News-Redaktion / 18.01.2019 / 09:20 / 22 / Seite ausdrucken

Brexit: Deutschland wird nervös

Die Londoner Times meldet: „Beamte der Europäischen Union prüfen Pläne, den Brexit auf 2020 zu verschieben, nachdem Deutschland und Frankreich ihre Bereitschaft bekundet haben, die Rückzugsverhandlungen wegen der politischen Turbulenzen in Großbritannien zu verlängern.

Diplomaten und Beamte bereiten laut der Londoner Zeitung eine länger als geplante Verlängerung des EU-Austrittsverfahrens nach Artikel 50 vor. Die bisherige Planung lief auf eine dreimonatige Verzögerung des Brexit vom 29. März bis Ende Juni hinaus, aber jetzt untersuchen EU-Beamte nach mehreren Quellen rechtliche Wege, um den Rückzug Großbritanniens auf das nächste Jahr zu verschieben. 

Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Martin Selmayr, der mächtige deutsche Generalsekretär der Europäischen Komission, dringen offenbar auf eine Frist-Verlängerung. Selmayr sagte auf BBC-Radio 4: „Die Europäische Union sollte sich zusätzliche Zeit nehmen, um eine klare Position des britischen Parlaments und der Bevölkerung zu erreichen, ich würde das als eine vernünftige Bitte betrachten.“

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Werner Lischka / 18.01.2019

Die EU hat kein Interesse am Austritt GB’s - das war von vornherein klar und wurde auch so kommuniziert. Die aktuelle Interviews der Kommission zeigen aber klar, dass man dort aktuell den Ball in der britischen Spielhälfte sieht. Wenn man aktuell die Rechtslage prüft, was eine Verschiebung des Austrittstermins betrifft, ist das nach den Chaostagen in Westminster eine sinnvolle Vorgangsweise - und keinesfalls eine bösartige Verschwörung, wie es der Artikel unterstellt. Im übrigen sollte der Author sich einmal das britische Austrittsgesetz durchlesen - dies schreibt einen EU-Austritt mit dem 29.3.2019 fest. Die Kommission oder das europäische Parlament können daran überhaupt nichts ändern - und das ist dort auch wohl bekannt. Zuerst müßte man in London dieses Gesetz ändern, dann erst kann ein entsprechendes Ansuchen an Brüssel gestellt werden. Dieses müßte dann einstimmig vom Rat genehmigt werden. Da im Mai EU-Wahlen sind, wäre eine Verschiebung über diesen Termin hinaus extrem problematisch, da in GB dann auch Wahlen zum EU-Parlament abzuhalten wären. Ich verstehe, dass in Achgut die EU der Gottseibeiuns ist - aber dumm oder rechtlich unfähig sind die EU-Beamten nicht. Man sollte die eigenen Scheuklappen abnehmen, wenn man über solche Fakten schreibt.

Sophia Kopp / 18.01.2019

Es gibt eine Frau in Europa, die zieht bei den Brexitverhandlungen im Hintergrund die Fäden. Nur fehlt es dieser Frau mit zunehmendem Alter an Kraft. Gott sei bei uns oder eher den Briten. Sie möge nicht wieder zu Kräften kommen was durch Medizin namens viel Geld möglich wäre. Denn wegen der vielen Ausgaben in den letzten drei Jahren scheinen ihre Mittel im Moment recht beschränkt.

Marc Hofmann / 18.01.2019

Das britische Parlament ist froh wenn die Frist am 29.03.2019 abgelaufen ist. Die Briten werden einen Teufel tun diese Frist zu verlängern. Die sind froh endlich wieder selbst Politik für ihr Volk machen zu können… selbstbestimmt und sich der EU Fremdbestimmung entledigt!

Mike Loewe / 18.01.2019

Der Titel “Brexit: Deutschland wird nervös” enthält leider eine Hypothese und Wertung. Ansonsten schätze ich die neuen kleinen Beiträge der News-Redaktion als echte Perlen, da sie Fakten in guter Auswahl informativ und wertfrei berichten. Dass die Anzahl der Leserreaktionen bei nüchternen Fakten geringer ist als bei den längeren Kommentaren, liegt in der Natur der Sache und tut den Berichten keinen Abbruch. Vielen Dank und weiter so!

Karla Kuhn / 18.01.2019

Herr Sacker, wie wahr !!, Ich würde nicht mal mit meinem Mann eine gemeinsame Kasse unterhalten. Und ich möchte auch nicht mit meinen “Nachbarn” meine Freizeit verbringen. Ich finde es gut, wenn die in Berlin “fracksausen” haben, vielleicht kommen sie dann eine Stückchen vom hohen Roß runter.  Durch WEN wurde der Brexit überhaupt erst möglich ??  „Die Europäische Union sollte sich zusätzliche Zeit nehmen, um eine klare Position des britischen Parlaments und der Bevölkerung zu erreichen, ich würde das als eine vernünftige Bitte betrachten.“ VERNÜNFTIGE BITTE ??  Ein schöner Witz, ich hoffe, die britische Regierunt bleibt beim 29. März !! RAUS und Ruhe und die Briten werden sich erholen !! Vielleicht hat Brüssel und Berlin angst, daß durch den Brexit gezeigt wird, wie gut ein Land auch alleine zurechtkommt ?? Und es dadurch NACHAHMER findet ??  Die Italiener ?

Frank Dieckmann / 18.01.2019

Natürlich wird man nervös. Bei einem harten Brexit setzen die Briten u.a. 800 000 Polen vor die Tür. Wo werden die wohl hingehen?

H. Volkmann / 18.01.2019

Der Sedlmeyer war doch beim Junker irgendwas. Wahrscheinlich hat er sich bei dem mit Ischias angesteckt. Da steckt doch ein Plan hinter. Die verschieben den Austritt immer weiter in die Zukunft, mit viel medialem Getöse und Aufregungen. Bis die breite Masse der Briten vergessen hat, warum die eigentlich austreten wollten. Dann lassen sie noch einmal wählen. Und siehe da ! Dann wollen die doch in der EU bleiben. Wussten wir’s doch. Die alten Briten waren einfach zu dämlich, um ihr Glück zu begreifen. Und die jungen Briten sind in ein paar Jahren - dank Gehirnwäsche - ebenfalls zu dämlich, um Ihr Unglück zu begreifen.  Junkers Cohorte hat dann gesiegt, genau nach dessen geäußerter Strategie: Wir machen erst mal, was dem Volk nicht gefällt, und wenn niemand sich aufregt , machen wir einfach weiter. ” Biertisch- Politik” könnte man das nennen oder ischiatische Ränke. Ja, ja, Stammtische können richtig gute Denkfabriken sein. Hätten wir doch nur noch ein paar davon!

Sonja Bauch / 18.01.2019

Während jetzt alles darüber nachsinnt, wie es weitergehen könnte, sollten alle Europäer -besonders Frau Merkel- zugleich ehrlich Gewissensforschung betreiben, ob nicht auch auf der Seite der EU , der anderen 27, verheerende Fehler begangen worden sind. Gerade in den Monaten vor der Abstimmung der Briten hatte nämlich der illegale Migrantenzustrom an der Grenze zu Deutschland einen absoluten Höhepunkt erreicht. Gerade auch die Bilder von der bayrischen Grenze, von den dort völlig ungehindert einmarschierenden Massen, hatten eine massive Schockwirkung für die Briten. Diese BIlder entschieden das Referendum endgültig. Gleichzeitig schockierte viele auch die Forderung der EU-Kommission, die Flüchtlige zwangsweise auf alle EU-Länder zu verteilen. Gewiss: sehr blöd gelaufen. Aber jetzt ist es eben gelaufen.

Sepp Kneip / 18.01.2019

Den Herrschaften geht der A… mit Grundeis. Die EU sucht verzweifelt, die bestehende EU mit Großbritannien zu verlängern, um in der Zeit die Briten dazu zu bringen, dem Brexit zu entsagen. Wer mit wieviel Geld die Anti-Brext-Kampagne schürt, lässt sich nur vermuten. Einmal fürchten die EU-Protagonisten um Selmayr und Co. ihre klotzig dotierten Posten zu verlieren und zum anderen die Globalisten um Soros, die mit dem supranationalen Gebilde EU den Hebel in der Hand hätten, ganz Europa mit einem zerstörerischen Multikulturalismus zu überziehen. Ein demokratischer Kontinent als Vereinigte Staaten von Europa wäre diesen Herrschaften doch ein Dorn im Auge. Es muss so lange destabilisiert werden, bis die transatlantischen Stippenzieher die EU unter ihrer Kontrolle haben. Merkel, Macron und die Kommission sind deren Vollstrecker. Ein Großbritannien außerhalb der EU würde diesen Plan zerstören.

Sabine Schönfelder / 18.01.2019

Die beiden ‘Maierbuan’ ( Sedl-und Alt) sollten sich langsam an nervöse Zustände gewöhnen. Der Brexit ist erst der Anfang. Diese Trennung hat für alle Beteiligten Konsequenzen und ist nicht nur ein ‘Desaster’, wie uns der hart daran arbeitende Medienapparat weismachen möchte, für England. Geld und Propaganda ist der Leim der schlecht organisierten EU unter der undemokratischen Knute einer kleinen Machtgruppe, mit einem schweren Alkoholiker an der Spitze. Selbst wenn Juncker bald durch eine willfährigen Schleimspur ersetzt wird, der Euro und die EZB-Politik werden die EU schwächen, und der Migrationspakt mit seinen gesellschaftlichen und finanziellen Folgen die Rückbesinnung auf Nationalstaaten mit unabhängigen Regierungen und eigener Legislative fördern. Täglich arbeitet die EU an ihrem eigenen Untergang. Wir sollten uns nicht aufregen, sondern lediglich abwarten. Der ausgehandelte Vertrag ist für England eine Zumutung, und wird zu Recht nicht akzeptiert. Geld, Habgier und Geschäftemacher finden immer einen Weg, ’ the show must go on ’ , auch im Falle eines harten Brexits. Und wer weiß, welche Härten uns noch bezüglich des Euros von der EU abverlangt werden???

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