Achgut.tv / 13.01.2020 / 06:29 / 57 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Die Möchtegern-Frontbericht-Erstatter

In der letzten Woche schien es zeitweise, also würde so mancher beinahe sehnsüchtig auf einen neuen Krieg warten. Gar nicht unbedingt die Irren in Teheran oder Donald Trump, dafür umso mehr manch deutscher Redakteur, der es scheinbar gar nicht erwarten konnte, aus der Zuschauerperspektive an dramatischen Frontberichten zu arbeiten. Nachdem zumindest dieser Kriegsausbruch vorerst ausgefallen ist, kann man sich ja mal fragen, was die Ursache der Kriegs-Obsession hiesiger Berichterstatter ist. Hier ist eine Antwort.

Von Henryk M. Broder erschien am 8. November 2019 das Buch „Wer, wenn nicht ich – Henryk M. Broder“. Der Autor befasst sich darin mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die zweite Auflage ist ab sofort lieferbar.

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Ursula Horvath / 13.01.2020

Immer öfter gehe ich davon aus, dass wir größtenteils von kopfkranken Menschen regiert werden, anders kann man sich beim besten Willen nicht erklären, weshalb D ohne jede Rücksicht die Autoindustrie kaputt redet und die Wirtschaftsbosse knicken dazu ein, mit den selben dummen Sprüchen wie die kranke Greta. Heute Nachrichten, 400 000 Arbeitsplätze in der Autoindustrie werden weg fallen, dazu noch tausende Zulieferer und wie steht D danach da ?  Wie nach der Wende im Osten, de industriellisiert und die da Oben zucken mit den Schultern!  Wenn das aber so kommen sollte, dann wird es nicht nur im Osten rumpeln sondern auch im Westen,  Dann und erst dann, sind wir WIEDERVEREINT,  zwar im Elend mehr oder weniger, aber GLEICH betrogen und belogen! Eine tolle schwarze Zukunft,  Dank Merkel und ihrer Beklatscher ohne Hirn!

Karl Neumann / 13.01.2020

Gab es da nicht einmal einen Satz „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin”. Er hat eine versteckte Botschaft an alle : „Macht “. Aber diese Macht kann nur Wirkung erzeugen wenn ein weiteres Schwergewicht zum Einsatz kommt : „Einigkeit”. Darüber lohnt es sich nachzudenken. Aber dass dies je geschieht sind wahrscheinlich nur Träume eines 93jährigen.

Ernst-Günther Konrad / 13.01.2020

Ich würde Ihnen gerne widersprechen, Ihnen vorwerfen, das sei alles Hysterie von Ihnen, das haben Sie sich ausgedacht. Sie wollen uns doch nur vera….en. Doch leider haben Sie mit allem recht. Wer in den letzten Tagen die Presse quer bet gelesen hat, der hat sie erkannt die kriegslüsternen Journalisten, die mit Sabber vorm Mund alles und jede Begebenheit rund um Trump und den Iran als Vorstufe eines Weltkrieges auftürmten. I ch wusste gar nicht, das es soviel Experten auf diesem Gebiet gibt. Nur in der Regierung, da sucht man sie vergebens. Wäre ich mediengläubig hätte ich im Garten angefangen einen Bunker zu bauen. Hab es doch gelassen. Wir pflanzen weiterhin an und schauen gelegentlich in den Broder-Spiegel.

Detlef Rogge / 13.01.2020

Zum Thema, die Deutschen und der Krieg: Vor Ewigkeiten, Seminar, wohl in Sachen Zeitgeschichte. Der Prof. fragte, was denn unserer Meinung nach die Konsequenz für Deutschland aus zwei verlorenen Weltkriegen sei. Erwartbare Antworten seiner Studenten in etwa wie: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus…..“ Das ließ er nicht gelten, weil ihm wohl zu beliebig und die Menschheit ohne Kriege unvorstellbar. Seine Deutung: „Nie wieder Niederlage“, denn eine dritte würde das Land nicht überstehen. Im nächsten Krieg also, der zwar noch auf sich warten ließe, aber sicher kommen würde, müsse Deutschland auf der Seite der Sieger stehen. Für die richtige Seite hielt er seinerzeit wohl den Westen, die Nato. Heutzutage stellt sich die Frage nicht mehr; der mehrheitliche Wille der Deutschen scheint mir Selbstaufgabe.

Johannes Streck / 13.01.2020

Den 3. Weltkrieg verhindern, dem “Klimawandel” mit reduziertem CO2-Ausstoß begegnen… Was können die deutschen “Polit-Eliten” samt Presstituierten denn schon? - Nix, nämlich nicht einmal die Krankenkassenbeiträge stabil halten. Ogottogott, was für eine Hybris und Wichtigtuerei zwecks weltweiter Reisetätigkeit! (c)Sebald Beham 1549: Niment under stesich groser Ding, die im zu thun unmuglich sindt.

Ilona Grimm / 13.01.2020

@Karla Kuhn, re. Jens Spahn: Mich bringt es auch jedesmal auf die Palme, wenn ich höre, soundsoviele Menschen sterben, weil sie kein Spenderorgan bekommen. Nein! Diese Menschen sterben, weil sie eine schwere Krankheit haben. So ist das Leben nun einmal; es endet früher oder später für uns alle mit dem Tod. Wieviele tödlich verlaufende Krankheiten gibt es, bei denen es gar keine Option zur Organtransplantation gibt? Sind diese Patienten dann nicht unerträglich diskriminiert? Aber dafür wird Jens Spahn sicher auch noch eine Lösung finden. Die Bevölkerung (mit Ausname gewisser Eliten) zur Organspende zu verdonnern, ist eine diktatorische Maßnahme, die bisher nicht einmal in China implementiert worden ist. Dort greift man „nur“ auf die Organe von Kriminellen und Regimekritikern einschließlich Anhängern von Falun Gong zurück. (Bei uns wären es wohl die Christen und Juden.) Spahns Weitergabe von 73 Mio. Patientenakten gesetzlich Versicherter an „Industrie und Forschung“ ist nichts anderes als ein Katalog geeigneter Organspender. Von einem Aufschrei der Gesellschaft und ihrer Medien habe ich noch nichts mitbekommen. Lieber schreibt man einen Krieg herbei und gerät in Weißglut, weil es einfach nicht klappen will und Präsident Trump partout nicht macht, was deutsche Premium-Jourmalisten von ihm erwarten.

Karl-Heinz Vonderstein / 13.01.2020

Könnte es nicht auch so sein, dass es den Nachrichten von ARD und ZDF nicht mehr genug ist, die Wirklichkeit so darzustellen wie sie ist, sondern sie als so ne Art Thriller (USA against Iran) oder auch als Horror (Australien, Klimawandel) zu verkaufen? Vielleicht auch deshalb um junge Menschen wieder mehr für sich zu gewinnen.Das scheint ja jetzt bei uns so üblich zu sein, um junge Menschen zu buhlen.

Walter Haller / 13.01.2020

Sobald eine «Experte» zur «Einschätzung der Lage» an der Kriegsfront anhebt drücke ich reflexartig den nächsten Sender um das sinnfreie Gestammel über die Rolle arabischer Geistlicher im Zusammenspiel mit ihren kriegstreibenden «Generälen» haben. Eine Sequenz «Das Traumschiff» oder ein Rosamunde-Pilcher-Dialog erscheint mir dann erträglicher.

elke popken / 13.01.2020

Bin mir ziemlich sicher: nach Merkels Abgang wird auch in den “Redaktionstuben” Gelüftet werden. Sie können sich mit ihren sogenannten Experten ( thevessen, slomka, reschkes und Gefolgschaft) der luecken-u. Luegenpresse nicht halten und das wissen sie auch! Die gesamte presse- und Medienwelt stand lange nicht so unter Druck und in der oeffentlichen Kritik wie zur Zeit. Das kann man nicht einfach so unter den Teppich kehren. Einige werden in den Ruhestand verabschiedet, andere gänzlich von der Bildfläche verschwinden. Ein Kleber wird von sich doch nicht ernsthaft glauben, das seine persoenlichen aussagen als “nachrichtenmann” noch für bare Münze genommen werden! Jede Hausfrau aus hintertutzingen, die tatsächliche Fakten und nachrichten, geschehnisse Vom Blatt abliest, mir dabei meine persönliche meinungsbildung ueberlaesst, Wuerde der oeffentlichen Aufgabe der Nachrichtenübermittlung/ Informationen ( auch noch für weniger penunse) gerechter werden!!

herbert binder / 13.01.2020

Ach, lieber Herr Broder, haben sich unsere Gänsefüßchen-Medien wieder einmal (quasi-)exponiert, vulgo: ins Zeug gelegt? Vielleicht sogar - wie immer und wie zu erwarten - mit einer riesen und nur denen zu eigen seienden QUALität? Und dazu etwa auch noch un"umstritten”? Mir bleibt allem Anschein nach wohl das Schicksal nicht erspart, sowas in Zukunft wieder etwas genauer und auch intensiver verfolgen zu müssen (seufz) - obwohl derartiges nicht auf meiner ellenlangen Dringlichkeits.Liste der “guten” Vorsätze für 2020 steht.

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