Achgut.tv / 04.01.2021 / 06:00 / 87 / Seite ausdrucken

Broders Spiegel: Gute Reise für Angela

Das neue Jahr beginnt mit neuen Steuern. Die CO2-Abgabe gibt es schon, Tanken und Heizung sind deshalb seit Neujahr teurer und der Wirtschaftsminister hat bereits eine Paketsteuer angekündigt. Und der Lockdown wird auch verlängert. Das reicht als Neujahrsgruß der Regierung, da kann man sich die Neujahrsansprache der Kanzlerin sparen. Eine Ansprache von Angela Merkels höre ich mir nur noch unter einer Bedingung an.

Henryk M. Broders aktuelles Buch „Wer, wenn nicht ich“ befasst sich mit „Deutschen, Deppen, Dichtern und Denkern auf dem Egotrip“. Das Buch kann im Achgut.com-Shop bestellt werden. Die dritte Auflage ist ab sofort lieferbar.

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Kurt Müller / 04.01.2021

Nahe am Wasser gebaut ... armer Herr Broder. Bleiben Sie gesund und uns erhalten, irgendjemand muss den Blödmännern und -weibern in Berlin und anderswo doch Feuer unter dem Hintern machen. Ich habe auch schon viele solcher Kriesen hinter mir; ein Bier, ein Jever (schmeckt gut aber ist teuer) oder ein Paderborner (schmeckt auch sehr gut ist aber billig) helfen, aber nicht zu viel, sonst meckert der Arzt wie bei mir neulich, aber dann hält man den ganzen Mist einigermaßen aus. Wandern, zeichnen, lesen, Klavierspielen (digitales Cembalo), die Zeitung abbestellen und den Fernseher in den Keller schaffen, so habe ich das 2014 gemacht, als die einseitige Hetzte gegen Russland (Maidan) begann, ohne das die Vorgeschichte (z. B. politisch-militärische Provokationen im schwarzen Meer) beleuchtet wurden. Seit dieser Zeit dreht das Land endgültig am Rad und spinnt. Eine wirklich einmalig gute Hausmedizin sind die Inventionen und Sinfonien von J. S. Bach in der Einspieleung von Wolfgang Rübsam, die CD gibt es bei Naxos für 6,99 EUR. Hört man sich diese Einspielung an, eine unglaublich bewegende perfekte Nachahmung von Satzmelodie und Stimmung menschlichen melancholochen Ausdrucks, geht es einem hinterher wirklich besser. Aber natürlich muss man sich weiter informieren und die allerneuesten Dummheiten genau beobachten und kommentieren, ich sage ja nicht, man solle aussteigen.

J. Heini / 04.01.2021

Die Paketsteuer hat wie die Tabaksteuer nicht die “Gesundheit” oder den stationären Einzelhandel im Blick, sondern die Einnahmen des Staates. Denn den Paketweg benutzt nicht nur Amazon, sondern auch der stationäre Handel. Und belastet wird immer der Endverbraucher. Jetzt schon mit der “kostenlosen”  Rücksendung und dann zusätzlich mit der Paketsteuer. Corona und auch die Altersstruktur brauchen Wege, um sich in der “Home Life” Zeit zu versorgen. Autos wollen wir in den Städten nicht, aber Lieferung ins Haus soll teuer werden, damit der Bürger zum Einkaufen fährt. Wie wäre es noch mit einer zusätzlichen Steuer auf alle Einkaufswege über 5km? Danach könnte man eine Steuer auf Einkäufe innerhalb der 5km Zone erheben, um die anderen zu retten. Wir sind demnächst Weltmeister bei der Digitalisierung, aber bitte nicht beim Einkaufen. Politiker können nur noch Lenkung, die zu Staatseinnahmen führt.

Volker Voegele / 04.01.2021

Aber, aber, werter Herr Broder, wie können Sie so schnöde von neuen Steuern reden? Die Regierung möchte nur etwas von dem klimafreundlichen Wirtschaftsboom 2021 profitieren, den sie weise schon im Frühjahr 2020 eingeleitet hat. Die Regierung ist halt a bisserl schwach im Marketing ihrer grandiosen Maßnahmen. Die „bis zu“ 17 Cent plus auf einen Liter Benzin hätte sie z. B. treffender unter „Gute-Elektromobilität-Zustupf“ (GEZ 2.0) anpreisen sollen und die Paketsteuer vielleicht unter „Peterchens-Mondfahrt-Beigabe“ für eine geringfügige finanzielle Zulage zur Bordverpflegung bei strapaziösen Langstreckenflügen von P. Altmaier, H. Maas, C. Roth, L. Neubauer, A. Merkel und von allen anderen tapferen Welt- und Ökonomie-Rettern.

Rudi Brusch / 04.01.2021

@S. Schubert: Dass Merkel verbrannte Erde hinterlassen wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Was ich noch vor 10 Jahren nicht geglaubt hätte, ist jedoch, dass das Ausmaß der verbrannten Erde inzwischen keinen historischen Vergleich mehr scheuen muss.

Renate Bahl / 04.01.2021

2021 wird noch grauenvoller als 2020. Noch nie habe ich so desillusioniert einen Jahreswechsel begangen. Und da ich die ganzen Frexxen dieser Politkasper nicht mehr ertragen kann, besonders die der größten Volksverraeterin, konnte ich mir die Neujahrsrede genausowenig antun wie zuvor die Weihnachtansprache vom Bundesuhu. Und es wachen immer noch kaum Leute auf, was muss denn noch passieren??!! Es wird immer unerträglicher. Meine Befürchtung ist tatsächlich, dass DIE noch mal antritt, und sei es dadurch, dass die BTW aufgeschoben wird und sie somit kommissarisch im Amt bleibt. Nur, wenn es aus den Reihen der CDU heraus zum Umdenken käme, gaebe es eine Chance. Allerdings hat sie sich mit inkompetenten, eierlosen Wassertraegern umgeben, die natürlich ihren Futtertrog verteidigen. In der Justiz sieht es ja leider genauso aus. Und ein von Stauffenberg ist nicht in Sicht.

RMPetersen / 04.01.2021

Guten Morgen, Herr Broder, und die Besten Wünsche für das Neue Jahr. Möge Ihnen Geist und Humor erhalten bleiben und die Galle nicht Schaden nehmen. Anlässlich dazu würde es auch 2021 reichlich geben.

Wilfried Cremer / 04.01.2021

Lieber Herr Broder, M‘s Hintertürchen lautet: Abgang (nur!) aller Voraussicht nach. Der Staatsfunk hat, weil Söder glitschig ist, zwar Spahn erkoren, aber dem kommt leider was dazwischen.

Steve Acker / 04.01.2021

Man kann nur hoffen dass das die letzte Neujahrsansprache von AM ist. und dass im Herbst wirklich Wahlen stattfinden und nicht wegen corona verschoben werden.

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