Man dürfe - so heißt es jetzt - die AfD nicht mit der mehrfach umbenannten SED gleichsetzen. Und warum nicht? Mal abgesehen davon, dass es absurd ist, erst festzustellen, dass roter Staatsterror nicht so schlimm gewesen sei wie brauner, um dann daraus sofort abzuleiten, dass die Erben der roten Diktatoren umgehend wie lupenreine Demokraten behandelt werden müssten: Wer eine Gurkentruppe wie die AfD zu Wiedergängern der NSDAP erklärt, der verharmlost die richtigen Nazis. Egal, jetzt ist konsequenter Antifaschismus angesagt: Wenn das Haus brennt und die Feuerwehr ist voller AfD-Wähler, dann muss das Haus abbrennen, denn mit denen darf man einfach unter keinen Umständen zusammenarbeiten.
Von Henryk M. Broder erschien am 8. November 2019 das Buch „Wer, wenn nicht ich – Henryk M. Broder“. Der Autor befasst sich darin mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.
Um im Bild zu bleiben: Die AfD ist angetreten Deutschland eine Alternative auszuzeigen. Der Vergleich mit der Feuerwehr ist gar nicht so abwegig. Die Hütte Deutschland brennt (also nicht mit dem Fieber mancher Klimaretter zu vergleichen) und weil den "Etablierten" die Feuerwehr nicht genehm ist lassen sie Deutschland lieber abbrennen. Sie könnten, oder eher nicht, die Brandstifter in ihren eigenen Reihen suchen; wäre aber nicht so prikelnd. Wer hat denn D so in die jetzige Lage gebracht? Genau: die Kanzlerwahlvereine der letzten 15 Jahre. Scham? War gestern, heut wird medial nur noch auf die Feuerwehr eingedroschen. Kein Wunder, daß bei so viel Vorbild der Pöbel sich tatsächlich den Rettungskräften in den Weg stellt. Wie im "Großen", so auch im "Kleinen". Übrigens, wer es noch nicht getan hat: eine klare Kaufempfehlung für Broders Buch "Wer, wenn nicht ich". Zwischen Wut ob der Wirklichkeit bis hin zu tränenreichem Lachen; von Allem etwas dabei. Ich nenne das, was mir aus diesem Buch entgegenschlug, Mutterwitz; eine Eigenschaft, welche in diesem meinem Heimatland immer mehr der Verblödung und Borniertheit weicht.
Zu „sozialistische Linke“ und „NSDAP-Rechte“ empfehle ich Michael Klonovskys *acta diurna* unter dem 15. Februar, beginnend unterhalb des Valentin-Rosenstraußes. Ich finde den Beitrag ziemlich interessant und aufschlussreich. Und ich finde nicht, dass die Erörterung von links-rechts einen „offenen Diskurs“ behindert, sondern, ganz im Gegenteil, den Horizont erweitert.
@Hermine Mut -- Brava! Zum Beendigung der Sauren-Gurken-Zeit hilft vielleicht (auf DuRöhre zu kugeln): "Mircea Krishan - Die Gurke".
Heute morgen fiel mir die Gemeinshaftswerbung der demokratischen Parteien für die nächste BT-Wahl ein: "Demokraten wählen nur eine Partei der Nationalen Front aus Sozialisten, Maoisten, Stalinisten, (Un-) Christen und (Un-) Liberalen. Freie Wahl für freie Demokraten!"
@Klaus Schmid @ "Alle reden ununterbrochen von Faschismus, aber was ist eigentlich ein Faschist?" - Streng genommen jemand, der gegen die Trennung von Staat und Gesellschaft ist. Das war allerdings in der DDR der Fall. Die AFD will das nicht. Gewundert hat mich der ehenmalige Innenminister Gerhard Baum, der in der Sendung von Frau Will ebenfalls die AFD mit der Gurkentruppe von 33 verglich. Herr Baum ist 87 Jahre alt, nicht dement, hat sicherlich ausgesorgt und wird voraussichtlich nicht mehr lange leben. Zumindest er sollte den Mut haben, die Wahrheit zu sagen, und zwar daß die schrägen Vergleiche zwischen AFD heute und echten Nazis gestern lediglich auf Feigheit gegründet sind. Wäre die AFD wirklich gefährlich - so wie die Islamisten und das Clan-Unwesen - würden unsere Masochisten auch hier wegschauen, schönreden, relativieren und keine kesse Lippe riskieren. Gerade die Tatsache, daß unsere üblichen Verdächtigen so auf die AFD eindrischt, zeigt wie ungefährlich, ja legalistisch sie ist. Die Feiglinge hassen sich über den Umweg AFD selbst.
Teil 2 – Hallo Herr Broder, Im Landtag von NRW streitet man um die Eingabe des AfD-Parlamentariers Markus Wagner. Es geht darum, den Umgang mit den Kindesmissbrauchs- und Kinderpornofällen in Lüchte und nun auch in Bergisch Gladbach jetzt in Maßnahmen umzusetzen, in Maßnahmen, die kurzfristig zum Schutz von Kindern führen sollen. Mehre Forderungen zur Untersuchung und Aufklärung hat der AfD-Mann Wagner bereits gestellt. Sie wurden abgelehnt oder eine Ausführung verschleppt . Am 16.2. hielt Herr Wagner im Landtag eine Rede und machte den Parteien einen Vorschlag und ein Angebot: 1) man solle sich doch den Ernst der Angelegenheit bewusst machen und dem AfD-Vorgehen zur Untersuchung und Klärung zustimmen oder 2) wenn es nicht anders möglich ist, dann solle man doch einen eigenen Antrag einbringen in dem man den AfD-Text ein wenig ändert --- das sei egal! Die AfD würde zustimmen, Hauptsache es werde kurzfristig das Richtige getan ! Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen! Leute wie hier z.B. Herr Wagner genießen mit solcher Arbeitsweise meine allergrößte Hochachtung. „Gurkentruppe“ lasse ich nicht gelten.
Teil 1 - Gurkentruppe ... Hallo Herr Broder, schon seit mehreren Jahren halte ich nicht mehr hinterm Berg damit, dass ich AfD-Wähler bin. Ich hatte aber bis vor 2 - 3 Jahren immer noch den Zusatz in meine Gespräche eingeflochten, dass ich nichts auf Höcke gebe, er sei schließlich nur eine einzelne Person. Dann habe ich mir aber selbst die Frage gestellt, warum mache ich diese ständige Einschränkung? Was weiß ich denn von Höcke? Damals wusste ich noch weniger als heute von ihm – nur Fremdgelaber. Immerhin habe ich mir eine seiner Reden angehört / angelesen. In Erinnerung ist mir geblieben: klare Sprache, klare Standpunkte! Kein sympathischer Gesichtsausdruck! - Nun gut, alle Parteien hatten / haben schließlich ihre Buhmänner*. Was habe ich mit Höcke zu schaffen? -- In Bezug auf die Partei AfD und ihre Ziele wüsste ich aber keine andere Partei, die meinen Willen und meine Interessen vertreten. Vieles gegen sie ist "Üble Nachrede". Der Vorwurf, eine Sprache von Hetze und Gewalt zu etablieren, ist genau das - Üble Nachrede - ! Ein Friedrich Merz, ganz aktuell, nennt diese Partei und ihre Wähler (ca. 24%) "Gesindel" - Elmar Brok nennt die Werteunion (CDU) ein Krebsgeschwür, spricht von bedingungslosem Ausmerzen. - Im Umgang mit der AfD haben sich die Regierungsparteien in eine Lage gebracht, dass ein sinnvolles politisches Handeln automatisch nicht mehr möglich ist wenn die AfD diesem sinnvollen Handeln zustimmt. Neben vielen Beispielen für die Kompetenz aus den Reihen der AfD möchte ich hier ein Beispiel für deren Ernsthaftigkeit vorbringen. (siehe Teil 2)