Manche Regierenden träumen schon von der "neuen Normalität", weil sich die Gesellschaft so unglaublich schnell an den Verlust individueller Freiheit gewöhnt hat. Ich hingegen will mich nicht daran gewöhnen, dass Möchtegern-Autokraten, die völlig planlos in die Corona-Krise hineinrutschten, trotzdem immer ganz genau wussten und wissen, wie sie diese zu administrieren haben und von der Bevölkerung Gehorsam fordern. Nicht mit mir.
Henryk M. Broders aktuelles Buch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.
Wir sollten uns an Goethes Tragödie Faust I anlehnen und laut hinausschreien „Deutschland! Mir grauts vor dir„. Beim Frühstück lese ich vom Geistesblitz irgendeines Staatssekretärs, er will eine Pflicht zur Anzeige von Reisen in Risikogebieten beim Gesundheitsamt. Heute eine Anzeigepflicht, damit die Verfolgung der Pflichttests einfacher ist, morgen wird es eine Genehmigungspflicht, damit das Gesundheitsamt mit der Nachverfolgung nicht überfordert ist. Und was kommt übermorgen - Deutschland! Mir grauts vor dir.
'Neue Normalität' ≠ NORMALITÄT ! - NEIN, zu geistigem Schwachsinn und blindem Gehorsam! 'Don’t forget that freedom is never something that can be taken for granted. Tear down walls of ignorance and narrowmindedness, for nothing has to stay as it is.'
Ich hätte eine Idee für ein neues System. Die Regierung als Simulationsprogramm. Und dann immer das Gegenteil machen, was die alternativlos beschließen. Ich denke nicht, dass es schlechter liefe als zur Zeit. Kollateralschäden eingerechnet. Was mir bei "New Normal" so auf den Sack geht: Der Dummenstolz. Wir tragen Maske die anderen den Aluhut, höhöhö. Dabei tragen sie den Aluhut längst im Gesicht, weil die eingebildetet Gefahr ja jetzt von vorne kommt. "Man redet viel von irgendwelchen Menschenrechten, doch das erste und elementarste Recht eines Menschen innerhalb einer zivilisierten Gesellschaft wird dabei nie erwähnt: Es ist das Recht, in Ruhe gelassen zu werden." (Michael Klonovsky) PS.: Gestern lobt hier ein Forist ausdrücklich Klonovskys "Land der Wunder". Dem möchte ich mich unbedingt anschließen. DER Roman über beide deutsche Staaten und die sogenannte Wende. Ein Freund, dem ich es auslieh, las es an einen Wochenende. Er (Vielleser): "Das beste Buch das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Habe es mir gekauft und gleich noch einmal gelesen."
Richtig ! Ich habe heute auch schon verkündet, dass ich "das Scheißteil" (die Maske) nicht wie gefordert aufsetzen werde. Wenn man für Corona Schokolade essen muss, könnte man nochmal Rücksprache halten. Ob ich das durchhalte, weiß ich noch nicht. Ich würde mir als nächstes ein Attest besorgen.
Woodstock auf dem Friedhof, nackt und maskenfrei , ich bin dabei ! Wo sind die 68er, wenn man sie mal braucht ? Ich habe damit angefangen 80er Jahre Postkarten zu sammeln um noch zu wissen, was normal ist, ich glaube an die Deutsche Bundesbahn, die Bundespost und an die Sesamstraße. Ich habe an mir bemerkt, daß mein Zynismus langsam der Resignation weicht. Ich finde es nicht schön, wenn ich mir vorstellen muß, daß die Leute, die mich vor 30 Jahren im Schwimmbad umgaben alle zu maskentragenden Hysterikern mutiert sind, die zu totalen Forderungen übergehen. Der weltbildfrei gewordene Irrtum über das, was normal sei. Noch schlimmer finde ich die Vorstellung, daß das alles schon da war und nun lediglich ausbricht. Ich gehe davon aus, daß hier einige Dinge kulminieren werden und die Hysterie ein Anschein des Untergangs bekannter Strukturen ist. Die Welt wird wirtschaftlich neu strukturiert, es wird eine große Veränderung werden, die man gar nicht im ersten Zug bemerken muß. Die Leute reagieren neurotisch und fangen an irgendetwas "Corona" regeln zu wollen. Wenn man in einer Sache eifrig wird, ist das ein ziemlich sicheres Zeichen, daß man in der Hauptsache verliert und an sich selbst scheitert. Das ist nicht weiter schlimm, wenn man sich dabei austöpfert, Bilder malt und Kamasutra praktiziert.
Hat eigentlich schon jemand diese unfaßbare Coca Cola Werbung gesehen (Grundtonus: Wer sagt denn, daß wir zum alten Normal zurückkehren müßen? Das Neue kann auch ganz groß und wunderbar und überhaupt total und super, usw. Untermalt von schwüler Dramahoffnungsmucke). Es sehen hier ja nicht mehr so viele TV, daher mal kurz der Fingerzeig. Vielleicht sollten wir mal die Konzerne sammeln, die diesen Hirnriß auch noch unterstützen. Bringt zwar nix, weil es sind ja nur 12.000, aber wenigstens sind 'wir' dann auch gute Denunziationsbürger.
Hervorragend auf den Punkt gebracht Herr Broder. Ich habe es schon öfter geschrieben, dass wir acht geben sollten, weil die Berieselung mit stets gleichen Aussagen und Nachrichten die Beeinflussung im Unterbewusstsein eben doch funktioniert. Wir müssen selber immer wieder feststellen und aufpassen, dass wir uns keine neuen Automatismen aneignen, die wir dann wie einen Schatten im Nacken mit uns herum tragen. Das gibt Ermüdungserscheinungen und ein langsames einknicken und aufgeben. b.schaller