Achgut.tv / 18.05.2020 / 06:13 / 86 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Betreutes Leben

Bin ich verrückt oder sind es die anderen? Da gibt es ein paar Lockerungen der Corona-Verbote, die Leute dürfen wieder im Café sitzen und schon scheinen manche zu vergessen, was ihnen zuvor alles genommen wurde. Verloren gegangene Grundrechte spielen scheinbar nur noch eine Nebenrolle. Sollen wir uns an eine Art betreutes Leben gewöhnen, geregelt von eifrigen Bürokraten, die immer neue Regeln erfinden können?

Henryk M. Broders neues Buch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.

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Wolfgang Richter / 19.05.2020

@ anci barlovits - Könnten die höhren Infektionsraten in Spanien und Italien mit den dortigen Wohn- und Lebensverhältnissen in den Städten zu tun haben? Man hört immer wieder, daß die Arbeitslosenquote der bis 30jährigen um die 25 % liegt oder regional auch höher. Deshalb mangels Einkommen diese Leute, teils mit ihren Familien sodann in die städtischen Eigentumswohnungen zu den verrenteten Eltern ziehen. Diese somit beengten Wohn- und Lebensverhältnisse würden nach meiner Einschätzung das Infektionsrisiko erheblich erhöhen, wenn eine der Personen sich beim Einkauf o.ä. angesteckt haben sollte. Betroffen ist dann erst mal die ältere Generation. Sollte diese meine Theorie zutreffen, wären Shutdown und Hausquarantäne vermutlich eher kontraproduktiv. Auch in Frankreich gingen meines Wissens in den Städten die Infektionszahlen erst nach den die Freiheit beschränkenden Zwangsmaßnahmen mit “Hausarrest” sprunghaft nach oben.

Wolfgang Richter / 18.05.2020

Soll mit zukünftig noch einer was erzähöen von der “offenen Gesellschaft”, auf die wir so stolz seien. Und gegen die diversen zugewanderten Verhüllungskulturen läßt sich ernsthaft auch nichts mehr einwenden. Die Burka ist jetzt Corona konforme Kleidung. Was mich derzeit ein wenig wundert ist, daß es in den Medien keine Berichte mehr über Straßenräubereien und ähnliches gibt, wozu die aktuell verordnete Schutzkleidung entsprechend motivierte Geister geradezu inspirieren sollte. Oder sind die medialen Machwerke inzwischen auch diesbezüglich bereinigt (zensiert) wie bei den Messernden, um das unmündige Bürgerlein nicht unnötig zu beunruhigen? Wer über entsprechende Informationen verfügt, könnte ja mal die Allgemeinheit daran teilhaben lassen, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß sich potentielle Täterfiguren die für ihr Treiben aktuell günstige Situation derart untätig entgehen lassen, während noch vor Wochen der robuste Ladendieb oder der “Haste mal ‘ne Zigarette” sodann Straßenräuber zur innerstädtischen Folklore gehörte.

Karla Kuhn / 18.05.2020

anci barlovits, Soll das ein Witz sein ? Wenn ja, ein ganz übler !  “Beim täglichen sauber machen zuhause soll man Mundschutz und Handschuhe tragen.”  Um das zu glauben, müßte man von sehr schlichtem Gemüte sein.  Jedenfalls ist es noch zum lachen !  ” ....tragen Masken auch alleine im Auto sitzend.”  Ich vermute mal, die DUMMHEIT verbreitet sich weitaus rasanter, als das Virus !  Eine Posse ist nichts dagegen ! Der “stolze Spanier” (sinnbildlich), der so gerne sein Leben beim Stierkampf aufs Spiel setzt und die dazu teilweise rasende Meute, die ihn noch anheizt, hat tatsächlich panische Angst vor der “KRONE?” Zieht den Schwanz ein ?? Nicht zu fassen. Na ja, weder Spanier noch Italien gehören zu meinen Urlaubszielen, auch Frankreich nicht. Meine Liebe gehört der Nordsee, Holland, Dänemark, dann Norwegen, Kanada und Island.  Früher auch noch Griechenland, das ist vorbei, wenn ich die Massen an “Gästen” sehe . Urlaub ist für mich Ruhe, Entspannung und genießen und nicht von irgendwelchen Personen zum hopsen animiert zu werden. Und gleich gar nicht im Rudel von Corona-Angsthasen zu verbringen.

Sabine Schönfelder / 18.05.2020

Karla@Kuhn, mir wird ganz warm ums Herz! Auch ich schneide meine Haare selbst, übrigens schon vor Corona, denn in der Regel sehe ich nach Stunden auf dem Frisörstuhl, trotz meiner detaillierten Erklärungen, anders aus, als ich mir vorstellte. Zu Hause angekommen, muß ich regelmäßig „nachjustieren“ und mir erst einmal die Haare waschen. Irgendwann beschloß ich dann, mir das Haar generell selbst zu schneiden. Habe früher im Internat ohnehin vielen Mitschülern die Haare geschnitten. Ist soviel privacy zu diesem Artikel erlaubt? Frau Klein wird wieder mit mir schimpfen! Allerdings Herr Broder, beim nächsten Shutdown, und ich schätze, die Politik hat großen Gefallen an dieser Maßnahme gefunden, schneide ich Ihnen gerne das Haar! Selbstverständlich kostenlos! Beim Bart bin ich allerdings Neuling, aber in mäeutischer Vorgehensweise werden wir dem Wildwuchs neue Form verleihen! Mister Broder, EN VOGUE!! ....der Mundschutz muß dann allerdings hinterher in der Tasche bleiben…

Renate Bahl / 18.05.2020

Komisch, habe heute viele Videos nicht ansehen können. Jedenfalls möchte ich jeden ermutigen seine grauen Zellen eigenverantwortlich zu benutzen. Ich benötige kein betreutes Denken, kann das noch selbständig. Bitte an Alle, im Rahmen des GG, eigenverantwortlich zu handeln. Wenn jetzt Alles kritiklos einschließlich der willkürlich erlassenen Anordnungen hingenommen wird, sind wir nur noch dressierte Affen. Ich wehre mich im Rahmen meiner kleinen Möglichkeiten dagegen. Und das nicht nur wegen Corona!!

Magdalena Hofmeister / 18.05.2020

@Herr Kleinophorst: „Frauen haben ein Gen zu erziehen. Haben sie keine Kinder, erziehen sie die Männer oder gleich das ganze Land. Nicht der alte weiße Mann ist das Problem sondern die alte weiße Frau. Am besten kinderlos.“ A. wenn ich eine alte weiße Frau bin, gebe ich ihnen in ihrem off topic Kommentar recht. Das Problem ist wohl v.a., dass wir uns über die negativen Seiten “männlicher” Politikführung im Klaren sind u.diese im Laufe der Geschichte zu erkennen u. zu kritisieren lernten: Hang zu Aggression, Rücksichtslosigkeit etc..Wir sind uns aber in keiner Weise der Gefahren weibl. Politikführung bewusst (manch Feministin würde solche ganz abstreiten, schwankend zwischen der Behauptung, dass es keine Unterschiede zw. Mann u. Frau gibt außer Mumu o. Zipfel u. dem weiblichen Dünkel, dass Frauen doch eigentlich die besseren Menschen sind). Neben einem Hang zum Intrigantentum u. übertriebenem Harmoniebedürfnis - zumindest nach außen hin – und der größeren Neigung zum Subjektivismus ist wohl die gefährlichste weibliche Führungseigenschaft, die Neigung nicht nur emotionsfrei führen, sondern a. gleich erziehen zu wollen. Darum a. der Hang vieler Frauen zum Sozialismus (alle Kinder sollen gleich viel bekommen u. sich bitte vertragen u. es sollenkeine bösen Worte fallen - Stichwort political correctness). Um erst gar nicht davon zu sprechen, dass wohl Millionen Frauen durch die Flüchtlinge einen unbewusst ungestillten Kinderwunsch zu kompensieren suchen. Das ist sicherlich ein wenig überspitzt und a. nicht zu verallgemeinern, aber das eigentliche Dilemma ist, dass das natürliche Korrektiv fehlt um dem Einhalt zu bieten, wurden doch die alten weißen Männer – im Grunde positiver Weise -  zu Gentleman u. Ritter erzogen, und die jungen weißen inzwischen einfach nur politisch korrekt verbogen.

Sabine Schönfelder / 18.05.2020

Klein@. Was ist „Ihr Kern“? Was die offenkundigen Fragen? 1) Wir haben, außer für die Risikogruppe, KEINE Gefahrenlage, weil bei über 90% der Covid-19-Träger die Ansteckung symptomlos oder nur flüchtig verläuft. 2) Für betreute Alte, das Heim, alle anderen sind für SICH SELBST verantwortlich. 3) Zu Zeiten der höchsten Virulenz tat die Regierung nichts und danach inszenierte sie einen überflüssigen shutdown. 4) Die Regierung. Kleine Reglementierungsübung für das Volk und ein bißchen Transformation in das angestrebte neue konsumreduzierte grüne Leben mit viel Mandelmilch. Bin sehr geduldig, aber was ich gerade schrieb, sollte Ihnen als tägliche Achsebesucherin eigentlich klar sein.

Gudrun Dietzel / 18.05.2020

@Norbert Petschat, wenn Pflegepersonal und Ärzte rumjammern, haben die ihren Beruf verfehlt. Das ist das erste, was ich zu Ihren Klagereien zu sagen habe. Das zweite ist, daß wir hier schon auf der Achse von einer Ärztin der Kardiologie davon in Kenntnis gesetzt worden sind, daß deren Station in den vergangenen Wochen und Monaten leergeräumt war, in Erwartung der Coronagäste, die aber nicht kamen. Dafür haben die Ärzte Kurzarbeit geschoben und der Chefarzt der Kardiologe zu Hause Däumchen gedreht. Drittens komme ich gerade vom Einkaufen: alle Welt rennt mit einer Maske herum, sogar hinterm Steuer tragen sie das Ding. Die Leute sind nicht mehr normal. Ich mach’s jetzt mal ganz billig: Hätten wir eine Bedrohungssituation durch ein Virus, würde Merkel Maske tragen. Hat jemand die Frau schon einmal mit so einem Lappen gesehen? Ich holte heute Nachmittag mein Auto von der Inspektion ab. Beim Warten im Autohaus fragte mich eine hinter mir stehende Frau „Und Sie tragen keine Maske?“. Ich habe ihr geantwortet, nein, ich kriege einen Asthmaanfall. Was nicht ganz stimmt, denn Asthma habe ich nicht. Aber sie hielt dann ihren Mund.

Sabine Schönfelder / 18.05.2020

N.@Petschat, lassen Sie es gut sein, mit dieser weinerlichen Tour, man wolle, wenn man gegen unsinnigen Mundschutz und das überflüssige Herunterbeamen der Wirtschaft ist, den Hochbetagten noch die letzten 9 Lebensjahre bis zur 90ger-Schwelle nehmen. Gestern war Oma noch eine Umweltsau. Haben Sie da auch aufgemerkt? Die gefährdeten Gruppen, die bereits betreut werden müssen, werden mittels Hygieneschleusen geschützt und der ältere, selbstständige Mensch hat täglich und immer die FREIHEIT und EIGENVERANTWORTUNG SELBST für seinen SCHUTZ zu sorgen, Herr Petschat. Zusätzlich kann er sich auch Hilfe besorgen, in unserer Gesellschaft. Ich unterhalte mich VIEL mit ÄRZTEN und denke ich bin gut informiert, nicht nur aus dem Mainstream von Drosten, Wieler und Lauterbach. Ein bißchen Ideologie ist ja ganz nett, Herr Petschat, aber irgendwann muß der Wahnsinn einmal enden. Was haben Sie denn gegen Selbstständigkeit und Eigenverantwortung. Mitglied bei der SED gewesen?

Bernhard Freiling / 18.05.2020

@Norbert Petschat. Macht Sie das nicht selbst stutzig, wenn rd. 80% der an oder mit Corona Frühverschiedenen über 80 Jahre alt sind? Glauben Sie wirklich, deren “Restlebensdauer” hätte noch 9 Jahre betragen? Oder hätte für diese Menschen das große Risiko bestanden, anläßlich der nächsten Erkältung “heimzugehen”? ++ Möglicherweise liest sich das in Ihren Augen zynisch. In meinen Augen ist es der blanke Zynismus, wenn wegen möglichen 10.000 Corona-Opfern ein ganzes Land weggesperrt und ungefähr 2 Millionen Menschen die medizinische Versorgung vorenthalten wird, die denen zusteht. Sollte in den nächsten Monaten eine “Übersterblichkeit” festgestellt werden, dann gewiß nicht durch die “paar” Corona-Toten, sondern durch die Toten, denen aus Vo(Fü)rsorge für die Corona-Infizierten dringend benötigte medizinische Hilfe vorenthalten wurde.  Hier wird doch der Vor- und Fürsorge-Gedanke auf eine Weise pervertiert, die ich nur als abartig bezeichnen kann.

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