Von Pascal Bruckner
Auf der Konferenz von Durban zeigte der Antikolonialismus im Jahr 2001 eine antisemitische Fratze. Die UN plant eine Nachfolgekonferenz. Demokratien sollten sie meiden.
Im September 2001 versammelte sich in der südafrikanischen Stadt Durban die dritte Konferenz der Vereinten Nationen gegen den Rassismus, die die öffentliche Anerkennung von Sklaverei und Kolonialismus als Verbrechen zum Ziel hatte. Die ganze Menschheit sollte nach dem Wunsch der Veranstalter bei dieser feierlichen Versammlung der Geschichte ins Antlitz blicken und mit Gelassenheit ihre Chronik schreiben.Schöne Absichten, aber sie führten sehr schnell zu einer Atmosphäre der Opferkonkurrenz und der Lynchjustiz gegenüber israelischen Organisationen und allen Personen, die man verdächtigte, Jude zu sein. Das Vorhaben, durch eine Art kollektive Therapie zu einer Heilung der Vergangenheit und neuen Menschenrechtsstandards zu gelangen, führte nur zu einer Explosion des Hasses… Weiterlesen auf perlentaucher.de