Gastautor / 02.11.2023 / 14:00 / Foto: Montage Achgut.com / 45 / Seite ausdrucken

BKA-Bericht: Hoher Anstieg der Zuwandererkriminalität

Von Frank W. Haubold. 

Wie das kürzlich veröffentlichte Lagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ des Bundeskriminalamts zeigt, wurden im vergangenen Jahr 48.000 Deutsche Opfer von Gewaltstraftaten von Asylbewerbern – weitaus häufiger als umgekehrt. Insgesamt stieg die Zuwandererkriminalität dramatisch an.

Mit deutlicher Verspätung und medial weitgehend unbeachtet erschien am 18. Oktober das BKA-Bundeslagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ für das Jahr 2022. Die Gründe für die verspätete Veröffentlichung dürften kaum im fachlichen Bereich liegen, zumal die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) seit Monaten vorliegt. Wahrscheinlicher ist ein Zusammenhang mit dem Termin Landtagswahlen in Bayern und Hessen (8. Oktober), vor dem man die Wähler nicht mit schlechten Nachrichten irritieren wollte.

Immerhin ist die Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer 2022 gegenüber dem Vorjahr von 127.489 auf 142.721 gestiegen (+11,9 Prozent). Dabei ist von einer erheblichen Dunkelziffer auszugehen, da die Statistik nur die aufgeklärten Fälle enthält, bei denen ein oder mehrere Tatverdächtige ermittelt wurde(n). Auf Zuwanderer entfallen 7,4 Prozent aller Tatverdächtigen, bei einem Bevölkerungsanteil von etwa 3,4 Prozent.

Der ebenfalls deutlich gestiegene Bevölkerungsanteil von Asylsuchenden und Geflüchteten resultiert nicht nur aus Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine (etwa 1 Million), sondern auch aus deutlich gestiegenen Asylbewerberzahlen aus Afghanistan (+54,8 Prozent), Syrien (+39,2 Prozent) und der Türkei (+ 273,8 Prozent). Insbesondere letzteres hat deutliche Folgen für die Kriminalitätszunahme in allen Bereichen, während der Anteil der Zuwanderer aus der Ukraine an den Tatverdächtigen weit unter dem Anteil sonstiger „Schutzsuchender“ liegt. 

Straftaten gegen das Leben um 84,3 Prozent gestiegen

Noch einmal überproportional ist der Anteil tatverdächtiger Zuwanderer in den Bereichen Straftaten gegen das Leben (10,6 Prozent aller Tatverdächtigen), Vermögens- und Fälschungsdelikte (9,7 Prozent), Diebstahl (10,6 Prozent), Rohheitsdelikte (8,2 Prozent) und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (7,7 Prozent). Auffällige Steigerungen der Straftaten gegenüber dem Vorjahr finden sich in den Bereichen Diebstahl (+41,4 Prozent!), Rohheitsdelikte (+13,1 Prozent) und Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (+9,4 Prozent). Letztere umfassen unter anderem 1.133 Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe im besonders schweren Fall.

Im Bereich der Täter-Opfer-Beziehung bot sich auch 2022 das inzwischen leider schon gewohnte Bild, wonach deutsche Staatsbürger weitaus häufiger Opfer von Gewaltstraftaten von Zuwanderern werden als umgekehrt. Zitat: „Unter den insgesamt 93.217 Opfern von Straftaten mit tatverdächtigen Zuwanderern/Zuwanderinnen befanden sich 47.923 Deutsche und damit 18,1 Prozent mehr als im Vorjahr (2021: 40,5934). Der Anteil der deutschen Opfer lag somit bei 51,4 Prozent (2021: 48,7 Prozent).“ Umgekehrt wurden 12.061 Zuwanderer Opfer einer Straftat mit mindestens einem deutschen Tatverdächtigen.

Besonders dramatisch stellt sich einmal mehr die Entwicklung im Bereich der Straftaten gegen das Leben dar. Hier fielen 258 Deutsche entsprechenden Delikten zum Opfer (2021: 140), was einer Steigerung von 84,3 Prozent entspricht! Davon wurden 27 Personen Opfer einer vollendeten Tat (2021: 29). Umgekehrt wurden 89 Zuwanderer Opfer von Taten, an denen mindestens ein Deutscher beteiligt war (2021: 42). Davon wurden fünf Personen Opfer einer vollendeten Tat (2020: 6).

Weit überproportionale Zahl von Tatverdächtigen aus Nordafrika

Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 1.109 Deutsche Opfer einer Tat mit mindestens einem/einer tatverdächtigen Zuwanderer/Zuwanderin (2021: 2.496). Umgekehrt wurden 164 Zuwanderer Opfer einer entsprechenden Straftat mit mindestens einem tatverdächtigen Deutschen. Das entspricht trotz des deutlichen Rückgangs (dessen Genese allerdings zu hinterfragen ist) immer noch einem Verhältnis von 6,8 zu 1.

Auf die Herkunftsländer der Tatverdächtigen bezogen, haben sich die Verhältnisse auch 2022 kaum verändert: Während bei den zuwanderungsstärksten Ländern (Syrien, Afghanistan, Irak) der Tatverdächtigenanteil in etwa dem Zuwandereranteil entspricht, wurde bei den Maghreb-Staaten (Algerien, Marokko, Tunesien) sowie anderen afrikanischen Herkunftsländern (Nigeria, Gambia) eine weit überproportionale Zahl von Tatverdächtigen registriert. Auch Georgien fällt in diesem Bereich schon seit Jahren unrühmlich auf, ohne dass die Politik die notwendigen Konsequenzen zieht. Die Zuwachsraten sind teilweise dramatisch: Georgien +68,4 Prozent, Moldau: +44 Prozent, Tunesien +39,5 Prozent, Algerien +22,5 Prozent. Ähnlich kriminalstatistisch auffällig sind auch Zuwanderer aus Serbien und Albanien.

Zwar hatte zwischenzeitlich der Bundestag Georgien und die Maghreb-Staaten mit Mehrheit zu „sicheren Herkunftsländern“ erklärt, was Rote und Grüne aber lange im Bundesrat blockierten. Dieser Tage sind wenigstens Georgien und Moldau auch durch den Bundesrat zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklärt worden.

Kein Schutz der Bürger vor Zuwandererkriminalität

Es erübrigt sich, noch einmal auf die seit 2015 politmedial verbreitete Propagandabehauptung „Flüchtlinge nicht krimineller als Deutsche“ einzugehen. Wer Derartiges heute noch glaubt oder gar weiterverbreitet, macht sich inzwischen nur noch lächerlich. Dennoch versucht auch der BKA-Bericht, die dramatische Entwicklung zu relativieren. Zitat: „Dieses (erhöhte Kriminalitätsaufkommen) muss jedoch zum einen im Lichte des verhältnismäßig deutlich größeren Anstiegs der Anzahl in Deutschland aufhältiger Geflüchteter und zum anderen auch unter Berücksichtigung des ebenfalls gestiegenen Gesamtkriminalitätsaufkommens gesehen werden.“

Nein, das muss es eben nicht, denn die durch den Ukrainekrieg deutlich gestiegenen Flüchtlingszahlen haben kaum etwas mit dem Kriminalitätsanstieg zu tun. Es ist und bleibt ein Skandal, dass trotz bekannter Schwerpunkte (Herkunftsländer, Deliktgruppen) politisch und behördlich kaum etwas unternommen wird, um die eigenen Bürger vor Zuwandererkriminalität zu schützen. Das betrifft sowohl den seit 2015 im Grunde nicht mehr vorhandenen Schutz der Staatsgrenzen, die Einstufung zu sicheren Herkunftsländern als auch die Abschiebung von Straftätern. Den Preis bezahlen die gesetzestreuen Bürger, Deutsche wie Migranten, die Jahr für Jahr Opfer von durch Zuwanderer verübte Gewaltstraftaten werden.

 

Frank W. Haubold wurde 1955 in Frankenberg (Sachsen) geboren. Seit 1989 schreibt er Romane und Erzählungen unterschiedlicher Genres und gewann mehrere Literaturpreise. Seit einigen Jahren betätigt er sich auch publizistisch und gehörte zu den Erstunterzeichnern der Gemeinsamen Erklärung 2018. Mehr über ihn finden Sie auf seiner Website.

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Dieter Grimm / 02.11.2023

Was wir jetzt brauchen ist der totale Zusammenbruch des Rechtssystems.Wir brauchen Unmengen von Deutschen, die mit dieser bestialischen Gewalt des Steinzeitislam in Berührung gekommen sind. Wir brauchen jede Menge deutsche Opfer. Jeden Tag mehr und mehr. Nur so kommen all die schuldigen Wähler, die mit ihren Stimmen all dieses brutale Elend erst ermöglicht haben, vielleicht doch noch zu der Erkenntnis, was für einem gewaltigen Fehler bei all den letzten Wahlen sie gemacht haben.

Karl-Heinz Böhnke / 02.11.2023

Will das BKA etwa zum Ausdruck bringen, daß 2000 Opfer nicht so schlimm sind wie 1000, falls die Eingedrungenen, denen die Täter angehören, sich mehr als verdoppelt haben? Mir würden beim Tippen solcher Worte die Finger brechen.

F. Michael / 02.11.2023

14.000 die eigentlich nach Nigeria abgeschoben werden müssten, die wollen sie aber nicht zurücknehmen, Deutschland zahlt weiter 640 Millionen Entwicklungshilfe, anstatt diese Gelder sofort zu stoppen, sorry wF

Ralf Ross / 02.11.2023

Kann sich noch jemand an den jämmerlichen, weinerlich betretenen Schäuble erinnern, der nach der hervorragenden Weidel-Rede voller Ehrgefühl und zutiefst beschämt sagte: ‘Frau Weidel, mit Ihrer Aussage -Kopftuchmädchen und andere Taugenichtse - diskriminieren Sie alle Frauen, die ein Kopftuch tragen’...... Schluchz….... absolute Verachtung für diesen armseligen, naiven Trottel. Und der Saal ist voll von denen…..was für ein Albtraum….

F. Michael / 02.11.2023

Seit 2015 warnen wir vor dieser Entwicklung und wurden dafür in die Rächte Ecke gestellt, ich hoffe es erwicht endlich mal die politisch verantwortlichen in unseren Ämtern, dort sollte gezielt von den Goldstückchen agiert werden.

Norbert Brausse / 02.11.2023

Man braucht sich doch bloß die Kriminalitätsstatistiken und hier insbesondere die Tötungsraten der Länder anzuschauen aus denen die inzwischen liebevoll als Zuwanderer bezeichneten Personen kommen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was wir noch zu erwarten haben. Aber das ist bloß die eine Seite der Medaille. Noch wichtiger scheint mit der überall zu beobachtende ganz langsam vonstatten zu gehende wirtschaftliche Abstieg Deutschlands zu sein, der seinen Anfang bereits bei den schulischen Minder-Leistungen in der Grundschule nimmt. Und als ich gestern zufällig einen Bericht sah, wie in der nordchinesischen Großstadt Harbin im Zeitraum von 15 Tagen ein Eisskulpturenpark, der nichts Vergleichbares in der Welt kennt, sprichwörtlich aus dem Eis gestampft wurde, stellte ich mir sofort die Frage, ob so etwas Deutschland auch noch bewältigen könnte, wenn es die klimatischen Verhältnisse zulassen würden. Nun gut, ein Oktoberfest, mit einer vergleichsweise billigen Infrastruktur und viel Bier und ein paar Ochsen am Spieß schaffen wir auch noch.

Gus Schiller / 02.11.2023

Ei, dat Nännssi, also die Fäsersche die tut ja jetzt was dagejen. Alle Fremden sollen ja gleisch nach de Grenze als Deutsche gelten. Dann is Schluss mit Ausländergrimminalität, so. Un de Annere, die scho do sin, dürfe jetzt auch fix arbeite. (wolle se ja eigendlich net, aber dat wees de Nännssi ja net). De Jobs als Messerinschenör oder Sozialbedrieger will der Hubsi Heil jetzt au offiziell als Ausbildung anerkenne. Ironie off《der Dialekt mag teilweise hinken, aber bei F. und H. hinkt auch einiges.》

Sam Lowry / 02.11.2023

Überrascht das irgendwen? Hat man da groß Mitleid mit den Opfern, die ihr eigenes Schicksal gewählt haben? Ich jedenfalls tue mir nur noch selbst leid ;-) Erunsthaft: Jetzt viermal (in Worten: 4) nach Koblenz meinen Vermieter ins Krankenhaus gefahren, und am Ende einen neuen Termin bekommen, da das alles nicht ambulant, sondern nur stationär gemacht werden kann. Das hat man aber bei den vier (in Worten: 4) Besuchen vorher nicht erkennen können. Ah ja, der Chef war ja in Urlaub, “und das kann nur der Chef machen”. Also noch zweimal (in Worten: 2) nach Koblenz fahren. 2 + 4 = Nerven am Ende… man gewöhnt sich dran.

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