Die Regierung will dem Souverän, also dem Volk, ihre Interpretation von Demokratie noch besser beibringen. Und wie? Mit einem "Wehrhafte-Demokratie-Fördergesetz" und mit viel Geld. Das viele Geld von der Regierung bekommen dann Vereinigungen, die betonen, Nichtregierungsorganisationen zu sein, was dann die Demokratie belebt. Habe ich das so richtig verstanden? Ist das Realsatire aus deutschen Ministerien?
Henryk M. Broders aktuelles Buch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.
Meine Mutter beantragte einen neuen Reisepass wegen eines Israel-Stempels, ein junges israelisches Pärchen erzählte mir in Thailand, dass sie sich ihr Leben lang schon im Krieg befinden. Damals verstand ich gar nichts, heute etwas mehr. Aber letztlich immer noch gar nichts.
@A. Ostrovsky „Rückspeisung“ ? Moment einmal, aus dem Ring ist das nicht, und aus dem Figaro auch nicht. In der Zeit als Deutschland noch eine Industrienation von Rang war, also vor Baerbocks einsamen Stunden ohne Elektronenröhre, gab es eine technische Sprache, die weltweit beliebt war und in vielen anderen Feldern der Kybernetik – Logik niederschlug: Rückspeisung ist alles, was aus einem Prozess in den Eingang des Prozesses zurückfließt oder eben zurückgespeist wird. Feedback wäre das englische Wort dafür. Ein Operationsverstärker ist ein klassischer elektronischer Kandidat für eine Rückspeisung eines Signals zur Gegenkopplung. Also kann ich das auf jede „Analogie“ anwenden, in der ein Prozessor ein Ergebnis liefert, daß gleichzeitig seine eigene Begründung (Verstärkung) erklärt. Das geht auch prima als confimation bias in der Psychologie oder als Zirkelkonfirmismus oder ähnliches, wo eine Begründung der Anlaß für ihr Ergebnis und dessen Größe ist. Wie man erkennt ist der Totalitarismus einer Idee ihre Mitkopplung in der Rückspeisung auf den Eingang (ein Rechteck, kein analoges Arbiträr), denn Kritik ist ein Verlustwiderstand des Ideals. Koppelt man 1:1 zurück, hat man einen hochohmigen Impedanzwandler. Wer bis hier in mitgekommen ist sollte auswandern, er hat zuviel Restverstand für die Tofudiktatur in spe. Das wird fein, alle fahren E- Bike und jeder verbrennt sich am Lötkolben die Legastheniker – Flossen einer Kita- Kindheit unter veganen Gendermutanten. Was man in den 80ern in Ufos verortet hat kreucht heute aus den Parteiveranstaltungen. Krieg der Welten: Wurst gegen Gurke.
„Alle “Wehrhaften Demokraten„ bekommen die “We-De-Fö„-Mütze, demnächst präsentiert von Frau Giffey und Herrn Seehofer.“ Von Fr. Giffey erwarte ich ja nichts anderes als ein Gesetz, das weitere Milliarden Richtung NGOs verschieben hilft – mit dem Ziel gegen Andersdenkende vorzugehen. Dann auch noch das Wort „Wehrhaft“ im Gesetzestitel, langsam kann man richtig Angst bekommen. Dass Seehofer da auch mit im Boot ist, ist immer noch sehr schmerzhaft – so ein Umfaller.
Hallo Herr Broder, das wirklich brisante Problem steckt in einem Ihrer ersten Sätze: „Mehr Personal und mehr Geld…“ Nun weiß ich nicht, ob Sie die Parallele zur DDR selbst erkannt haben. Dort konnten Firmen ihre Planverpflichtung nicht mehr leisten, weil sie nicht genügend Arbeitskräfte hatten. Und Geld spielte da euch nicht die wirkliche Rolle, denn wenn man mehr Arbeitskräfte bekommen hätte, hätte man die auch eingestellt und natürlich auch irgendwie bezahlt. Aber es gab keine. Wenn man aus der Mikrosicht mal zur Makrosicht übergeht, dann gab es Vollbeschäftigung, Männer und Frauen arbeiteten, Die Geburtenrate war hoch und es gab fast keine Schul- oder Ausbildungsabbrecher. Das Schulsystem war geordnet, die jungen Leute wurden gut ausgebildet. Da will ich jetzt mal den Vergleich zu heute vermeiden und nur mal die Frage stellen, wieso gab es im ganzen Land Arbeitskräftemangel? Wenn ich mich in der Wirtschaft umsehe, heute, aber noch vor Cor..a, dann hat man überall die Leistungsfähigen entlassen, weil die zu viel Geld verdienten, hat die Alten rausgemobbt und hat dafür, wenn überhaupt, ganz junge Leute eingestellt, die eventuell noch ein paar Jahre brauchen, bis sie die volle Leistung bringen, aber bis dahin ist schon umstrukturiert und man wirft sie vielleicht vorher schon raus. Allerdings hat man überall dort, wo die Effizienz unter der Bordkante ist, in Behörden oder NGOs, zuwenig Leute, heute auch, so als würde sich die Bundesrepublik auch in ihren Gebrechen rasant an die DDR annähern. In der DDR war einfach das Volk zu klein, sonst hätte man doch alle Voraussetzungen gehabt, die Planvorgaben auch zu erreichen. OK, heute ist der Plan unerbittlicher; im nächsten Jahr grundsätzlich das Doppelte, aber in Wahrheit hat das ganze Land die Leistung eingestellt. Das Schulsystem schimmelt, überall Verfall und überall fehlen die Arbeitskräfte, obwohl so viele junge Menschen aus dem Morgenlande.. Gut, Ärzte sind zu viele, das hätte man vorher wissen können.
Ungefähr so?
Unwichtiges Theater und lächerliche Protestanten – man darf wohl wirklich von Tanten-Überschuss ausgehen:
(Aus einem linken Schmierblatt)
„Etwa zeitgleich sprangen auch Presse und antifaschistische Recherchenetzwerke wie Friedensdemowatch oder Berlin gegen Nazis auf die neurechte Protest-Formation an. Nach diversen Telefonaten und dutzenden Rundmails trafen sich Mitte April fünfundzwanzig Delegierte linker Gruppen, Vereine, Bündnisse und Arbeitsgemeinschaften in einer ersten Online-Konferenz, um ein gemeinsames Statement zu formulieren. Mit dabei Vertreter*innen der Jugendtheatergruppe der Volksbühne (P14), Linksjugend Solid, FAJOC, LiJa, JAP, VVN-BdA, AStA TU, Berg- und Mieter-Partei und von Kollektiven wie Linie206, Potse, Drugstore, Syndikat und Reptiloide.“
Der geneigte Leser kann gern die Fördergerlder dieser NGO´s suchen – ich werde es nicht machen.
Ich hoffe einfach daß dies ein Kater-Erelebniss vom letzten Absinth zu Studienzeiten vor 20 Jahren ist.
Im realen Leben werde ich mich vor Ort einbringen, damit dieses Gesocks niemals Einfluss auf mein konkretes Lebensumfeld nehmen kann.
Irre! – ich hasse Kafka, aber das ist noch dystopischer
Ja, wir brauchen eine wehrhafte Demokratie. Aber dafür braucht es kein Gesetz und man braucht dafür auch kein zusätzliches Geld in die Hand zu nehmen. Wie und wo müsste man denn wehrhaft gegen die Demontage der Demokratie angehen? Ganz einfach, im Parlament. Es müssten nur die derzeitig umgedrehten Verhältnisse wieder richtig gestellt werden. Die Legislative müsste wieder die Kontrolle der Exekutive übernehmen und nicht umgekehrt, so wie es das Grundgesetz vorsieht. Ich frage mich immer, für was wir einen Verfassungsschutz haben? Um die Verfassung und damit die Demokratie vor der Opposition zu schützen, nicht aber vor den Regierenden? Nicht die Opposition ist verfassungsfeindlich und undemokratisch, sondern ein Verfassungsorgan, die Regierung, bricht die Verfassung am laufenden Band. Und sowohl der Verfassungsschutz als auch das Verfassungsgericht schauen dem seelenruhig zu. Statt dessen werden Nebelgranaten geworfen und die einzige Oppositionspartei, die das letzte demokratische Element in diesem Lande ist, als verfassungsfeindlich erklärt. Herr Broder, ich kann also gut verstehen, dass Ihnen alles bis zum Hals steht. Mir geht es genau so.
Dieses „Wehrhafte-Demokratie-Fördergesetz“ zeigt wie nervös die Regierung hinsichtlich des überall aufkeimenden Widerspruchs gegen ihre Politik geworden ist. Es will ihr einfach nicht gelingen, die alternativen Medien zum Schweigen zu bringen. Da das Netzwerkdurchsetzungsgesetz nicht den erwarteten Erfolg gegen sog. Hassrede gebracht hat, werden neue Mittel und Wege gesucht, um unangenehme Meinungen auszuschalten. Zu diesem Zweck sollen dann wohl die sog. NGO`s noch besser gefördert werden, die dann den Kampf gegen tatsachliche und erfundene Demokratiefeinde aufnehmen, bzw. verstärken, weil die große Gefahr natürlich von rechts kommt. Wer gefördert wird, bestimmt dann die Regierung, bestimmt keine Organisation, die die Regierung kritisiert. Bin mal gespannt, wieviele Buntisten und andere schräge Vögel sich hier wieder auf einen kräftigen Schluck aus der Steuerpulle freuen können.