Selbstbewusst waren Kölns Karnevalisten unter der Nazidiktatur durchaus: Sie wollten sich nicht von der Partei die rassistischen und antisemitischen Witze vorschreiben lassen. Nein, die wollten sie schon selber formulieren. Und so zettelten sie 1935 die „Narrenrevolte“ an, die sie nach 1945 als große Widerstandsaktion verkauften. Übrigens in guter Gesellschaft mit Dr. Konrad Adenauer, der damals gleich ganz Köln zum „geistigen Widerstandszentrum“ verklärte. Mit der Legende des nazifreien Kölner Karnevals räumt jetzt die Ausstellung „Kölle Alaaf unterm Hakenkreuz – Karneval zwischen Unterhaltung und Propaganda“ im Kölner NS-Dokumentationszentrum auf. http://www.koeln-nachrichten.de/kultur/ausstellungen/koeln_karneval_antisemitismus_ns_dokumentationszentrum_rosenmontagszug_liessem_2011.html