Achgut.tv / 13.04.2020 / 06:25 / 59 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Verbotene Ostern

Heute ist Ostermontag und die Kanzlerin hat uns in ihrer Osterbotschaft ja wie kleinen Kindern gesagt, dass wir über über Ostern schön brav sein sollen, dann dürfen wir vielleicht im Ramadan ein wenig draußen spielen. Vom Ramadan hat sie zwar nicht gesprochen, aber der beginnt zufällig kurz nach Ablauf der gegenwärtigen Ausnahmezustands-Frist. Ein Zufall? Vielleicht dauert dieses große Sozialexperiment aber doch viel länger. Wann konnten unsere Politiker schon mal so viel Gängelung und Bevormundung der Bürger ausprobieren, um zu testen, wie lange die ruhig bleiben. Und sie bleiben ja ruhig. Selbst die Kontrollen an den Innerdeutschen Grenzen zu Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern schlucken die meisten Menschen nahezu klaglos. Kurios ist: Mein Steuergeld fließt noch ungehindert mit dem Länderfinanzausgleich nach Mecklenburg, nur ich selbst darf dieses land nicht mehr betreten. Aber vielleicht sollte man sich auf den Weg zurück in die deutsche Kleinstaaterei einfach freuen. Ich hätte dann auch gern die Souveränität für mein deutsches Lieblingsfürstentum zurück.

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A. Ostrovsky / 13.04.2020

@Johannes Schuster Ich verstehe Ihr Gejammer nicht. Es steht Ihnen doch frei’ zum Islam zu konvertieren.

Ilona Grimm / 13.04.2020

Nachtrag @Jürgen Kunze: Psalm 22 schildert die Qualen, die ein Mensch bei der Kreuzigung erlebt - 800 Jahre bevor Kreuzigung als Hinrichtungsmethode bei den Juden bekannt war!

H. Scheid / 13.04.2020

Herr Broder, ohne ihren “Spiegel” hätte ich schon schwere Depressionen bekommen, aufgrund der angespannten Mitbürgern in meinem Umfeld! Am aller “schärfsten” sind die fast “gauleiterischen” Anwandlungen, vor, im und während des Aufenthaltes in den Supermärkten aller Couleur. So müssen sich meine Eltern (Kriegsgeneration) beim “Schwarzhandel” auf dubiosen Märkten gefühlt haben. @Jürgen Kunze spitze, was sie da geschrieben haben, danke! Man kann ja beim zukünftigen Einkauft die gestreckte Hand zum Gruß vor dem Eingang leicht anheben….........

Ilona Grimm / 13.04.2020

@Jürgen Kunze: Sollten Sie wirklich nicht wissen, warum Christen einander „Frohe Ostern“ wünschen, dann haben Sie eine gewaltige Bildungslücke. Ich will versuchen, sie zu schließen: Am Karfreitag wurde Jesus Christus gekreuzigt, am Karsamstag war er im Reich des Todes, am Ostersonntag (der dritte Tag) ist er auferstanden und zahlreichen Jüngern und Anhängern erschienen. Zu Paulus’ Lebzeiten haben noch etliche von ihnen gelebt und darüber berichtet (siehe 1. Kor. 15). Das Frohmachende ist nicht der Kreuzigungstag, sondern der Auferstehungstag. Wenn Sie über die Qualen einer Kreuzigung etwas erfahren möchten, empfehle ich Psalm 22. Auch in Lee Strobels „Der Fall Jesus“ (Orig.titel „Case for Christ“) sind in Teil III, Kapitel 11, die unvorstellbaren Qualen eines Gekreuzigten und auch die Folter vorher durch Sachverständige sehr sachlich beschrieben. Das corpus-freie Kreuz, welches auch an meinem Hals baumelt, ist Symbol des christlichen Glaubens, weil der Sühnetod Jesu stellvertretend auch für meine unvermeidliche Sündhaftigkeit in der immanenten Welt geschehen ist. Ohne leibliche und bezeugte Auferstehung wäre das Opfer allerdings vollkommen sinnlos gewesen und die christliche Lehre ein ganz fauler Zauber. Nun weiß ich aber mit Glaubensgewissheit und aus Erfahrung, dass Gott lebt, dass Jesus lebt. Darüber lachen alle Atheisten und damit kann ich gut leben. Wer zuletzt lacht, lacht nämlich am besten.

Alexander Schilling / 13.04.2020

Auf diesem Wege nachträglich meine frommen Wünsche an Farau Merkel

Frances Johnson / 13.04.2020

@ Joh. Schuster: Das mit den Wunderknaben gab es vermutlich gestern - schauen Sie auf die achgut-news von gestern. Die Herkunft derer, die Steine auf die Polzei warfen, blieb aber unbenannt. Die Polizei muss danach so geladen sein, dass sie an Anna auf der Parkbank verbal ablässt.

Frances Johnson / 13.04.2020

Aber, aber, Jürgen Kunze: Man wünscht sich als Christ Frohe Ostern, weil der Tempel seines Körpers am dritten Tag wieder stand, was er vorhergesehen hatte. Der Rest, weil er ein fröhliches Keltenfest feiert.

toni Keller / 13.04.2020

@S Niemeyer ja das ist ja das erschreckende, seit Jahrzehnten galten Berührungsängste als ganz böse, jeder der sich pikiert zeigte, wenn ihm Leute, die man erst seit einer viertel Stunde kannte abknutschten oder gar erklärte dass er Massenansammlungen nicht möge, der war ein ganz schlimmer Misanthrop. Mittlerweile ist man Misanthrop., wenn man es gespenstisch findet, dass die Leute brav und vereinzelt, vermummt und auf Abstand bedacht im Wald herumlaufen. @ K. Dörre, sehr gut die Überlegungen, einfach weiter in dieser Spur denken. @ J. Kunze an Ostern wird gefeiert, dass der Tod nicht das letzte Wort gehabt hat, da haben sie im Konfirmationsunterricht schon ziemlich geschlafen :-) Ansonsten ja es erschreckt auf welch unterirdischen Niveau die Politik angekommen ist, selbst meine Kindergartenschwester die und das Händewaschen beibringen wollte war da intellektueller. Weiter hat man ja den Eindruck, was hierzulande läuft sie typisch deutsch, alleine es gibt ja heutzutage die Möglichkeit via Webcam bekannte Punkte in vielen Städten der Welt zu besuchen, woanders sieht es auch nicht anders aus! Selbst in Mekka und Medina herrscht Ausgangssperre und die Piazza Navone ist menschenleer. Mir fällt schon lange auf, dass die Politiker keinerlei Kompetenz ausstrahlen und den Duktus von Kindergärtnerinnen für 3 jährige haben,  und damit auch Erfolg haben. Und aktuell spielen eben alle “Seuche” und kommen sich gaaaaanz toll vor, viel besser als die Altvorderen die sich mit echten Seuchen herumschlagen mussten.

CZECH ALEX / 13.04.2020

Zum draußen spielen die Blockflöte nicht vergessen! Wir bekommen jetzt auch Ramadan geschenkt. HALLELUJA In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war (Roosevelt)

Walter Knoch / 13.04.2020

Die Ideen gehen schon weiter. Man muss sich nur zu Gemüte führen,  was beispielsweise in einem größeren bis großen, sorry langen, Artikel in der Zeit zu lesen war: Krise des Kapitalismus, Ende des alten Denkens, es muss eine neue Ordnung her, die Zivilgesellschaft muss blühen, keine Grenzen nirgends, wir sind alle eine einzige Gemeinschaft, Lösungen gibt es nur im Paket aller Gutwilligen. “Wir werden die Marktwirtschaft behalten. Die strategischen Lösungen aber werden in zukünftig vom Staat getroffen”, ließ ein Großkopferter aus dem linksgrünen Milieu dieser Tage verlauten. Warten wir in “Ruhe” ab, ‘wie ein Lamm, das man zur Schlachtbank führt’, was die nächsten Wochen bringen. Es wird interessant. Auch die Leitartikel und Kommentare meiner regionalen Zeitung, einer nicht ganz unbedeutenden Medienunion gehörend, weisen die Richtung, in die es gehen soll. Letzte Bemerkung: Mich packt die blanke Wut, wenn ich, egal auf welchem Sender, von diesem Propagandaregen mit dem bescheuerten “Dach über den Kopf” (Arme hoch, zur Schräge geneigt, bis sich die flachen Hände von links und rechts kommend über dem weisen Haupte berühren) traktiert werde. Es gibt kein Entrinnen. Überall spricht der Igel: “Bin ick schon hier!” Wer finanziert eigentlich diese kitschigen Spots???? Eines schein klar, Pflaume und Co., die Protagonisten, sammeln Bonuspunkte, damit sie bei den Sendeanstalten weiterhin Liebkind und im Geschäft bleiben.

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