zum Sport zu gehen, um nur zwei Punkte zu nennen. Wie folgsam der deutsche Untertan ist, kann man derzeit wunderbar in den Außenanlagen der großen Gärtnereien bestaunen: Obwohl es auf keinem Hinweis verlangt ist, läuft fast die Hälfte der Kunden draußen mehr oder weniger wichtig und von sich und der eigenen Disziplin überzeugt mit Maske herum.

Peter Michel / 18.05.2020

Ach Herr Broder, Sie wissen doch, ganz genau, wir leben in der größten Anstalt und wenn es mit der Krankheit bergauf geht, freut sich der Patient. Angeregt durch einen Artikel hier, versuche ich Maskenlos in Geschäften aufzutreten. ALDI NORD und NORMA klappt, die Deutsche Post Filiale geht auch ohne bis zum Schalter, dann ein nettes Wort von der Bedienung und ich nehme nach 30 Sekunden wieder ab, die am Schalter ist ruhig. Baumärkte gehen auch gut ohne. Beeindrucken war für mich IKEA(wenn mich meine Frau bestrafEin will , muß ich mit). Absolut vorbildliche Masken-Haltung der naja Sie wissen schon IKEA-Generation. Bevor es die Pflicht zur Maske gab, habe ich bereits in Bayern sehr massiv vorauseilendes Maskentragen gesehen,  ich dachte mir, früher wären diese Leute sicherlich Parteifunktionäre(also egal welche der berühmten Parteien des 20 Jh.)

Sabine Schönfelder / 18.05.2020

Bettina@Landmesser, Sie sind noch nicht auf dem neuesten Stand! In der Lunge verbleiben irreparable Schäden, der Geruchssinn ist perdu! Dieses Virus scheint jetzt auch für KINDER!! lebensgefährlich zu sein, denn es wütet die neue gefährliche Mutation unter unseren Allerkleinsten. Habe mir direkt eine Packung Zigaretten gekauft, denn 99% aller Nicht-Erkrankten sind Raucher! War immer streng dagegen, daß meine Kinder rauchen, aber als der 11-Jährige sich gestern weigerte seine Zigarette fertig zu rauchen, da , mit Verlaub, habe ich ihm eine „geschoben“! Was tut man nicht alles für die Gesundheit. Die 9-Jährige hat doch tatsächlich beim Essen versucht , den Mundschutz abzuziehen. Zwei Wochen Hausarrest!!! Danach fiel mir ein, ich lasse meine Süßen ohnehin nicht aus dem Haus oder ins Internet! Diese Tablets sind auch sooo siffig an der Oberfläche und mit Handschuhen funktionieren die auch nicht!! Man könnte verzweifeln. Nur Viren und Bakterien, Frau Landmesser. Ich kenne Tausende Tote, allerdings um die RKI-Ecke und habe heute 324 Euro von meinem Haushaltsgeld an Merkel überwiesen. Für IMPFSTOFF. ( hoffentlich gibt sie das Geld an Gates weiter und behält es nicht selbst!) Von mir aus dürfte der Shutdown gar nicht mehr aufhören!! Die passen soooo gut auf uns auf. MEIN LIEBLING ist der Lauterbach, Ihrer auch?

Magdalena Hofmeister / 18.05.2020

Erinnert mich irgendwie an meine Erfahrungen mit den Nach-/Wehen des Sozialismus. Da konnte man auch jeden Tag seine besonderen Glücksgefühle erleben, sei es nach einstündigem Anstehen fürs Brot oder wenn der Trolleybus erst kurz vor der eigenen Haltestelle schlappmachte oder sich der Bahnhofsbeamte mit gerade Mal einer einzigen Zigarettenpackung zufrieden gab, um doch noch eine Platzkarte für den eigentlich vollbesetzten Zug aufzutreiben. Einen Glücksatlas in den rechten Momenten aufgenommen, hätte die Menschen im Sozialismus als die glücklichsten der Welt dokumentiert. Na ja, das waren sie ja auch, nach Meinung der Ideologen. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch die bereits neu erlebten (und mit Einbrechen der Wirtschaft vielleicht zukünftig häufigeren) Glücksmomente kurzzeitigen Defizits: die letzte Packung Klopapier, Nudeln, Masken oder Gummibänder um selbige selbst zu nähen (eine einst wichtige Fertigkeit des homo sovieticus). Diese Glücksmomente wechseln sich jetzt halt ab mit den Glücksmomenten über gnädig gewährte Grundrechte. Und damit der Mensch der neuen Normalität auch in einem Zustand stets banger Glückseligkeit und Dankbarkeit für gewährte Gnade verweilt, muss die zweite Welle stets am Himmel dräuen.

Sabine Schönfelder / 18.05.2020

Volker@Wache, dito!

Thomas Schmied / 18.05.2020

Kann gut nachvollziehen, was Herr Broder meint. War gerade beim Aldi. Mein Blick fiel auf ein volles Regal mit Klopapier und ich dachte beschämt bei mir: Ach! Mutti Merkel sorgt für uns! Ich zuckte schon in diese Richtung, um mir schnell noch einige Rollen zu sichern, als ich bemerkte, wie bescheuert das doch eigentlich alles ist. Die Supermärkte sehen aus, wie riesige Operationssäle und manchmal sieht man sogar Zeitgenossen, die alleine mit dem Mundschutz in ihrem Auto sitzen.

Thomas Taterka / 18.05.2020

Was jetzt folgt, ist wahrscheinlich die ” betreute Gesundschrumpfung ” der deutschen Wirtschaft bis auf die letzte Erbse, die im Schädel rollt, Modell ” Helge ” .

Karla Kuhn / 18.05.2020

Auf alle diese “Segnungen” pfeifen ich,  meine Familie und viele meiner Freunde, keiner hat Lust hinter einer Plexiglasscheibe seinen Kaffee zu schlürfen, vielleicht noch wegen Corona überteuert, und, was noch perverser ist, den Namen und Anschrift zu hinterlassen. Danke, wir machen, wie in den vergangenen Jahren Picknick, ist wesentlich geselliger und dazu noch preiswerter. Ich gehe auch nicht zum Friseur, wo ich einen extra “CORONA OBOLUS” zahlen muß. Hat die Mehrheit vergessen, WER den Menschen das ganze eingebrockt hat ?? Und WIR SOLLEN JETZT DAFÜR ZAHLEN ?? Keinen Cent ! Ich besitze eine sehr gute Friseurschere und schnipple selber, was noch den großen Vorteil hat, daß ich jedemal anders ausschaue. Wandel in Zeiten von Corona, kostenlos und chic. Frank Michael Goldmann, dieser “WURM” geht mir am A…. vorbei. genau wie alle die anderen Schwätzer und Besserwisser. Ich habe auch weder in meiner Umgebung noch in meinem Familien-Bekanntenkreis irgendwelche “Verstrahlten”, die sich devot dem Merkelerlaß beugen.  Einfach wunderbar, mich nicht mit derartigen “Untertanen” rumschlagen zu müssen. Aber ich bin froh, daß deutschlandweit Tausende auf die Straßen gehen ! Übrigens, die GELBWESTEN marschieren auch wieder !! Gott sei Dank !! Frau Ulla Schneider, ANGST machen geht auch nur begrenzt, das kenne ich noch aus der DDR, wo die NICHT LINIENTREUEN sich einfach abgekoppelt und sich in ihren Nischen getroffen haben. In meiner Akte steht u. a. “Das OBJEKT, das soll ich sein, hat sich nie am gesellschaftlichen Leben beteiligt.”  Fazit meiner Freundin, “Das ist der Ritterschlag”  Das ist auch wie mit “Nazi, Faschist” und anderem Schwachsinn, zieht einfach nicht mehr, außer vielleicht bei besonderen Angsthasen.  Genau so ist es mit Corona, die einen jammern noch, die anderen leben ganz einfach wieder normal.

Wiebke Ruschewski / 18.05.2020

Gelegentlich hört und liest man auch noch die Ermahnung, dass es auf das Verhalten der Bürger ankommt, ob man weiter lockern kann oder die Daumenschrauben wieder anziehen “muss”. Es steht also die Drohung im Raum, dass schlechtes Betragen einiger Bürger zum Entzug der Belohnung -der Lockerungen- führt. Der Staat als großzügiger Gönner und die Bürger, die beweisen müssen, ob sie mit der Großzügigkeit auch umgehen können. Die Politikerkaste beweist damit eines sehr deutlich: dass sie selbst nicht mit Macht und Verantwortung umgehen kann. Setzen sechs!!!

E. Grüning / 18.05.2020

Ich sehe Corona inzwischen als Mahnung, ein gesundes Leben in Frieden und Freiheit nicht als selbstverständlich anzusehen, den Spruch “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” wieder ernst zu nehmen, auf das Tun und Treiben unserer gewählten Parteien mehr Augenmerk zu richten und ja, auch das frei Atmen wieder fühlen zu können! Wird im zukünftigen Zusammenleben das gestrige Normale wieder Einzug halten? Das wird von jedem selbst beantwortet werden müssen. Wenn die Regierungen (Bund und Länder) aber meinen, dass sie künftig über dieses Volk wie über unmündige Psychiatriepatienten bestimmen können, denen man immer mal eine bunte Pille zwischen die Lippen schiebt und mit Kreisspielen und einem ausgesuchten Fernsehprogramm den Alltag lenkt, dann werden sie sich täuschen! Ganz insgeheim hoffe ich auf den endlich erwachenden Mut bei Beamten (siehe “Fehlalarm” in BMI), bei Journalisten auch in den ÖRF und in der Presse, dass sie rückblickend kritisch diese Zeit, das Handeln der Regierenden und ihren eigenen blinden Eifer hinterfragen und zu Objektivität und dem Dienst am Bürger zurückfinden. Sehen Sie, Herr Broder, den Menschen die einfache Freude an diesen zurückgewonnenen kleinen Dingen nach. Der großen Realität wird nicht ohne Hintergedanken noch der Mund-Nasen-Schutz aufgezwungen, den unsere Vorbildpolitiker (Steinmeier, Spahn, AKK, auch Angstpapier-Strategen wie Seehofer und Österreichs Kanzler Kurz) dem Spott preisgeben! Die Regierung hat vergessen, eine Augenbinde zu verordnen und die zurückbleibenden Schäden an Gesellschaft und Wirtschaft werden bald für alle erkennbar sein. Aber wie heißt es so schön, in jeder Krise liegt eine Chance! Und hinter jeder Maske kann ein Versprechen warten!

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